Malta Testbericht

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Erfahrungsbericht von Urquhart

Hello Malta!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Noch sind es zwei Stunden bis zur Landung in Frankfurt/Main. Die Triebwerke unseres Flugzeugs der Air Malta arbeiten ruhig und regelmässig über den Wogen des Mittelmeeres, der italienische Stiefel zur Rechten, Sardinien und Korsika zur Linken. Doch eine fünfköpfige Reisegruppe scheint kein Auge für das Schauspiel "Draussen vor der Tür" zu haben - leider ist sie ganz und gar nicht "ruhig". Schon seit geraumer Zeit scheint das "Eis" zwischen diesen Menschen zu schmelzen, die sich hier, in 12000 Metern Flughöhe, zufällig zusammengefunden haben. Lautstark wird die nächste Runde Hochprozentiges geordert, während die bemühte maltesische Stewardess sichtlich um ihre professionelle Freundlichkeit ringt. Ach ja, es ist schon ein Kreuz mit dieser Phalanx viel- und weitgereister internationaler "Globaltouristen": Kein Landstrich, den man nicht schon abgegrast haben, will, keine Metropole, die man nicht wie seine Westentasche kennt, erst recht kein Hotel, andem es nicht irgendetwas auszusetzen gäbe.

Und so reden unsere Vorzeigeurlauber mit rotgeäderten Äuglein immer lauter und wirrer von sonderlichen, geradezu "köst - li - chen" Begebenheiten, die sich so - oder doch beinahe so - da oder dort auf diesem Erdenrund abgespielt haben. Denn: Wer viel reist, weiss auch mehr zu erzählen. Spitzfindige mitunter schlüpfrige, oft aber nur ignorant vorgetragene Anekdötchen sind das traurige Endergebnis der vorgetragenen, erschreckend armseligen Jagd nach Erlebnissen. Auch Malta gehört mittlerweile zum Standardrepertoire dieses Reiseklientel: Folgender Dialog, der tatsächlich so stattgefunden hat, mag dies illustrieren:

"Wie lange waren Sie denn auf Malta?"
"Fast zwei Monate."
"Ist das Ihr Ernst? Was um Himmels Willen haben Sie so lange auf diesem öden Felsen im Meer angestellt? Wir haben uns schon nach einer Woche entsetzlich gelangweilt! Uns kriegen keine zehn Pferde mehr nach Malta..."

Wie schön für die Malteser! Eine Insel, die auf engstem Raum so viel zu bieten hat, kann wahrhaftig auf Gäste verzichten, deren Erlebnisfähigkeit am hoteleigenen Swimming-Pool anfängt und auf der dicht bevölkerten Strandpromenade endet. Zugegeben - Malta, Gozo und Comino sind nicht gerade Parade-Beispiele für gemeinhin bekannte Mittelmeer-El Dorados, die mit kilometerlangen Sandstränden "glänzen". Doch verträumte, einsame Badebuchten hat es hier, an der kulturellen Nahtstelle zwischen Orient und Okzident, auch. Zwar besitzt der kleine Archipel weder Fluß noch Bach, allenfalls Entsalzungsanlagen und Zisternen, aus denen Touristen problemlos das kühlende Nass beziehen, während Maltas Bevölkerung oft genug mit Trinkwasserrationierung zu kämpfen hat. Lauschige Wälder, Palmen- und Orangenhaine findet man nur in aufwendig gepflegten Parkanlagen, Ergebnis jahrtausendelanger rigoroser Abholzung die Maltas zumeist fremde Herrscher zu Lasten der einheimischen Bevölkerung betrieben. Sogar die allseits geschätzten, atemberaubenden Berg- und Talpanoramen muss man mit der Lupe suchen. In den heissen Sommermonaten erinnert das ausgedörrte Land mehr an afrikanische denn an üppige mediterrrane Idyllen. Da kann es schon mal vorkommen, dass monatelang kein Regen fällt und Stadt und Land mit einer feinen Sandstaubschicht umhüllt sind. Das ist Maltas Status quo, die ökologische Bilanz seiner unendlich langen Geschichte, die die rührigen Malteser längst angenommen haben und mit dem Jahrhundertprojekt "Green Malta", der Vision einer grünen, blühenden Oase im Mittelmeer, bekämpfen. Wer bereit sit, sich auf diese ungeschminkten "Inselwahrheiten" einzulassen, wird Malta und Gozo rasch als spannend und faszinierend, die selbstbewussten Malteser als zuvorkommend und liebenswert schätzen lernen. Mit ein wenig Flexibilität, Unternehmungsgeist und Aufgeschlossenheit besteht keinerlei Gefahr für "trostlosen Müssiggang". Notorische Nörgler und animierbedürftige Urlauber seien also auf der Hut. Sie sollten sich ein anderes Ferienziel suchen.

