Meerschweinchen Testbericht

ab 33,04
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
5 Sterne
(26)
4 Sterne
(3)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)
Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  gering
  • Spielbereitschaft:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Erwin1678

Tips und Tricks

4
  • Futterkosten:  sehr gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering
  • Spielbereitschaft:  durchschnittlich

Pro:

sB

Kontra:

sB

Empfehlung:

Ja

Käfig, Häuschen usw.
Natürlich braucht ein Meerschwein einen Käfig. Der Handel bietet ja zum Glück verschiedene an, man kann sich also den für sich Besten heraussuchen. Man sollte beachten, die Käfige nicht zu klein zu kaufen, nicht jeder hat die Möglichkeit seine Meerschweine häufig herauszulassen. Großzügig ist ein Käfig mit der Fläche von einem Quadratmeter.

Die Käfige bestehen ja meist aus einer Bodenschale und einem abnehmbaren Gitteroberteil. Vorteilhaft ist auf jeden Fall eine Bodenschale die mindestens 10-15 cm hoch ist, da Meerschweine häufig im Streu scharren und man bei einer niedrigeren Bodenschale das ganze Streu vor dem Käfig liegen hätte.
Das Gitteroberteil ist eigentlich immer aus Metall, es sollte außerdem unbeschichtet sein, die Tierchen werden ab und zu daran knabbern. Vorteilhaft wäre auch, wenn man das Gitter nach oben öffnen könnte und zusätzlich noch eine Klappe sich seitlich öffnen lässt.

Was gehört in den Käfig herein?
Zunächst einmal sollten wir die Frage nach dem richtigen Streu klären. Was anderes als Holzspäne kommt da eigentlich nicht in Frage. Ich habe schon mehrere Sorten getestet, mit der Einstreu von Vitakraft bin ich eigentlich am zufriedensten. Dieses ist auf jeden Fall sauber, hat einen angenehmen Duft und die Späne sind weich. Dafür kann man auch etwas mehr ausgeben.

Vergessen sollte man solche Sachen, wie unter die eigentliche Einstreu Katzenstreu oder Zeitungen zu legen. Beides würden Meerschweine \"ausgraben\" und anknabbern.

Was gehört also in den Käfig herein? Ein Muß ist ein Häuschen aus Holz. Meerschweine sind Fluchttiere, wenn sie etwas erschreckt, können sie sich in das Haus zurückziehen. Außerdem haben Meerschweine ständig nachwachsende Zähne, durch Knabbern an einem Holzhäuschen werden diese \"bearbeitet\". Kaufen sollte man ein ausreichend großes Haus, da die Tiere nach dem Kauf natürlich noch wachsen. Das Häuschen sollte nicht geklebt sein, besser sind Häuser die zusammengetackert oder zusammengenagelt sind.
Vom Kauf eines Häuschen aus gepressten Holzspänen sollte man absehen, da dieses nach schneller aufweicht bzw. mehr Urin aufnimmt, wie ein Häuschen aus Holz.

Weiterhin notwendig sind zwei Futternäpfe, am Besten aus Keramik oder Porzellan und nicht aus Plaste. Warum zwei Näpfe? Der eine ist natürlich für das Körner- bzw. Kraftfutter, der andere Napf ist für Obst und Gemüse. Man sollte vermeiden, das Frischfutter direkt auf das Streu zu legen, da es ziemlich schnell verunreinigt werden kann, durch Urin und Kot des Meerschweinchens.
Weiterhin benötigt man zwei Futterraufen. Eines für Heu, eines für Grünzeug wie Gras, Löwenzahn...

Kaufen sollte man wieder ausschließlich Raufen aus Metall, was anderes kommt eigentlich nicht in Frage.

