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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von dreamweb
Sehr humorvoll, interessant und unterhaltsam (20 Tiere und ein Mensch von Bernhard Grzimek)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Buch \"20 Tiere und 1 Mensch\" von Bernhard Grzimek ist eines der Bücher, die ich mir auf dem Flohmarkt gekauft habe. Dieses Werk ist älter als ich, aus dem Jahre 1956. Und ich war einfach neugierig darauf, wie dieser Forscher üer Tiere damals dachte und wie wohl die Geschichten von so einem Autor sind. Hier mein Erfahrungsbericht.
AUFMACHUNG
Hier kann ich nur eines sagen, sehr schlicht von außen. Damit meine ich ein Buch ohne Schutzumschlag das graublau gefärbt ist. Der Umschlag fühlt sich an wie Leinen. Im Buch selbst hat der Leser allerdings sehr schöne und alte Fotos. Bei einem Buch von 1956 kann man naturlich keine Hochglanz-Farbfotos erwarten. Aber gerade diese etwas älteren Bilder haben auch etwas Besonderes an sich. Und die Schwarz-Weiß Fotos in diesem Buch sind schöner und gelungener als manche modernen Farbaufnahmen.
Auch einige sehr gute Grafiken und Zeichnungen erläutern hier einiges, was Bernhard Grzimek im Buch beschreibt. Ein sehr kleines Vorwort und ein einfaches Inhaltsverzeichnis runden das Buch mit den 23 Geschichten um unsere tierischen Mitlebewesen ab.
INHALT/EINZELMEINUNGEN
1. Unsere Menschenaffenkinder (Der Gorilla)
Eine Geschichte über die ersten Gorillas, die nach Deutschland kamen und dann in Grzimeks Wohnung wie Kinder gehalten und aufgezogen wurden.
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Hier erfährt man nicht nur, wie tierfreundlich Grzimek im Gegensatz zu vielen anderen damals schon dachte. Man erfährt auch vieles über die Denkweise der damaligen Tiere über diese friedlichen Riesen. Sehr humorvoll geschrieben. Trotzdem bekommt man das Grausen, wenn man erfährt, dass die ersten Gorillas in Europa nur gut 14 Tage lebten und mit Frankfurter Würstchen, Hamburgen und ähnlichem gefüttert wurden.
2. Ehrlich und freundlich (Das Stinktier)
Grzimek berichtet hier über seine Erfahrungen mit gezähmten Stinktieren. Und nicht alle hatten - wie damals leider üblich war- die Stinkdrüse herausoperiert bekommen.
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Auch hier war ich fasziniert vom Humor des Forschers und Zoodirektors. So beschreibt er beispielsweise die Geschichte eines zahmen Skunks, der sich eine wilde Skunkdame zur Frau nahm. Er war im Besitz seiner Stinkdrüse beschoß aber nur einmal eine Hauskatze, die ihn angriff.
3. Millionen im Meer (Die Robben)
Ein sehr schöner Bericht über die Lebensweise von Robben, sowohl in freier Natur als auch im Zoo.
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Sehr schön bindet hier Grzimek sein Wissen über die Tiere aus dem Zoo mit den Daten der Tiere und dem was damals über ihr Leben in freier Natur bekannt war. Er geht auch auf das Robbentöten ein und nennt Zahlen, die einen doch wieder schocken. Sehr genau wird auch beschrieben wie das sogenannte Robbenschlagen vor sich geht und wies als einer der ersten kritisch darauf hin, dass die Jungrobben noch leben, wenn sie abgeheutet werden.
4. Fliegende Heinzelmännchen (Das Flughörnchen)
Ein Bericht über die Flughörnchen, die Grzimek selbst hielt und über welche, die ein Bekannter von Klein an großgezogen hatte.
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Auch hier sehr humorvoll, schön zu lesen und vor allem auch informativ. Der Vergleich mit dem Heinzelmännchen kommt beispielsweise daher, dass die Flughörnchen ebenso versteckt leben und kaum zu bemerken sind wie die Heinzelmännchen Mainzs.
5. Tierische Auswanderer
Über Tiere, die entweder von sich aus oder durch Menschen in Länder eingebürgert wurden, in denen sie nicht heimisch waren.
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Wer von uns weiß denn, dass vor Jahrzenten im Rheinland und in Schlesien Kängurus ausgesetzt wurden und sich dort einbürgerten? Sie starben allerdings wieder aus, nach dem sie einige Jahre von Wilderern bejagt wurden. Diese und viele andere Geschichten zum Thema tierische Auswanderer befinden sich hier. Heute nennt man es eher unschön Faunenverfälschung. Grzimek geht auf Vor- und Nachteile ein und nennt Fälle, in denen eine Einwanderung die Natur nicht geschädigt hat genauso wie Fälle, in den fast die ganze Natur einer Gegend zerstört wurde. In dem Zusammenhang wird sehr genau auf die EInschleppung der Moskitos in unseren Regionen und auf die Kaninchenplage in Australien eingegangen.
6. Raubtier mit Visitenkarte (Der Fuchs)
Über Meister Reinecke, wie er lebt und wie er teilweise in unseren Fabeln geschildert wird.
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Sehr genau geht Grzimek hier auf das Verhalten der Füchse ein. Auch hier sowohl der zahm gehaltenen Tiere als auch der wilden Füchse in unseren Regionen. Wußtet ihr, dass Füchse so zahm wie Haushunde werden und auch nicht stinken, wenn man sie in der Wohnung hält. Auch auf die Tiere in den Pelzfarmen geht Grzimek ein.
7. Denken und Zählen der Tiere (Tauben und Dohlen)
Wer immer noch nicht glaubt, dass Tiere denken können und dass sie sogar in der Lage sind (ohne Tricks) zählen können, der soll sich dieses Kapitel mit den tierischen Beispielen durchlesen.
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Tierversuche eher humaner Art werden hier beschrieben. Es geht um Versucht mit vorwiegend Tauben und Dohlen, an denen man wissenschaftlich bewiesen hat, dass Tiere denken und in gewissem Umfang auch rechnen können. Sehr interessant ist hier der Bezug auf den Menschen, denn dieser kann nur durch sein Sprachvermögen anders denken und auch erweiterter rechnen. Grzimek weist aber auch auf den Unsinn mit dem multiplizierenden Pferd hin, das vor einigen Jahren bekannt war. Heute weis man, dass diese Tiere anhand der Reaktion des Besitzers merken, wann sie eben die richtige Antwort geben müssen. Beispielsweise nach dem 18. Mal aufhören zu scharren.
8. Er stirbt, weil er sportlich bleibt (Der Stier)
Eine Geschichte über den Stierkampf in Spanien
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Obwohl Grzimek hier sachlich bleibt, eine sehr erschütternde Geschichte über sein Erlebnis mit dem Stierkampf. Denn Grzimek ließ es sich nicht nehmen, damals einen Stierkampf zu sehen und sich dann sein eigenes Bild darüber zu machen. Schon die Überschrift zeigt, was er davon hält. Denn der Stier stirbt nur, weil er im Gegensatz zum Menschen immer sportlich fair bleibt und sich nicht auf einen wehrlosen stürzt, ganz im Gegensatz zum gefeierten Torero. Spätestens wenn man liest, wie dieser kleine zierliche Stier in die Arene kommt,und dann genauso Muh macht, wie unsere Kühe, wenn sie sich unsicher sind, dann kommt das Grausen über den Unfairen Kampf wieder hoch. Nur wußte Grzimek damals noch nichts, von den Mittelchen, mit denen die Stiere noch mehr benachteiligt werden. (Hörner anschneiden, Spritzen geben) Vielleicht war es auch früher in Spanien noch nicht üblich.
9. Von schnellen und schnellsten Tieren (Wanderfalken, Delphine und Geparden)
Über Tiere und ihre Geschwindigkeiten und daüber, wie die Menschen früher darüber dachten.
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Ein schöner aber auch sehr wissenschaflticher Beitrag. Interessant ist es zu lesen, wie sehr sich die Menschen früher mit der Geschwindigkeit von Tieren vertan haben, bevor sie diese korrekt messen konnten. Lustigerweise kommt es hier auch zu Begebenheiten, bei denen Soldaten, die Vogelforscher waren, im Krieg die Geschwindigkeit von Vögeln mit den Flaks gemessen haben. Oder eine Geschichte, wo ein Soldat nicht das Feuer auf feindliche Bomber eröffnete. Das war auch ein Vogelforscher, der erkennte, dass die feindlichen Bomber nur ein Vogelschwarm waren.
10. Kaspar Hausers - geflügelt und vierbeinig (Dorngrasmücken und ein Pferd)
Besteht aus zwei Teilen. Der sehr traurigen Geschichte des Kaspar Hauser und der Versuche, wie Tiere sich verhalten, wenn sie ohne Artgenossen aufwachsen.
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Sehr genau und detailiiert schildert Grzimek die traurige Geschichte von Kaspar Hauser, dessen Geheimnis nie geklärt wurde. Kaspar Hauser wurde sehr wahrscheinlich als Kind so aufgezogen, dass er nie Menschen sehen konnte. Er verhielt sich in vielen Dingen eher wie ein Tier. Man hielt ihn für einen illegetimen Nachkommen Napoleons. In der Zeit, als er bei den Menschen lebte, wurde er mehrmals durch nicht geklärte Attentate verletzt und schließlich durch einen Dolchstich umgebracht. Nach einer Überleitung berichtet Grzimek dann über seine \"Kaspar Hauser Versuche\" mit einem Pferd, das er als Fohlen schon von der Mutter trennte und das ohne Artgenossen aufwuchs. Dadurch konnte man erkennen, welche Verhaltensweisen angeboren und welche anerzogen sind. Auch mit Dorngrasmücken wurden solche Versuche durchgeführt. Beispielsweise erkennt ein Pferd keine anderen Pferde, wenn es nur mit Menschen aufgewachsen ist. Es hat dann vor anderen Pferden so viel Angst, wie auch vor anderen Tieren, die es nicht kennt. Nur kleinere Tiere ängstigen es nicht. Beispielsweise hier sogar ein Hund. Also ist sehr viel beim Pferd erlernt. Das Wiehern und Knabbern aber beispielsweise sind angeboren.
