USA Testbericht

ab 469,67
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(14)
4 Sterne
(4)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von ciaobella

Das findet man auch in North Carolina

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein Besuch in Old Salem

Erinnerungen, die es wert sind aufgeschrieben und weitererzählt zu werden, hole ich heute aus meinem Schatzkästlein hervor. Im Piedmont, der mittleren Region von North Carolina, findet man die Naturschönheiten wie Flüsse, ausgedehnte Wälder und Seen. Historische Orte und Schlachtfelder, Sehenswürdigkeiten und viele Museen bieten sich dem Besucher dar.

WINSTON-SALEM
liegt im Nordwesten des Staates und besteht aus den beiden Einzelstädten Winston (1849) und Salem (1766). Mit der Zusammenlegung der Städte nahm diese Region einen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit der Ansiedlung von Reynolds Tobacco (Marken wie Camel, Winston, Salem) wurden Vermögen gebildet. Man kann von einer Tabakdynastie sprechen. Tabak, Textilien und der Tourismus ließen diese Region erstarken. Salem zählte bereits frühzeitig zu den wichtigsten Handelszentren. Die Möbel- und Textilindustrie ist noch heute vorherrschend . Das Museum of Early Southern Decorative Arts (MESDA) zeigt amerikanische Möbel und Dekorationsgegenstände aus der Zeit von 1690 bis 1820. Es liegt am Rande von Old Salem.

OLD SALEM
Wir fahren auf der Interstate 40 , um unser Ausflugsziel zu erreichen. Zur Zeit des Frühlings zeigt sich North Carolinas Natur von einer sehr schönen Seite. Ein farbenprächtiges Spiel bietet sich uns dar. Die Bäume zeigen ihre schönsten Frühlingsfarben. In aller Ruhe und Beschaulichkeit fahren vor uns zwei Motorradfreaks auf ihrer Harley-Davidson. Das lassen wir uns nicht entgehen und fahren direkt neben ihnen. Man muß schon sagen, daß sie ihre eigene Philosophie verkörpern. Wir entdecken in ihnen ein ganzes Stück amerikanischer Gelassenheit. Sie wiederum genießen unsere Aufmerksamkeit. Ich bin zwar kein Japaner, aber diese Fotos wurden schon vielfach bewundert. Filmkulisse pur haben wir da erlebt. Nun diese Erlebnisse machen doch erst eine solche Reise interessant. Jetzt sind wir neugierig auf die Deutsch-Amerikanische Stadt aus dem 18. Jahrhundert. 15 – 90 restaurierte Gebäude erwarten uns.

Old Salem, an der Salem-Road, spiegelt die Geschichte des deutsch-mährischen Einflusses in dieser Gegend wieder. In Jahre 1766 gründeten die Moravier die erste Siedlung der Mährischen Brüder. Es ist eine vorprotestantische Reilgionsgemeinschaft, die auf den Prager Reformator Jan Hus zurückgeht. Aus Tschechien kamen sie über Bethlehem und Pennsylvania nach North Carolina. Mit viel Fleiß ließen sie sich in diesem Viertel nieder und belebten diese Siedlung. Das Gemeindehaus bauten sie im Jahre 1788. Old Salem ist eine wiederhergestellte Museumsgemeinschaft mit mehr als 72 historischen Bauten und umfaßt 21 Stadtblöcke in Museumsqualität.

Wir sind ganz beeindruckt vom Anblick dieser Häuser, Menschen und Lebensart, die sich uns darstellt. In mährischen Trachten begegnen uns die Menschen sehr herzlich und offen. Viele von ihnen pflegen noch die deutsche Sprache. Sie sind sehr beeindruckt von uns, den deutschen Gästen, und sie beantworten alle unsere Fragen mit großer Freude und Sachlichkeit. Natürlich zeigen sie auch mit Stolz ihre alten Traditionen, die sie über 200 Jahre gepflegt und erhalten haben. Viele der alten Handwerke werden vorgeführt. Der Schmied arbeitet sehr fleißig, Schreiner, Uhrmacher und Schuhmacher zeigen , wie man in alten Traditionen lebte und arbeitete. Es gibt wunderschöne Häuser zu sehen. Gern gehen wir mit hinein, denn nun wollen wir alles ganz genau wissen und sehen. Kulturell ist das Leben noch immer in Old Salem sehr interessant. Das ist der Mittelpunkt aller Vergnügungen. Frauen in wunderschönen mährischen Trachten stehen in einem Kaminraum. Es gibt dort nur ein Piano und Bänke für die Gäste. Sie singen ihre alten Lieder. Man meint, daß die Zeit stehengeblieben sei. In den Unterhaltungen wird deutlich, daß sie nicht sehr viel von Europa und Deutschland wissen. Ein älteres Paar führt uns durch die Museumsgemeinde und erzählt Geschichten , die uns sehr berühren. Sie führen uns durch die Wohnhäuser und Geschäfte. Es werden wie vor 200 Jahren die Produkte gefertigt.

