Thailand Testbericht
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Erfahrungsbericht von catmother
Khao Lak - Landschafts-Idylle mit Wiederkehr-Faktor
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Kleiner Urlaub gefällig? Keine Angst vorm langen Fliegen? Lust auf Sonne, Meer und Ruhe? Höchstens noch ein paar Fische zwischendurch? Dann habe ich die perfekte Empfehlung.
** Lage **
Khao Lak (auch Kao Lak) liegt auf der Karte reichlich 80 km nördlich von Phuket Airport. Eigentlich ist Khao Lak keine Stadt oder Insel, sondern bezeichnet die Region und das dazugehörige Hinterland entlang einem ca. 15 km langen Küstenabschnitt. Benannt wurde die Gegend nach einem Berg im Lamru Nationalpark, der unmittelbar hinter der Küste beginnt.
** Reisezeit **
Die beste Reisezeit nach Thailand allgemein ist von Oktober/ November bis März/ April. Hauptsaison ist von Mitte Dezember bis Mitte Februar. Dementsprechend sind dann auch die Preise höher.
Trotzdem kann es auch außerhalb der Regenzeit zu Schauern und Güssen kommen, dann aber meist am abend und sehr kurz, aber heftig.
In der Regenzeit sind vor allem die Tauchschulen geschlossen, selbst das Baden ist stellenweise gefährlich.
** Anreise **
Am einfachsten kommt man mit dem Flugzeug nach Phuket. Von dort muß man auf die Hauptstraße H 4 zwischen Phuket und Ranong gelangen und kann dann entweder einen der Überlandbusse Richtung Ranong oder Takua Pa nehmen oder sich ein Taxi chartern, die am Flughafen warten. Letzteres kostet ca. 900 Baht. (Das war der Preis, den uns ein “Reisebüro” nannte, es kann also durchaus billiger sein, wenn man gut handelt.) Die Ressorts bieten meist bei der Buchung eine Abholung an, aber das kostete in unserem Fall 600 Baht pro Person.
** Landschaft **
Die Landschaft um Khao Lak ist einfach atemberaubend. Gleich hinter der Küste beginnt jenseits der Hauptstraße der Regenwald, der heute Nationalpark ist. Man hat also Meer, Strand und Berge auf einem Fleck, zugegeben nicht besonders hoch, aber immerhin. Wenn man am Strand steht, schaut man über weißen Sand, über Palmen auf üppiges Grün, aus dem so mancher Baumriese herausragt.
Zu dem Gebiet von Khao Lak zählt der ganze, ca. 15 km lange Küstenstreifen mit den sechs Buchten von Sunset Beach bis Pakarang Beach. Dabei sind die Buchten von Süden her stark, nach Norden hin weniger erschlossen, belebt und frequentiert.
** Übernachtung **
Wer als Individualtourist hierher kommt, hat eine sehr große Auswahl an Resorts und Bungalows, von vier Sternen bis zur einfachen Backpacker-Hütte, klimatisiert bis winddurchblasen. Kein Resort liegt weiter als 300 m vom Strand weg, im ungünstigsten Fall muß man einige Meter die Straße überqueren.
Eine gute Übersicht mit Möglichkeiten der Online-Buchung bietet die Seite khaolak.de im Internet. Die Seite übernimmt im Großen und Ganzen die Bewertung des Loose-Verlages, über dessen Reiseführer Thailand ich mal berichtet habe.
Ansonsten gibt es nur wenige Reiseveranstalter, die diese Gegend in ihrem Programm haben – lediglich Neckerman und TUI habe ich bei einer kurzen Recherche gefunden.
Die Preise für Übernachtungen bewegen sich von 100 Baht für einfache Bungalows mit Ventilator bis 3000 Baht für ein 4**** Resort.
** Ausflüge **
Für eine so kleine Siedlung bieten eine ganze Menge Veranstalter jede Menge Ausflüge und Touren. Alles kann man entweder im Resort buchen, in dem man gerade wohnt, oder man geht einfach die vielleicht 900 m Dorfstraße ab und trifft auf ungefähr 20 Büros, die die Angebote von verschiedenen Veranstaltern vermitteln. Dabei unterscheiden sich die Preise nur wenig. So kann man Dschungeltouren mitmachen und durch den Nationalpark zu einigen Wasserfällen wandern, es werden Kajaktouren in der Phang Nga Bucht angeboten und Rafting, von ein bis mehrtägig.
Hier einige Preise:
- Elefanten-Trekking in den Dschungel zu ausgewählten Zielen zwischen 600 und 800 Baht
- Angelausfahrten ab 200 Baht
- Wanderungen durch den Khao Lak oder den Khao Sok Nationalpark ab 250 Baht
- Tempeltouren ab 250 Baht
- Discovery Tour im Khao Lak Lamru Nationalpark mit Elefantenreiten, Dschungel-Trekking zu einem Wasserfall, Kanu-Tour – 1800 Baht
- Kanu-Tour zur Phang Nga Bucht (die mit dem James Bond Felsen) – 1500 bis 2900 Baht
- Discovery Tour im Khao Sok Nationalpark mit Elefantentrekking und Kanu-Tour – 2500 Baht
- Tagesausflüge nach Phuket
** Tauchen **
Entschuldigt, daß ich hier ein wenig mehr schreibe, aber als Taucher muß ich das einfach. Außerdem kommen sowieso die meisten Leute nach Khao Lak, um von hier Schnorchel- oder Tauchausflüge zu den Similans zu starten.
Die Westküste Thailands, also die Küste, an der Khao Lak liegt, gehört zur Andaman-See. Die Tauchgründe direkt vor Khao Lak geben an Tauchgelegenheiten wenig her. Vor dem Strandabschnitt Nang Thong Beach liegt ein kleines Korallenriff namens Khao Na Yak, quasi das Hausriff , das von einigen Tauchbasen als Tauchspot angefahren wird. Man braucht nur 25 Minuten mit dem Boot dorthin. Für Schnorchler und Tauchanfänger sicher ein gutes Ziel, aber für erfahrene Taucher eher langweilig. Die Sicht ist eher mittelmäßig, größere Fische sind selten anzutreffen. Wer aber seinen ersten oder letzten Tauchgang an einem ruhigen Punkt absolvieren will, ist hier gut aufgehoben. Die Strömung ist nämlich, im Gegensatz zu den Similans, moderat und die maximale Tiefe beträgt ca. 9 Meter. Man kann aber auf jeden Fall die gängigen Fische und viel Klein- und Weichtiere dort finden. Von den Tauchbasen werden 2-3stündige Schnorcheltouren dahin angeboten ab 350 Baht pro Person.
Aber ein anderer Tauchplatz lohnt sich auf jeden Fall: Das Tinminer Wreck, oder Bangsak Wrack, das seit mehr als dreißig Jahren draußen vor der Küste liegt.
Fischer-Dhoni fährt man direkt von der Küste ca. 30 – 40 Minuten auf’s Meer hinaus, macht den ersten Tauchgang vor Dämmerung und den zweiten nach Einbruch der Dunkelheit. Diese Zinnabraum-Plattform ist schon schön bewachsen. Man findet hier eine Unmenge Feuerfische und Igelfische, Einsiedlerkrebse, Sepien und andere Klein- und Schwarmfische. Sogar eine Seeschlange haben wir gesehen.