11. Wie er golden wurde (Der Goldfisch)
Eine Geschichte über die Goldfische
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Ich war erstaunt, wie interessant die Goldfische sind und dass sie in freier Natur in China gar nicht goldfarben sind. Wer von uns weiß denn schon, dass es über 20.000 Arten gibt, die Fische teilweise über 60 cm groß werden und in Süß- und Salzwasser leben?
12. Viel verkannt (Der Dachs)
Über den Dachs in freier Natur und als zahmes Tier.
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Grzimek räumt hier mit dem Vorurteil auf, dass der Dachs ein griesgrämiges und eigenbrötlerisches Tier ist. Wenn man dieses Kapitel liest, muss man oft schmunzeln, erfährt aber auch sehr viel über diese verspielten Tiere.
13. Menschenkinder in Tierhöhlen?
Oft hörte man - vorwiegend früher - von Geschichten, dass Menschen von Tieren, meist von Wölfen großgezogen wurden. Grzimek schreibt hier sehr kritisch drüber.
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Auch hier wird mit einem Gerücht aufgeräumt. Grzimek schildert erst einige angebliche Fälle von Menschen, die von Tieren großgezogen wurden. Danach geht er die Fakten durch, beispielsweise in welchen Fällen ein Wolf einen Säugling wohl nicht angreifen würde. Aber er stellt auch die kritische Frage, warum nur in einem bestimmten Gebiet Indiens, die Wölfe ausgesetzte Kinder nicht nur nicht fressen sondern noch großziehen sollten. In Indien wurden früher sehr oft Kinder ausgesetzt und diese dann auch von den Wölfen gefressen.
14. Auch ein Überträger der Tollwut (Die Fledermaus)
Ein Bericht über die Tollwut, nicht nur in Deutschland
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Auch hier wissenschaftlich aber durchaus humorvoll geschrieben. Obwohl das Thema ja nicht gerade humorvoll ist. Durchaus ist übrigens nicht immer der Hund/Fuchs/Wolf der Überträger dieser Krankheit. In einem der beschriebenen Fälle geht es um den Vampir, eine Fledermausart, die sich am Blut von Säugern labt.
15. Wenn er Menschen tötet (Unser Hund)
Diesen Beitrag aus dem Jahre 1956 sollte man mal unserer Regierung mit ihrer tollen Kampfhundeverordnung vorlegen. Denn auch damals kam es aus verschiedensten Gründen zu Tötungen von Menschen durch Hunde.
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Ich muss hier einfach mal einen Auszug aus dem Buch bringen:
\"Nun, es gibt allein in Stuttgart 30.000 versteuerte Hund und in ganz Westdeutschland einige Millionen. Wie wenig \"Gewaltverbrecher\" befinden sich uner ihnen, verglichen mit den menschlichen Insassen unserer Zuchthäuser, Gefängnisse und Irrenanstalten! Nein, für den Menschen bleiben am gefährlichsten immer noch der Mensch und seine Schöpfungen, die Autos, die in jeder Stunde mehr Menschenblut fließen lassen wie alle Hunde, Löwen, Tiger und Wölfe zusammengenommen in Jahrzehnten. Je mehr wir uns dem Hunde zuneigen, je enger wir ihn als Freund in unseren nächsten Lebenskreis einschließen, um so mehr können wir ihm vertrauen\"
Ich denke, ich brauche diesen Passus nicht groß erläutern. Insgesamt beschreibt der Forscher, dass die Hunde, die mit dem Menschen zusammenleben, diesen immer erkennen, während Zwingerhunde oft mehr die Kleidungsgerüche als den Menschen erkennen. Das ist dann frappierdend, wenn sie ihrem Herrn dann mal unbekleidet begegnen. Hier werden ein paar Fälle geschildert, nicht dass ihr euch jetzt wundert. So wurde ein Mann beim Baden in einem Fluß von seinen zwei Doggen zerfleischt. Oder auf der anderen Seite stellte sich heraus, dass Polizeihunden demjenigen folgten, der nache einem Kleiderwechsel die Kleider ihres Herrn anhatte, nicht ihrem Herrn/Führer.
16. Mit dem Arm in den Leib (Das Zebu)
Geschichte über eine Operation eines Zoo-Zeburindes
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Interessant geschildert, gibt einen guten Einblick in die Schwierigkeiten, die eine Operation bei einem Zootier mit sich zog. Nebenbei erfährt man, was für unnützes Zeugs man in einem Zebumagen findet, bzw. was die Zoobesucher gerne in das Gehege werfen.
17. Soll er wieder in unsere Wälder (Der Bär)
Ein Beitrag über die wilden Bären in Nordamerika und darüber, wie gefährlich diese sind und ob man sie nicht bei uns wieder einbürgern sollte.
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Trotz der Frage in der Überschrift geht es hier eher um ein Plädojer dafür das friedliche braune Raubtier bei uns wieder anzusiedeln. Aber es wird auch hier immer auf die bedenkenlosigkeit mancher Menschen im Umgang mit dem Tier hingewiesen. In einem Beispiel nennt Grizmek den vergebungslosen Versuch seiner Frau, eine Mutter davon abzuhalten, ihr Kind über die Brüstung ins Bärengehege hereinzuhalten, damit diese an den Braunbären kam. Allerdings erfährt man auch sehr viel über den Meister Petz, das heißt seine Lebensweise.
18. Tiere und Autos
Geschichten zum Nachdenken über die Reaktionen von Tieren auf Autos.
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Von humorvollen Geschichten, wie beispielsweise einem Nashornbullen, der tatsächlich ein Auto für eine Nashorndame hielt und dessen Besitzer sich dann aus dem Auto flüchten mußte bis hin zu Zahlen über überfahrene Tiere ist hier alles vorhanden.
19. Rechts-Äuger oder Linkshänder?
Geschichten darüber, dass Tiere wie Menschen meist eine Seite bevorzugen. Sei es beim Hufe scharren oder auch beim Sehen.
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Faszinierend, wer hat sich schon Gedanken darüber gemacht, ob man ein Rechts- oder ein Linksseher ist. Meistens dominiert auch bei den Menschen eines der Augen. Grzimek bietet hier Zahlen und einige lustige Beispiele aus der Tierwelt.
20. Vom Hören der Tiere
Bericht über den Hörsinn in der Tierwelt und den von Menschen
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Auch hier sehr sehr wissenschaftlich, aber trotzdem sehr interessant mit vielen Beispielen beschrieben. Hier gibt es sogar zwei Grafiken dazu, um alles verständlich zu machen
21. Flugzeuge und Tiere
Über die Reaktion von Tieren auf Flugzeuge
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Auch hier ein eher humorvolles Kapitel über die Reaktion von Tieren auf Flugzeugen. So lieben es in Afrika einige Löwen, die Flugzeuge zu demolieren, Greifvögel verhalten sich, als ob ein anderer Greif einen Auwind nutzt und verfolgen es beispielsweise oft.
22. Unsere Tiere sehen Filme
Über Tiere und das Fernsehen
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Humorvoll und sehr informativ. Bestätigt das, was ich bei unserem jetzigen Irish erlebt habe. Da kam eine Gnuherde im Fernsehen. Joker, unser Hund lief nach vorne, und schaute dann zur Seite, wo sie eigentlich hätten rauskommen müssen. Grzimek nennt hier einige Beispiele, nur konnte er das Verhalten von Servalen, Schimpansen oder Geparden dabei beobachten.
23. Tiererlebnisse mit Zeitungen und Funkhäusern
Ein humorvoller aber auch nachdenklich stimmender Bericht über Grzimeks Erlebnisse mit Presse und dem Radio.
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Von Aprilscherzen bis zu ernstgemeinten \"Enten\" in ausländischen Zeitungen ist hier alles vorhanden. Sehr lustig ist der Aprilscherz, den Grzimek sich mit seinem Zoo bezüglich eines weißen Elefanten ausgedacht hat.
GESAMTEINDRUCK
Eine sehr gute Mischung von Geschichten um Tiere und von einzelnen Tieren. Wissenschaftlich sehr gut aber auch sehr interessant und humorvoll beschrieben. Grzimek kann einem jedes der Tiere sehr interessant nah bringen, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Die Art, wie er schrieb, wirkt vielleicht schon etwas altertümlich. Aber sie ist auch gut und sehr interessant bzw. super passend. Selbst ich, die ich mich ziemlich mit Tieren auskenne, habe hier noch einiges Neues erfahren.
Im Gegensatz zu anderen Forschern dieser Zeit überzeugte mich dieses Buch noch mehr von Bernhard Grzimek. Er war damals seiner Zeit in Bezug auf Tierschutz und anerkennen dieser vielen Weit voraus, das kommt in fast jedem Beitrag hier heraus.
BERNHARD GRZIMEK (1909 - 1987) - INTERNETRECHERCHE
Bernhard Grzimek ist für mich einer der ganz Großen, was Tierhaltung und auch Tierschutz angeht. Im Gegensatz zu vielen Menschen, die zu seiner Zeit lebten, war er auch immer darauf bedacht, wie es den Tieren geht und erforschte, was gut für sie war.
Bernhard Klemens Maria Grzimek wurde am 24. April 1909 in Neisse/Niederschlesien geboren.
