Schweden Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Basterix13
Sonnenbrand und Dillchips
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Als ich letztes Jahr überhaupt nicht wusste, was ich in den Sommerferien machen sollte, überredete mich meiner Mutter, mit einer Gruppe, die ich fast komplett nicht kannte, nach Schweden zu fahren.
+++++DIE REISE+++++
Anfang der Sommerferien fuhren wir nach Travemünde, einem Fähranleger zwischen Kiel und Rostock. Mit der Fähre schipperten wir eine Nacht lang über die Ostsee nach Trelleborg, einer mittelgroßen Stadt an der Südküste Schwedens. Die TT-Line (Travemünde – Trelleborg), eine Fährgesellschaft, die ausschliesslichlich die genannte Route befähert, brachte uns nach Skandinavien. Allein die Schifffahrt (drei fff, wow....) machte Spass, vom Deck aus konnten wir den ganzen Anleger beobachten, inklusive einem Conatainerschiff und den ganzen Autos, die auch nach Trelleborg wollten. Das Essen war wunderbar, neben einem Mini-Supermarkt gibt es auf der Nils Holgersson (Name des Schiffes) auch ein kleines Casino mit ca. 20 Spielautomaten, die ich allerdings nicht genutzt habe. Auf dem Deck herrschte sehr starker Wind, das habe ich zumindest so empfunden. In Trelleborg angekommen, stiegen wir wieder in die drei Bullis (zwei Autodecks auf der Fähre) und fuhren sechs Stunden auf den Landstraßen Schwedens. Die sechs Stunden sind für die potentiellen Schweden – Fahrer, die diesen Bericht lesen jedoch nicht relevant, da Schweden ein sehr langes Land ist. Wer also unbeding nach Schweden will, muss nicht 6 Stunden fahren. Es kann aber auch mehr als doppelt soviel Zeit kosten, den Zielort zu erreichen.
+++++IN SCHWEDEN SEIN +++++
das war für uns etwa 2 Wochen Realität. Die meisten Menschen stellen sich Schweden vollgeschneit vor, im Sommer (nur davon kann ich leider erzählen) herrscht dort aber ein tolles Klima. Es ist nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, Badehose und T-Shirt sind die wirklich wichtigen Klamotten, die man zur warmen Jahreszeit in Schweden braucht. Wozu eine Badehose dient, sollte bekannt sein (bei Nachfragen bitte ins GB schreiben), das T-Shirt schützt einen größtenteils vor Sonnebrand. Man läuft in Schweden sehr schnell Gefahr, sich einen zu holen, weil man die Hitze gar nicht so mitbekommt. Innerhalb von 10 Minuten Fußballspielen ohne Kopfbedeckung war mein Gesicht rot. Innerhalb von 2 Wochen hatten wir nur einmal Regen, das war sicherlich Glück, auf der Rückfahrt bekamen wir dann aber die volle Ladung ab.
In Schweden sein bedeutet meistens, mal auf Luxus zu verzichten. Die meisten Menschen leben in den größeren Städten wie Trelleborg, Stockholm, Göteborg oder Malmö, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Jedoch fährt die Mehrheit der Touristen nicht nach Schweden, um das Stadtleben kennenzulernen, sondern um die schöne Landschaft zu genießen. Schweden ist ein sehr sauberes Land. Durch Regelungen wie das Dosenpfand (sieh da, Schweden ist uns voraus...) wird Dreck auf der Straße von vorn herein vermieden.
Schweden hat viele kleine oder auch größere Seen und Flüsse, das lädt natürlich auch dazu ein, Kanu zu fahren. Das war auch unsere Bestimmung. Wegen den vielen Seen gibt es in Schweden manchmal keine Strömung, mit der man paddeln könnte. Das macht die Sache wesentlich anstrengender, als beispielsweise auf der Weser. Dadurch kommen geringe Tagestrecken von durchschnittlich 15 km zu Stande, aber die Hauptsache ist der Spasss an der Freude. Für mich war Schweden unheimlich toll, weil man in den Seen baden kann, ohne Angst haben zu müssen, hinterher zu stinken oder dreckig zu sein.
Ein Beweis dafür ist, dass ich am ersten Tag im Bachwasser meine Zähne geputzt habe. Das ist kein Scherz, später ging das aber nicht mehr, wie bei allen Flüssen wird das Wasser durch aufgewühlten Sand immer unreiner.
