USA Testbericht

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Erfahrungsbericht von Karl49

Hinweise zum verhalten in den USA

Pro:

Riesiges Land

Kontra:

Harte Einreisebestimmungen

Empfehlung:

Ja

Hallo Leute

Bei uns gibt es Ecken in Deutschland, wo es unsicher ist, und das gibt es auch in den USA, in manchen Gegenden allerdings schlimmer als bei uns, z.B. New Yorck die Bronx, da sollte man am besten mit Leuten hingehen, die sich auskennen.

Trotzdem gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte.

Oberster Grundsatz eigentlich, sich möglichst nicht als Tourist outen, denn dann weiß man, dort ist was zu holen, vorallem wenn man gar merkt , man kommt aus Europa. Auch im Auto nichts offen liegen lassen, was auf einen Touristen hindeutet.

Schwerpunkt Auto:

Wer in die USA reist, sollte sich schon vorher sehr genau überlegen, ob er sich einen Mietwagen nehmen will.
Internationaler Führerschein notwendig! Nur in Großstädten und an vielbefahrenen Interstates wird EU-Führerschein ohne Probleme akzeptiert. Probleme bereiten Kleinstadtsheriffs. Bei den Gesamtkosten kommt es auf den Int. Führerschein auch nicht mehr an.
Bei Fahrzeugkontrollen immer!!!! sitzen bleiben und nie versuchen auszusteigen!!! Hände am besten auf dem Lenkrad belassen und Führerschein so ablegen, dass der kontrollierende Polizist sehen kann, wo man sucht. Am besten auf Ablage (aber beim Aussteigen nicht vergessen, wieder mit zu nehmen.)
Vorsicht beim Tempo. Es wird sogar aus der Luft kontrolliert. Auch nicht zu langsamfahren, man macht sich verdächtig!! Ergibt nur unsinnige Kontrollen. Deshalb immer gute Karten nutzen, um zu wissen, wohin soll es gehen.
In Reiseführern und bei Bekannten nachforschen, welche Gegenden einer Stadt verrufen sind. Selbst tagsüber mit verriegelten Türen durchfahren.
In manchen Städten, wie LA macht man sich schon verdächtig, wenn man längere Strecken zu Fuss läuft. Das machen in LA nur Arme und nichtwissende Touristen (mal abgesehen vom Walk of Fame und ählichen Straßen). Ähnlich in Las Vegas abseits vom Strip.
Straßenverkehrsordnung der USA vorher lesen. Es gibt gravierende Abweichungen. An gleichrangigen Strßen mit 3 oder 4 Way-Schild hat Vorfahrt wer zuerst da ist (und nicht rechts vor links).
Nie in seinem Auto eine Flasche rumliegen lassen, in der Alkohol ist oder war (Ja auch leer!!), wenn das ein Polizist siht wird es auch für den Touri teuer.
Die Unsitte in Deutschland seinen Müll aus dem Auto zu werfen, oder auf dem Rastplatz neben einen Behälter zu werfen kostet 1000 Dollar (kein Scherz), zumindest stehen diesbezügliche Schilder alle nasenlang an den Straßen in den Staaten Nevada, Arizona und Kalifornien.

Schwerpunkt Geld

Nie größere Mengen Bargeld mit sich rumtragen. Geld in den Taschen verteilen und bei einem Überfall ohne zögern sofort Geldbörse rausrücken (aber trotzdem nicht nur 5 Dollar reintun, die Ganoven sind auch nicht blöde)
Hauptsächlich mit Kreditkarte (z.b. Visa wird überall akzeptiert, selbst in den kleinen Läden.) Einige Sachen gehen nur damit, wie zum Beispiel ein Mietauto nehmen. Kein serioeser Autoverleiher nimmt Bargeld.

Restaurant

Tipp in Höhe von mindesten 15% nicht vergessen

Achtung mit dem Tipp. In manchen Restaurants steht das Tipp doch schon auf der Rechnung, doppelt muß nicht sein, auch wenn sich der Ober freut.

Restaurant nie ohne Jacke betreten (auch Frauen). Nicht etwa wegen der Etikette, sondern weil bei sehr viele Restaurants die Klimaanlage so kalt eingestellt ist, dass man sich dort schon den Tod holen kann.