Nach dem Studium der Vetreninärmedizin und Zoologie an den Univeritäten Leipzig und Berlin arbeitete er in Berlin als Tierarzt und Sachverständiger im Reichsernährungsministerium. Mit seinen Arbeiten zu Geflügelkrankheiten und zur Verhaltensforschung wurde Grzimek in der Welt der Wissenschaft bekannt.Im zweizen Weltkrieg war Grzimek als Veterinäroffizier eingesetzt; und nach 1945 begann er, dern vollkommen zerstörten Zoo in Frankfurt als dessen Direktor wieder aufzubauen. In drei Jahrzehnten entwickelte er diesen zu einem der artenreichsten und annerkanntesten Zoologischen Gärten in Europa.Ende April 1974 ging Grzimek in den Ruhestand als Zoodirektor, setzte seine Medien- und Forschungstätigkeit jedoch fort. Schon frühzeitig erkannte Bernhard Grzimek die Gefahren für die Tierwelt durch die ständig wachsende menschliche Zivilisation und warnte schon vor Umweltschäden, als die Welt noch heil zu sein schien, lange, bevor dies einer Mehrheit von Wissenschaftlern bewußt wurde. Dabei war er sich nicht nur einseitig für den Tierschutz eingesetzt. Er war nicht nur Tierfreund, sondern auch Menschenfreund. Sein Ausspruch : \"Der Mensch ist ein Teil der Natur und kann ohne sie nicht leben. Deshalb ist Naturschutz Menschenschutz\", belegt dies zweifelsfrei.
Sein unermüdlicher Einsatz für die heimische und fremdländische Tier- und Pflanzenwelt, sein Kampf gegen Landschaftszerstörung, illegalen Tierhandel und Schmuggel, quälerische Nutztierhaltung und Mißbrauch von Tierversuchen brachten ihm auch viele Anfeindung der entsprechenden Industriezweige, die daran gut verdienen. Er griff Robbenfänger genauso an wie feine Damen der Gesellschaft, die Pelze trugen.
DATEN
Titel: 20 Tiere und 1 Mensch
Autor: Bernhard Grzimek
Seiten: 345
Verlag: Verlegt bei Kindler
Verlagsjahr: 1956
ISBN-Nr.: Keine zu finden, vermutlich erhält man das Buch nur noch auf Flohmärkten oder in Antiquariaten.
FAZIT
Ein gelungenes Tierbuch von Bernhard Grzimek, das wissenschaftliche Kenntnisse mit humorvollen Erlebnissen sehr gut und interessant kombiniert. Leider habe ich es nirgends im Internet gefunden, also schwer erhältlich.
Liebe Grüße
Miara (10.09.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 00:11:12 mit dem Titel Spannender historischer Roman über Liebe und Ehre
Mondfeuer ist ein Buch, das mich schon vom äußeren fasziniert hatte. Dazu kam auch die Inhaltsbeschreibung und dass es im Kaufhof dieses Buch für 5 Euro zum Kauf gab. Hier meine Meinung zu diesem historischen Roman.
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VORWORT
Mondfeuer ist eine Saga, die zur Zeit der Kriege um Germanien spielt. Diese Zeit ist eine Zeit, die mich persönlich besonders interessiert. Ein wenig wohl auch, weil in dieser Zeit in Germanien die Frauen sowohl als Ehefrauen oder Hausfrauen aber auch als Kriegerinnen anerkannt sein konnten. Es ist aber auch ein Buch, in dem es um Rom und die Zersetzung des Reiches durch Machtgierige und Mordende Kaiser geht. Und auch Rom ist für mich eines meiner Lieblingsthemen. Und dadurch, dass hier Rom und Germanien aufeinanderprallten, zwei ganz unterschiedliche Kulturen, dadurch ist dieser historische Roman für mich auch ein Buch, das viele meiner Träume beinhaltet. Denn oft stelle ich mir gerade diese Zeit und diese Konfrontation bildhaft vor.
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INHALT
Im ersten Jahrhundert nach Christus steigt die Korruptheit und Tyrannei in Rom rasant an. Und in dieser Zeit spielt auch Mondfeuer. Nero herrscht noch in Rom und viele Menschen leiden oder sterben unter seinen Methoden. Im fernen Germanien rückt aber die römische Armee immer weiter vor.
Zu dieser Zeit wird auch Aurianne geboren, die Tochter des Chattenfürsten und Kriegsführers Baldurs. Die Chatten waren einer der kriegerischten germanischen Stämme und lebten im Taunus und Westerwaldgebiet. Die letzten freien Stämme verteidigten sich hier gegen die Übermacht der römischen Armee. Aber Aurianne umgibt etwas Besonderes. Denn schon bei ihrer Geburt wurden seltsame Dinge von der Seherin Ramis vorhergesagt, die untypisch für eine Frau sind. So wurde ihr besonderer Mut, Kriegsglück, harte Kämpfe und sogar die Tötung des eigenen Vaters vorhergesagt. Letztere Weissagung sorgte auch beinahe zur Tötung des Kindes, denn die Tötung des eigenen Vaters verstösst gegen alles, woran die Sippe glaubt. Es ist ein nicht gutzumachendes Verbrechen. Aber Auriannes Mutter setzt sich durch und so wächst Arianne in den Wäldern Germaniens auf.
Das Mädchen wächst in einer Zeit auf, in der Grenzkriege und Raubzüge fast an der Tagesordnung waren. Denn nicht nur gegen die Römer musste man kämpfen, es gab auch verfeindete germanische Stämme, von denen schon viele von den Römern abhängig waren. Und so lernt Aurianne sehr schnell, wie man so kämpft, dass man überlebt. Aber das Schicksal meint es nicht nur gut mit Aurianne. Und so wird die junge Frau eines Tages von Odbert vergewaltigt, einem Verräter an ihrem Volk. Die junge Frau kann entkommen und weiht ihr Leben dem Gott Wotan, damit verzichtet sie auf eine Ehe, denn sie ist nach den Gesetzen jetzt mit dem Gott Wotan verheiratet.
Von einem römischen Sklaven, der bei den Chatten lebt, lässt sich sich im Schwertkampf und römischen Kampftechniken unterrichten. Aber Darius ist für sie nach einiger Zeit auch mehr als nur ein Lehrer, er wird zu ihrem Geliebten.
Eines Tages wird Auriannes Vater verraten und von den Römern gefangen genommen. Und auf seine Bitte hin durchbohrt Auriannes Speer seinen Körper. Denn für einen Chatten gibt es keine größere Ehrlosigkeit, als lebendig in Gefangenschaft zu geraten. Und so hat sich auch eine der Prophezeiungen erfüllt. Aber die Götter sind mit Aurianne und so entgeht sie auch der Strafe als Mörderin. Durch ihren Mut und ihre Gabe andere Menschen zu überzeugen wird Aurianne zu einer Führerin der Chatten gegen die Römer und ihr gelingen einige Siege im Kampf gegen den übermächtigen Feind. Aber dann wird der neue Herrscher in Rom ungeduldig und will nur noch eines, diese frechen Germanen unterwerfen.
Neben Aurianne geht es in Mondfeuer aber auch um den römischen Patrizier Marcus Julianus, dessen Geschichte hier ebenfalls von Kindheit an erzählt wird. Und Marcus Julianus, der durch seinen Vater, einen Statthalter Roms in Germanien, früh schon von Aurianne erfährt, fühlt sich der jungen Frau und ihrem Freiheitskampf verbunden. Und als die tapfere Frau in Gefangenschaft gerät, ist er es, der heimlich seine schützende Hand über sie hält. Aber auch der Kaiser selbst hat ein Auge auf diese schöne Frau geworfen, die für ihn etwas ganz besonderes ist, da sie nicht so berechnend wie die Römerinnen ist....
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MEINUNG
Ich hätte noch viel mehr vom Inhalt des Buches schreiben können, denn der Part des Marcus Julianus ist ebenso interessant wie der von Aurianne. Im Buch wechseln sich die Kapitel immer zeitgleich mit den Erlebnissen der wilden Kämpferin und des römischen Strategen ab. Denn während Aurianne mit Waffengewalt um ihr Überleben und die Freiheit des Volkes kämpft versucht Marcus durch Schlauheit dem tyrannischen Kaiser etwas von seinen Bosheiten zu nehmen und gleichzeitig sein Leben zu schützen.
Der Roman Mondfeuer hat mir sehr gut gefallen, aber ich war immer hin- und hergerissen, wenn das Buch aus der Perspektive einer Hauptperson in die der anderen wechselte. Denn meistens waren es auch spannende Momente, wenn umgeblendet wurde. Beide Schicksale waren gut vorstellbar und ich konnte mir sowohl das korrupte Rom vorstellen wie auch das Germanien, das dem Untergang geweiht war, jedenfalls hinsichtlich der bisherigen Lebensweise.
Sehr gut gefiel mir aber auch, wie feinfühlig und gut hier die Sitten beider Völker gezeigt wurden. Da hat mir der germanische Part sogar noch besser gefallen als der Römische. Denn hier wurde viel Liebe zur Natur, viel Ehrfurcht vor jedem Leben und sehr viel auch von Ehre gezeigt. Aber auf der anderen Seite wurde es mir als moderner Frau auch etwas merkwürdig, wenn ich miterleben musste, wie hier beispielsweise ein Pferdekampf über Leben und Tod entscheidet, weil eben die Götter das Pferd siegen lassen, das den Unschuldigen bzw. Éhrhaften vertritt.
Aber auch von Rom erfährt man sehr viel. Das fängt bei den Menschen an, die sich gerade von einem Tyrannen erholt haben und dann direkt unter die Fuchtel des nächsten machtbesessenen Kaisers geraten. Aber auch über das Kollosseum erfährt man hier viel, denn Aurianne landet nach einigen Schicksalsschlägen als Gladiatorin in diesem berühmten Kampfhaus, das den Massen zur Ablenkung diente.