WINKLERS BAKERY
lassen wir uns nicht entgehen. Zunächst besuchen wir die Backstube. Drei Frauen arbeiten hier. Unter ihnen ist eine bildhübsche Afroamerikanerin. Lächelnd bietet sie uns die hauchdünnen Ingwerwaffeln an. Die Frauen erklären uns das Brotbacken, wie sie den leckeren, hauchdünnen, mährischen Zuckerkuchen herstellen. Und die Augen der Kinder werden immer größer. Sie haben das noch nie gesehen und erlebt, wie vor 200 Jahren die Menschen lebten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir besuchen nach der Backstube den Laden. Dort können wir alle Produkte einkaufen. Wir nehmen mehrere Dosen des köstlichen Ingwergebäcks mit. Naschkatzen sind wir ja auch. Kurz vor Feierabend holen wir uns dann noch Brote, die so herrlich dufteten. Die Frauen aus der Bäckerei hatten sehr viel zu tun, denn alle Touristen wollten ihre Produkte kaufen. Mein Sohn handelte gleich einen Vertrag aus, daß er sein Mehl immer in Old Salem kaufen könne. So besteht nun auch daheim die Möglichkeit eigenes Brot, nach den Rezepten der Winklers, zu backen.

AUGUSTUS ZEVELY INN
Es ist ein historischer Gasthof im Herzen von Old Salem. Die Möbel stammen aus der alten Salem- oder Bob Timberlake Sammlung.(Möbelindustrie von Lexington).In wunderbarer Atmosphäre kann man in originellen Zimmern wohnen. Für Bett und Frühstück ist bestens gesorgt. Es gibt auch Strudelwannen, Dampfbäder, Sommerküchen und Winterküchen. Das Schlafen im King-Size-Bett mit sehr wohnlicher Sommerküche kostet 125.00 $. Aber auch für 80 $ findet man eine sehr reizvolle Übernachtung im Smighty-Raum. Die Winterküchen-Suite ist es sehr schön. Anspruchsvoll ist das Ambiente und kostet 205.00 $. Man wohnt sehr typisch in diesem Haus.

Internet: www.winston-salem-inn.com

VISITOR CENTER
von Old Salem an der Old Salem Road/Ecke E.Academy Street bietet viele Informationen an.

EINTRITT OLD SALEM
Preis: Tagesbesuch 15.00 $

GEÖFFNET
Montag bis Samstag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag von 12.30 bis 17.00 Uhr
Geschlossen: Thanksgiving und am 24./25.Dezember
Telefon: 336-721-7300

INTERSTATE
I-40 in Winston-Salem / Wilmington, Greensboro-Statesville-Barstow
I-40 in Statesville / Wilmington – Winston-Salem-Ashville
USA Higways / 52, 158, 311, 421
Flughafen – Hickory Regional-Airport Code(HKY).
Nächste Amtrack Station in High Point, ca. 25 km südöstlich über US 311

.HÖCHSTGESCHWINDIGKEITEN
70 Meilen/Stunde - Überlandinterstates
65 Meilen/Stunde - stadtnahe Interstates und kreuzungsfreie Schnellstraßen
55 Meilen/Stunde - sonstige
Übernachten am Straßenrand: verboten ! (Geldbuße oder Freiheitsstrafe).

MEIN FAZIT
In jedem guten Reiseführer findet Ihr nähere Aussagen zu Winston-Salem. Das habe ich ausgespart, denn Mittelpunkt meines Berichtes sollte Old Salem sein. Für North Carolina Besucher sollte dieses Old Salem eine erste Adresse sein. Man kann den ganzen Tag dort erleben. Diese Eindrücke vergißt man so schnell nicht. Besonders für Familien kann ich diesen Aufenthalt sehr empfehlen. Kinder und Erwachsene haben gleichermaßen Freude daran. Man bummelt durch das Old Salem vor mehr als 200 Jahren. Gastlichkeit wird dort großgeschrieben. Für mich ist jetzt schon klar, daß ich im nächsten Jahr einen schönen Tag dort erleben werde. Ich wünsche Euch einen erlebnisreichen Urlaub!

Eure
ciaobella / Copyright by ciaobella für Yopi.de.
gepostet am 19. 02. 2002

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    09.03.2002, 13:48 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht, vielleicht liest man sich ja mal 8-)