+++++SCHWEDEN – WAS MAN WISSEN SOLLTE+++++
Erstmal ein paar „harte“ Fakten (Quelle: Der Jugendbrockhaus, 2. Auflage, 1993):
Fläche Schwedens:449964 km2
Einwohner: 8,53 Millionen
Hauptstadt: Stockholm
Nationalfeiertage: 30. April, 6.Juni
Währung: Eine schwedische Krone entspricht 100 Öre, das sind 11 Eurocent.
Sport: Fussball ist nicht der Sport Nr. 1 in Schweden. Wintersportarten, Eishockey und speziell Handball ist dagegen sehr beliebt in Schweden. Die Handballnationalmannschaft ist erst kürzlich überlegen Europameister geworden, auch deswegen sagt mir Schweden sehr zu. Schwedens Eishockeyteam war mehr oder weniger erfolgreich bei Olympia vertreten. Fußballerisch ist Schweden aber eher schwach, hier wurden bisher ganz wenige Erfolge gefeiert.
+++++FAZIT+++++
Schweden ist eine Reise wert. Die Menschen sind sehr nett zu Ausländern, sie sprechen größtenteils gut Englisch, aber wenig Deutsch. Mit Englischkenntnissen der 8 Klasse habe ich mich letztes Jahr ganz gut verständigen können. Gerade diejenigen, die auf Paddeln, Wandern oder Fahrradfahren stehen, sollten das Land, das zu kleinen Teilen nördlich des Polarkreises liegt, mal bereisen. Für uns Mitteleuropäer ist es jedoch empfehlenswert, es beim Süden Schwedens zu belassen, weiter oben wird’s doch ganz schön kalt, nicht nur im Winter.
Wer hinfährt und ein Mitbringsel für evtl. vorhandene Freunde sucht, der sollte sich mal bei den vielen verschiedenen Chipssorten umschauen, die sind zwar nich billig (22 Kronen), aber es ist fast für jeden Geschmack was dabei, z. B. Dill- oder Barbequechips.
Dies war mein erster Reisebericht, bewertet ihn vernünftig und gerecht, auch wenn’s kein sh oder h ist.
so long...Basterix
Als ich letztes Jahr überhaupt nicht wusste, was ich in den Sommerferien machen sollte, überredete mich meiner Mutter, mit einer Gruppe, die ich fast komplett nicht kannte, nach Schweden zu fahren.
+++++DIE REISE+++++
Anfang der Sommerferien fuhren wir nach Travemünde, einem Fähranleger zwischen Kiel und Rostock. Mit der Fähre schipperten wir eine Nacht lang über die Ostsee nach Trelleborg, einer mittelgroßen Stadt an der Südküste Schwedens. Die TT-Line (Travemünde – Trelleborg), eine Fährgesellschaft, die ausschliesslichlich die genannte Route befähert, brachte uns nach Skandinavien. Allein die Schifffahrt (drei fff, wow....) machte Spass, vom Deck aus konnten wir den ganzen Anleger beobachten, inklusive einem Conatainerschiff und den ganzen Autos, die auch nach Trelleborg wollten. Das Essen war wunderbar, neben einem Mini-Supermarkt gibt es auf der Nils Holgersson (Name des Schiffes) auch ein kleines Casino mit ca. 20 Spielautomaten, die ich allerdings nicht genutzt habe. Auf dem Deck herrschte sehr starker Wind, das habe ich zumindest so empfunden. In Trelleborg angekommen, stiegen wir wieder in die drei Bullis (zwei Autodecks auf der Fähre) und fuhren sechs Stunden auf den Landstraßen Schwedens. Die sechs Stunden sind für die potentiellen Schweden – Fahrer, die diesen Bericht lesen jedoch nicht relevant, da Schweden ein sehr langes Land ist. Wer also unbeding nach Schweden will, muss nicht 6 Stunden fahren. Es kann aber auch mehr als doppelt soviel Zeit kosten, den Zielort zu erreichen.