Die Strömung kann, gerade oberhalb der Plattform, ziemlich heftig sein, Erfahrung im Strömungstauchen sollte man möglichst mitbringen.
In der Hauptsache ist Khao Lak natürlich der ideale Ausgangspunkt zu den Similan Islands, deren Tauchgründe zu den weltbesten überhaupt gehören.
Außerdem werden noch die Surin Islands und von einigen Tauchbasen sogar Inseln in Burma angefahren.
Als Tagestouren werden von Khao Lak aus nur die Similans selbst, Ko Tachai und Ko Bon (zwei Inseln in der Nähe der Similans) angefahren. Der Hafen Tap Lamu ist ca. 8 km entfernt. Dort liegen alle Tagesausflugsboote. Wer längere Touren plant, wird von den Tauchbasen vor Ort auf einem Kreuzfahrtschiff für ein sogenanntes Liveaboard eingebucht. Diese Fahrten starten aber in der Regel von Phuket aus.
Liveaboards werden für 2, 3 und 4 Tage zu den Similans sowie zum Richelieu Rok, den Surin Islands oder längere sogar nach Burma und mit Schiffen unterschiedlichen Standards angeboten.
In Khao Lak gibt es 10 Tauchbasen:
Subaqua (deutsche Leitung, gutes Renommee)
Khao-lak-fun-divers (betrieben von Holländern)
Similan-Divers
High class Adventure Diving (betrieben von Österreichern)
Manta Point
Sea Dragon
Sea Bees
Kon-Tiki
Phuket-Divers
Eine zehnte (e-divers) steht unter japanischer Leitung.
Die Preise sind teilweise recht unterschiedlich. Es gibt auch Basen, die beispielsweise die Ausrüstung im Preis beinhalten. Alle sind über Internet zu erreichen und erteilen auf Anfrage Auskunft zu Preisen und Terminen.
Etwas ausführlichere Informationen habe ich für Interessierte noch in meinen beiden Berichten über Tauchen Khao Lak und Tauchen Similans zusammengefaßt.
** Unterhaltung **
Für alle, die nach Abendgestaltung süchtig sind, ist diese Gegend auf jeden Fall nichts. Es gibt hier keine Diskothek, kein Kino, keine GoGo-Bars und dementsprechend natürlich auch keinerlei Prostitution. Die einzige Unterhaltung bieten möglicherweise die Resorts, aber auch das hält sich stark in Grenzen. Ich habe von einer einzigen Restaurant-Bar erfahren, in der abends wenigstens andeutungsweise etwas los ist, aber die machen auch spätestens nach Mitternacht dicht.
Die Art Abendanimation mit Bingo, Karaoke oder Modenschau à la Tunesien oder Mallorca kennt man hier nicht. Und das ist auch gut so. Wir waren jedenfalls sehr angetan von der Ruhe und Beschaulichkeit, die abends auf der Straße herrschte. Zwar waren alle Restaurants oder Läden bis spät geöffnet, aber alles läuft sehr gemächlich ab.
Urlaub und Entspannung pur sind angesagt.
** Sehenswürdigkeiten **
Kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine, von den kleinen Hausaltären mal abgesehen, die vor jedem Haus stehen. Das Sehenswerte ist in dieser Gegend die Natur. Auf jeden Fall sollte man eine Führung durch den Nationalpark machen, den Ton Chong Fah-Wasserfall genießen, das Elefanten-Camp von Khuk Khak besuchen, oder mal einen Ausflug in die Zinnstadt Takua Pa (ca. 30 km vom Khao Lak Ortskern entfernt) machen. Dort kann man drei große indische Statuen bewundern.
** Transport **
Im Ort findet man einige Vermieter und Reisebüros, die Mietwagen anbieten ab 1000 Baht pro Tag inklusive Versicherung. Aber Vorsicht, in Thailand herrscht Linksverkehr.
Der Linienbus zwischen Phuket und Ranong hält ebenfalls in Khao Lak und verkehrt mehrmals am Tag.
** Geld **
Im Ort gibt es einige Wechselstuben und mobile Banken, die in der Regel von 10 – 18 Uhr geöffnet haben. Sie akzeptieren sogar Kreditkarten.
Der Umrechnungskurs von Euro zu Baht ist 1 : 40, d.h. 1 Euro = ca. 40 Baht.
** Shopping **
Die Möglichkeiten zum Shoppen sind hier sehr begrenzt. Es gibt im Grunde nur Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf in mehreren kleinen Läden. Souvernir- und Klamottenläden sind schon dünner gesät; was es jedoch en masse gibt, sind Schneider. Ich glaube, wir haben sieben gezählt, was angesichts der Größe des Dorfes eine enorme Anzahl ist. Wir waren in keinem drin, deshalb kann ich nichts zur Qualität sagen.
** Kommunikation **
Es funktionieren sowohl D2 als auch D1 ohne Probleme (die anderen Netzanbieter haben wir nicht prüfen können). Aber Vorsicht, eine Minute von Thailand nach Hause kosten ca. 1,87 € tagsüber, ab 21 Uhr 1,60 € (6-Sekunden-Takt). Diesmal hilft aber auch das sich-anrufen-lassen nicht viel, das ist sogar teurer. Das kostet nämlich erstens den Anrufer den normalen Tarif zu einem Funknetz und einen selbst 1,97 € pro Minute am Tag, ab 22 Uhr 1,85 € (60-Sekunden-Takt). Achtung: Zeitverschiebung von 6 Stunden beachten!
Als Alternative kann man problemlos und kostenlos E-Mails und Faxe in den Resorts empfangen. Die Ausdrucke werden in der Regel an der Rezeption hinterlegt.
Außerdem findet man entlang der Dorfstraße mehrere Internet-Büros, wo die Minute 1 Baht kostet. Hier kann man auch Long Distance Calls machen, wobei die Minute nach Deutschland 60 Baht kostet.
** Medizinische Versorgung **
Keine Angst, auch wenn man hier nicht gerade am Nabel der Welt ist, braucht man sich um seine Gesundheit keine Sorgen zu machen.
Für ernste Fälle findet sich im Dorf hinter dem Krathom Restaurant die Arztpraxis von Dr. Seree, der gut englisch und ein wenig deutsch spricht. Die Öffnungszeiten sind allerdings erst abends von 16.30 bis 21.30 Uhr.
In dringenden Fällen kann man sich ins Krankenhaus in Takua Pa fahren lassen.
Es gibt auch zwei Zahnärzte, die eine zwar recht offene und von der Straße einsehbare, aber sehr sauber wirkende Praxis betreiben. Deren Öffnungszeiten sind Mi – Fr 17.30 – 21.30 und Sa, So von 9 – 17 Uhr.
Eine gute Reisekrankenversicherung fürs Ausland sollte man ja sowieso immer dabei haben.