Ansonsten gelten wie überall die üblichen Regeln der menschlichen Vernunft, als nicht mit BArgeld protzen und nichts rumliegen lassen.

Dan kommt man ohne Probleme durch die USA.

Meint Karl49


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-06 11:44:07 mit dem Titel Bei einer Reise durch den Westen ist einiges zu beachten

Hallo Leute

Hier einige Informationen, was man bei der Planung einer Rundreise so beachten sollte. Wobei ich gleich vorweg schicken möchte, dass sich diese Angaben mehr auf die Gebiete Kalifornien, Nevada und Arizona beziehen, aber auch so ist das Gebiet für deutsche Verhältnisse riesig. Das spürt man am besten, wenn man mal eine längere Strecke mit dem Auto über Land unterwegs ist, oder, wie ich mit dem Wohnwagen.

1 Wie mache ich den Urlaub

Die Frage Pauschalurlaub oder Individualurlaub ist immer die wichtigste Frage, die man sich zu erst stellen sollte. Wer nur geringe Englischkenntnisse hat, sollte doch wohl besser die Variante mit dem Pauschalurlaub über einen Reiseveranstalter wählen. Ich habe trotz meiner dürftigen Schulkenntnisse die sicher interessantere Individualvariante gewählt, und war voll zufrieden. Selbst meine Frau, die sich erst 2 Monate vor der Reise mit einem Englischlernkurs auf CD zu 49,-- DM überhaupt mit der Sprache vertraut gemacht hatte, kam sogar über die Runden. In diesem Falle sollte man aber sein Auto oder das Wohnmobil bereits in Deutschland buchen, ansonsten besteht zu leicht die Gefahr, dass man über den Tisch gezogen wird. Nicht jeder hat den Vorteil, wie wir, dass die Tochter in Los Angeles arbeitet, und uns diese Arbeit abnahm, auch wenn sie nicht an der Reise teilnahm (Sie musste ja arbeiten).

Hat man sich zur Individualreise entschieden, kommt als nächstes gleich die Frage, wie fahre ich. Wer die Landschaft intensiv erleben möchte wird sicher die Straße wählen, denn viele Rundreisen nur mit Flugzeug oder Eisenbahn scheitern an den spärlichen Verbindungen (in dem angegebenen Gebiet).
Hinsichtlich der Frage Fahrt mit dem Auto und oder Fahrt mit dem Wohnmobil kann ich keine verbindliche Lösung vorschlagen. Hier muss man individuelle Vorlieben sprechen lassen. Ich war mit einem 25-Fuss-Wohnmobil (Jamboree) (für 4 Personen geeignet) unterwegs und hatte keinerlei Probleme damit, obwohl ich noch nie in der Fahrzeuggröße über einen Opel-Vectra hinaus gegangen war. Selbst durch die Innenstadt von San Francisco bin ich mit dem Ding durchgekommen (ohne anzuecken), obwohl es dort recht eng zugeht (wer schon mal dort war kann es sicher nachvollziehen).
So ein Wohnmobil lässt sich wirklich einfach fahren. Mit Automatikgetriebe braucht man im Prinzip nur Gasgeben wenn man fahren möchte und bremsen, wenn man anhalten möchte. Wem das ständige Ein- und Auspacken des Koffers leid ist, wählt das Wohnmobil. Allerdings nimmt man da auch das regelmäßige Dumpen (Entleerung der Toilette in Kauf) und das ständige Anschließen an den Wasserhahn (kann man auch mal sparen) und den Strom (in Nevada und Arizona wegen der hohen Temperaturen ein Muss, denn sonst läuft bei Motorstillstand die Klimaanlage nicht) in Kauf. Wir hatten auf der Route LA-Grand Canyon- Las Vegas-Yosemite Nat Park- San Fransisco-LA keine Probleme, einen Standplatz zu bekommen, obwohl wir nur einmal (Las Vegas) telefonisch vorbestellt hatten. Wir hatten wirklich aus dem Bauch heraus entschieden, wie lange wir wo bleiben wollten und das in der Hauptreise Zeit Juli. Kostengünstiger soll allerdings die Variante mit dem Auto sein, und Übernachtung in einer der wirklich vielen Motels, die wir auch abseits der Hauptrouten sehr viel gesehen haben (Hat uns ein Ehepaar versichert, die seit einem Jahr in Las Vegas eine Tankstelle betreiben und eine Green-Card ergattert hatten.). Auch kommt man an viele Sehenswürdigkeiten mit dem Auto besser ran (z.B. am Hoover-Damm kann man direkt im Parkhaus parken, während man mit dem Wohnmobil auf einen der Außenparkplätze musste. Auch wenn der Shuttle-Bus (alle 30min) kostenlos war, stand das Wohnmobil bei 40°C (Schattentemperatur) in der prallen Sonne!!!)

