San Francisco Testbericht
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Summe aller Bewertungen
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Erfahrungsbericht von RogerMurtaugh
Die Perle der Pazifikküste
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
San Francisco sehen und sterben, vergesst Neapel.
Ich hatte das Glück, im Herbst 1997 in die USA reisen zu dürfen, genauer gesagt, nach California. Ankunftsflughafen war der International Airport von San Francisco.
Schon im Landeanflug auf die Stadt, kann man wunderschön die "Golden Gate Bridge" sehen und irgendwie fühlt man sich, als würde man "nach Hause" kommen.
Unzählige Male sah man das rote Monument im TV und auf Fotos und nun kann man es mit eigenen Augen bewundern. Und sie ist gigantisch. Als nächstes fällt natürlich auch das Trans-America-Building ins Auge, dieser pyramidenartige Wolkenkratzer, den man ebenfalls schon unzählige Male auf Bildern oder in Filmen bewundern konnte. Beim Landeanflug fühlt man sich fast, als würde man mitten in einem Kinofilm landen.
Nach der Landung hieß es erstmal orientieren und eine Fahrgelegenheit in die Innenstadt suchen. Shuttle-Service wird von den meisten Hotels, die man im voraus buchen sollte, angeboten, daß richtige Shuttle seines Hotels zu finden, ist aber gar nicht mal so einfach. Allerdings wurden wir sehr freundlich empfangen und einige Driver anderer Hotels halfen uns netterweise, den richtigen Kleinbus zu finden.
Nach dem Transfer zum Hotel, dem Marriott, direkt unterhalb der "Market-Street" im Stadtkern, ist wirklich sehr zu empfehlen, allerdings auch nicht ganz billig.
Was für uns Europäer anfangs ungewohnt erscheinen mag, ist die Tatsache, daß Übernachtungen generell kein Frühstück beinhalten, allerdings werden in den meisten Hotels und Motels Kaffeemaschinen, Milch, Zucker und natürlich Kaffee im Zimmer bereitgestellt, so daß zumindest die Grundversorgung gesíchert ist.
Nach dem Auspacken und Duschen ging es dann auf Sight-Seeing-Tour. Das erste, was mir in den Sinn kam war "die spinnen, die Ami´s".
Wir schlenderten an dem Kaufhaus "Sears" vorbei und trauten unseren Augen nicht. Da war eine riesige Abteilung vollgestopft mit Weihnachtsdekoration und Weihnachtsbäumen, unglaublich schön aber auch wahnsinnig kitschig. Auf unser Anfragen hin, bekam wir zur Antwort das die Abteilung das ganze Jahr über präsent sei (!!!).
Mit dem weltberühmten Cable-Car ging es dann über die "Market-Street" Richtung Hafen. Unterwegs stiegen wir aus und bewunderten die "Lombard-Street", bekannt aus einer Vielzahl von Filmen und TV-Serien, gelegen an einem der steilsten Hügel in Frisco und daher serpentinenförmig gebaut und mit wunderschönen Blumen bepflanzt. Herrlich anzuschaun, aber mühsam zu besteigen.
Die Cable-Cars wurden zu Ende des 19.Jahrhunderts noch von Pferden gezogen, bis sich dann, bedingt durch Bürgerproteste und die neu aufkommende Tierschutz-Lobby, die Stadt beschloß, eines ihrer Wahrzeichen,
durch Einsatz von Seilen fortbestehen zu lassen. Bedingt durch die vielen Berge, wäre eine normale Straßenbahn, wie sie in anderen Städten der Welt üblich ist, nicht einsetzbar gewesen.
Am Hafen angekommen, ging es gleich zu einer der Touristenhochburgen, dem "Pier 39".
Hier entstand sowas wie ein Freizeitpark für Touristen mit 3 D-Kinos, Wachsfigurenkabinett (sehenswert), Gauklern, Souvenirständen und natürlich Hot-Dog-Ständen. Hier aß ich den ersten "echten" Hot-Dog meines Lebens und seither bin ich total vernarrt in dieses Fast-Food-Leckerli.
Hier, am "Fisherman´s Wharf" befindet sich auch ein sehr schöner Unterwasserpark. Man bekommt einen Kopfhörer samt Empfänger umgelegt und wandert dann, unter dem Wasser, durch diverse Plexiglasröhren und kann die Meeresbewohner des Pazifik wunderbar beobachten.