+++++IN SCHWEDEN SEIN +++++
das war für uns etwa 2 Wochen Realität. Die meisten Menschen stellen sich Schweden vollgeschneit vor, im Sommer (nur davon kann ich leider erzählen) herrscht dort aber ein tolles Klima. Es ist nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, Badehose und T-Shirt sind die wirklich wichtigen Klamotten, die man zur warmen Jahreszeit in Schweden braucht. Wozu eine Badehose dient, sollte bekannt sein (bei Nachfragen bitte ins GB schreiben), das T-Shirt schützt einen größtenteils vor Sonnebrand. Man läuft in Schweden sehr schnell Gefahr, sich einen zu holen, weil man die Hitze gar nicht so mitbekommt. Innerhalb von 10 Minuten Fußballspielen ohne Kopfbedeckung war mein Gesicht rot. Innerhalb von 2 Wochen hatten wir nur einmal Regen, das war sicherlich Glück, auf der Rückfahrt bekamen wir dann aber die volle Ladung ab.
In Schweden sein bedeutet meistens, mal auf Luxus zu verzichten. Die meisten Menschen leben in den größeren Städten wie Trelleborg, Stockholm, Göteborg oder Malmö, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Jedoch fährt die Mehrheit der Touristen nicht nach Schweden, um das Stadtleben kennenzulernen, sondern um die schöne Landschaft zu genießen. Schweden ist ein sehr sauberes Land. Durch Regelungen wie das Dosenpfand (sieh da, Schweden ist uns voraus...) wird Dreck auf der Straße von vorn herein vermieden.
Schweden hat viele kleine oder auch größere Seen und Flüsse, das lädt natürlich auch dazu ein, Kanu zu fahren. Das war auch unsere Bestimmung. Wegen den vielen Seen gibt es in Schweden manchmal keine Strömung, mit der man paddeln könnte. Das macht die Sache wesentlich anstrengender, als beispielsweise auf der Weser. Dadurch kommen geringe Tagestrecken von durchschnittlich 15 km zu Stande, aber die Hauptsache ist der Spasss an der Freude. Für mich war Schweden unheimlich toll, weil man in den Seen baden kann, ohne Angst haben zu müssen, hinterher zu stinken oder dreckig zu sein.
Ein Beweis dafür ist, dass ich am ersten Tag im Bachwasser meine Zähne geputzt habe. Das ist kein Scherz, später ging das aber nicht mehr, wie bei allen Flüssen wird das Wasser durch aufgewühlten Sand immer unreiner.
+++++SCHWEDEN – WAS MAN WISSEN SOLLTE+++++
Erstmal ein paar „harte“ Fakten (Quelle: Der Jugendbrockhaus, 2. Auflage, 1993):
Fläche Schwedens:449964 km2
Einwohner: 8,53 Millionen
Hauptstadt: Stockholm
Nationalfeiertage: 30. April, 6.Juni
Währung: Eine schwedische Krone entspricht 100 Öre, das sind 11 Eurocent.
Sport: Fussball ist nicht der Sport Nr. 1 in Schweden. Wintersportarten, Eishockey und speziell Handball ist dagegen sehr beliebt in Schweden. Die Handballnationalmannschaft ist erst kürzlich überlegen Europameister geworden, auch deswegen sagt mir Schweden sehr zu. Schwedens Eishockeyteam war mehr oder weniger erfolgreich bei Olympia vertreten. Fußballerisch ist Schweden aber eher schwach, hier wurden bisher ganz wenige Erfolge gefeiert.
+++++FAZIT+++++
Schweden ist eine Reise wert. Die Menschen sind sehr nett zu Ausländern, sie sprechen größtenteils gut Englisch, aber wenig Deutsch. Mit Englischkenntnissen der 8 Klasse habe ich mich letztes Jahr ganz gut verständigen können. Gerade diejenigen, die auf Paddeln, Wandern oder Fahrradfahren stehen, sollten das Land, das zu kleinen Teilen nördlich des Polarkreises liegt, mal bereisen. Für uns Mitteleuropäer ist es jedoch empfehlenswert, es beim Süden Schwedens zu belassen, weiter oben wird’s doch ganz schön kalt, nicht nur im Winter.
Wer hinfährt und ein Mitbringsel für evtl. vorhandene Freunde sucht, der sollte sich mal bei den vielen verschiedenen Chipssorten umschauen, die sind zwar nich billig (22 Kronen), aber es ist fast für jeden Geschmack was dabei, z. B. Dill- oder Barbequechips.