2 Reiseroute

Man sollte, nein man muß sich bei der Individualreise per Auto oder Wohnmobil gute Straßenkarten besorgen. Grund ist die Beschilderung der Straßen. Während die Straßennummer immer gut zu erkennen ist, sind bei Ortsangaben häufig nur die am Kürzestens liegenden Ortschaften benannt, die in den Karten überhaupt nicht verzeichnet sind. Laufen 2 Highways manchmal eine zeitlang gemeinsam, ist trotzdem oft nur eine davon mit der ententsprechenden Nummer ausgeschildert, da kann man manchmal ganz schön ins grübeln kommen.
Ich hatte mir das Tour-Set vom ADAC besorgt, und bin damit sehr gut gefahren. Wichtig dabei ist, dass man sich aber schon vorher eine ungefähre Reiseroute (Literatur, Internet oder wieder ADAC) ausschaut, damit man sich auch die richtigen Karten zuschicken lassen kann. Damit man überhaupt die Entfernungen richtig einschätzen kann, sollte man im kostenlosen Routenplaner unter www.freetrip.com schon mal die tatsächlichen Entfernungen ermitteln (übrigens mit Hinweisen zu Gaststätten). Dabei sollte man beachten, dass selbst auf gut ausgebauten Highways die Höchstgeschwindigkeit nur oft bei 55 Meilen/Stunde (manchmal bei 65 und sehr, sehr selten bei 75 – war mal auf der Interstate 10 ) liegt.

Extra-Tipp: Diese Geschwindigkeiten sollte man einhalten, sonst wird es sehr, sehr teuer, zumal es sogar Überwachung aus der Luft gibt. Wegen dieser Luftüberwachung sollte man auch das Rauswerfen von Müll aus dem Auto tunlichst sein lassen. Eine leere Büchse Cola oder gar Bier könnte sonst gut bis zu 1.000 Dollar kosten. Die Weiten von Nevada, wo man oft meilenweit nicht ein Fahrzeug sieht.

Hinweise der Autoverleiher über Streckensperrungen sollte man sehr ernst nehmen, denn sonst geht der Versicherungsschutz verloren (z.B. Fahrverbot zu bestimmten Zeiten ins bzw durchs Death Valley-Kalifornien).

Auf den Reiserouten sollte der Jenige, der die Variante mit den Motels gewählt hat, fleißig die Kupon-Hefte sammeln, die vielfach, insbesondere an Tankstellen kostenlos ausliegen. Denn damit kann man insbesondere in den Motels und Hotels einen kleinen Rabatt bekommen (Die Rabatt-Kupons sind nach Ortschaften im Heft geordnet.).

Aber Vorsicht ist bei der Routenplanung in LA angebracht. Man hat zwar sehr schöne Strände, an denen man herrlich an der Strandpromenade bummeln kann, z.B. am Hermosa-Beach oder noch besser mit vielen kleinen Läden am Venice-Beach (Klasse die vielen Gaukler, die am bevorzugt am Wochenende sehen kann), aber ein reiner Strandurlaub ist nur etwas für Sonnenanbeter!!
Es war für mich auch ein kleiner Schock, als ich im Juli feststellen musste, dass es am Strand wegen des ständigen sehr kühlen Windes aus Richtung Pazifik im Schatten recht ungemütlich war. Eine halbe Stunde unter dem Sonnenschirm im Schatten, und man hat sich freiwillig etwas angezogen oder sich anschließend in der Sonne einen Sonnenbrand geholt, weil man wegen des kühlen Windes gar nicht die Verbrennung bemerkt hat. Das Wasser ist auch wesentlich kühler als z.B. in der gleichen Jahreszeit, wenn man es mit dem Strand von Teneriffa vergleicht. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch einen kalten Meeresstrom, der aus Alaska runter kommt. Deshalb sah ich auch sehr wenige Schwimmer im Wasser und alle Surfer hatten Neoprenanzüge an! Dieser Effekt ist in dem wesentlich nördlicher gelegenen San Francisco noch ausgeprägter.