Am unteren Ende der Pier befindet sich eine Stelle, an der sich hunderte von Seehunden faul in der Sonne aalen und sich von den Touristen in keinster Weise stören lassen.
Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die Gefängnisinsel Alcatraz, welche in den 60-iger Jahren geschlossen, heute eine weitere sehenswerte Touristenattraktion ist.
Einer ihrer wohl bekanntesten Insassen war der legendäre Gangsterkönig Al Capone, der hier wegen Steuerhinterziehung (!!) einsaß und auch verstarb.
Auf dem Rückweg zum Hotel ging es dann quer durch China-Town, die größte chinesische "Stadt", außerhalb Chinas.
Die Schriftzüge der Straßen, Hotels, Restaurants und Läden sind alle in Chinesisch und Englisch gehalten, was dem Viertel einen noch exotischeren Touch gibt. Mc Donald`s auf chinesisch schaut schon recht befremdlich aus. Die Menschen, denen man begegnet, sind unglaublich freundlich und keineswegs voreingenommen, Touristen gegenüber, was leider nicht für ganz Amerika gilt. In anderen Gegenden hörten wir mehr als einmal das all so beliebte "Krauts", nicht so in Frisco. Da wird man einfach so auf der Straße angesprochen und gefragt "where are you from?" und schon ist man im Gespräch. Eines sollte man als gemeiner Tourist allerdings tunlichst vermeiden, nämlich während einer Unterhaltung mit Einheimischen die Stadt "Frisco" titulieren. Darauf reagieren die Friscos sehr allergisch. Als Durchreisender sollte man bei San Francisco bleiben und "Frisco" den dort beheimateten Leutchen lassen.
Ansonsten sind die Leute dort sehr kommunikativ und sehr sehr liebenswürdig.
Man verspürt eine gewisse Lockerheit und das Flair ähnlich südländischer Frohnaturen.
Wenn man erzählt, daß man aus "Good Old Germany" kommt, werden die meisten ganz redseelig und sogleich wird in der Ahnengalerie geforscht und sich erinnert, das ein Ur-Ur-Großvater aus Germany eingewandert ist, oder das man zumindest einen "Volkswägen" fährt, aber wenigstens schonmal auf dem "Oktoberfäst" war.
Die Leute sind wirklich sehr charmant und freuen sich sehr darüber, wenn man ihnen sagt, wie schön man die Stadt oder die USA im Ganzen findet. Dann kann es durchaus passieren, daß man unvermittelt zum "Lunch" eingeladen wird und sich dann dank des einheimischen Fremdenführers einige interessante Insider-Tips zu nutze machen kann.
Nach einer geruhsamen Nacht im "King-Size-Bett" unseres Hotels und dem recht teuren "Breakfast" für knappe 15 Dollar (allerdings ein riesen Buffet), ging es per pedes Richtung Golden Gate Park.
Diese Parkanlage war bis vor wenigen Jahren zum größten Teil eine Militärbasis namens "Presidio".
Nach Stilllegung der Anlage ist die Stadt dabei, den Park komplett umzubauen.
In einem anderen Teil der Parkanlage gibt es den wunderschönen "Japanischen Garten" zu bewundern, in dem herrliche, japanische Pagoden errichtet, sowie Bonsai-Bäume und seltene, japanische Pflanzen angepflanzt wurden. Ein Großteil des Parks wurde interessanter Weise in der Mitte des 19. Jahrhunderts, von einem deutschen Landschaftsgärtner angelegt.
Und dann natürlich DAS Highlight schlechthin, die "Golden Gate Bridge".
Vielleicht das Wahrzeichen Amerikas nach der Freiheitsstatue von New York.
Die Brücke ist gigantisch groß. Wenn man darauf steht und runter schaut, wird einem ganz kribbelig im Bauch. Da sich früher leider sehr viele Menschen in den Tod stürzten, wurden nun Seile und Netze gespannt, um Suizide zu verhindern. Das ging zwar zu Lasten des äußeren Erscheinungsbilds der Brücke, aber es ist trotz allem sinnvoll.