Sehr schade fand ich, dass auf Darius Schicksal ab einer bestimmten Stelle nicht näher eingegangen wird. Aber die interessante Geschichte zwischen Aurianne und Marcus ist schon bewundernswert. Zwei Menschen sind hier durch und mit dem Schicksal verbunden und erfreulicherweise entsteht hier auch eine Liebesgeschichte, wenn diese auch nicht erlaubt ist. Daneben erfährt man aber auch sehr viel über das Leben und Sterben der Gladiatoren. Denn viele der mutigen Chatten gelangten wegen ihres verzweifelten Kampfes gegen Rom in die Gefangenschaft und auch in die Gladiatorenschulen. Und obwohl Frauen als nicht so gute Gladiatoren angesehen wurden, gab es in Rom auch sehr oft Kämpfe von Frauen. Mich selbst schockte hier dran, dass auch junge Frauen dazu gezwungen wurden, die nichts vom Kämpfen hielten. Und wer sich hier nicht gut genug hielt und seinen Gegner bezwang (tötete), der starb damals sehr schnell.
Aber man erfährt auch sehr viel über die Methoden, mit denen höhere Romer, auch der Kaiser, unliebsame Gegner ausschalteten und oft auch töteten. Giftnadeln, intrigante Behauptungen, Lügen, alles wird hier in diesem Roman gezeigt. Und die Bösen sind wie in der Wahrheit auch nicht immer nur die Männer. Eingen der \"Damen\" will ich lieber nicht begegnet sein.
Mondfeuer ist ein mytischer, historischer Roman, in dem es aber auch sehr rasant, kämpferisch und grausam zugeht. So wie das wohl leider damals auch war. In den 1.148 Seiten kam bei mir keine Langeweile auf. Das Buch fesselte mich regelrecht, so dass ich es kaum aus den Händen legen wollte. Etwas auffällig waren beim Lesen die sehr dünnen Seiten. Diese waren zwar stabil, so dass nichts eingerissen wurde, aber wenn ich nicht aufpasste, hatte ich zwei statt einer Seite beim Umblättern in der Hand.
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DATEN
Titel: Mondfeuer
Autorin: Donna Gillespie
Seiten: 1.148
Art: Historischer Roman
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Krüger, Frankfurt
Erscheinungsdatum: 1994
ISBN: 381050887X
Verfügbarkeit: Bei Amazon als Broschürte Ausgabe, ansonsten gebraucht oder in Kaufhäusern
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FAZIT
Mondfeuer war ein sehr packender historischer Roman, in dem es um das Schicksal einer jungen Germanin und eines römischen Patriziers geht. Aber es wird hier auch der Kampf Roms gegen die Germanen gezeigt, die nur eines wollten, in Frieden und mit ihren Sitten weiterleben.
Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-04 14:05:40 mit dem Titel Ungewöhnliches und gutes Geschenkbüchlein (Der Prophet von Khalil Gibran)
Der Prophet von Khalil Gibran ist ein Taschenbuch, das ich mir schon vor einiger Zeit gekauft habe. In einem Buchladen entdeckte ich das Büchlein für 5 Euro. Hier meine Meinung zu \"Der Prophet\".
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ALLGEMEIN
Der Prophet von Khalil Gibran ist kein neues Buch. Das Exemplar, das ich jetzt besitze, wurde im Oktober 2002 neu aufgelegt. Erschienen ist dieses Buch, das sehr viel Weisheit vermittelt, schon 1923. Und seit dem gilt es als Kultbuch. Gehört hatte ich übrigens auch schon vor dem Kauf von diesem Buch, aber irgendwie hatte ich es selbst noch nirgends entdeckt.
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INHALT
Der Prophet handelt von einem Propheten, der kurz vor seiner Abreise steht. Er hatte zwölf Jahre lang auf die Ankunft seines Schiffes gewartet, das zurückkehren sollte, um ihn auf die Insel seiner Geburt führen sollte. Kurz bevor das Schiff eintritt und sich der Weise schon darauf vorbereitet die Stadt zu verlassen, erscheinen die Einwohner der Stadt. Sie rufen ihn und bitten ihn zu bleiben. Denn obwohl sie sonst nicht gezeigt haben, dass sie sich für seine weisen Ideen interessieren, wissen sie jetzt, dass der Abschied des Propheten endgültig ist. Und so möchte sie doch noch etwas von ihm und seinem Wissen über das menschliche Leben erfahren. Durch das Flehen der Einwohner lässt sich der Prophet erweichen und beantwortet noch einige Fragen der Einwohner, auch wenn das Schiff noch auf ihn wartet. Egal, wer ihn was fragt, der Prophet beantwortet sämtliche Fragen die ihm gestellt werden.
Und darum geht es auch hier im Buch. Denn fast der gesamte Teil des Buches ist ein Frage- und Antwortspiel. Von Seite 19 bis Seite 112 werden 27 Fragen gestellt und vom Propheten ausführlich und gut beantwortet. Es handelt sich hier um Fragen bzw. Gedanken, die auch heute noch gültig sind. Das sind beispielsweise Gedanken zur Liebe, zur Ehe, zu den Kindern, zur Arbeit, zum Schmerz, zur Schönheit, zur Religion oder zum Thema Gut oder Böse. Es sind Gedanken von Khalil Gibran, die er durch die Person des Propheten hier weitervermittel.
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MEINUNG
Das Büchlein ist vom Aussehen und Format sehr schön, obwohl es sich ja nur um ein Taschenbuch handelt. Auf der Vorderseite befinden sich einige interessante Symbole. Es sieht fast so aus, wie einige gut gemachte Kirchenfenster. Das Taschenbuch selbst hat ein kleineres Format als es normal der Fall ist. Man kann es so tatsächlich gut in eine Handtasche stecken oder woanders einstecken. Die Blätter sind fest und dick, die Schrift ist normal groß. Durch die dicke der einzelnen Seiten wirkt das Buch umfangreicher als es tatsächlich ist. Durch die 129 Seiten ist man hier relativ schnell durch. Relativ schnell sage ich hier extra, denn von den Themen her sollte man das Buch nicht nur überfliegen sondern muss sich manchmal doch damit befassen, was der Autor hier ausdrücken möchte bzw. weitervermittelt.
Der Stil ist ungewöhnlich, jedenfalls für mich, die ich doch eher heutige Literatur lese. Man merkt hier doch, dass das Buch schon vor einigen Jahren geschrieben wurde. Zudem betont diese altertümliche Schreibweise auch das leicht Exotische Thema dieses Propheten, der eine bestimmte Zeit am Rande einer Stadt verbringt, um so mehr über die Menschen und das Leben zu lernen.
Die Weisheit, die aus diesem Buch herauskommt, hat mich beeindruckt. Ich möchte hier doch mal ein Beispiel nennen, bei dem ich allerdings nicht den ganzen Bereich bringe, sondern nur das Wesentliche nenne. So wird der Prophet von einem Advokat zum Thema Gesetz befragt. Und die Antwort lautet: \"Ihr habt Freude daran, Gesetze zu erlassen. Doch noch größere Lust bereitet es euch sie zu brechen. Wie Kinder, die am Meer spielen und immer wieder Sandschlösser bauen, die sie dann unter Gelächter zerstören....\" Der Prophet geht aber auch auf die Menschen ein, die mit einigen Gesetzen nichts anfangen können und auf den Hass, durch den manche Menschen Gesetze eben anders auslegen. Im Buch wird das Thema auf drei Seiten behandelt, daher verzeiht mir, wenn ich hier nicht alles anbringen kann. Ich möchte nur zeigen, wie die Art dieses Buches ist.
Insgesamt ist Der Prophet ein sehr tiefgründiges und poetisches Buch, das den Leser dazu bringt, einige Aspekte des Lebens mit neuen Augen wahrzunehmen und etwas mehr über viele Punkte nachzudenken. Ich selbst würde es als Lebensratgeber ansehen, der hier nur in Romanform gepackt wurde, weil es eben interessanter ist, alles durch eine kleine Geschichte zu erfahren. Vielen Menschen fällt so das Lesen solcher Themen leichter. Ob es nun darum geht, dass man seine Kinder irgendwann einmal loslassen soll oder dass man nur wirklich gibt, wenn man etwas aus vollem Herzen gibt, das Buch bietet sehr viele gute Themen, die zumindestens mich angesprochen haben.
Meiner Ansicht nach ist Der Prophet auch ein Buch, das man sich selbst mal schnell zur Hand nehmen kann, wenn man zu einem bestimmten Thema Zweifel oder Fragen hat. Denn durch das gute Inhaltsverzeichnis und die einzelne Abhandlung der Fragen ist alles übersichtlich und einfach zu finden.
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AUTOR
Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren. Nach einigen Jahren der Wanderschaft emigrierte er 1910 in die USA. Dort widmete er sich vor allem als Maler und Dichter der Erneuerung der arabischen Literatur und einer Versöhnung der Kulturen. 1923 veröffentlichte er \"Der Prophet\". Khalil Gibran starb im Jahre 1931. Ich selbst muss sagen, dass es ihm in dem Buch gelungen ist, dem Leser auch die kulturellen Aspekte anderer Völker so zu vermitteln, dass sie einem nicht fremdartig sondern weise und logisch vorkommen.
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DATEN
Titel: Der Prophet
Autor: Khalil Gibran
Seiten: 127
Art: Taschenbuch
Buchart: Geschenkbuch, Lebensratgeber in Romanform
Erstausgabe: 1923
Ausgabe: Neuübersetzung Oktober 2002
ISBN-Nr.: 3-492-23787-8
Verlag: Piper
Preis: 5,00 Euro
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FAZIT
Der Prophet ist ein Buch, das für alle geeignet ist, die sich etwas mehr mit dem Sinn des Lebens und dem beschäftigen wollen, was unser menschliches Leben beeinflusst und ausmacht. Es ist relativ einfach zu lesen, bringt den Leser aber dazu, noch mehr über diese Dinge nachzudenken. Men kann es ebenso gut selbst lesen als auch guten Freunden schenken.