Wichtig ist auch eine Trinkflasche, am besten eine etwas größere. Es wird zwar immer wieder geschrieben, dass Meerschweine die benötigte Flüssigkeit durch ihr Futter aufnehmen. Im Prinzip richtig, aber ein Mensch trinkt auch nicht nur, wenn er etwas vorgesetzt bekommt. Also sollte man den Meerschweinchen diese Tränke ruhig können.

Ungünstig wäre es übrigens ein Schälchen mit Wasser in den Käfig zu stellen, das Wasser würde viel zu schnell verschmutzt werden, oder die Meerschweine wurde die Schale sogar umschmeißen.
Wichtig für die Nager ist auch zum Beispiel ein Nagerstein oder Holz. Das Holz sollte man übrigens auch lieber in der Tierhandlung kaufen, man kann dann sicher sein, das dieses ungespritzt und ungiftig ist.

Wer seinen Meerscheinen noch etwas gutes tun will, kann den Käfig einen Stein legen. Der Stein sollte sauber sein (keine Erde usw. dran) und am besten auch so groß, dass ein Meerschein nicht in der Lage ist, ihn zu bewegen. An diesem Stein können die Schweine ihre Krallen etwas abschaben, manche werden auf versuchen, daran zu knabbern. Keinesfalls sollte man aber irgendwelche Ziersteine, wie Minerale oder ähnliches in den Käfig setzen, da dies wieder zu Vergiftungen führen könnte.

Ernährung, Futter

Allerwichtigster Bestandteil der Nahrung ist Heu. Es sollte praktisch immer genug davon in der Raufe sein. Aufpassen sollte man beim Kauf von Heu. Viele Anbieter verkaufen teils minderwertiges (wichtig ist die Farbe, gutes Heu ist leicht grünlich und duftet aromatisch).

Wasser ist genauso wichtig, man sollte jeden Tag frisches Wasser bieten, im Sommer vielleicht zweimal täglich. Natürlich kommt nur Leitungswasser in Frage.

Hier einmal eine Auflistung was Meerschweinchen alles fressen dürfen: Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Grapefruit, Honigmelone, Kiwi, Wassermelone, Orangen, Weintrauben, Blumenkohlblätter, Broccoli, Futerrüben, Kohlrabi, Paprika, Petersilie, Möhren, Tomaten, Löwenzahn, Gras, Huflattich, Bärenklau.

Bedingt zum Verfüttern geeignet sind Salate sowie Klee, da sie in größeren Mengen bei Meerschweinen zu Blähungen führen können.
Wichtig für Meerschweine ist auch das Fertigmischfutter. Es enthält meist verschiedene Getreidesorten, Pellets aus gepressten Heu, sowie teils noch andere Sachen. Beim Reichen des Fertigmischfutters sollte man beachten, pro Tier und Tag ungefähr 2 Esslöffel des Futters zu verfüttern. Gibt man regelmäßig mehr, verfetten die Tiere leicht.

Im Handel werden noch eine Menge Knabberstangen, Kräcker, Drops und anderes angeboten. Auch da gilt immer, mäßig füttern.

ein paar Fütterungsregeln
Immer zur gleichen Zeit füttern. Meerschweine gewöhnen sich leicht daran, betteln in der Zwischenzeit nicht.

Man sollte nicht zu viel Futter auf einmal in den Käfig legen, lieber zu späterer Zeit noch mal etwas nachreichen.

Bei Obst und Gemüse sollte man darauf achten, das es immer frisch und gewaschen ist. Das selbe gilt für Löwenzahn und Gras von der Wiese.

Obst und Gemüse nicht direkt aus dem Kühlschrank verfüttern, die Meerschweine könnten dadurch Durchfall bekommen.

Hygiene
Genauso wie sich ein Mensch im Dreck nicht wohl fühlt, will auch ein Meerschwein einen sauberen Käfig haben. Hygiene ist also hier oberstes Gebot.