Den neugierigen Gast werden die Inseln umso schneller und nachhaltiger in ihren Bann ziehen, so mancher wird immer wieder hierher zurückkommen wollen. Kein Wunder bei diesem breiten Spektrum unterschiedlichster Sehenswürdigkeiten: Das sind die über 6000 Jahre Alten Tempelanlagen von Tarxien, HaGar Qim, Mnajdra und Ggantija, älter als Ägyptens Pyramiden! Die Katakomben und christlichen Grotten von Rabat, Maltas Hauptstadt Valletta - eine der schönsten Gesamtstadtanlagen des Mittelmeeres, längst komplett unter Denkmalschutz gestellt - mit ihren zahlreichen historischen Bauwerken, Museen und Kathedralen und dem grössten Naturhafen des Mare Mediterraneum. Da locken die geheimnisvollen Karrenspuren auf dem Plateau von Ta'Cenc auf Gozo oder die ehemalige Piratenhöhle Ghar Hassan zum Sinnieren über vergangene Zeiten. Die Liste der lohnenden Ziele ist lang.

Neben diesen historischen Stätten existiert natürlich auch das moderne Malta, das sich dem Besucher vielerorts präsentiert und vom way of life seiner Bewohner erzählt. Die Malteser haben im Lauf ihrer wechselhaften Geschichte mehr als einmal lernen müssen, unter fremder Herrschaft zu leben und sich mit Kultur und Gedankengut der Invasoren zu arrangieren. Eine Geisteshaltung, die bis heute spürbar geblieben ist, auch zum Beispiel in dem heiter gelassenen Umgang mit den Touristen aus aller Welt! Sie verrichten ihre Dienstleistungen, ohne sich dabei anzubiedern, schon gar nicht, um ihre gewachsenen Traditionen zugunsten der "neuen Invasoren" aufzugeben.

Schenkt man der Bibel Glauben, soll bereits der Apostel Paulus, wenn auch nicht ganz freiwillig und eher zufällig, als einer der ersten prominenten Gäste auf Malta gelandet sein. So berichtet die Apostelgeschichte: "Und als wir gerettet waren, erfuhren wir, dass die Insel Malta hiess. Die Leute aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft, zündeten ein Feuer an und nahmen uns alle auf, um des Regens, der über uns gekommen war, und um der Kälte willen." Inzwischen wurden zwar Stimmen laut, die Paulus' Notlandung auf Malta bezweifeln und seinen Schiffbruch an die Insel Kephallenia vor der griechischen Westküste verlegen. Doch diese Frage mögen im Glaubensdisput geschulte Menschen klären. Ich jedenfalls bleibe bei dem positiven Eindruck, den die Malteser während meiner Inselaufenthalte auf mich machten.

Besonders auf Gozo haben sich die Sitten und Gebräuche kaum verändert, hier scheinen die Uhren langsamer zu gehen als auf der Hauptinsel Malta. Die scheinbar widersprüchliche Allianz aus typisch britischer Zurückhaltung und Understatement sowie südeuropäischem Temperament ist auf diesem Archipel eine einmalige Synthese eingegangen. Sowenig die geographische Nähe zu Italien und Afrika aus den Maltesern Italiener, Lybier oder Tunesier machte, sowenig konnte die 150 Jahre dauernde britische Kolonialherrschaft aus Malta ein zweites, südeuropäisches England aus dem Boden stampfen! Malta ist ein selbständiger, souveräner Staat mit langer ureigener Kultur und Sprache, politischer Verfassung und Gesetzgebung, ein fact, dem leider viel zu selten Rechnung getragen wird. Malta wird allzu häufig schlichtweg übersehen. Wer vermag die Inselgruppe schon geographisch korrekt einzuordnen, wenn sie nicht einmal auf den Wetterkarten der Fernsehsender erscheint! Sonne, Sand und See: Im Zweifel sollte man dort suchen, wo ein mediterranes Hoch eingezeichnet ist...