Dies war mein erster Reisebericht, bewertet ihn vernünftig und gerecht, auch wenn’s kein sh oder h ist.
+++++DIE REISE+++++
Anfang der Sommerferien fuhren wir nach Travemünde, einem Fähranleger zwischen Kiel und Rostock. Mit der Fähre schipperten wir eine Nacht lang über die Ostsee nach Trelleborg, einer mittelgroßen Stadt an der Südküste Schwedens. Die TT-Line (Travemünde – Trelleborg), eine Fährgesellschaft, die ausschliesslichlich die genannte Route befähert, brachte uns nach Skandinavien. Allein die Schifffahrt (drei fff, wow....) machte Spass, vom Deck aus konnten wir den ganzen Anleger beobachten, inklusive einem Conatainerschiff und den ganzen Autos, die auch nach Trelleborg wollten. Das Essen war wunderbar, neben einem Mini-Supermarkt gibt es auf der Nils Holgersson (Name des Schiffes) auch ein kleines Casino mit ca. 20 Spielautomaten, die ich allerdings nicht genutzt habe. Auf dem Deck herrschte sehr starker Wind, das habe ich zumindest so empfunden. In Trelleborg angekommen, stiegen wir wieder in die drei Bullis (zwei Autodecks auf der Fähre) und fuhren sechs Stunden auf den Landstraßen Schwedens. Die sechs Stunden sind für die potentiellen Schweden – Fahrer, die diesen Bericht lesen jedoch nicht relevant, da Schweden ein sehr langes Land ist. Wer also unbeding nach Schweden will, muss nicht 6 Stunden fahren. Es kann aber auch mehr als doppelt soviel Zeit kosten, den Zielort zu erreichen.
+++++IN SCHWEDEN SEIN +++++
das war für uns etwa 2 Wochen Realität. Die meisten Menschen stellen sich Schweden vollgeschneit vor, im Sommer (nur davon kann ich leider erzählen) herrscht dort aber ein tolles Klima. Es ist nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, Badehose und T-Shirt sind die wirklich wichtigen Klamotten, die man zur warmen Jahreszeit in Schweden braucht. Wozu eine Badehose dient, sollte bekannt sein (bei Nachfragen bitte ins GB schreiben), das T-Shirt schützt einen größtenteils vor Sonnebrand. Man läuft in Schweden sehr schnell Gefahr, sich einen zu holen, weil man die Hitze gar nicht so mitbekommt. Innerhalb von 10 Minuten Fußballspielen ohne Kopfbedeckung war mein Gesicht rot. Innerhalb von 2 Wochen hatten wir nur einmal Regen, das war sicherlich Glück, auf der Rückfahrt bekamen wir dann aber die volle Ladung ab.
In Schweden sein bedeutet meistens, mal auf Luxus zu verzichten. Die meisten Menschen leben in den größeren Städten wie Trelleborg, Stockholm, Göteborg oder Malmö, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Jedoch fährt die Mehrheit der Touristen nicht nach Schweden, um das Stadtleben kennenzulernen, sondern um die schöne Landschaft zu genießen. Schweden ist ein sehr sauberes Land. Durch Regelungen wie das Dosenpfand (sieh da, Schweden ist uns voraus...) wird Dreck auf der Straße von vorn herein vermieden.
Schweden hat viele kleine oder auch größere Seen und Flüsse, das lädt natürlich auch dazu ein, Kanu zu fahren. Das war auch unsere Bestimmung. Wegen den vielen Seen gibt es in Schweden manchmal keine Strömung, mit der man paddeln könnte. Das macht die Sache wesentlich anstrengender, als beispielsweise auf der Weser. Dadurch kommen geringe Tagestrecken von durchschnittlich 15 km zu Stande, aber die Hauptsache ist der Spasss an der Freude. Für mich war Schweden unheimlich toll, weil man in den Seen baden kann, ohne Angst haben zu müssen, hinterher zu stinken oder dreckig zu sein.
Ein Beweis dafür ist, dass ich am ersten Tag im Bachwasser meine Zähne geputzt habe. Das ist kein Scherz, später ging das aber nicht mehr, wie bei allen Flüssen wird das Wasser durch aufgewühlten Sand immer unreiner.