Risiken:
In acht nehmen sollte man sich vor allem vor Quallen, die gelegentlich auftreten und sehr schmerzhaft sein können und natürlich von Mücken. Die Gegend von Khao Lak ist zwar kein Malariagebiet, aber lästig sind sie doch.
** Meine Meinung **
Wer richtig Urlaub für die Seele machen will und ein verschwiegenes, idyllisches Plätzchen für die pure Erholung sucht, oder aber die phantastische Unterwasserwelt der Andamanensee erkunden will, wer damit leben kann, daß sein Nachtleben eher mit der oder dem Liebsten stattfindet, dem kann ich Khao Lak nur wärmstens empfehlen.
Leider sind die Preise auch mit dem Bekanntheitsgrad gestiegen. Doch es bleibt zu hoffen, daß Animation & Co. sich hier noch eine Weile fernhalten und es so weiterhin angenehm bleibt. Und zum Thema Sicherheit in diesen Monaten sei zu sagen, daß ich Thailand für eines der sichersten Länder Asiens halte. Nicht umsonst sagt man den Buddhisten absolute Friedfertigkeit zu.
PS. Apropos Wiederkehrfaktor, wir haben vor einer Weile wieder eine Tauchkreuzfahrt gebucht, nach Burma, und bleiben dann natürlich wieder in Khao Lak.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-07 12:21:07 mit dem Titel Ko Lanta - Kein Geheimtip mehr, aber absolut nicht überlaufen und ein kleines Paradies
** Lage **
Koh Lanta (auch Ko Lanta) liegt auf der Karte südöstlich von Phuket, auf der anderen Seite der Phang Nga Bucht, südlich vom Flughafen Krabi.
Lanta besteht aus zwei Inseln, Lanta Noi (Lanta Groß) und Lanta Yai (Lanta Klein) und gehört mit insgesamt 52 Inseln und Inselchen zur Provinz Krabi. Beide Inseln haben zusammen ca. 20.000 Einwohner.
Während Lanta Noi wenig zu bieten hat, weil sie zum größten Teil mit Mangrovenwäldern bedeckt ist, ist die kleine Insel Lanta weitgehend touristisch erschlossen. Mit 27 km Länge ist sie gerade groß genug, um an mehreren Tagen mal etwas unternehmen zu können, wenn man nicht ständig am Strand liegen will.
Um die Insel führt eine einigermaßen befahrbare Straße, die aber streckenweise stark abgefahren und kaputt ist. In der Trockenzeit sollte man ein Tuch mitnehmen und vor den Mund binden.
Die Ostküste ist für den badewütigen Touristen eher uninteressant, da ebenfalls mit Mangrovenwäldern bewachsen. Dafür hat die Ostküste auf der ganzen Länge mehrere Buchten mit schönen langen Sandstränden, gelegentlich mal von felsigen Abschnitten unterbrochen. Hier findet man auch die meisten Ressorts, abnehmende Zahl von Nord nach Süd.
** Anreise **
Die Anreise nach Lanta kann auf verschiedene Art erfolgen:
- Mit dem Flugzeug von Bangkok nach Krabi. Dort kann man entweder einen der vielen Busse von den verschiedenen Ressorts oder den ”Linienbus” nehmen, die bereits vor dem Flughafen warten. (Preis i.d.R. 200 Baht) Oder man fährt mit dem Taxi zum Hafen von Krabi und nimmt das Boot nach Lanta.
- Mit dem Flugzeug nach Phuket. Von dort mit dem Boot nach Lanta über Phi Phi Island.
** Übernachten **
Wer auf gut Glück nach Lanta kommt und noch nicht weiß, in welchem Ressort er übernachten will, sollte sich am besten an eines der vielen Tourismusbüros in Saladan wenden. Die finden freie Bungalows am schnellsten. Das Taxi (Moped mit Beiwagenkonstruktion) dahin kostet je nach Strecke ab 20 Baht pro Person. Wir haben gerade die Erfahrung gemacht, dass selbst in der späten Hauptsaison jede Menge Bungalows für jeden Anspruch vorhanden waren von 15 Euro bis 60 Euro pro Nacht und Bungalow. Eine gute und ausführliche Übersicht bietet die Website www.lanta.de bzw. www.ko-lanta.com.
** Kommunikation **
Auf Kommunikation braucht man auf Lanta nicht zu verzichten. Seit dem 1. März 2001 ist in Saladan ein Turm mit thailändischem Funknetz in Betrieb. Damit funktionieren Handys zumindest am Khlong Dao und Long Beach sehr gut. An der Ost- und Südküste bekommt man über die Festlandstation Netz.
An den Stränden, entlang der westlichen Hauptstraße und in Saladan gibt es jede Menge Hütten mit PC’s mit Internet-Anschluß. E-Mail ist also auch kein Problem. Nur die amerikanische Tastaturen mit thailändischer Schrift machen die Prozedur etwas umständlich, wenn man viel schreiben will. Kostet pro Minute 3 Baht.
** Entertainment **
Jeden Samstag kann man in Saladan Thai-Boxen erleben. Das ist nicht so brutal wie Boxen, und die Veranstaltung an sich hat guten Unterhaltungswert. An einem Abend finden ca. 10-15 Kämpfe zu je (maximal) 5 Runden statt. Begonnen wird mit der kleinsten Gewichtsklasse, die Kinder ähneln jedoch eher hüpfenden Krebsen. Bei den höheren Gewichtsklassen sind dann aber richtig gute regionale Champions dabei und das Dabeibleiben lohnt sich. Die Ankündigung erfolgt mit Handzetteln an Bäumen und Geschäften. Eintritt 250 Baht.
Sonntags ist Markt in Saladan mit Obst, Gemüse, Schlachttieren, Kleinkram, Souvenirs und Brauchbarem für Touristen. Ist aber nicht immer billiger als im Laden.
** Gesundheit **
Gesundheitsvorsorge: Ärzte und das Tropenmedizinische Institut empfehlen in der Regel Hepatitis A und B, Typhus und oft sogar Malaria. Letzteres ist in dieser Region unnötig, wie eine andere Karte der WHO zeigt. Wir haben uns mit einem sehr guten Mückenmittel vorgesorgt und keinen einzigen Stich.
Auch Typhus braucht man laut Einheimischen nicht. Ist aber mit etwas über 40 DM die preiswerteste der Reiseimpfungen und hält mindestens 1 Jahr. Das kann nicht schaden. Hepatitis A sollte man haben, B nur für Risikogruppen. Aber das muß sowieso jeder selbst entscheiden.
** Ausflugsziele **
Wer auf Lanta ist, sollte sich auch ruhig mal die ganze Insel ansehen. Da sie mit 27 km Länge und maximal 10 km Breite nicht sehr groß ist, schafft man eine Umrundung schon an einem Tag. Man kann sich natürlich auch Zeit lassen und an mehreren Tagen verschiedene Stationen besuchen.