Gründe genug also, Malta zu besuchen und einige höchst interessante, und unterhaltsame Tage in Sachen maltesischer Kultur und Geschichte zu nehmen, ohne auf die Annehmlichkeiten anderer, weitaus bekannterer Reiseziele verzichten zu müssen.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-11 14:57:20 mit dem Titel Eine der schönsten Städte Europas

Nach einer allgeimen Einführung bzgl. Malta, möchte ich euch heute etwas über die Hauptstadt dieses kleinen Inselparadieses erzählen.

Nach der, wenn auch nur mit erheblichen Verlusten, überstandenen Großen Belagerung durch die Türken 1565 wurden die Stimmen unter den Ordensrittern (Johanniter) lauter, die einen wesentlich massiveren Schutz vor einem neuerlich befürchteten Angriff aus dem Osten forderten. Großmeister de la Valette ließ sich davon überzeugen und holte aus Italien den seinerzeit besten Militärarchitekten, den Michelangelo-Schüler Feancesco Laparelli. Dieser entwickelte innerhalb kürzester Zeit den Plan, die große Halbinsel des Mount Sciberras, die auf der einen Seite vom Grand Harbour und auf der anderen Seite vom Marsamxett Harbour begrenzt ist, massiv und vollständig zu befestigen und dort eine Stadt zu errichten. An der Spitze deiser Halbinsel stand bereits das 1552 erbaute Fort St. Elmo. Die Grundsteinlegung für die neue Stadt fand im März 1566 statt. Zwei Jahre später, als bereits alle Straßenverläufe festgelegt waren, kehrte Laparelli nach Italien zurück und überließ die weiteren Arbeiten seinem maltesischen Assistenten Gerolamo Cassar.

Architektonisch war diese Epoche geprägt von den geraden und klaren Formen der Renaissance, aber die runderen und verspielteren Formane des Barocks hatten schon erste Umsetzungen gefunden. Die Stileigenschaften dieses Epochenübergangs realisierte Cassar an zahlreichen Gebäuden in der neuen Stadt: am Großmeisterpalast, an der St. John's Co-Cathedral, an den sieben "Auberges" der sieben Nationalitäten der Ordensritter sowie an zalhreichen Privathäusern und weiteren Kirchen.

Neben den von den Ordensrittern in Auftrag gegebenen Gebäuden mußten weiter Bauinteressenten für die neuen Stadthäuser gefunden werden. Auf dem Gelände wurden über 1100 Grundstücke ausgewiesen und zum Kauf angeboten. Um Grundstücksspekulationen zu verhindern, forderte ein Gesetz von den neuen Eigentümern, daß mit dem Bau eines Hauses spätestens sechs Monate nach Grundstückserwerb begonnen worden sein mußte, und der Bau mußte spätestens zum Ende des Folgejahres fertiggestellt sein. Für die archtiktonische Gestaltung der Privathäuser wurden strenge Richtlinien erlassen, um ein relativ einheitliches Stadtbild zu gewährleisten, es mußten bauliche Vorkehrungen für Wasservorräte getroffen werden und verpflichtend war der Anschluß an das Abwasserkanalsystem. Der Straßenplan Laparellis war schon so angelegt gewesen, daß alle Straßen und Häuser von der kühlen, reinigenden Seeluft profitieren konnten. Die Ordensritter bezogen im Jahr 1571 ihre neuen Gebäude in der halbfertigen Stadt, 1610 war jedoch das letzte Grundstückverkauft und die Bevölkerung in 44 Jahren von null auf 4000 Menschen angewachsen.

Heute ist Valeeta eine moderne Geschäftsstadt in historischen Mauern. Tagsüber bevölkern maltesische Geschäftsleute, Regierungsbeamte und Bankkaufleute die Straßen auf dem Weg in ihre Büros und in der Mittagspause; maltesische Frauen durchstöbern Geschäfte und Stände auf ihren Besichtigungstouren zu den zahlreichen historischen Bauten. Nach Büro- und Geschäftsschluß ist Valletta jedoch wie ausgestorben, denn die Malteser haben sich in ihre Wohngebiete zurückgezogen, und die meisten Touristen flanieren an den Uferstraßen von Sliema und St. Julian's.