Die Brücke wird das ganze Jahr über mit roter Rostschutzfarbe bestrichen, damit das Merkmal der Brücke immer erhalten bleibt.
Sobald man am einen Ende fertig ist, wird auf der anderen Seite wieder von neuem angestrichen, eine Sysiphus-Arbeit.
Zum Ende unserer Stadt-Tour fuhren wir etwas außerhalb auf die sogenannen "Twins Peaks", einem Berg, nahe der Stadt, der einen unvergleichlichen Blick auf "die Perle Kalifornien´s" ermöglicht. Hier kann man sich nun im Stillen von dieser wunderschönen Stadt am Pazifik verabschieden und noch einmal einen Gesamteindruck davon bekommen, wie groß und herrlich dieses Stück Amerika ist.
Kleiner Tip noch an alle Damen. Es gibt kaum eine Großstadt auf der Welt, die sicherer ist, um alleine auf Tour zu gehen. Mehr als 60 % aller Männer sind Homosexuell und die Vergewaltigungsstatistik besagt, daß nirgendwo in Amerika weniger Frauen belästigt werden, als hier in San Francisco.
Nur die Männer sollten a bissl auf sich acht geben. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die Natürlichkeit, mit der die Bewohner Friscos mit dem Thema Homosexualität umgehen. Die sogenannte "Regenbogenflagge", die, wie der Name schon sagt, die Farben eines Regenbogens trägt, symbolisiert die Zugehörigkeit zu eben besagtem Menschenschlag in beeindruckender Form. Denn an unzähligen Häusern weht diese Flagge im Wind, wie andernorts die US-Flagge oder in unseren Breiten die obligatorische "Schumi-Flagge" an jedem Formel-1-Sonntag. Hier in Frisco ist man fast schon ein bissl Stolz auf seine Homosexualität und bringt dies mit dieser bunten Flagge auch unverblümt zum Ausdruck. Ein weiterer Beleg dafür, wie tolerant und weltoffen die Einwohner dieser herrlichen Stadt sind.
Das Klima entspricht etwa dem Mitteleuropas. Im Sommer nicht mehr als 30 Grad, im Winter ein wenig milder als bei uns, kaum niedriger als 10 Grad. Allerdings sollte man, falls man im Herbst anreist, wärmere Kleidung einpacken, da vom Pazifik eine kühle Brise rüberweht und wenn der obligatorische Nebel in der Bay wabert, wird es durchaus frisch.
Was die Erdbebengefahr anbelangt, so wurden wir während unseres Aufenthaltes zum Glück verschont, allerdings muß man immer mit einem kleinen Beben rechnen (gehört zum Alltag und findet kaum Beachtung).
Das große Beben, "The Big One", vor dem sich alle Kalifornier fürchten, blieb bislang aus. Aber sollte es wirklich einmal dazu kommen, dürfte San Francisco zu einem modernen Atlantis werden. Daher der gut gemeinte Rat, schaut Euch die Stadt unbedingt an, es könnte sein, daß es sie bald nicht mehr gibt.
Für mich und meine Frau war San Francisco die schönste Stadt, die wir auf unserer gesamten Amerika-Reise kennenlernen durften und ich wage sogar zu behaupten, daß dies eine der attraktivsten Städte der Welt sein dürfte. Selbst Amerikaner sind von dieser, für US-Verhältnisse, kleinen Stadt begeistert und bewundern sie gerade deshalb, weil sie ein fast schon europäisches Flair verströmt und nicht ganz so typisch amerikanisch wirkt, wie all die anderen Großstädte der "neuen Welt".
Das war Teil 1 einer Reihe von Reiseberichten, die in loser Abfolge meine Erlebnisse und Eindrücke meines damaligen Amerika-Urlaubs wiedergeben. Im nächsten Artikel widme ich mich der nächsten Etappe, dem Yosemite-Nationalpark, im Nord-Osten Kaliforniens gelegen, wohin es uns (meine Frau und meine Wenigkeit) als nächstes verschlug.
To be continued...
Ich hatte das Glück, im Herbst 1997 in die USA reisen zu dürfen, genauer gesagt, nach California. Ankunftsflughafen war der International Airport von San Francisco.
Schon im Landeanflug auf die Stadt, kann man wunderschön die "Golden Gate Bridge" sehen und irgendwie fühlt man sich, als würde man "nach Hause" kommen.