Alles in allem ist die Westküste der USA zumindest im Juli für einen reinen Badeurlaub meinerseits nicht zu empfehlen. Es sei denn, man findet einen Prominenten, der seinen Swimming-Pool zu Verfügung stellt, denn da hat der kühle Pazifik keine Chance und das Wetter mit durchschnittlich 25°C ist ideal.

3 Sonstige Tipps

Wer ADAC-Mitglied ist sollte sich den Ausweis der Partner-Organisation der USA (AAA) schicken lassen (ist beim TourSet gleich dabei). Man bekommt dann nicht nur kostenlose Pannenhilfe, sondern auch an einige Stellen auch Rabatte eingeräumt, z.B. selbst auf dem in unmittelbarer Nähe zum Strip liegenden Campingplatz in Las Vegas (Circus Circus), den ich echt empfehlen kann.

Umweltschützer werden es nicht gern hören. Wer in Fast-Food-Ketten wie MC Donalds, Burger King oder Panda Express(wie Mc Donalds, nur chinesisches Essen. Sehr empfehlenswert!!)sein Essen zum Mitnehmen außer Haus bestellt, spart 24 Cents gegenüber der Auslieferung auf Tablett. Rund 2 Drittel der Amerikaner machen es ebenso und bleiben aber trotzdem im immer schön klimatisierten Raum mit ihrer Tüte sitzen und essen dort. Liegt an irgendeiner Steuer. Sogar Polizei habe ich es sogar machen sehen.

Wer einen Restaurantbesuch plant, sollte im Sommer immer eine Jacke mitnehmen, auch bei größter Hitze. Denn die Räume sind oft empfindlich tief runtergekühlt. Nachdem ich ein Mal jämmerlich gefroren hatte, war ich dann vorsichtig.

Restaurantbesuche schlagen ganz schön auf den Geldbeutel. Da sollte man sich mal an einige interessante Ketten halten, die nicht nur preiswert sind, sondern auch hervorragende Gerichte enthalten. Ich denke da insbesondere an Dennys (3 Mal Lachs mit Potato und Salat mit je einer Cola, die während des Essens kostenlos wieder aufgefüllt wurde für 40 Dollar einschließlich 20 % Trinkgeld) und an Sizzler (im ähnlichen Preisneveau, auch hier wird die Cola während des Essens aufgefüllt bis zum Abwinken).

Wo man keine Angst haben muss, ist vor dem Straßenverkehr. Wenn man weiß, wo man hin muss, ist es kein Problem. Die Straßen sind Klasse ausgeschildert.
Man sollte sich aber vorher über die wichtigsten Unterschiede zur deutschen Straßenverkehrsordnung informieren (Sehr gut im Tourset des ADAC). Die kann man nicht alle hier aufführen.
Trotzdem seien hier 3 Hinweise angebracht. Sieht man das Stopp-Schild, mit Unterschrift 4-Way oder 3-Way, dann handelt es sich um gleichrangige Straßen und es fährt, wer zu erst an der Kreuzung war!!! Wenn man es wegen mehrer Fahrzeuge nicht mehr erkennen kann, wird wechselseitig gefahren. Klappt Klasse, aber man muss sich erst echt dran gewöhnen.
Auch sollte man immer seinen rechten Außenspiegel auf mehrspurigen Fahrbahnen im Visier haben, denn man kann links und rechts überholen , da muss man höllisch aufpassen. Ganz besonders, wenn man ein Wohnmobil fährt (öfter die richtige Einstellung des tote Winkelspiegels kontrollieren).
Und wenn die Ampel auf Gelb umschaltet, nicht gleich wie verrückt anhalten wollen, dann hat man schnell jemanden im Heck sitzen. Die Gelb-Phase ist recht lang und wird von allen noch zum Fahren genutzt.

Aktueller Spritpreis im Juli: 1,79 –2,05 Dollar/Gallone je nach Gebiet.
Mitwagen vor Ort LA 4-Türer mit Klimaanlage ab ca 40 Dollar/Tag

Tipp für Los Angeles: Ich war bei EZ Rent a car 4111 Redondo Beach Boulevard
Da kam der 4-Türer nur 29,00 Dollar/Tag
Leihwagen und Wohnmobileverleih übringens generell nur mit Kreditkarte!