Einen Stadtrundgang beginnt man natürlich am Stadttor - "City Gate" -, unmittelbar hinter dem zentralen Busbahnhof rund um den Triton-Brunnen. Das Stadttor, früher auch abwechselnd "Gate of St. George", "Porta Reale" und "King's Gate" genannt, ist der Hauptzugang durch die Befestigungsmauern in die Stadt. Das Tor in seiner heutigen Form ist 1964 entstanden, um den modernen Verkehrsbedingungen zu entsprechen. Der Platz hinter dem Stadttor vermittelt einen ersten schönen Eindruck von Valletta: linker Hand steht der im ausgehenden 19. Jahrhundert als Wohnsitz eines wohlhabenden Getreidehändlers erbaute Palazzo Ferreira. Rechts sieht man die Ruinen des 1866 erbauten und 1942 von der deutschen Luftwaffe zerstörten alten Opernhauses. Hinter dem Opernhaus steht die Kirche "Our Lady of Victory", die von den Ordensrittern als erste Kirche in der neuen Stadt in Erinnerung an die überstandene Große Belagerung errichtet worden war. Hier wurden zunächst die sterblichen Überreste des Großmeisters de la Valette aufbewahrt, bevor sie dann in die "St. John's Co-Cathedral" überführt wurden.

Die "Auberge de Castile et Leon" ist als Herberge für die spanischen und potugiesischen Ordensritter erbaut worden und stellt das wohl schönste Werk der barocken Architektur in Valletta dar. An diesem höchsten Punkt der Halbinsel war zunächst der Bau des Großmeisterpalastes vorgesehen. Die ursprünglich von Cassar relativ schlicht gestaltete Fassade wurde Mitte des 18. Jahrhunderts reich ausgeschmückt. In späterer Zeit war hier das Hauptquartier des englischen Militärs, und heute ist der Bau Amtssitz des maltesischen Premierministers.

Nicht weit entfernt entlang der Stadtmauern sind die schönen Parkanlagen der "Upper Barracca Gardens" zu finden, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf den "Grand Harbour" und die "Drei Städte" Vittoriosa, Cospicua und Senglea gegenüber genießen kann. Die "Auberge d'Italie" in der Merchant Street, wo heute das Hauptpostamt untergebracht ist, wurde 1574 erbaut. Die Fassade des Bauwerks wurde Mitte des 17. Jahrhunderts durch üppige, jedoch ohne viel Geschmack ausgewählte Elemente bereichert. Gegenüber steht der "Palazzo Parisio", ein Bau aus dem späten 18. Jahrhundert. Hier residierte Napoleon im Jahr 1798 bei seinem Plünderungsbesuch auf Malta. Die nahe gelegene Kirche "St. James" wurde 1612 für die Ritter von Kastilien und Leon erbaut, 1710 jedoch sehr stark mit romanischen Barockeinflüssen umgestaltet.

Der Umzug des Johanniterordens in die neue Stadt machte auch den Bau einer neuen Konventskirche erforderlich, die einerseits dem Zusammenhang des ganzen Ordens, andererseits den religiösen Bedürnissen der einzelnen Nationalitäten innerhalb des Ordens gerecht werden konnte. 1578 wurde die von Cassar entworfene "St. John's Co-Cathedral" eingeweiht. Die Fassade ist in strengen Formen und sehr schlicht gehalten. Die zwei Säulen des Portals tragen einen Balkon mit einem Rundbogen, und darüber befindet sich das Giebeldreieck des Daches. Die beiden massiven, rechteckigen Glockntürme wurden im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt. Das Oratorium und die Sakristei links und rechts neben der Hauptkirche sind später angebaut worden. Das schlichte Äußere der Kathedrale läßt nichts von der üppigen, barocken Ausgestaltung des Innenraums erkennen.

Das Innere ist von einem großen Mittelschiff geprägt, an dessen linker und rechter Seite die acht Kapellen der verschiedenen Nationalitäten des Ordens angeordnet sind. Diese Kapellen wurden von den Rittern jeweils in nahezu verschwenderischem Glanz ausgestattet. Von Mattia Preti stammen die prunkvollen Deckenmalereien des Hauptschiffes, die die Geschichte des Ritterordens darstellen und die als eine der schönsten Arbeiten des Hochbarrocks gelten. In der Krypta befinden sich die Mausoleen der Großmeister, die zwischen 1522 und 1623 dem Orden vorstanden. Auf der Seite des Oratoriums befindet sich der Friedhof, wo zahlreiche Ordensritter, die während der Großen Belagerung 1565 gefallen waren, beerdigt sind. Von hier aus hat man auch Zugang zum Kathedralmuseum, in dem vor allem die flämischen Gobelins sehenswert sind, die zum großen Teil nach Gemälden von Rubens angefertigt wurden.