Liebe Grüße, danke fürs Lesen, Bewerten und/oder Kommentieren. - Miara
AUFMACHUNG
Hier kann ich nur eines sagen, sehr schlicht von außen. Damit meine ich ein Buch ohne Schutzumschlag das graublau gefärbt ist. Der Umschlag fühlt sich an wie Leinen. Im Buch selbst hat der Leser allerdings sehr schöne und alte Fotos. Bei einem Buch von 1956 kann man naturlich keine Hochglanz-Farbfotos erwarten. Aber gerade diese etwas älteren Bilder haben auch etwas Besonderes an sich. Und die Schwarz-Weiß Fotos in diesem Buch sind schöner und gelungener als manche modernen Farbaufnahmen.
Auch einige sehr gute Grafiken und Zeichnungen erläutern hier einiges, was Bernhard Grzimek im Buch beschreibt. Ein sehr kleines Vorwort und ein einfaches Inhaltsverzeichnis runden das Buch mit den 23 Geschichten um unsere tierischen Mitlebewesen ab.
INHALT/EINZELMEINUNGEN
1. Unsere Menschenaffenkinder (Der Gorilla)
Eine Geschichte über die ersten Gorillas, die nach Deutschland kamen und dann in Grzimeks Wohnung wie Kinder gehalten und aufgezogen wurden.
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Hier erfährt man nicht nur, wie tierfreundlich Grzimek im Gegensatz zu vielen anderen damals schon dachte. Man erfährt auch vieles über die Denkweise der damaligen Tiere über diese friedlichen Riesen. Sehr humorvoll geschrieben. Trotzdem bekommt man das Grausen, wenn man erfährt, dass die ersten Gorillas in Europa nur gut 14 Tage lebten und mit Frankfurter Würstchen, Hamburgen und ähnlichem gefüttert wurden.
2. Ehrlich und freundlich (Das Stinktier)
Grzimek berichtet hier über seine Erfahrungen mit gezähmten Stinktieren. Und nicht alle hatten - wie damals leider üblich war- die Stinkdrüse herausoperiert bekommen.
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Auch hier war ich fasziniert vom Humor des Forschers und Zoodirektors. So beschreibt er beispielsweise die Geschichte eines zahmen Skunks, der sich eine wilde Skunkdame zur Frau nahm. Er war im Besitz seiner Stinkdrüse beschoß aber nur einmal eine Hauskatze, die ihn angriff.
3. Millionen im Meer (Die Robben)
Ein sehr schöner Bericht über die Lebensweise von Robben, sowohl in freier Natur als auch im Zoo.
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Sehr schön bindet hier Grzimek sein Wissen über die Tiere aus dem Zoo mit den Daten der Tiere und dem was damals über ihr Leben in freier Natur bekannt war. Er geht auch auf das Robbentöten ein und nennt Zahlen, die einen doch wieder schocken. Sehr genau wird auch beschrieben wie das sogenannte Robbenschlagen vor sich geht und wies als einer der ersten kritisch darauf hin, dass die Jungrobben noch leben, wenn sie abgeheutet werden.
4. Fliegende Heinzelmännchen (Das Flughörnchen)
Ein Bericht über die Flughörnchen, die Grzimek selbst hielt und über welche, die ein Bekannter von Klein an großgezogen hatte.
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Auch hier sehr humorvoll, schön zu lesen und vor allem auch informativ. Der Vergleich mit dem Heinzelmännchen kommt beispielsweise daher, dass die Flughörnchen ebenso versteckt leben und kaum zu bemerken sind wie die Heinzelmännchen Mainzs.
5. Tierische Auswanderer
Über Tiere, die entweder von sich aus oder durch Menschen in Länder eingebürgert wurden, in denen sie nicht heimisch waren.
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Wer von uns weiß denn, dass vor Jahrzenten im Rheinland und in Schlesien Kängurus ausgesetzt wurden und sich dort einbürgerten? Sie starben allerdings wieder aus, nach dem sie einige Jahre von Wilderern bejagt wurden. Diese und viele andere Geschichten zum Thema tierische Auswanderer befinden sich hier. Heute nennt man es eher unschön Faunenverfälschung. Grzimek geht auf Vor- und Nachteile ein und nennt Fälle, in denen eine Einwanderung die Natur nicht geschädigt hat genauso wie Fälle, in den fast die ganze Natur einer Gegend zerstört wurde. In dem Zusammenhang wird sehr genau auf die EInschleppung der Moskitos in unseren Regionen und auf die Kaninchenplage in Australien eingegangen.
6. Raubtier mit Visitenkarte (Der Fuchs)
Über Meister Reinecke, wie er lebt und wie er teilweise in unseren Fabeln geschildert wird.
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Sehr genau geht Grzimek hier auf das Verhalten der Füchse ein. Auch hier sowohl der zahm gehaltenen Tiere als auch der wilden Füchse in unseren Regionen. Wußtet ihr, dass Füchse so zahm wie Haushunde werden und auch nicht stinken, wenn man sie in der Wohnung hält. Auch auf die Tiere in den Pelzfarmen geht Grzimek ein.
7. Denken und Zählen der Tiere (Tauben und Dohlen)
Wer immer noch nicht glaubt, dass Tiere denken können und dass sie sogar in der Lage sind (ohne Tricks) zählen können, der soll sich dieses Kapitel mit den tierischen Beispielen durchlesen.
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Tierversuche eher humaner Art werden hier beschrieben. Es geht um Versucht mit vorwiegend Tauben und Dohlen, an denen man wissenschaftlich bewiesen hat, dass Tiere denken und in gewissem Umfang auch rechnen können. Sehr interessant ist hier der Bezug auf den Menschen, denn dieser kann nur durch sein Sprachvermögen anders denken und auch erweiterter rechnen. Grzimek weist aber auch auf den Unsinn mit dem multiplizierenden Pferd hin, das vor einigen Jahren bekannt war. Heute weis man, dass diese Tiere anhand der Reaktion des Besitzers merken, wann sie eben die richtige Antwort geben müssen. Beispielsweise nach dem 18. Mal aufhören zu scharren.
8. Er stirbt, weil er sportlich bleibt (Der Stier)
Eine Geschichte über den Stierkampf in Spanien
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Obwohl Grzimek hier sachlich bleibt, eine sehr erschütternde Geschichte über sein Erlebnis mit dem Stierkampf. Denn Grzimek ließ es sich nicht nehmen, damals einen Stierkampf zu sehen und sich dann sein eigenes Bild darüber zu machen. Schon die Überschrift zeigt, was er davon hält. Denn der Stier stirbt nur, weil er im Gegensatz zum Menschen immer sportlich fair bleibt und sich nicht auf einen wehrlosen stürzt, ganz im Gegensatz zum gefeierten Torero. Spätestens wenn man liest, wie dieser kleine zierliche Stier in die Arene kommt,und dann genauso Muh macht, wie unsere Kühe, wenn sie sich unsicher sind, dann kommt das Grausen über den Unfairen Kampf wieder hoch. Nur wußte Grzimek damals noch nichts, von den Mittelchen, mit denen die Stiere noch mehr benachteiligt werden. (Hörner anschneiden, Spritzen geben) Vielleicht war es auch früher in Spanien noch nicht üblich.
9. Von schnellen und schnellsten Tieren (Wanderfalken, Delphine und Geparden)
Über Tiere und ihre Geschwindigkeiten und daüber, wie die Menschen früher darüber dachten.
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Ein schöner aber auch sehr wissenschaflticher Beitrag. Interessant ist es zu lesen, wie sehr sich die Menschen früher mit der Geschwindigkeit von Tieren vertan haben, bevor sie diese korrekt messen konnten. Lustigerweise kommt es hier auch zu Begebenheiten, bei denen Soldaten, die Vogelforscher waren, im Krieg die Geschwindigkeit von Vögeln mit den Flaks gemessen haben. Oder eine Geschichte, wo ein Soldat nicht das Feuer auf feindliche Bomber eröffnete. Das war auch ein Vogelforscher, der erkennte, dass die feindlichen Bomber nur ein Vogelschwarm waren.
10. Kaspar Hausers - geflügelt und vierbeinig (Dorngrasmücken und ein Pferd)
Besteht aus zwei Teilen. Der sehr traurigen Geschichte des Kaspar Hauser und der Versuche, wie Tiere sich verhalten, wenn sie ohne Artgenossen aufwachsen.
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Sehr genau und detailiiert schildert Grzimek die traurige Geschichte von Kaspar Hauser, dessen Geheimnis nie geklärt wurde. Kaspar Hauser wurde sehr wahrscheinlich als Kind so aufgezogen, dass er nie Menschen sehen konnte. Er verhielt sich in vielen Dingen eher wie ein Tier. Man hielt ihn für einen illegetimen Nachkommen Napoleons. In der Zeit, als er bei den Menschen lebte, wurde er mehrmals durch nicht geklärte Attentate verletzt und schließlich durch einen Dolchstich umgebracht. Nach einer Überleitung berichtet Grzimek dann über seine \"Kaspar Hauser Versuche\" mit einem Pferd, das er als Fohlen schon von der Mutter trennte und das ohne Artgenossen aufwuchs. Dadurch konnte man erkennen, welche Verhaltensweisen angeboren und welche anerzogen sind. Auch mit Dorngrasmücken wurden solche Versuche durchgeführt. Beispielsweise erkennt ein Pferd keine anderen Pferde, wenn es nur mit Menschen aufgewachsen ist. Es hat dann vor anderen Pferden so viel Angst, wie auch vor anderen Tieren, die es nicht kennt. Nur kleinere Tiere ängstigen es nicht. Beispielsweise hier sogar ein Hund. Also ist sehr viel beim Pferd erlernt. Das Wiehern und Knabbern aber beispielsweise sind angeboren.