Mit einem Moped geht es einigermaßen gemütlich durch die Landschaft und der Fahrtwind ist besonders bei den hohen Temperaturen angenehm. Aber am besten ein Tuch mitnehmen, dass man sich vor den Mund binden kann, denn die Straße ist an manchen Stellen ganz schön kaputt, und es staubt ohne Ende. Ein Moped kostet für einen ganzen Tag ca. 250 Baht. Angeboten werden sie fast an jeder Ecke. Die Bedienung bedarf der Gewöhnung, denn die Gänge sind anders herum gelagert als bei deutschen Zweirädern, nämlich von oben nach unten. Und es herrscht, wie überall in Thailand, Linksverkehr.
Die hier beschriebenen Ziele haben wir tatsächlich besucht und sind sehenswert
- Saladan, jetzige Hauptstadt von Lanta, besteht aus ca. 100 Hütten oder Gebäuden, ziemlich rege, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, viele ”Reisebüros”, nette Restaurants, sechs Tauchschulen, aber keine Sehenswürdigkeiten im eigentlichen Sinne
Von hier fahren die Fähren nach Lanta Noi, Schiffe nach Phi Phi, Phuket und Krabi, Busse nach Krabi, Trang, sogar nach Malaysia u.a.
- Orchideenzucht, auf der Straße an der Westküste – lohnt sich wirklich, es können während einer Führung (englisch) zahllose heimische Orchideenarten bewundert und beschnuppert werden, Eintritt 50 Baht
Für 300 Baht kann man 3-4 Pflanzen mit Nährlösung in einer Flasche mitnehmen und versuchen, sie zu Hause großzuziehen (Anleitung in deutsch dabei).
- Sea Gypsies (SeeZigeuner), am östlichen Südende der Insel, ein Dorf in all seiner Ursprünglichkeit und Armut am Ende der Welt. Schön ist die Aussicht über die Andaman Sea von dem kleinen Restaurant auf einem Hügel, wo die Straße endet.
-Lanta Old Town und Lanta Pier, die alte Hauptstadt der Insel, eher Dorf als Stadt, ruhig, beschaulich, mit schönen Häusern und einem Schrein auf dem Hauptplatz, großes Krankenhaus und Polizeistation
Von hier starten verschiedene Bootstouren zu den südlichen und östlichen Nachbarinseln.
- zahlreiche Tauchspots, (unsere Tauchbasis hat 8 Tauchziele angefahren), darüber schreibe ich aber extra
Diese Ausflugsziele gibt es sonst noch, haben wir aber nicht besucht. Deshalb nur zur Information:
- Wasserfall, am westlichen Südende der Insel in einem Mini-Gebirge (höchste Erhebung ca. 500 m), lohnt sich nur, wenn es mal geregnet hat, man sollte nachfragen.
Aber Vorsicht, der Weg dahin ist eine Herausforderung! Die Straße zweigt von der Hauptstraße ab und ist eher eine Schotter- und Staubpiste. (Auf dem Moped sollte man allein sitzen, sonst muß an den Bergen immer einer absteigen.) Wenn man Mut hat und ein gutes Auto, oder Ausdauer auf dem Moped, kann man bis zum Waterfall Bay Ressort durchfahren und etwa 3 km durch den Regenwald bis zum Wasserfall laufen. Oder man legt die Strecke von einem Ressort an der Khlong Jak Bay an mit dem Elefanten zurück (Preis 300 – 800 Baht). Dann ist die Verweilzeit aber begrenzt.
- Tropfsteinhöhle Mai Kaeo Cave, liegt an der Hauptstraße zwischen der West und Ostküste
- Mangrovenwälder, an der Ostküste oder auf Lanta Noi, viele Touristenbüros bieten Kanutouren an, sollte man aber nicht allein machen
** Tips und Preise **
Hier sind noch einige Tips für Ko Lanta Reisende (gilt aber auch allgemein für Thailand- und/oder Inselaufenthalte, die auf meiner Erfahrung aufgrund meines Urlaubs auf Ko Lanta beruhen. Sie sollen nur ergänzen:
Während meines Aufenthaltes fielen mir folgende Dinge auf, die ich besser mitgenommen hätte :
- Wäscheleine, Klammern
- gutes Mückenmittel (z.B. nobite), dann spart man für Reisen und Aufenthalte im Süden und auf Inseln den Malariaschutz (der Süden gilt beim Tropeninstitut als malariafrei), zusätzlich vielleicht Moskitonetz,
- Taschenlampe, Teelichter oder Kerzen,
- Mineraltabletten
- Schnorchelausrüstung
- nur kurze Sachen, ausreichend T-Shirts und kurze Hosen, es wird alles schnell schmutzig auf der Straße (es sei denn, man plant Nachkauf oder Wäscherei ein)
Nach dem Tauchen, Baden oder Schnorcheln die Ohren unbedingt mit Trinkwasser ausspülen. Sollte es doch zu Ohrenschmerzen/Ohrenentzündungen kommen, helfen Otosporyn drops gut und schnell. Die gibt es rezeptfrei im Drug store für 100 Baht.
Tips für den Einkauf, falls man nicht weiß, was man mit dem Geld noch anfangen soll:
1. Arzneimittel (Die Tabletten werden sogar einzeln verkauft. Von Marken-Präparaten gibt es vorwiegend Lizenzproduktionen.)
Die Pille gibt es ausgesprochen billig. Man sollte aber den Beipackzettel mitbringen. Da es die neuesten Präparate meist noch nicht gibt, aber dafür sogenannte Substitute gibt (gleicher Hersteller, gleiche Wirkstoffe, aber anderer Name), sind die Angaben über die Zusammensetzung wichtig.
2. Pille – 3-Monatspackung ca. 240 Baht (abhängig vom Präparat)
3. Strandtuch, eignet sich als Bekleidungsstück, ca. 200 Baht
4. Tiger-Balsam ca. 50 Baht
5. Orchideen (Flasche mit vier Pflanzen in Nährlösung) aus der Orchideenfarm – 300 Baht
Sonstige Preise auf Ko Lanta:
- Taxi – 20 Baht pro Person
- Transfer zum Flughafen Krabi (Linienbus) – 200 Baht
- Internet – 3 Baht pro Minute
- Tattoo – je nach Motiv ca. ab 2000 Baht
- Thai-Massage – 200 Baht pro Stunde
- Schwedisch Massage (mit Öl) – 400 Baht pro Stunde
- Moped – 250 Baht pro Tag
- Sonnencreme 30 – 270 Baht
- Elektrolyte – 6 Baht pro Tüte (im Drug store)
(Umrechnungskurs war im Frühjahr 2001 1DM = 20 Baht, jetzt steht es ca. 1€ = 40 Baht)
** Sonstiges **
Man kann Urlaub auf Ko Lanta auch pauschal buchen, allerdings gibt es nur zwei Ressorts im Angebot von wenigen Reiseveranstaltern.
Mir persönlich hat der Urlaub hier außerordentlich gut gefallen und Thailand rangiert jetzt auf meiner Beliebtheit-Skala ganz oben. Ko Lanta hat eine üppige Natur, tolle Landschaft, überaus nette und freundliche Menschen, phantastische Tauchspots und liegt dabei (gottseidank noch) weit weg vom allgemein bekannten Urlaubsbild Thailands mit Animiermädchen und Prostitution. Noch hat der Massentourismus nicht Einzug gehalten auf der Insel und es ist zu wünschen, dass es noch eine Weile so bleibt.