Unzählige Male sah man das rote Monument im TV und auf Fotos und nun kann man es mit eigenen Augen bewundern. Und sie ist gigantisch. Als nächstes fällt natürlich auch das Trans-America-Building ins Auge, dieser pyramidenartige Wolkenkratzer, den man ebenfalls schon unzählige Male auf Bildern oder in Filmen bewundern konnte. Beim Landeanflug fühlt man sich fast, als würde man mitten in einem Kinofilm landen.
Nach der Landung hieß es erstmal orientieren und eine Fahrgelegenheit in die Innenstadt suchen. Shuttle-Service wird von den meisten Hotels, die man im voraus buchen sollte, angeboten, daß richtige Shuttle seines Hotels zu finden, ist aber gar nicht mal so einfach. Allerdings wurden wir sehr freundlich empfangen und einige Driver anderer Hotels halfen uns netterweise, den richtigen Kleinbus zu finden.
Nach dem Transfer zum Hotel, dem Marriott, direkt unterhalb der "Market-Street" im Stadtkern, ist wirklich sehr zu empfehlen, allerdings auch nicht ganz billig.
Was für uns Europäer anfangs ungewohnt erscheinen mag, ist die Tatsache, daß Übernachtungen generell kein Frühstück beinhalten, allerdings werden in den meisten Hotels und Motels Kaffeemaschinen, Milch, Zucker und natürlich Kaffee im Zimmer bereitgestellt, so daß zumindest die Grundversorgung gesíchert ist.
Nach dem Auspacken und Duschen ging es dann auf Sight-Seeing-Tour. Das erste, was mir in den Sinn kam war "die spinnen, die Ami´s".
Wir schlenderten an dem Kaufhaus "Sears" vorbei und trauten unseren Augen nicht. Da war eine riesige Abteilung vollgestopft mit Weihnachtsdekoration und Weihnachtsbäumen, unglaublich schön aber auch wahnsinnig kitschig. Auf unser Anfragen hin, bekam wir zur Antwort das die Abteilung das ganze Jahr über präsent sei (!!!).
Mit dem weltberühmten Cable-Car ging es dann über die "Market-Street" Richtung Hafen. Unterwegs stiegen wir aus und bewunderten die "Lombard-Street", bekannt aus einer Vielzahl von Filmen und TV-Serien, gelegen an einem der steilsten Hügel in Frisco und daher serpentinenförmig gebaut und mit wunderschönen Blumen bepflanzt. Herrlich anzuschaun, aber mühsam zu besteigen.
Die Cable-Cars wurden zu Ende des 19.Jahrhunderts noch von Pferden gezogen, bis sich dann, bedingt durch Bürgerproteste und die neu aufkommende Tierschutz-Lobby, die Stadt beschloß, eines ihrer Wahrzeichen,
durch Einsatz von Seilen fortbestehen zu lassen. Bedingt durch die vielen Berge, wäre eine normale Straßenbahn, wie sie in anderen Städten der Welt üblich ist, nicht einsetzbar gewesen.
Am Hafen angekommen, ging es gleich zu einer der Touristenhochburgen, dem "Pier 39".
Hier entstand sowas wie ein Freizeitpark für Touristen mit 3 D-Kinos, Wachsfigurenkabinett (sehenswert), Gauklern, Souvenirständen und natürlich Hot-Dog-Ständen. Hier aß ich den ersten "echten" Hot-Dog meines Lebens und seither bin ich total vernarrt in dieses Fast-Food-Leckerli.
Hier, am "Fisherman´s Wharf" befindet sich auch ein sehr schöner Unterwasserpark. Man bekommt einen Kopfhörer samt Empfänger umgelegt und wandert dann, unter dem Wasser, durch diverse Plexiglasröhren und kann die Meeresbewohner des Pazifik wunderbar beobachten.
Am unteren Ende der Pier befindet sich eine Stelle, an der sich hunderte von Seehunden faul in der Sonne aalen und sich von den Touristen in keinster Weise stören lassen.
Von hier hat man auch einen tollen Blick auf die Gefängnisinsel Alcatraz, welche in den 60-iger Jahren geschlossen, heute eine weitere sehenswerte Touristenattraktion ist.