+++++SCHWEDEN – WAS MAN WISSEN SOLLTE+++++
Erstmal ein paar „harte“ Fakten (Quelle: Der Jugendbrockhaus, 2. Auflage, 1993):
Fläche Schwedens:449964 km2
Einwohner: 8,53 Millionen
Hauptstadt: Stockholm
Nationalfeiertage: 30. April, 6.Juni
Währung: Eine schwedische Krone entspricht 100 Öre, das sind 11 Eurocent.
Sport: Fussball ist nicht der Sport Nr. 1 in Schweden. Wintersportarten, Eishockey und speziell Handball ist dagegen sehr beliebt in Schweden. Die Handballnationalmannschaft ist erst kürzlich überlegen Europameister geworden, auch deswegen sagt mir Schweden sehr zu. Schwedens Eishockeyteam war mehr oder weniger erfolgreich bei Olympia vertreten. Fußballerisch ist Schweden aber eher schwach, hier wurden bisher ganz wenige Erfolge gefeiert.
+++++FAZIT+++++
Schweden ist eine Reise wert. Die Menschen sind sehr nett zu Ausländern, sie sprechen größtenteils gut Englisch, aber wenig Deutsch. Mit Englischkenntnissen der 8 Klasse habe ich mich letztes Jahr ganz gut verständigen können. Gerade diejenigen, die auf Paddeln, Wandern oder Fahrradfahren stehen, sollten das Land, das zu kleinen Teilen nördlich des Polarkreises liegt, mal bereisen. Für uns Mitteleuropäer ist es jedoch empfehlenswert, es beim Süden Schwedens zu belassen, weiter oben wird’s doch ganz schön kalt, nicht nur im Winter.
Wer hinfährt und ein Mitbringsel für evtl. vorhandene Freunde sucht, der sollte sich mal bei den vielen verschiedenen Chipssorten umschauen, die sind zwar nich billig (22 Kronen), aber es ist fast für jeden Geschmack was dabei, z. B. Dill- oder Barbequechips.
Dies war mein erster Reisebericht, bewertet ihn vernünftig und gerecht, auch wenn’s kein sh oder h ist.
so long...Basterix
Als ich letztes Jahr überhaupt nicht wusste, was ich in den Sommerferien machen sollte, überredete mich meiner Mutter, mit einer Gruppe, die ich fast komplett nicht kannte, nach Schweden zu fahren.
+++++DIE REISE+++++
Anfang der Sommerferien fuhren wir nach Travemünde, einem Fähranleger zwischen Kiel und Rostock. Mit der Fähre schipperten wir eine Nacht lang über die Ostsee nach Trelleborg, einer mittelgroßen Stadt an der Südküste Schwedens. Die TT-Line (Travemünde – Trelleborg), eine Fährgesellschaft, die ausschliesslichlich die genannte Route befähert, brachte uns nach Skandinavien. Allein die Schifffahrt (drei fff, wow....) machte Spass, vom Deck aus konnten wir den ganzen Anleger beobachten, inklusive einem Conatainerschiff und den ganzen Autos, die auch nach Trelleborg wollten. Das Essen war wunderbar, neben einem Mini-Supermarkt gibt es auf der Nils Holgersson (Name des Schiffes) auch ein kleines Casino mit ca. 20 Spielautomaten, die ich allerdings nicht genutzt habe. Auf dem Deck herrschte sehr starker Wind, das habe ich zumindest so empfunden. In Trelleborg angekommen, stiegen wir wieder in die drei Bullis (zwei Autodecks auf der Fähre) und fuhren sechs Stunden auf den Landstraßen Schwedens. Die sechs Stunden sind für die potentiellen Schweden – Fahrer, die diesen Bericht lesen jedoch nicht relevant, da Schweden ein sehr langes Land ist. Wer also unbeding nach Schweden will, muss nicht 6 Stunden fahren. Es kann aber auch mehr als doppelt soviel Zeit kosten, den Zielort zu erreichen.