Alle Preise Stand März 2001
** Lage **
Khao Lak (auch Kao Lak) liegt auf der Karte reichlich 80 km nördlich von Phuket Airport. Eigentlich ist Khao Lak keine Stadt oder Insel, sondern bezeichnet die Region und das dazugehörige Hinterland entlang einem ca. 15 km langen Küstenabschnitt. Benannt wurde die Gegend nach einem Berg im Lamru Nationalpark, der unmittelbar hinter der Küste beginnt.
** Reisezeit **
Die beste Reisezeit nach Thailand allgemein ist von Oktober/ November bis März/ April. Hauptsaison ist von Mitte Dezember bis Mitte Februar. Dementsprechend sind dann auch die Preise höher.
Trotzdem kann es auch außerhalb der Regenzeit zu Schauern und Güssen kommen, dann aber meist am abend und sehr kurz, aber heftig.
In der Regenzeit sind vor allem die Tauchschulen geschlossen, selbst das Baden ist stellenweise gefährlich.
** Anreise **
Am einfachsten kommt man mit dem Flugzeug nach Phuket. Von dort muß man auf die Hauptstraße H 4 zwischen Phuket und Ranong gelangen und kann dann entweder einen der Überlandbusse Richtung Ranong oder Takua Pa nehmen oder sich ein Taxi chartern, die am Flughafen warten. Letzteres kostet ca. 900 Baht. (Das war der Preis, den uns ein “Reisebüro” nannte, es kann also durchaus billiger sein, wenn man gut handelt.) Die Ressorts bieten meist bei der Buchung eine Abholung an, aber das kostete in unserem Fall 600 Baht pro Person.
** Landschaft **
Die Landschaft um Khao Lak ist einfach atemberaubend. Gleich hinter der Küste beginnt jenseits der Hauptstraße der Regenwald, der heute Nationalpark ist. Man hat also Meer, Strand und Berge auf einem Fleck, zugegeben nicht besonders hoch, aber immerhin. Wenn man am Strand steht, schaut man über weißen Sand, über Palmen auf üppiges Grün, aus dem so mancher Baumriese herausragt.
Zu dem Gebiet von Khao Lak zählt der ganze, ca. 15 km lange Küstenstreifen mit den sechs Buchten von Sunset Beach bis Pakarang Beach. Dabei sind die Buchten von Süden her stark, nach Norden hin weniger erschlossen, belebt und frequentiert.
** Übernachtung **
Wer als Individualtourist hierher kommt, hat eine sehr große Auswahl an Resorts und Bungalows, von vier Sternen bis zur einfachen Backpacker-Hütte, klimatisiert bis winddurchblasen. Kein Resort liegt weiter als 300 m vom Strand weg, im ungünstigsten Fall muß man einige Meter die Straße überqueren.
Eine gute Übersicht mit Möglichkeiten der Online-Buchung bietet die Seite khaolak.de im Internet. Die Seite übernimmt im Großen und Ganzen die Bewertung des Loose-Verlages, über dessen Reiseführer Thailand ich mal berichtet habe.
Ansonsten gibt es nur wenige Reiseveranstalter, die diese Gegend in ihrem Programm haben – lediglich Neckerman und TUI habe ich bei einer kurzen Recherche gefunden.
Die Preise für Übernachtungen bewegen sich von 100 Baht für einfache Bungalows mit Ventilator bis 3000 Baht für ein 4**** Resort.
** Ausflüge **
Für eine so kleine Siedlung bieten eine ganze Menge Veranstalter jede Menge Ausflüge und Touren. Alles kann man entweder im Resort buchen, in dem man gerade wohnt, oder man geht einfach die vielleicht 900 m Dorfstraße ab und trifft auf ungefähr 20 Büros, die die Angebote von verschiedenen Veranstaltern vermitteln. Dabei unterscheiden sich die Preise nur wenig. So kann man Dschungeltouren mitmachen und durch den Nationalpark zu einigen Wasserfällen wandern, es werden Kajaktouren in der Phang Nga Bucht angeboten und Rafting, von ein bis mehrtägig.
Hier einige Preise:
- Elefanten-Trekking in den Dschungel zu ausgewählten Zielen zwischen 600 und 800 Baht
- Angelausfahrten ab 200 Baht
- Wanderungen durch den Khao Lak oder den Khao Sok Nationalpark ab 250 Baht
- Tempeltouren ab 250 Baht
- Discovery Tour im Khao Lak Lamru Nationalpark mit Elefantenreiten, Dschungel-Trekking zu einem Wasserfall, Kanu-Tour – 1800 Baht
- Kanu-Tour zur Phang Nga Bucht (die mit dem James Bond Felsen) – 1500 bis 2900 Baht
- Discovery Tour im Khao Sok Nationalpark mit Elefantentrekking und Kanu-Tour – 2500 Baht
- Tagesausflüge nach Phuket
** Tauchen **
Entschuldigt, daß ich hier ein wenig mehr schreibe, aber als Taucher muß ich das einfach. Außerdem kommen sowieso die meisten Leute nach Khao Lak, um von hier Schnorchel- oder Tauchausflüge zu den Similans zu starten.
Die Westküste Thailands, also die Küste, an der Khao Lak liegt, gehört zur Andaman-See. Die Tauchgründe direkt vor Khao Lak geben an Tauchgelegenheiten wenig her. Vor dem Strandabschnitt Nang Thong Beach liegt ein kleines Korallenriff namens Khao Na Yak, quasi das Hausriff , das von einigen Tauchbasen als Tauchspot angefahren wird. Man braucht nur 25 Minuten mit dem Boot dorthin. Für Schnorchler und Tauchanfänger sicher ein gutes Ziel, aber für erfahrene Taucher eher langweilig. Die Sicht ist eher mittelmäßig, größere Fische sind selten anzutreffen. Wer aber seinen ersten oder letzten Tauchgang an einem ruhigen Punkt absolvieren will, ist hier gut aufgehoben. Die Strömung ist nämlich, im Gegensatz zu den Similans, moderat und die maximale Tiefe beträgt ca. 9 Meter. Man kann aber auf jeden Fall die gängigen Fische und viel Klein- und Weichtiere dort finden. Von den Tauchbasen werden 2-3stündige Schnorcheltouren dahin angeboten ab 350 Baht pro Person.
Aber ein anderer Tauchplatz lohnt sich auf jeden Fall: Das Tinminer Wreck, oder Bangsak Wrack, das seit mehr als dreißig Jahren draußen vor der Küste liegt.
Fischer-Dhoni fährt man direkt von der Küste ca. 30 – 40 Minuten auf’s Meer hinaus, macht den ersten Tauchgang vor Dämmerung und den zweiten nach Einbruch der Dunkelheit. Diese Zinnabraum-Plattform ist schon schön bewachsen. Man findet hier eine Unmenge Feuerfische und Igelfische, Einsiedlerkrebse, Sepien und andere Klein- und Schwarmfische. Sogar eine Seeschlange haben wir gesehen.