Einer ihrer wohl bekanntesten Insassen war der legendäre Gangsterkönig Al Capone, der hier wegen Steuerhinterziehung (!!) einsaß und auch verstarb.
Auf dem Rückweg zum Hotel ging es dann quer durch China-Town, die größte chinesische "Stadt", außerhalb Chinas.
Die Schriftzüge der Straßen, Hotels, Restaurants und Läden sind alle in Chinesisch und Englisch gehalten, was dem Viertel einen noch exotischeren Touch gibt. Mc Donald`s auf chinesisch schaut schon recht befremdlich aus. Die Menschen, denen man begegnet, sind unglaublich freundlich und keineswegs voreingenommen, Touristen gegenüber, was leider nicht für ganz Amerika gilt. In anderen Gegenden hörten wir mehr als einmal das all so beliebte "Krauts", nicht so in Frisco. Da wird man einfach so auf der Straße angesprochen und gefragt "where are you from?" und schon ist man im Gespräch. Eines sollte man als gemeiner Tourist allerdings tunlichst vermeiden, nämlich während einer Unterhaltung mit Einheimischen die Stadt "Frisco" titulieren. Darauf reagieren die Friscos sehr allergisch. Als Durchreisender sollte man bei San Francisco bleiben und "Frisco" den dort beheimateten Leutchen lassen.
Ansonsten sind die Leute dort sehr kommunikativ und sehr sehr liebenswürdig.
Man verspürt eine gewisse Lockerheit und das Flair ähnlich südländischer Frohnaturen.
Wenn man erzählt, daß man aus "Good Old Germany" kommt, werden die meisten ganz redseelig und sogleich wird in der Ahnengalerie geforscht und sich erinnert, das ein Ur-Ur-Großvater aus Germany eingewandert ist, oder das man zumindest einen "Volkswägen" fährt, aber wenigstens schonmal auf dem "Oktoberfäst" war.
Die Leute sind wirklich sehr charmant und freuen sich sehr darüber, wenn man ihnen sagt, wie schön man die Stadt oder die USA im Ganzen findet. Dann kann es durchaus passieren, daß man unvermittelt zum "Lunch" eingeladen wird und sich dann dank des einheimischen Fremdenführers einige interessante Insider-Tips zu nutze machen kann.
Nach einer geruhsamen Nacht im "King-Size-Bett" unseres Hotels und dem recht teuren "Breakfast" für knappe 15 Dollar (allerdings ein riesen Buffet), ging es per pedes Richtung Golden Gate Park.
Diese Parkanlage war bis vor wenigen Jahren zum größten Teil eine Militärbasis namens "Presidio".
Nach Stilllegung der Anlage ist die Stadt dabei, den Park komplett umzubauen.
In einem anderen Teil der Parkanlage gibt es den wunderschönen "Japanischen Garten" zu bewundern, in dem herrliche, japanische Pagoden errichtet, sowie Bonsai-Bäume und seltene, japanische Pflanzen angepflanzt wurden. Ein Großteil des Parks wurde interessanter Weise in der Mitte des 19. Jahrhunderts, von einem deutschen Landschaftsgärtner angelegt.
Und dann natürlich DAS Highlight schlechthin, die "Golden Gate Bridge".
Vielleicht das Wahrzeichen Amerikas nach der Freiheitsstatue von New York.
Die Brücke ist gigantisch groß. Wenn man darauf steht und runter schaut, wird einem ganz kribbelig im Bauch. Da sich früher leider sehr viele Menschen in den Tod stürzten, wurden nun Seile und Netze gespannt, um Suizide zu verhindern. Das ging zwar zu Lasten des äußeren Erscheinungsbilds der Brücke, aber es ist trotz allem sinnvoll.
Die Brücke wird das ganze Jahr über mit roter Rostschutzfarbe bestrichen, damit das Merkmal der Brücke immer erhalten bleibt.
Sobald man am einen Ende fertig ist, wird auf der anderen Seite wieder von neuem angestrichen, eine Sysiphus-Arbeit.