Wichtiger Hinweis für Kalifornien

Ein wichtige Information habe ich vergessen im Bericht unterzubringen. Das Einführen von Obst, Gemüse und Fleisch- und Wurstwaren (Bei Fleisch bin ich mir aber nicht ganz sicher, ob ich den Beamten richtig verstanden hatte) aus anderen Bundesstaten der USA in den Staat Kalifornien ist verboten! Selbst an kleinsten Nebenstraßen, die nach Kalifornien reinführen, stehen Kontrollstellen. Mit Durchsuchungen muß man rechnen, besonders bei Wohnwagen.
Und noch ein ganz wichtiger Hinweis, der aber für alle Bundesstaaten der USA gilt: Bier-, Wein- und Schnapsflaschen sind im Fahrzeug so zu verstauen, dass man sie nicht von außen (auch durch Zufall) sehen kann, am besten in den Kofferraum. Es werden empfindliche Strafen verteilt, wenn die Polizei so etwas im Fahrzeug sieht, selbst wenn man als Fahrer nichts getrunken hat!!! Das gilt glaube ich sogar auch dann, wenn die Flaschen schon leer sind. Ich hab es vorsichtigerweise nicht darauf ankommen lassen.



Ich hoffe, einige Hinweise aus meiner Reise 2001 an die Westküste der USA helfen bei der nächsten Reisevorbereitung. Mehr von mir demnächst unter den Stichworten LA, San Francisco und...

Viele Grüße von Karl49



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-06-20 19:01:15 mit dem Titel Was sollte man bei einer Reise in die USA beachten

Hallo Leute


Wichtiger Tipp
Den wichtigsten Tipp gleich am Anfang. Wer vor hat, die USA besuchen zu wollen, sollte es bald tun. Denn ab 0ktober 2004 müssen alle Reisepässe den Fingerabdruck enthalten. Die alten Reisepässe werden dann nicht mehr akzeptiert, auch wenn sie jetzt erst frisch ausgestellt wurden.
Hauptproblem dabei ist die Bundesregierung. Es soll noch nicht mal ein Gesetz in Arbeit sein, das den Inhalt des Passes neuregeln wird.

Einleitung
Damit es überhaupt ein Reiseerlebnis USA gibt, sollte man doch einige Sachen beachten, die nach dem Anschlag vom 11.September vorallem seit Anfang 2003 neu hinzugekommen ist.



Einreisebestimmungen

-Bei einer Reisedauer bis 90 Tage reicht für die touristische Einreise ein gültiger Reisepass der bis zum Rückreisetermin noch 6 Monate gültig sein muss. Das gilt aber nur, wenn man einen maschinenleslichen Reisepass besitzt (Roter Europapass)!
Auch Kinder müssen einen roten Reisepass haben!

-Ausnahmsweise gilt bis September 2003 noch, dass der grüne Reisepass von den US-Behörden akzeptiert wird und für Kinder unter 16 Jahre reicht der Kinderausweis mit Bild. Es reicht für mitreisende Kinder unter 16 Jahre auch, wenn im Pass eines der beiden Elternteile eingetragen sind. Aber verlassen sollte man sich darauf nicht mehr!

-Neu ist auch, dass man bei der touristischen Einreise ein gültiges Rückflugticket haben muss, oder ein gültiges Weiterflugticket in einen Drittstaat!

-Bei einer Reisedauer bis 90 Tage wird kein Visum benötigt.

-Wenn man jedoch ohne Visum eingereist ist, dann muss man nach Ablauf der 90 Tage in jedem Fall ausreisen (Nur bei amtsärztlicher Transportunfähigkeit wegen einer akuten Erkrankung gibt es glaube ich eine Ausnahme).
Wer ein Visum erhalten hatte, kann es verlängern lassen.

-Oben genannte Bestimmungen gelten nur für Bürger der Bundesrepublik Deutschland.
-Generell gilt: Alle Ausländer bei denen eine HIV-Infektion bereits nachgewiesen wurde, dürfen nicht in die USA einreisen.

-Alle Einreisenden müssen für die Reisedauer genügend Zahlungsmittel in Form von Bargeld oder Reiseschecks nachweisen können. Eine in den USA gültige Kreditkarte reicht als Nachweis aus, wenn eine angemessene Menge Kleingeld (für das \"Trinkgeld\") mitgeführt wird.

