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Erfahrungsbericht von emmtie

Crichton,M.-Timeline: Kann nicht ganz überzeugen

Pro:

Grundidee eigentlich gut

Kontra:

logische Fehler; ist mehr Drehbuch als Roman

Empfehlung:

Nein

Der letzte Roman von Michael Crichton, \"Timeline\" hat mich doch etwas enttäuscht, wenn man ihn im Vergleich zu anderen Werken des gleichen Autors betrachtet.

Erstmal ein paar Worte zum Inhalt :

Mit Hilfe der Quantenphysik hat ein Unternehmen eine Möglichkeit gefunden, in die Vergangenheit zu reisen. Sie wollen dies dazu nutzen, Unterhaltungsparks zu gründen und arbeiten deshalb mit Historikern zusammen, die aber nichts von der Zeitreise wissen. Als es ein Informationsloch gibt, wird der Chef des Grabungsteams eingeweiht und geht anschließend im Mittelalter verloren. Daraufhin werden 4 seiner Studenten hinterher geschickt, um ihn zu retten.

Klingt ja eigentlich ganz interessant, aber zum einen ist das Buch zum Großteil einfach eine Abenteuergeschichte, die im Mittelalter angesiedelt ist. Die Zeitreisestory kommt mir manchmal nur als Mittel zum Zweck vor. All die Themengebiete, die man bei einer typischen Zeitreisestory erwartet, wie z.B. die dadurch entstehenden Paradoxien oder den Einfluß von Handlungen in der Vergangenheit auf die Zukunft, werde fast vollständig ignoriert. Außerdem erwarte ich auch bei einer fiktiven Story, die sich aber pseudowisenschaftlich gibt, eine Art Logik in sich selbst. Die Handlung sollte trotz aller Unwahrscheinlichkeiten und Pradoxa immer noch irgendwie in sich schlüssig sein. Dies ist hier oftmals nicht der Fall und dies hat mir das Lesevergnügen doch geschmälert.

Zum anderen ist die \"Abenteuer-Story\" selbst teilweise sehr abgehakt erzählt. Es gibt immer nur kurze Handlungsspots und schon geht es zum nächsten Höhepunkt; dadurch bleiben die Figuren auch etwas blaß. Dadurch das einige Verfilmungen von Crichton-Romanen wie z.B. Jurrasic Park große Erfolge waren und er selbst auch als Kopf hinter der Fernsehserhe \"ER\" und als Regisseur erfolgreich war, war auch bei deisem buch schon vorher klar, daß es irgendwann zur Verfilmung vorgesehen wird. Doch dies hat dem Buch nicht gut getan, da scheinbar der Schreibstil der zukünftigen Verwendugn angepasst wurde. Man liest hier förmlich schon eine Art fertiges Drehbuch und weniger einen Roman, ist manchmal mein Eindruck.

Alles in allem, zwar eine nette Geschichte, aber nichts was einen richtig begeistern kann. Insbesondere, wenn man weiß, daß Crichton auch technische oder wissenschaftlich-utopische Themen viel besser abhandeln kann, wie er in Airframe oder Jurassic Park bewiesen hat.

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