Die Kirche "St. Paul's Shipwreck" ist dem Heiligen der Insel gewidmet. Die Decknfresken sind Darstellungen der Zeit, die Paulus auf Malta verbrachte, und die vergoldete Holzskulptur des Heiligen wird am 10. Februar jeden Jahres durch die Straßen von Valletta getragen.

Der "Republic Place" lädt mit seinen zahlreichen Straßencafés zu einer Ruhepause ein, bevor man die Nationalbibliothek oder den Großmeisterpalast besichtigt.

In der "Bibliotheca", die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, sind wertvolle Originalschriften aus der Zeit des Ritterordens aufbewahrt, darunter die Schenkungsurkunde, mit der Karl V. Malta dem Johanniterorden übergab.

Der nahezu quadratische Komplex des Großmeisterpalastes mit zwei großen Innenhöfen wurde 1574 von Cassar fertiggestellt. Hier sind heute Amtssitz des maltesischen Präsidenten und des Parlaments untergebracht. Neben Verwaltungsbüros befindet sich im Palast auch das Rüstungsmuseum. Einige Räume kann man besichtigen, darunter die "Tapestry Chamber" mit wertvollen Gobelins. Das Nationaltheater Maltas, "Manoel Theatre", ist ein Bau des Spätbarocks aus dem Jahr 1731, und neben dem nationalen Orchester sind hier schon weltberühmte Musiker und Dirigenten aufgetreten. In dem 1575 errichteten Gebäude der "Auberge de Provence" ist heute das besuchenswerte Archäologische Museum untergebracht, während das "Admirality House", in seiner heutigen Form 1760 fertiggestellt, das Museum der Bildenden Künste ("Museum of Fine Arts") beherbergt.

Im nordöstlichen Teil Vallettas mit Blick auf die Einfahrt in den "Grand Harbour" befindet sich die Gartenanlage der "Lower Barracca Gardens" mit einem Denkmal, das an den Zweiten Weltkrieg erinnert. Folgt man den Festungsmauern etwas weiter nach Norden, trifft man auf die "Sacra Infermeria", das große Hospital, in dem die Ordensritter gemäß ihrem Gelübde Dienst an den Kranken verrichteten. Das Gebäude wurde als eines der ersten in der neuen Stadt Valletta errichtet und 1576 eingeweiht. Die späteren Herren Maltas, die Franzosen und Engländer, benutzten das Hospital als Krankenhaus für ihre Besatzungstruppen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das historische Gebäude erheblich beschädigt und erst im Jahr 1979 umfassend restauriert. Heute befindet sich in den historischen Mauern und modernen Neubauten ein großes Konferenzzentrum, das "Mediterranean Conference Center".

In der Nähe findet mehrmals täglich eine mehrsprachige Multivisionsführung "The Malta Experience" statt.


Natürlich kann man dies alles nicht an einem Tag erleben, aber auch wenn man nur einen Teil dieser wunderbaren Sehenswürdigkeiten erleben kann, lohnt es sich auf jeden Fall. Ich hoffe, ich habe euch ein wenig auf den Geschmack gebracht. Weitere Beiträge zu Malta werden auf jeden Fall folgen. (Das versteht ihr hoffentlich nicht als Drohung... *g*)

12 Bewertungen, 2 Kommentare

  • leuchttuermin

    09.07.2006, 14:18 Uhr von leuchttuermin
    Bewertung: sehr hilfreich

    schade, dass es kein bh gibt! :-) Wie ist das eigentlich mit Seeigeln oder anderen "fiesen Viechern", in die man beim Baden reintreten könnte? Sollte ich mir "Gummischuhe" besorgen?! ;-)

  • Mermaid

    28.05.2003, 14:31 Uhr von Mermaid
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Multivisonsshow ist super gemacht aber ganz schön teuer für einen "Werbefilm". Doch Valletta ist genial ich liebe diese Stadt!