11. Wie er golden wurde (Der Goldfisch)
Eine Geschichte über die Goldfische
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Ich war erstaunt, wie interessant die Goldfische sind und dass sie in freier Natur in China gar nicht goldfarben sind. Wer von uns weiß denn schon, dass es über 20.000 Arten gibt, die Fische teilweise über 60 cm groß werden und in Süß- und Salzwasser leben?
12. Viel verkannt (Der Dachs)
Über den Dachs in freier Natur und als zahmes Tier.
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Grzimek räumt hier mit dem Vorurteil auf, dass der Dachs ein griesgrämiges und eigenbrötlerisches Tier ist. Wenn man dieses Kapitel liest, muss man oft schmunzeln, erfährt aber auch sehr viel über diese verspielten Tiere.
13. Menschenkinder in Tierhöhlen?
Oft hörte man - vorwiegend früher - von Geschichten, dass Menschen von Tieren, meist von Wölfen großgezogen wurden. Grzimek schreibt hier sehr kritisch drüber.
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Auch hier wird mit einem Gerücht aufgeräumt. Grzimek schildert erst einige angebliche Fälle von Menschen, die von Tieren großgezogen wurden. Danach geht er die Fakten durch, beispielsweise in welchen Fällen ein Wolf einen Säugling wohl nicht angreifen würde. Aber er stellt auch die kritische Frage, warum nur in einem bestimmten Gebiet Indiens, die Wölfe ausgesetzte Kinder nicht nur nicht fressen sondern noch großziehen sollten. In Indien wurden früher sehr oft Kinder ausgesetzt und diese dann auch von den Wölfen gefressen.
14. Auch ein Überträger der Tollwut (Die Fledermaus)
Ein Bericht über die Tollwut, nicht nur in Deutschland
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Auch hier wissenschaftlich aber durchaus humorvoll geschrieben. Obwohl das Thema ja nicht gerade humorvoll ist. Durchaus ist übrigens nicht immer der Hund/Fuchs/Wolf der Überträger dieser Krankheit. In einem der beschriebenen Fälle geht es um den Vampir, eine Fledermausart, die sich am Blut von Säugern labt.
15. Wenn er Menschen tötet (Unser Hund)
Diesen Beitrag aus dem Jahre 1956 sollte man mal unserer Regierung mit ihrer tollen Kampfhundeverordnung vorlegen. Denn auch damals kam es aus verschiedensten Gründen zu Tötungen von Menschen durch Hunde.
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Ich muss hier einfach mal einen Auszug aus dem Buch bringen:
\"Nun, es gibt allein in Stuttgart 30.000 versteuerte Hund und in ganz Westdeutschland einige Millionen. Wie wenig \"Gewaltverbrecher\" befinden sich uner ihnen, verglichen mit den menschlichen Insassen unserer Zuchthäuser, Gefängnisse und Irrenanstalten! Nein, für den Menschen bleiben am gefährlichsten immer noch der Mensch und seine Schöpfungen, die Autos, die in jeder Stunde mehr Menschenblut fließen lassen wie alle Hunde, Löwen, Tiger und Wölfe zusammengenommen in Jahrzehnten. Je mehr wir uns dem Hunde zuneigen, je enger wir ihn als Freund in unseren nächsten Lebenskreis einschließen, um so mehr können wir ihm vertrauen\"
Ich denke, ich brauche diesen Passus nicht groß erläutern. Insgesamt beschreibt der Forscher, dass die Hunde, die mit dem Menschen zusammenleben, diesen immer erkennen, während Zwingerhunde oft mehr die Kleidungsgerüche als den Menschen erkennen. Das ist dann frappierdend, wenn sie ihrem Herrn dann mal unbekleidet begegnen. Hier werden ein paar Fälle geschildert, nicht dass ihr euch jetzt wundert. So wurde ein Mann beim Baden in einem Fluß von seinen zwei Doggen zerfleischt. Oder auf der anderen Seite stellte sich heraus, dass Polizeihunden demjenigen folgten, der nache einem Kleiderwechsel die Kleider ihres Herrn anhatte, nicht ihrem Herrn/Führer.
16. Mit dem Arm in den Leib (Das Zebu)
Geschichte über eine Operation eines Zoo-Zeburindes
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Interessant geschildert, gibt einen guten Einblick in die Schwierigkeiten, die eine Operation bei einem Zootier mit sich zog. Nebenbei erfährt man, was für unnützes Zeugs man in einem Zebumagen findet, bzw. was die Zoobesucher gerne in das Gehege werfen.
17. Soll er wieder in unsere Wälder (Der Bär)
Ein Beitrag über die wilden Bären in Nordamerika und darüber, wie gefährlich diese sind und ob man sie nicht bei uns wieder einbürgern sollte.
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Trotz der Frage in der Überschrift geht es hier eher um ein Plädojer dafür das friedliche braune Raubtier bei uns wieder anzusiedeln. Aber es wird auch hier immer auf die bedenkenlosigkeit mancher Menschen im Umgang mit dem Tier hingewiesen. In einem Beispiel nennt Grizmek den vergebungslosen Versuch seiner Frau, eine Mutter davon abzuhalten, ihr Kind über die Brüstung ins Bärengehege hereinzuhalten, damit diese an den Braunbären kam. Allerdings erfährt man auch sehr viel über den Meister Petz, das heißt seine Lebensweise.
18. Tiere und Autos
Geschichten zum Nachdenken über die Reaktionen von Tieren auf Autos.
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Von humorvollen Geschichten, wie beispielsweise einem Nashornbullen, der tatsächlich ein Auto für eine Nashorndame hielt und dessen Besitzer sich dann aus dem Auto flüchten mußte bis hin zu Zahlen über überfahrene Tiere ist hier alles vorhanden.
19. Rechts-Äuger oder Linkshänder?
Geschichten darüber, dass Tiere wie Menschen meist eine Seite bevorzugen. Sei es beim Hufe scharren oder auch beim Sehen.
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Faszinierend, wer hat sich schon Gedanken darüber gemacht, ob man ein Rechts- oder ein Linksseher ist. Meistens dominiert auch bei den Menschen eines der Augen. Grzimek bietet hier Zahlen und einige lustige Beispiele aus der Tierwelt.
20. Vom Hören der Tiere
Bericht über den Hörsinn in der Tierwelt und den von Menschen
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Auch hier sehr sehr wissenschaftlich, aber trotzdem sehr interessant mit vielen Beispielen beschrieben. Hier gibt es sogar zwei Grafiken dazu, um alles verständlich zu machen
21. Flugzeuge und Tiere
Über die Reaktion von Tieren auf Flugzeuge
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Auch hier ein eher humorvolles Kapitel über die Reaktion von Tieren auf Flugzeugen. So lieben es in Afrika einige Löwen, die Flugzeuge zu demolieren, Greifvögel verhalten sich, als ob ein anderer Greif einen Auwind nutzt und verfolgen es beispielsweise oft.
22. Unsere Tiere sehen Filme
Über Tiere und das Fernsehen
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Humorvoll und sehr informativ. Bestätigt das, was ich bei unserem jetzigen Irish erlebt habe. Da kam eine Gnuherde im Fernsehen. Joker, unser Hund lief nach vorne, und schaute dann zur Seite, wo sie eigentlich hätten rauskommen müssen. Grzimek nennt hier einige Beispiele, nur konnte er das Verhalten von Servalen, Schimpansen oder Geparden dabei beobachten.
23. Tiererlebnisse mit Zeitungen und Funkhäusern
Ein humorvoller aber auch nachdenklich stimmender Bericht über Grzimeks Erlebnisse mit Presse und dem Radio.
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Von Aprilscherzen bis zu ernstgemeinten \"Enten\" in ausländischen Zeitungen ist hier alles vorhanden. Sehr lustig ist der Aprilscherz, den Grzimek sich mit seinem Zoo bezüglich eines weißen Elefanten ausgedacht hat.
GESAMTEINDRUCK
Eine sehr gute Mischung von Geschichten um Tiere und von einzelnen Tieren. Wissenschaftlich sehr gut aber auch sehr interessant und humorvoll beschrieben. Grzimek kann einem jedes der Tiere sehr interessant nah bringen, so dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen wollte. Die Art, wie er schrieb, wirkt vielleicht schon etwas altertümlich. Aber sie ist auch gut und sehr interessant bzw. super passend. Selbst ich, die ich mich ziemlich mit Tieren auskenne, habe hier noch einiges Neues erfahren.
Im Gegensatz zu anderen Forschern dieser Zeit überzeugte mich dieses Buch noch mehr von Bernhard Grzimek. Er war damals seiner Zeit in Bezug auf Tierschutz und anerkennen dieser vielen Weit voraus, das kommt in fast jedem Beitrag hier heraus.
BERNHARD GRZIMEK (1909 - 1987) - INTERNETRECHERCHE
Bernhard Grzimek ist für mich einer der ganz Großen, was Tierhaltung und auch Tierschutz angeht. Im Gegensatz zu vielen Menschen, die zu seiner Zeit lebten, war er auch immer darauf bedacht, wie es den Tieren geht und erforschte, was gut für sie war.
Bernhard Klemens Maria Grzimek wurde am 24. April 1909 in Neisse/Niederschlesien geboren.