Die Strömung kann, gerade oberhalb der Plattform, ziemlich heftig sein, Erfahrung im Strömungstauchen sollte man möglichst mitbringen.
In der Hauptsache ist Khao Lak natürlich der ideale Ausgangspunkt zu den Similan Islands, deren Tauchgründe zu den weltbesten überhaupt gehören.
Außerdem werden noch die Surin Islands und von einigen Tauchbasen sogar Inseln in Burma angefahren.
Als Tagestouren werden von Khao Lak aus nur die Similans selbst, Ko Tachai und Ko Bon (zwei Inseln in der Nähe der Similans) angefahren. Der Hafen Tap Lamu ist ca. 8 km entfernt. Dort liegen alle Tagesausflugsboote. Wer längere Touren plant, wird von den Tauchbasen vor Ort auf einem Kreuzfahrtschiff für ein sogenanntes Liveaboard eingebucht. Diese Fahrten starten aber in der Regel von Phuket aus.
Liveaboards werden für 2, 3 und 4 Tage zu den Similans sowie zum Richelieu Rok, den Surin Islands oder längere sogar nach Burma und mit Schiffen unterschiedlichen Standards angeboten.
In Khao Lak gibt es 10 Tauchbasen:
Subaqua (deutsche Leitung, gutes Renommee)
Khao-lak-fun-divers (betrieben von Holländern)
Similan-Divers
High class Adventure Diving (betrieben von Österreichern)
Manta Point
Sea Dragon
Sea Bees
Kon-Tiki
Phuket-Divers
Eine zehnte (e-divers) steht unter japanischer Leitung.
Die Preise sind teilweise recht unterschiedlich. Es gibt auch Basen, die beispielsweise die Ausrüstung im Preis beinhalten. Alle sind über Internet zu erreichen und erteilen auf Anfrage Auskunft zu Preisen und Terminen.
Etwas ausführlichere Informationen habe ich für Interessierte noch in meinen beiden Berichten über Tauchen Khao Lak und Tauchen Similans zusammengefaßt.
** Unterhaltung **
Für alle, die nach Abendgestaltung süchtig sind, ist diese Gegend auf jeden Fall nichts. Es gibt hier keine Diskothek, kein Kino, keine GoGo-Bars und dementsprechend natürlich auch keinerlei Prostitution. Die einzige Unterhaltung bieten möglicherweise die Resorts, aber auch das hält sich stark in Grenzen. Ich habe von einer einzigen Restaurant-Bar erfahren, in der abends wenigstens andeutungsweise etwas los ist, aber die machen auch spätestens nach Mitternacht dicht.
Die Art Abendanimation mit Bingo, Karaoke oder Modenschau à la Tunesien oder Mallorca kennt man hier nicht. Und das ist auch gut so. Wir waren jedenfalls sehr angetan von der Ruhe und Beschaulichkeit, die abends auf der Straße herrschte. Zwar waren alle Restaurants oder Läden bis spät geöffnet, aber alles läuft sehr gemächlich ab.
Urlaub und Entspannung pur sind angesagt.
** Sehenswürdigkeiten **
Kulturelle Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine, von den kleinen Hausaltären mal abgesehen, die vor jedem Haus stehen. Das Sehenswerte ist in dieser Gegend die Natur. Auf jeden Fall sollte man eine Führung durch den Nationalpark machen, den Ton Chong Fah-Wasserfall genießen, das Elefanten-Camp von Khuk Khak besuchen, oder mal einen Ausflug in die Zinnstadt Takua Pa (ca. 30 km vom Khao Lak Ortskern entfernt) machen. Dort kann man drei große indische Statuen bewundern.
** Transport **
Im Ort findet man einige Vermieter und Reisebüros, die Mietwagen anbieten ab 1000 Baht pro Tag inklusive Versicherung. Aber Vorsicht, in Thailand herrscht Linksverkehr.
Der Linienbus zwischen Phuket und Ranong hält ebenfalls in Khao Lak und verkehrt mehrmals am Tag.
** Geld **
Im Ort gibt es einige Wechselstuben und mobile Banken, die in der Regel von 10 – 18 Uhr geöffnet haben. Sie akzeptieren sogar Kreditkarten.
Der Umrechnungskurs von Euro zu Baht ist 1 : 40, d.h. 1 Euro = ca. 40 Baht.
** Shopping **
Die Möglichkeiten zum Shoppen sind hier sehr begrenzt. Es gibt im Grunde nur Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf in mehreren kleinen Läden. Souvernir- und Klamottenläden sind schon dünner gesät; was es jedoch en masse gibt, sind Schneider. Ich glaube, wir haben sieben gezählt, was angesichts der Größe des Dorfes eine enorme Anzahl ist. Wir waren in keinem drin, deshalb kann ich nichts zur Qualität sagen.
** Kommunikation **
Es funktionieren sowohl D2 als auch D1 ohne Probleme (die anderen Netzanbieter haben wir nicht prüfen können). Aber Vorsicht, eine Minute von Thailand nach Hause kosten ca. 1,87 € tagsüber, ab 21 Uhr 1,60 € (6-Sekunden-Takt). Diesmal hilft aber auch das sich-anrufen-lassen nicht viel, das ist sogar teurer. Das kostet nämlich erstens den Anrufer den normalen Tarif zu einem Funknetz und einen selbst 1,97 € pro Minute am Tag, ab 22 Uhr 1,85 € (60-Sekunden-Takt). Achtung: Zeitverschiebung von 6 Stunden beachten!
Als Alternative kann man problemlos und kostenlos E-Mails und Faxe in den Resorts empfangen. Die Ausdrucke werden in der Regel an der Rezeption hinterlegt.
Außerdem findet man entlang der Dorfstraße mehrere Internet-Büros, wo die Minute 1 Baht kostet. Hier kann man auch Long Distance Calls machen, wobei die Minute nach Deutschland 60 Baht kostet.
** Medizinische Versorgung **
Keine Angst, auch wenn man hier nicht gerade am Nabel der Welt ist, braucht man sich um seine Gesundheit keine Sorgen zu machen.
Für ernste Fälle findet sich im Dorf hinter dem Krathom Restaurant die Arztpraxis von Dr. Seree, der gut englisch und ein wenig deutsch spricht. Die Öffnungszeiten sind allerdings erst abends von 16.30 bis 21.30 Uhr.
In dringenden Fällen kann man sich ins Krankenhaus in Takua Pa fahren lassen.
Es gibt auch zwei Zahnärzte, die eine zwar recht offene und von der Straße einsehbare, aber sehr sauber wirkende Praxis betreiben. Deren Öffnungszeiten sind Mi – Fr 17.30 – 21.30 und Sa, So von 9 – 17 Uhr.
Eine gute Reisekrankenversicherung fürs Ausland sollte man ja sowieso immer dabei haben.
Risiken:
In acht nehmen sollte man sich vor allem vor Quallen, die gelegentlich auftreten und sehr schmerzhaft sein können und natürlich von Mücken. Die Gegend von Khao Lak ist zwar kein Malariagebiet, aber lästig sind sie doch.