+++++IN SCHWEDEN SEIN +++++
das war für uns etwa 2 Wochen Realität. Die meisten Menschen stellen sich Schweden vollgeschneit vor, im Sommer (nur davon kann ich leider erzählen) herrscht dort aber ein tolles Klima. Es ist nicht zu heiß und auch nicht zu kalt, Badehose und T-Shirt sind die wirklich wichtigen Klamotten, die man zur warmen Jahreszeit in Schweden braucht. Wozu eine Badehose dient, sollte bekannt sein (bei Nachfragen bitte ins GB schreiben), das T-Shirt schützt einen größtenteils vor Sonnebrand. Man läuft in Schweden sehr schnell Gefahr, sich einen zu holen, weil man die Hitze gar nicht so mitbekommt. Innerhalb von 10 Minuten Fußballspielen ohne Kopfbedeckung war mein Gesicht rot. Innerhalb von 2 Wochen hatten wir nur einmal Regen, das war sicherlich Glück, auf der Rückfahrt bekamen wir dann aber die volle Ladung ab.
In Schweden sein bedeutet meistens, mal auf Luxus zu verzichten. Die meisten Menschen leben in den größeren Städten wie Trelleborg, Stockholm, Göteborg oder Malmö, um mal ein paar Beispiele zu nennen.
Jedoch fährt die Mehrheit der Touristen nicht nach Schweden, um das Stadtleben kennenzulernen, sondern um die schöne Landschaft zu genießen. Schweden ist ein sehr sauberes Land. Durch Regelungen wie das Dosenpfand (sieh da, Schweden ist uns voraus...) wird Dreck auf der Straße von vorn herein vermieden.
Schweden hat viele kleine oder auch größere Seen und Flüsse, das lädt natürlich auch dazu ein, Kanu zu fahren. Das war auch unsere Bestimmung. Wegen den vielen Seen gibt es in Schweden manchmal keine Strömung, mit der man paddeln könnte. Das macht die Sache wesentlich anstrengender, als beispielsweise auf der Weser. Dadurch kommen geringe Tagestrecken von durchschnittlich 15 km zu Stande, aber die Hauptsache ist der Spasss an der Freude. Für mich war Schweden unheimlich toll, weil man in den Seen baden kann, ohne Angst haben zu müssen, hinterher zu stinken oder dreckig zu sein.
Ein Beweis dafür ist, dass ich am ersten Tag im Bachwasser meine Zähne geputzt habe. Das ist kein Scherz, später ging das aber nicht mehr, wie bei allen Flüssen wird das Wasser durch aufgewühlten Sand immer unreiner.
+++++SCHWEDEN – WAS MAN WISSEN SOLLTE+++++
Erstmal ein paar „harte“ Fakten (Quelle: Der Jugendbrockhaus, 2. Auflage, 1993):
Fläche Schwedens:449964 km2
Einwohner: 8,53 Millionen
Hauptstadt: Stockholm
Nationalfeiertage: 30. April, 6.Juni
Währung: Eine schwedische Krone entspricht 100 Öre, das sind 11 Eurocent.
Sport: Fussball ist nicht der Sport Nr. 1 in Schweden. Wintersportarten, Eishockey und speziell Handball ist dagegen sehr beliebt in Schweden. Die Handballnationalmannschaft ist erst kürzlich überlegen Europameister geworden, auch deswegen sagt mir Schweden sehr zu. Schwedens Eishockeyteam war mehr oder weniger erfolgreich bei Olympia vertreten. Fußballerisch ist Schweden aber eher schwach, hier wurden bisher ganz wenige Erfolge gefeiert.
+++++FAZIT+++++
Schweden ist eine Reise wert. Die Menschen sind sehr nett zu Ausländern, sie sprechen größtenteils gut Englisch, aber wenig Deutsch. Mit Englischkenntnissen der 8 Klasse habe ich mich letztes Jahr ganz gut verständigen können. Gerade diejenigen, die auf Paddeln, Wandern oder Fahrradfahren stehen, sollten das Land, das zu kleinen Teilen nördlich des Polarkreises liegt, mal bereisen. Für uns Mitteleuropäer ist es jedoch empfehlenswert, es beim Süden Schwedens zu belassen, weiter oben wird’s doch ganz schön kalt, nicht nur im Winter.
Wer hinfährt und ein Mitbringsel für evtl. vorhandene Freunde sucht, der sollte sich mal bei den vielen verschiedenen Chipssorten umschauen, die sind zwar nich billig (22 Kronen), aber es ist fast für jeden Geschmack was dabei, z. B. Dill- oder Barbequechips.
Dies war mein erster Reisebericht, bewertet ihn vernünftig und gerecht, auch wenn’s kein sh oder h ist.
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