Nach dem Studium der Vetreninärmedizin und Zoologie an den Univeritäten Leipzig und Berlin arbeitete er in Berlin als Tierarzt und Sachverständiger im Reichsernährungsministerium. Mit seinen Arbeiten zu Geflügelkrankheiten und zur Verhaltensforschung wurde Grzimek in der Welt der Wissenschaft bekannt.Im zweizen Weltkrieg war Grzimek als Veterinäroffizier eingesetzt; und nach 1945 begann er, dern vollkommen zerstörten Zoo in Frankfurt als dessen Direktor wieder aufzubauen. In drei Jahrzehnten entwickelte er diesen zu einem der artenreichsten und annerkanntesten Zoologischen Gärten in Europa.Ende April 1974 ging Grzimek in den Ruhestand als Zoodirektor, setzte seine Medien- und Forschungstätigkeit jedoch fort. Schon frühzeitig erkannte Bernhard Grzimek die Gefahren für die Tierwelt durch die ständig wachsende menschliche Zivilisation und warnte schon vor Umweltschäden, als die Welt noch heil zu sein schien, lange, bevor dies einer Mehrheit von Wissenschaftlern bewußt wurde. Dabei war er sich nicht nur einseitig für den Tierschutz eingesetzt. Er war nicht nur Tierfreund, sondern auch Menschenfreund. Sein Ausspruch : \"Der Mensch ist ein Teil der Natur und kann ohne sie nicht leben. Deshalb ist Naturschutz Menschenschutz\", belegt dies zweifelsfrei.
Sein unermüdlicher Einsatz für die heimische und fremdländische Tier- und Pflanzenwelt, sein Kampf gegen Landschaftszerstörung, illegalen Tierhandel und Schmuggel, quälerische Nutztierhaltung und Mißbrauch von Tierversuchen brachten ihm auch viele Anfeindung der entsprechenden Industriezweige, die daran gut verdienen. Er griff Robbenfänger genauso an wie feine Damen der Gesellschaft, die Pelze trugen.
DATEN
Titel: 20 Tiere und 1 Mensch
Autor: Bernhard Grzimek
Seiten: 345
Verlag: Verlegt bei Kindler
Verlagsjahr: 1956
ISBN-Nr.: Keine zu finden, vermutlich erhält man das Buch nur noch auf Flohmärkten oder in Antiquariaten.
FAZIT
Ein gelungenes Tierbuch von Bernhard Grzimek, das wissenschaftliche Kenntnisse mit humorvollen Erlebnissen sehr gut und interessant kombiniert. Leider habe ich es nirgends im Internet gefunden, also schwer erhältlich.
Liebe Grüße
Miara (10.09.2001)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 00:11:12 mit dem Titel Spannender historischer Roman über Liebe und Ehre
Mondfeuer ist ein Buch, das mich schon vom äußeren fasziniert hatte. Dazu kam auch die Inhaltsbeschreibung und dass es im Kaufhof dieses Buch für 5 Euro zum Kauf gab. Hier meine Meinung zu diesem historischen Roman.
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VORWORT
Mondfeuer ist eine Saga, die zur Zeit der Kriege um Germanien spielt. Diese Zeit ist eine Zeit, die mich persönlich besonders interessiert. Ein wenig wohl auch, weil in dieser Zeit in Germanien die Frauen sowohl als Ehefrauen oder Hausfrauen aber auch als Kriegerinnen anerkannt sein konnten. Es ist aber auch ein Buch, in dem es um Rom und die Zersetzung des Reiches durch Machtgierige und Mordende Kaiser geht. Und auch Rom ist für mich eines meiner Lieblingsthemen. Und dadurch, dass hier Rom und Germanien aufeinanderprallten, zwei ganz unterschiedliche Kulturen, dadurch ist dieser historische Roman für mich auch ein Buch, das viele meiner Träume beinhaltet. Denn oft stelle ich mir gerade diese Zeit und diese Konfrontation bildhaft vor.
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INHALT
Im ersten Jahrhundert nach Christus steigt die Korruptheit und Tyrannei in Rom rasant an. Und in dieser Zeit spielt auch Mondfeuer. Nero herrscht noch in Rom und viele Menschen leiden oder sterben unter seinen Methoden. Im fernen Germanien rückt aber die römische Armee immer weiter vor.
Zu dieser Zeit wird auch Aurianne geboren, die Tochter des Chattenfürsten und Kriegsführers Baldurs. Die Chatten waren einer der kriegerischten germanischen Stämme und lebten im Taunus und Westerwaldgebiet. Die letzten freien Stämme verteidigten sich hier gegen die Übermacht der römischen Armee. Aber Aurianne umgibt etwas Besonderes. Denn schon bei ihrer Geburt wurden seltsame Dinge von der Seherin Ramis vorhergesagt, die untypisch für eine Frau sind. So wurde ihr besonderer Mut, Kriegsglück, harte Kämpfe und sogar die Tötung des eigenen Vaters vorhergesagt. Letztere Weissagung sorgte auch beinahe zur Tötung des Kindes, denn die Tötung des eigenen Vaters verstösst gegen alles, woran die Sippe glaubt. Es ist ein nicht gutzumachendes Verbrechen. Aber Auriannes Mutter setzt sich durch und so wächst Arianne in den Wäldern Germaniens auf.
Das Mädchen wächst in einer Zeit auf, in der Grenzkriege und Raubzüge fast an der Tagesordnung waren. Denn nicht nur gegen die Römer musste man kämpfen, es gab auch verfeindete germanische Stämme, von denen schon viele von den Römern abhängig waren. Und so lernt Aurianne sehr schnell, wie man so kämpft, dass man überlebt. Aber das Schicksal meint es nicht nur gut mit Aurianne. Und so wird die junge Frau eines Tages von Odbert vergewaltigt, einem Verräter an ihrem Volk. Die junge Frau kann entkommen und weiht ihr Leben dem Gott Wotan, damit verzichtet sie auf eine Ehe, denn sie ist nach den Gesetzen jetzt mit dem Gott Wotan verheiratet.
Von einem römischen Sklaven, der bei den Chatten lebt, lässt sich sich im Schwertkampf und römischen Kampftechniken unterrichten. Aber Darius ist für sie nach einiger Zeit auch mehr als nur ein Lehrer, er wird zu ihrem Geliebten.
Eines Tages wird Auriannes Vater verraten und von den Römern gefangen genommen. Und auf seine Bitte hin durchbohrt Auriannes Speer seinen Körper. Denn für einen Chatten gibt es keine größere Ehrlosigkeit, als lebendig in Gefangenschaft zu geraten. Und so hat sich auch eine der Prophezeiungen erfüllt. Aber die Götter sind mit Aurianne und so entgeht sie auch der Strafe als Mörderin. Durch ihren Mut und ihre Gabe andere Menschen zu überzeugen wird Aurianne zu einer Führerin der Chatten gegen die Römer und ihr gelingen einige Siege im Kampf gegen den übermächtigen Feind. Aber dann wird der neue Herrscher in Rom ungeduldig und will nur noch eines, diese frechen Germanen unterwerfen.
Neben Aurianne geht es in Mondfeuer aber auch um den römischen Patrizier Marcus Julianus, dessen Geschichte hier ebenfalls von Kindheit an erzählt wird. Und Marcus Julianus, der durch seinen Vater, einen Statthalter Roms in Germanien, früh schon von Aurianne erfährt, fühlt sich der jungen Frau und ihrem Freiheitskampf verbunden. Und als die tapfere Frau in Gefangenschaft gerät, ist er es, der heimlich seine schützende Hand über sie hält. Aber auch der Kaiser selbst hat ein Auge auf diese schöne Frau geworfen, die für ihn etwas ganz besonderes ist, da sie nicht so berechnend wie die Römerinnen ist....
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MEINUNG
Ich hätte noch viel mehr vom Inhalt des Buches schreiben können, denn der Part des Marcus Julianus ist ebenso interessant wie der von Aurianne. Im Buch wechseln sich die Kapitel immer zeitgleich mit den Erlebnissen der wilden Kämpferin und des römischen Strategen ab. Denn während Aurianne mit Waffengewalt um ihr Überleben und die Freiheit des Volkes kämpft versucht Marcus durch Schlauheit dem tyrannischen Kaiser etwas von seinen Bosheiten zu nehmen und gleichzeitig sein Leben zu schützen.
Der Roman Mondfeuer hat mir sehr gut gefallen, aber ich war immer hin- und hergerissen, wenn das Buch aus der Perspektive einer Hauptperson in die der anderen wechselte. Denn meistens waren es auch spannende Momente, wenn umgeblendet wurde. Beide Schicksale waren gut vorstellbar und ich konnte mir sowohl das korrupte Rom vorstellen wie auch das Germanien, das dem Untergang geweiht war, jedenfalls hinsichtlich der bisherigen Lebensweise.
Sehr gut gefiel mir aber auch, wie feinfühlig und gut hier die Sitten beider Völker gezeigt wurden. Da hat mir der germanische Part sogar noch besser gefallen als der Römische. Denn hier wurde viel Liebe zur Natur, viel Ehrfurcht vor jedem Leben und sehr viel auch von Ehre gezeigt. Aber auf der anderen Seite wurde es mir als moderner Frau auch etwas merkwürdig, wenn ich miterleben musste, wie hier beispielsweise ein Pferdekampf über Leben und Tod entscheidet, weil eben die Götter das Pferd siegen lassen, das den Unschuldigen bzw. Éhrhaften vertritt.
Aber auch von Rom erfährt man sehr viel. Das fängt bei den Menschen an, die sich gerade von einem Tyrannen erholt haben und dann direkt unter die Fuchtel des nächsten machtbesessenen Kaisers geraten. Aber auch über das Kollosseum erfährt man hier viel, denn Aurianne landet nach einigen Schicksalsschlägen als Gladiatorin in diesem berühmten Kampfhaus, das den Massen zur Ablenkung diente.