** Meine Meinung **
Wer richtig Urlaub für die Seele machen will und ein verschwiegenes, idyllisches Plätzchen für die pure Erholung sucht, oder aber die phantastische Unterwasserwelt der Andamanensee erkunden will, wer damit leben kann, daß sein Nachtleben eher mit der oder dem Liebsten stattfindet, dem kann ich Khao Lak nur wärmstens empfehlen.
Leider sind die Preise auch mit dem Bekanntheitsgrad gestiegen. Doch es bleibt zu hoffen, daß Animation & Co. sich hier noch eine Weile fernhalten und es so weiterhin angenehm bleibt. Und zum Thema Sicherheit in diesen Monaten sei zu sagen, daß ich Thailand für eines der sichersten Länder Asiens halte. Nicht umsonst sagt man den Buddhisten absolute Friedfertigkeit zu.
PS. Apropos Wiederkehrfaktor, wir haben vor einer Weile wieder eine Tauchkreuzfahrt gebucht, nach Burma, und bleiben dann natürlich wieder in Khao Lak.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-07 12:21:07 mit dem Titel Ko Lanta - Kein Geheimtip mehr, aber absolut nicht überlaufen und ein kleines Paradies
** Lage **
Koh Lanta (auch Ko Lanta) liegt auf der Karte südöstlich von Phuket, auf der anderen Seite der Phang Nga Bucht, südlich vom Flughafen Krabi.
Lanta besteht aus zwei Inseln, Lanta Noi (Lanta Groß) und Lanta Yai (Lanta Klein) und gehört mit insgesamt 52 Inseln und Inselchen zur Provinz Krabi. Beide Inseln haben zusammen ca. 20.000 Einwohner.
Während Lanta Noi wenig zu bieten hat, weil sie zum größten Teil mit Mangrovenwäldern bedeckt ist, ist die kleine Insel Lanta weitgehend touristisch erschlossen. Mit 27 km Länge ist sie gerade groß genug, um an mehreren Tagen mal etwas unternehmen zu können, wenn man nicht ständig am Strand liegen will.
Um die Insel führt eine einigermaßen befahrbare Straße, die aber streckenweise stark abgefahren und kaputt ist. In der Trockenzeit sollte man ein Tuch mitnehmen und vor den Mund binden.
Die Ostküste ist für den badewütigen Touristen eher uninteressant, da ebenfalls mit Mangrovenwäldern bewachsen. Dafür hat die Ostküste auf der ganzen Länge mehrere Buchten mit schönen langen Sandstränden, gelegentlich mal von felsigen Abschnitten unterbrochen. Hier findet man auch die meisten Ressorts, abnehmende Zahl von Nord nach Süd.
** Anreise **
Die Anreise nach Lanta kann auf verschiedene Art erfolgen:
- Mit dem Flugzeug von Bangkok nach Krabi. Dort kann man entweder einen der vielen Busse von den verschiedenen Ressorts oder den ”Linienbus” nehmen, die bereits vor dem Flughafen warten. (Preis i.d.R. 200 Baht) Oder man fährt mit dem Taxi zum Hafen von Krabi und nimmt das Boot nach Lanta.
- Mit dem Flugzeug nach Phuket. Von dort mit dem Boot nach Lanta über Phi Phi Island.
** Übernachten **
Wer auf gut Glück nach Lanta kommt und noch nicht weiß, in welchem Ressort er übernachten will, sollte sich am besten an eines der vielen Tourismusbüros in Saladan wenden. Die finden freie Bungalows am schnellsten. Das Taxi (Moped mit Beiwagenkonstruktion) dahin kostet je nach Strecke ab 20 Baht pro Person. Wir haben gerade die Erfahrung gemacht, dass selbst in der späten Hauptsaison jede Menge Bungalows für jeden Anspruch vorhanden waren von 15 Euro bis 60 Euro pro Nacht und Bungalow. Eine gute und ausführliche Übersicht bietet die Website www.lanta.de bzw. www.ko-lanta.com.
** Kommunikation **
Auf Kommunikation braucht man auf Lanta nicht zu verzichten. Seit dem 1. März 2001 ist in Saladan ein Turm mit thailändischem Funknetz in Betrieb. Damit funktionieren Handys zumindest am Khlong Dao und Long Beach sehr gut. An der Ost- und Südküste bekommt man über die Festlandstation Netz.
An den Stränden, entlang der westlichen Hauptstraße und in Saladan gibt es jede Menge Hütten mit PC’s mit Internet-Anschluß. E-Mail ist also auch kein Problem. Nur die amerikanische Tastaturen mit thailändischer Schrift machen die Prozedur etwas umständlich, wenn man viel schreiben will. Kostet pro Minute 3 Baht.
** Entertainment **
Jeden Samstag kann man in Saladan Thai-Boxen erleben. Das ist nicht so brutal wie Boxen, und die Veranstaltung an sich hat guten Unterhaltungswert. An einem Abend finden ca. 10-15 Kämpfe zu je (maximal) 5 Runden statt. Begonnen wird mit der kleinsten Gewichtsklasse, die Kinder ähneln jedoch eher hüpfenden Krebsen. Bei den höheren Gewichtsklassen sind dann aber richtig gute regionale Champions dabei und das Dabeibleiben lohnt sich. Die Ankündigung erfolgt mit Handzetteln an Bäumen und Geschäften. Eintritt 250 Baht.
Sonntags ist Markt in Saladan mit Obst, Gemüse, Schlachttieren, Kleinkram, Souvenirs und Brauchbarem für Touristen. Ist aber nicht immer billiger als im Laden.
** Gesundheit **
Gesundheitsvorsorge: Ärzte und das Tropenmedizinische Institut empfehlen in der Regel Hepatitis A und B, Typhus und oft sogar Malaria. Letzteres ist in dieser Region unnötig, wie eine andere Karte der WHO zeigt. Wir haben uns mit einem sehr guten Mückenmittel vorgesorgt und keinen einzigen Stich.
Auch Typhus braucht man laut Einheimischen nicht. Ist aber mit etwas über 40 DM die preiswerteste der Reiseimpfungen und hält mindestens 1 Jahr. Das kann nicht schaden. Hepatitis A sollte man haben, B nur für Risikogruppen. Aber das muß sowieso jeder selbst entscheiden.
** Ausflugsziele **
Wer auf Lanta ist, sollte sich auch ruhig mal die ganze Insel ansehen. Da sie mit 27 km Länge und maximal 10 km Breite nicht sehr groß ist, schafft man eine Umrundung schon an einem Tag. Man kann sich natürlich auch Zeit lassen und an mehreren Tagen verschiedene Stationen besuchen.
Mit einem Moped geht es einigermaßen gemütlich durch die Landschaft und der Fahrtwind ist besonders bei den hohen Temperaturen angenehm. Aber am besten ein Tuch mitnehmen, dass man sich vor den Mund binden kann, denn die Straße ist an manchen Stellen ganz schön kaputt, und es staubt ohne Ende. Ein Moped kostet für einen ganzen Tag ca. 250 Baht. Angeboten werden sie fast an jeder Ecke. Die Bedienung bedarf der Gewöhnung, denn die Gänge sind anders herum gelagert als bei deutschen Zweirädern, nämlich von oben nach unten. Und es herrscht, wie überall in Thailand, Linksverkehr.