Zum Ende unserer Stadt-Tour fuhren wir etwas außerhalb auf die sogenannen "Twins Peaks", einem Berg, nahe der Stadt, der einen unvergleichlichen Blick auf "die Perle Kalifornien´s" ermöglicht. Hier kann man sich nun im Stillen von dieser wunderschönen Stadt am Pazifik verabschieden und noch einmal einen Gesamteindruck davon bekommen, wie groß und herrlich dieses Stück Amerika ist.
Kleiner Tip noch an alle Damen. Es gibt kaum eine Großstadt auf der Welt, die sicherer ist, um alleine auf Tour zu gehen. Mehr als 60 % aller Männer sind Homosexuell und die Vergewaltigungsstatistik besagt, daß nirgendwo in Amerika weniger Frauen belästigt werden, als hier in San Francisco.
Nur die Männer sollten a bissl auf sich acht geben. Besonders interessant in diesem Zusammenhang ist die Natürlichkeit, mit der die Bewohner Friscos mit dem Thema Homosexualität umgehen. Die sogenannte "Regenbogenflagge", die, wie der Name schon sagt, die Farben eines Regenbogens trägt, symbolisiert die Zugehörigkeit zu eben besagtem Menschenschlag in beeindruckender Form. Denn an unzähligen Häusern weht diese Flagge im Wind, wie andernorts die US-Flagge oder in unseren Breiten die obligatorische "Schumi-Flagge" an jedem Formel-1-Sonntag. Hier in Frisco ist man fast schon ein bissl Stolz auf seine Homosexualität und bringt dies mit dieser bunten Flagge auch unverblümt zum Ausdruck. Ein weiterer Beleg dafür, wie tolerant und weltoffen die Einwohner dieser herrlichen Stadt sind.
Das Klima entspricht etwa dem Mitteleuropas. Im Sommer nicht mehr als 30 Grad, im Winter ein wenig milder als bei uns, kaum niedriger als 10 Grad. Allerdings sollte man, falls man im Herbst anreist, wärmere Kleidung einpacken, da vom Pazifik eine kühle Brise rüberweht und wenn der obligatorische Nebel in der Bay wabert, wird es durchaus frisch.
Was die Erdbebengefahr anbelangt, so wurden wir während unseres Aufenthaltes zum Glück verschont, allerdings muß man immer mit einem kleinen Beben rechnen (gehört zum Alltag und findet kaum Beachtung).
Das große Beben, "The Big One", vor dem sich alle Kalifornier fürchten, blieb bislang aus. Aber sollte es wirklich einmal dazu kommen, dürfte San Francisco zu einem modernen Atlantis werden. Daher der gut gemeinte Rat, schaut Euch die Stadt unbedingt an, es könnte sein, daß es sie bald nicht mehr gibt.
Für mich und meine Frau war San Francisco die schönste Stadt, die wir auf unserer gesamten Amerika-Reise kennenlernen durften und ich wage sogar zu behaupten, daß dies eine der attraktivsten Städte der Welt sein dürfte. Selbst Amerikaner sind von dieser, für US-Verhältnisse, kleinen Stadt begeistert und bewundern sie gerade deshalb, weil sie ein fast schon europäisches Flair verströmt und nicht ganz so typisch amerikanisch wirkt, wie all die anderen Großstädte der "neuen Welt".
Das war Teil 1 einer Reihe von Reiseberichten, die in loser Abfolge meine Erlebnisse und Eindrücke meines damaligen Amerika-Urlaubs wiedergeben. Im nächsten Artikel widme ich mich der nächsten Etappe, dem Yosemite-Nationalpark, im Nord-Osten Kaliforniens gelegen, wohin es uns (meine Frau und meine Wenigkeit) als nächstes verschlug.
To be continued...
19 Bewertungen, 4 Kommentare
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29.04.2002, 18:59 Uhr von KevinAlan
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht, wer Lust hat soll mal bei mir vorbei schauen ich würde mich freuen!
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20.03.2002, 14:36 Uhr von antjeeule
Bewertung: sehr hilfreichDa freue ich mich jetzt auf mehr...!
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26.02.2002, 11:22 Uhr von C.A.McLane
Bewertung: sehr hilfreichSo, das war's erstmal. cuca
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20.02.2002, 16:08 Uhr von Lideiger
Bewertung: sehr hilfreichMensch ein mal nach Amerika, aber woher nehmen wenn nicht stehlen ?!? Klasse Beitrag jedenfalls. Tschau
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