Wöchentlich sollte man die Einstreu wechseln. Das oder die Meerschweinchen setzt man am besten derweil in einen Korb oder eine Klappbox. Ist die Einstreu entfernt, wird der Käfig ausgewaschen, natürlich nicht mit Haushaltsspülmittel. Ich benutze immer Essigwasser, dies löst auch den Urinstein vom Käfigboden ab.

Vergessen sollte man auch nicht, die Gitterstäbe abzuwaschen.
Ebenfalls wöchentlich sollte man Trinkflasche, Näpfe, und Raufen reinigen.

Umgang mit Meerschweinen
Zuerst sollte man mal überlegen, warum man sich die Tierchen überhaupt angeschafft hat. Hat man es vielleicht für sein Kind gekauft, dann wird es häufig herausgenommen, sollte also an Menschenhand gewöhnt sein.

Ein Meerschweinchen zu zähmen, ist eigentlich nicht besonders schwer. Natürlich gibt es Ausnahmen, jedes Tier ist anders
Am Anfang geht alles über das Futter. Man wählt das Lieblingsfutter des Meerschweinchen und hält es mit der Hand in den Käfig. Das Meerschweinchen wird dies wittern. Bald schon wird es sich an die Hand gewöhnen und aus ihr fressen. Der Nächste Schritt ist Streicheln. Man streichelt die Tierchen immer in Fellrichtung, im Gesicht sollte man sie nicht anfassen.
Beim Herausnehmen des Meerscheines sollte man am besten beide Hände benutze, eine unter den den Bauch und eine Hand auf den Rücken. Zappelt das Meerschwein dabei, muß man noch mehr aufpassen.

Man muß natürlich sein Meerschwein nicht unbedingt zum Kuscheltier erziehen. Will man es lieber mehr beobachten und für sich alleine lassen, sollte man so wenig wie möglich sich mit dem Tier beschäftigen. Das setzt natürlich voraus, dass man mindestens zwei Tiere zusammenhält, in der Natur leben Meerschweine auch im Rudel. Empfohlen werden meist zwei Weibchen. Dies ist absolut unproblematisch. Abgeraten wird von der Haltung zweier Männchen, bei mir funktioniert dies einwandfrei. Natürlich kann man auch ein Meerschweinpärchen halten, aber dann muß man schnell mit Nachwuchs rechnen. Von einer Kastration beim Männchen würde ich übrigens abraten, da dies doch ein gewisses Risiko darstellt.

noch ein paar Worte...
Was macht man, wenn ein Meerschweinchen krank wird? Als erstes sollte man es sehr intensiv beobachten, um zu sehen ob es sich \"unnormal\" verhält. Stellt man irgendwelche Unregelmäßigkeiten fest, nicht selbst am Tier herumdoktern, auch nicht mit Mittelchen aus dem Tierfachgeschäft. Der Weg zum Tierarzt lohnt immer, nur er kann genau feststellen, was dem Tier fehlt.

Meerschweine kümmern sich selbständig um ihre \"Körperhygiene\", man braucht sie also nicht zu waschen oder zu kämmen. Anders ist dies bei Langhaarmeerschweinen, bei diesen muß man das Fell pflegen.

Ganz mutige Halter schneiden ihrem Meerschwein die Krallen selbst, dies setzt natürlich voraus, dass es zahm ist. Ansonsten empfiehlt sich wieder der Gang zu Tierarzt.

Vor der Anschaffung sollte man schon überlegen, das Meerscheine bis zu sieben Jahre alt werden können. Kauft man seinem Kind ein Meerschwein und dieses findet es aus irgendeinem Grund nicht mehr interessant, müßte man sich selbst darum kümmern.

27 Bewertungen, 1 Kommentar

  • kleinvolli

    08.04.2005, 14:35 Uhr von kleinvolli
    Bewertung: sehr hilfreich

    In Deinem letzten Absatz gibts Meerscheine. Wäre zwar schön wenns "Mehr Scheine" gäbe, aber sich nicht gelle? Schöner Bericht.