Die hier beschriebenen Ziele haben wir tatsächlich besucht und sind sehenswert
- Saladan, jetzige Hauptstadt von Lanta, besteht aus ca. 100 Hütten oder Gebäuden, ziemlich rege, zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, viele ”Reisebüros”, nette Restaurants, sechs Tauchschulen, aber keine Sehenswürdigkeiten im eigentlichen Sinne
Von hier fahren die Fähren nach Lanta Noi, Schiffe nach Phi Phi, Phuket und Krabi, Busse nach Krabi, Trang, sogar nach Malaysia u.a.
- Orchideenzucht, auf der Straße an der Westküste – lohnt sich wirklich, es können während einer Führung (englisch) zahllose heimische Orchideenarten bewundert und beschnuppert werden, Eintritt 50 Baht
Für 300 Baht kann man 3-4 Pflanzen mit Nährlösung in einer Flasche mitnehmen und versuchen, sie zu Hause großzuziehen (Anleitung in deutsch dabei).
- Sea Gypsies (SeeZigeuner), am östlichen Südende der Insel, ein Dorf in all seiner Ursprünglichkeit und Armut am Ende der Welt. Schön ist die Aussicht über die Andaman Sea von dem kleinen Restaurant auf einem Hügel, wo die Straße endet.
-Lanta Old Town und Lanta Pier, die alte Hauptstadt der Insel, eher Dorf als Stadt, ruhig, beschaulich, mit schönen Häusern und einem Schrein auf dem Hauptplatz, großes Krankenhaus und Polizeistation
Von hier starten verschiedene Bootstouren zu den südlichen und östlichen Nachbarinseln.
- zahlreiche Tauchspots, (unsere Tauchbasis hat 8 Tauchziele angefahren), darüber schreibe ich aber extra
Diese Ausflugsziele gibt es sonst noch, haben wir aber nicht besucht. Deshalb nur zur Information:
- Wasserfall, am westlichen Südende der Insel in einem Mini-Gebirge (höchste Erhebung ca. 500 m), lohnt sich nur, wenn es mal geregnet hat, man sollte nachfragen.
Aber Vorsicht, der Weg dahin ist eine Herausforderung! Die Straße zweigt von der Hauptstraße ab und ist eher eine Schotter- und Staubpiste. (Auf dem Moped sollte man allein sitzen, sonst muß an den Bergen immer einer absteigen.) Wenn man Mut hat und ein gutes Auto, oder Ausdauer auf dem Moped, kann man bis zum Waterfall Bay Ressort durchfahren und etwa 3 km durch den Regenwald bis zum Wasserfall laufen. Oder man legt die Strecke von einem Ressort an der Khlong Jak Bay an mit dem Elefanten zurück (Preis 300 – 800 Baht). Dann ist die Verweilzeit aber begrenzt.
- Tropfsteinhöhle Mai Kaeo Cave, liegt an der Hauptstraße zwischen der West und Ostküste
- Mangrovenwälder, an der Ostküste oder auf Lanta Noi, viele Touristenbüros bieten Kanutouren an, sollte man aber nicht allein machen
** Tips und Preise **
Hier sind noch einige Tips für Ko Lanta Reisende (gilt aber auch allgemein für Thailand- und/oder Inselaufenthalte, die auf meiner Erfahrung aufgrund meines Urlaubs auf Ko Lanta beruhen. Sie sollen nur ergänzen:
Während meines Aufenthaltes fielen mir folgende Dinge auf, die ich besser mitgenommen hätte :
- Wäscheleine, Klammern
- gutes Mückenmittel (z.B. nobite), dann spart man für Reisen und Aufenthalte im Süden und auf Inseln den Malariaschutz (der Süden gilt beim Tropeninstitut als malariafrei), zusätzlich vielleicht Moskitonetz,
- Taschenlampe, Teelichter oder Kerzen,
- Mineraltabletten
- Schnorchelausrüstung
- nur kurze Sachen, ausreichend T-Shirts und kurze Hosen, es wird alles schnell schmutzig auf der Straße (es sei denn, man plant Nachkauf oder Wäscherei ein)
Nach dem Tauchen, Baden oder Schnorcheln die Ohren unbedingt mit Trinkwasser ausspülen. Sollte es doch zu Ohrenschmerzen/Ohrenentzündungen kommen, helfen Otosporyn drops gut und schnell. Die gibt es rezeptfrei im Drug store für 100 Baht.
Tips für den Einkauf, falls man nicht weiß, was man mit dem Geld noch anfangen soll:
1. Arzneimittel (Die Tabletten werden sogar einzeln verkauft. Von Marken-Präparaten gibt es vorwiegend Lizenzproduktionen.)
Die Pille gibt es ausgesprochen billig. Man sollte aber den Beipackzettel mitbringen. Da es die neuesten Präparate meist noch nicht gibt, aber dafür sogenannte Substitute gibt (gleicher Hersteller, gleiche Wirkstoffe, aber anderer Name), sind die Angaben über die Zusammensetzung wichtig.
2. Pille – 3-Monatspackung ca. 240 Baht (abhängig vom Präparat)
3. Strandtuch, eignet sich als Bekleidungsstück, ca. 200 Baht
4. Tiger-Balsam ca. 50 Baht
5. Orchideen (Flasche mit vier Pflanzen in Nährlösung) aus der Orchideenfarm – 300 Baht
Sonstige Preise auf Ko Lanta:
- Taxi – 20 Baht pro Person
- Transfer zum Flughafen Krabi (Linienbus) – 200 Baht
- Internet – 3 Baht pro Minute
- Tattoo – je nach Motiv ca. ab 2000 Baht
- Thai-Massage – 200 Baht pro Stunde
- Schwedisch Massage (mit Öl) – 400 Baht pro Stunde
- Moped – 250 Baht pro Tag
- Sonnencreme 30 – 270 Baht
- Elektrolyte – 6 Baht pro Tüte (im Drug store)
(Umrechnungskurs war im Frühjahr 2001 1DM = 20 Baht, jetzt steht es ca. 1€ = 40 Baht)
** Sonstiges **
Man kann Urlaub auf Ko Lanta auch pauschal buchen, allerdings gibt es nur zwei Ressorts im Angebot von wenigen Reiseveranstaltern.
Mir persönlich hat der Urlaub hier außerordentlich gut gefallen und Thailand rangiert jetzt auf meiner Beliebtheit-Skala ganz oben. Ko Lanta hat eine üppige Natur, tolle Landschaft, überaus nette und freundliche Menschen, phantastische Tauchspots und liegt dabei (gottseidank noch) weit weg vom allgemein bekannten Urlaubsbild Thailands mit Animiermädchen und Prostitution. Noch hat der Massentourismus nicht Einzug gehalten auf der Insel und es ist zu wünschen, dass es noch eine Weile so bleibt.
Alle Preise Stand März 2001
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