Sehr schade fand ich, dass auf Darius Schicksal ab einer bestimmten Stelle nicht näher eingegangen wird. Aber die interessante Geschichte zwischen Aurianne und Marcus ist schon bewundernswert. Zwei Menschen sind hier durch und mit dem Schicksal verbunden und erfreulicherweise entsteht hier auch eine Liebesgeschichte, wenn diese auch nicht erlaubt ist. Daneben erfährt man aber auch sehr viel über das Leben und Sterben der Gladiatoren. Denn viele der mutigen Chatten gelangten wegen ihres verzweifelten Kampfes gegen Rom in die Gefangenschaft und auch in die Gladiatorenschulen. Und obwohl Frauen als nicht so gute Gladiatoren angesehen wurden, gab es in Rom auch sehr oft Kämpfe von Frauen. Mich selbst schockte hier dran, dass auch junge Frauen dazu gezwungen wurden, die nichts vom Kämpfen hielten. Und wer sich hier nicht gut genug hielt und seinen Gegner bezwang (tötete), der starb damals sehr schnell.
Aber man erfährt auch sehr viel über die Methoden, mit denen höhere Romer, auch der Kaiser, unliebsame Gegner ausschalteten und oft auch töteten. Giftnadeln, intrigante Behauptungen, Lügen, alles wird hier in diesem Roman gezeigt. Und die Bösen sind wie in der Wahrheit auch nicht immer nur die Männer. Eingen der \"Damen\" will ich lieber nicht begegnet sein.
Mondfeuer ist ein mytischer, historischer Roman, in dem es aber auch sehr rasant, kämpferisch und grausam zugeht. So wie das wohl leider damals auch war. In den 1.148 Seiten kam bei mir keine Langeweile auf. Das Buch fesselte mich regelrecht, so dass ich es kaum aus den Händen legen wollte. Etwas auffällig waren beim Lesen die sehr dünnen Seiten. Diese waren zwar stabil, so dass nichts eingerissen wurde, aber wenn ich nicht aufpasste, hatte ich zwei statt einer Seite beim Umblättern in der Hand.
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DATEN
Titel: Mondfeuer
Autorin: Donna Gillespie
Seiten: 1.148
Art: Historischer Roman
Buchart: Gebundenes Buch
Verlag: Krüger, Frankfurt
Erscheinungsdatum: 1994
ISBN: 381050887X
Verfügbarkeit: Bei Amazon als Broschürte Ausgabe, ansonsten gebraucht oder in Kaufhäusern
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FAZIT
Mondfeuer war ein sehr packender historischer Roman, in dem es um das Schicksal einer jungen Germanin und eines römischen Patriziers geht. Aber es wird hier auch der Kampf Roms gegen die Germanen gezeigt, die nur eines wollten, in Frieden und mit ihren Sitten weiterleben.
Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-04 14:05:40 mit dem Titel Ungewöhnliches und gutes Geschenkbüchlein (Der Prophet von Khalil Gibran)
Der Prophet von Khalil Gibran ist ein Taschenbuch, das ich mir schon vor einiger Zeit gekauft habe. In einem Buchladen entdeckte ich das Büchlein für 5 Euro. Hier meine Meinung zu \"Der Prophet\".
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ALLGEMEIN
Der Prophet von Khalil Gibran ist kein neues Buch. Das Exemplar, das ich jetzt besitze, wurde im Oktober 2002 neu aufgelegt. Erschienen ist dieses Buch, das sehr viel Weisheit vermittelt, schon 1923. Und seit dem gilt es als Kultbuch. Gehört hatte ich übrigens auch schon vor dem Kauf von diesem Buch, aber irgendwie hatte ich es selbst noch nirgends entdeckt.
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INHALT
Der Prophet handelt von einem Propheten, der kurz vor seiner Abreise steht. Er hatte zwölf Jahre lang auf die Ankunft seines Schiffes gewartet, das zurückkehren sollte, um ihn auf die Insel seiner Geburt führen sollte. Kurz bevor das Schiff eintritt und sich der Weise schon darauf vorbereitet die Stadt zu verlassen, erscheinen die Einwohner der Stadt. Sie rufen ihn und bitten ihn zu bleiben. Denn obwohl sie sonst nicht gezeigt haben, dass sie sich für seine weisen Ideen interessieren, wissen sie jetzt, dass der Abschied des Propheten endgültig ist. Und so möchte sie doch noch etwas von ihm und seinem Wissen über das menschliche Leben erfahren. Durch das Flehen der Einwohner lässt sich der Prophet erweichen und beantwortet noch einige Fragen der Einwohner, auch wenn das Schiff noch auf ihn wartet. Egal, wer ihn was fragt, der Prophet beantwortet sämtliche Fragen die ihm gestellt werden.
Und darum geht es auch hier im Buch. Denn fast der gesamte Teil des Buches ist ein Frage- und Antwortspiel. Von Seite 19 bis Seite 112 werden 27 Fragen gestellt und vom Propheten ausführlich und gut beantwortet. Es handelt sich hier um Fragen bzw. Gedanken, die auch heute noch gültig sind. Das sind beispielsweise Gedanken zur Liebe, zur Ehe, zu den Kindern, zur Arbeit, zum Schmerz, zur Schönheit, zur Religion oder zum Thema Gut oder Böse. Es sind Gedanken von Khalil Gibran, die er durch die Person des Propheten hier weitervermittel.
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MEINUNG
Das Büchlein ist vom Aussehen und Format sehr schön, obwohl es sich ja nur um ein Taschenbuch handelt. Auf der Vorderseite befinden sich einige interessante Symbole. Es sieht fast so aus, wie einige gut gemachte Kirchenfenster. Das Taschenbuch selbst hat ein kleineres Format als es normal der Fall ist. Man kann es so tatsächlich gut in eine Handtasche stecken oder woanders einstecken. Die Blätter sind fest und dick, die Schrift ist normal groß. Durch die dicke der einzelnen Seiten wirkt das Buch umfangreicher als es tatsächlich ist. Durch die 129 Seiten ist man hier relativ schnell durch. Relativ schnell sage ich hier extra, denn von den Themen her sollte man das Buch nicht nur überfliegen sondern muss sich manchmal doch damit befassen, was der Autor hier ausdrücken möchte bzw. weitervermittelt.
Der Stil ist ungewöhnlich, jedenfalls für mich, die ich doch eher heutige Literatur lese. Man merkt hier doch, dass das Buch schon vor einigen Jahren geschrieben wurde. Zudem betont diese altertümliche Schreibweise auch das leicht Exotische Thema dieses Propheten, der eine bestimmte Zeit am Rande einer Stadt verbringt, um so mehr über die Menschen und das Leben zu lernen.
Die Weisheit, die aus diesem Buch herauskommt, hat mich beeindruckt. Ich möchte hier doch mal ein Beispiel nennen, bei dem ich allerdings nicht den ganzen Bereich bringe, sondern nur das Wesentliche nenne. So wird der Prophet von einem Advokat zum Thema Gesetz befragt. Und die Antwort lautet: \"Ihr habt Freude daran, Gesetze zu erlassen. Doch noch größere Lust bereitet es euch sie zu brechen. Wie Kinder, die am Meer spielen und immer wieder Sandschlösser bauen, die sie dann unter Gelächter zerstören....\" Der Prophet geht aber auch auf die Menschen ein, die mit einigen Gesetzen nichts anfangen können und auf den Hass, durch den manche Menschen Gesetze eben anders auslegen. Im Buch wird das Thema auf drei Seiten behandelt, daher verzeiht mir, wenn ich hier nicht alles anbringen kann. Ich möchte nur zeigen, wie die Art dieses Buches ist.
Insgesamt ist Der Prophet ein sehr tiefgründiges und poetisches Buch, das den Leser dazu bringt, einige Aspekte des Lebens mit neuen Augen wahrzunehmen und etwas mehr über viele Punkte nachzudenken. Ich selbst würde es als Lebensratgeber ansehen, der hier nur in Romanform gepackt wurde, weil es eben interessanter ist, alles durch eine kleine Geschichte zu erfahren. Vielen Menschen fällt so das Lesen solcher Themen leichter. Ob es nun darum geht, dass man seine Kinder irgendwann einmal loslassen soll oder dass man nur wirklich gibt, wenn man etwas aus vollem Herzen gibt, das Buch bietet sehr viele gute Themen, die zumindestens mich angesprochen haben.
Meiner Ansicht nach ist Der Prophet auch ein Buch, das man sich selbst mal schnell zur Hand nehmen kann, wenn man zu einem bestimmten Thema Zweifel oder Fragen hat. Denn durch das gute Inhaltsverzeichnis und die einzelne Abhandlung der Fragen ist alles übersichtlich und einfach zu finden.
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AUTOR
Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren. Nach einigen Jahren der Wanderschaft emigrierte er 1910 in die USA. Dort widmete er sich vor allem als Maler und Dichter der Erneuerung der arabischen Literatur und einer Versöhnung der Kulturen. 1923 veröffentlichte er \"Der Prophet\". Khalil Gibran starb im Jahre 1931. Ich selbst muss sagen, dass es ihm in dem Buch gelungen ist, dem Leser auch die kulturellen Aspekte anderer Völker so zu vermitteln, dass sie einem nicht fremdartig sondern weise und logisch vorkommen.
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DATEN
Titel: Der Prophet
Autor: Khalil Gibran
Seiten: 127
Art: Taschenbuch
Buchart: Geschenkbuch, Lebensratgeber in Romanform
Erstausgabe: 1923
Ausgabe: Neuübersetzung Oktober 2002
ISBN-Nr.: 3-492-23787-8
Verlag: Piper
Preis: 5,00 Euro
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FAZIT
Der Prophet ist ein Buch, das für alle geeignet ist, die sich etwas mehr mit dem Sinn des Lebens und dem beschäftigen wollen, was unser menschliches Leben beeinflusst und ausmacht. Es ist relativ einfach zu lesen, bringt den Leser aber dazu, noch mehr über diese Dinge nachzudenken. Men kann es ebenso gut selbst lesen als auch guten Freunden schenken.
Liebe Grüße, danke fürs Lesen, Bewerten und/oder Kommentieren. - Miara
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