-Oben genannte Bedingungen gelten auch bei der Einreise in Kanada, falls jemand einen kleinen Ausflug über die Grenze machen möchte. Wer in der Nähe der mexikanischen Grenze Urlaub macht (Betrifft insbesondere Südkalifornien, hier besonders LA und San Diego, und Texas) Urlaub macht, sollte sich schon vorher bei seiner Fluggesellschaft (auch bei jeder mexikanischen Vertretung in Deutschland) die Touristenkarte besorgen. Denn wenn man doch mal schnell einen Abstecher nach Mexiko machen will, erspart man sich eventuell längere Wartezeiten an der Grenze.

Problem
Wer schon mal in den USA war könnte ganz ungewollt auf ein Problem bei der nächsten Einreise stossen. Hat er bei der letzten Ausreise den Ausreiseabschnitt verloren, oder auch die Fluggesellschaft hat den Ausreiseschein nicht ordnungsgemäß abgegeben, der Muß nachweisen, dass er binnen 3 Monate ausgereist war. Es soll schon Fälle gegeben haben, dass Urlauber wieder mit dem nächsten flieger nach hause geschickt wurden.

Aber auch wer in die USA fliegen will, sollte einiges beachten, denn die wenigsten werden mit dem Schif rüber fahren.

Seit 31.Dezember 2002 gelten auf Grund der Vorfälle vom 11.September einige neue Bestimmungen auf amerikanischen Flughäfen. Die gravierendste Änderung betrifft die Touristen direkt.

-In Verdachtsfällen dürfen die amerikanischen Behörden das eingecheckte Gepäck auch gewaltsam öffnen, wenn das Durchleuchten Verdächtigtes ergeben hat. Deshalb sollte man einiges beachten:

-Es wird daher dringend geraten, aufgegebene Koffer, Taschen usw. nicht mehr abzuschließen, wenn man sie nach dem Flug noch unversehrt wieder sehen möchte.
Wer seinen Koffer gegen versehentliche Aufspringen sichern möchte, der sollten dann wenigsten Koffer mit simplen Schlössern verwenden, die auch mit einfachsten Mitteln schnell zu öffnen sind.
Ganz abzuraten ist von Koffern mit Zahlenschlössern. Wenn beim Transport die Zahleneinstellung durch versehentliches Darüberstreichen verändert wird, werden die Behörden nicht lange nach dem Code tüffteln. Klingt komisch, aber wer so einen Koffer nun mal hat, sollte den Zahlencode dann wenigsten so anbringen, dass er von den Behörden als solcher schnell erkannt wird. Den Code kann man ja nach dem Flug schnell entfernen.
-Das muss man auch beachten, wenn man einen amerikanischen Flughafen nur als Transit benutzt!!! Laut Verordnung soll jedes Gepäckstück untersucht werden.

Aber auch beim Kofferpacken selbst gilt es einiges zu beachten:


-Die Koffer sollten nicht zu voll gepackt werden, denn wenn auf dem Röntgengerät nicht genügend zu sehen ist, wird der Koffer in jedem Fall geöffnet.
Aus dem gleichen Grund sind Bücher nicht kompakt zu packen, sondern auf alle Koffer zu verteilen.
-Schuhe gehören im Koffer ganz oben hin, denn die werden öfter mal kontrolliert, weil in den Absätzen Sprengstoff vermutet wird. Dabei sollten die Schuhe beim Packen so liegen, dass die Sohlen nach oben zeigen.
-Da wohl jeder auf eine Auslandsreise solche Sachen wie Nagelfeilen, Scheren und ähnliche Dinge (Kämme mit langem Metallstiel!) mit nimmt, sollte man diese Sachen unbedingt in den Koffer packen. Werden diese Dinge im Handgepäck gefunden (und sie werden in der Regel gefunden), dann ist man sie für immer los und muss sich diese Dinge am Urlaubsort neu kaufen!

Durch diese Vorsichtsmaßnahmen vermeidet man eventuell ein unnötiges Durchwühlen seiner Koffer.


Denn es ist auch ein Reiseerlebnis, wenn man mit kaputten Koffern seinen Urlaub antreten will.

Trotzdem viel Spass beim nächsten Urlaub

Meint Karl49

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