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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Frosch4711
Dreht Euch nicht um (Gilstrap, John)
Pro:
ein wenig spannend
Kontra:
keine besonders neue Geschichte
Empfehlung:
Nein
Nachdem ich \"Nathans Flucht\" gelesen hatte und es auch nicht schlecht war, bekam ich dieses Buch hier geschenkt. Lange stand es in meinem Regal - nun hab ich es endlich gelesen und kann Euch davon berichten:
Inhalt
------
Jake und Carolyn Donovan sind ständig auf der Flucht vor dem FBI - denn sie stehen auf der Fahndungsliste des FBI ganz oben. Vor langer Zeit sollen sie bei einer Umweltkatastrophe in einem Gift- und Waffenlager den Tod von sechzehn Gesinnungsgenossen verschuldet haben. Seit dem sind sie untergetaucht und versuchen ein normales Leben zu führen. Wie es der Zufall so will, gerät Jake eines Tages in die Mühlen der Fahndung - und plant Hals- über Kopf seine Flucht. Schwierigkeiten dabei bereitet in erster Linie der 13 jährige Sohn Travis - denn er weiß nichts von dem zweiten Leben seiner Eltern. Trotz aller Warnungen ist damals Travis auf die Welt gekommen - und sein Dasein macht die Flucht schwierig.
Auf der Flucht mit einem Kind, erbarmungslos verfolgt, scheint das Vorhaben der Donovans, sich nach so langer Zeit zu rehabilitieren, aussichtslos. Doch dann scheint eine FBI Agentin ihnen zu glauben, als Jake ihr die Sicht der Dinge aus seiner Sichtweise erzählt...
Wie wird ihre Flucht ausgehen - und wer steckte wirklich hinter der Katastrophe ?
Leseprobe
---------
Jake wurde durch das in der Ferne zu hörende Geräusch von Polizeisirenen geweckt.
Verwirrt streckte er den Rücken und sah sich im dunklen Zimmer um. »So ein Mist«, stöhnte er. »Ich bin eingeschlafen.« Er sah auf die Uhr. Drei Stunden waren vergangen.
Er war nur für eine Minute in den durchgesessenen Polsterstuhl gefallen, um Rücken und Schultern ein bißchen zu entspannen. Er wußte nicht einmal mehr, daß er die Augen geschlossen hatte.
Die Sirenen erinnerten ihn daran, daß er etwas vergessen hatte. Und dann, als ob ein Vorhang aufgezogen würde, drängten sich die Ereignisse des Tages wieder in sein Bewußtsein.
Jemand hatte versucht, ihn zu töten! Die Kugel hatte ihn nur um Zentimeter verfehlt. Wieder spürte er die Gewalt des Geschosses, dessen schiere Kraft er hatte fühlen können, obwohl es nur an ihm vorbeigezischt war. Wieder hatte er einen Knoten im Bauch, und seine Hände begannen zu zittern. Gefangen in der Nebelwelt zwischen Traum und Wirklichkeit, fühlte er noch einmal die Hitze der Explosionen, die trotz seines Schutzanzugs auf Rücken und Schultern gebrannt hatte. Und er sah die Leichen seiner Freunde wie gefallene Baumstämme auf der alten Zufahrtsstraße liegen. Selbst in seiner Erinnerung sahen sie unwirklich aus, nicht wirklich tot. Er konnte nur vermuten, daß der Mann auf dem Hügel sie erschossen hatte, genauso, wie er versucht hatte, Carolyn und ihn zu erschießen. Aber der Schrecken war irgendwie gedämpft, weil kein Blut sichtbar gewesen war und weil die Toten keine Gesichter hatten.
»Ich muß telefonieren«, flüsterte er. »Ich muß herausfinden, was passiert ist.«
Fazit
-----
Das Buch beginnt sehr spannend ohne lange Einleitungen. Der Leser stürzt direkt in die Handlung und wird mitgerissen im Strudel der Spannung. Allerdings schafft es Gilstrap nicht, diese Spannung über 500 Seiten lang so aufrecht zu erhalten. Zwar beginnt eine nervenaufreibende Verfolgunsjagd zwischen den Donovans und dem FBI - aber so manches Mal fragt sich der Leser doch, was das jetzt soll. Die Handlung selbst ist so neu nun auch nicht: Ein Ehepaar wird unschuldig verdächtigt, und versucht Jahre später den Fall richtig zu stellen. Warum dies die Donovans nicht schon vor 13 Jahren getan haben, bleibt deren ewiges Geheimnis. Auch der Auftritt von Travis bei einer der wilden Verfolgungen ist ein wirren Phantasie entsprungen - ich denke nicht, daß ein 13jähriger Junge so reagieren würde.
Wenn man die paar unlogischen Passagen außer acht läßt - so ist Gilstrap durchaus ein gutes Buch gelungen - aber trotzdem hat mich das Buch nicht sonderlich überzeugt. Zu abgedroschen ist die Story - das Ende ist weder überraschend noch das Happy End sonderlich überzeugend geschweige denn dramatisch.
Ein guter Standardkrimi, den man lesen kann, den man aber nicht lesen muß. In der Masse der Bücher die es gibt geht dieser Roman eher unter - und ist höchstens für Fans von Gilstraps Schreibstil (der aber auch nichts außergewöhnliches ist) eine Pflichtlektüre.
Das Buch
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Dreht euch nicht um.
von John Gilstrap
Preis: EUR 8,90
Broschiert - 540 Seiten - Vlggr. Droemer Weltbild
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3426619180
Inhalt
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Jake und Carolyn Donovan sind ständig auf der Flucht vor dem FBI - denn sie stehen auf der Fahndungsliste des FBI ganz oben. Vor langer Zeit sollen sie bei einer Umweltkatastrophe in einem Gift- und Waffenlager den Tod von sechzehn Gesinnungsgenossen verschuldet haben. Seit dem sind sie untergetaucht und versuchen ein normales Leben zu führen. Wie es der Zufall so will, gerät Jake eines Tages in die Mühlen der Fahndung - und plant Hals- über Kopf seine Flucht. Schwierigkeiten dabei bereitet in erster Linie der 13 jährige Sohn Travis - denn er weiß nichts von dem zweiten Leben seiner Eltern. Trotz aller Warnungen ist damals Travis auf die Welt gekommen - und sein Dasein macht die Flucht schwierig.
Auf der Flucht mit einem Kind, erbarmungslos verfolgt, scheint das Vorhaben der Donovans, sich nach so langer Zeit zu rehabilitieren, aussichtslos. Doch dann scheint eine FBI Agentin ihnen zu glauben, als Jake ihr die Sicht der Dinge aus seiner Sichtweise erzählt...
Wie wird ihre Flucht ausgehen - und wer steckte wirklich hinter der Katastrophe ?
Leseprobe
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Jake wurde durch das in der Ferne zu hörende Geräusch von Polizeisirenen geweckt.
Verwirrt streckte er den Rücken und sah sich im dunklen Zimmer um. »So ein Mist«, stöhnte er. »Ich bin eingeschlafen.« Er sah auf die Uhr. Drei Stunden waren vergangen.
Er war nur für eine Minute in den durchgesessenen Polsterstuhl gefallen, um Rücken und Schultern ein bißchen zu entspannen. Er wußte nicht einmal mehr, daß er die Augen geschlossen hatte.
Die Sirenen erinnerten ihn daran, daß er etwas vergessen hatte. Und dann, als ob ein Vorhang aufgezogen würde, drängten sich die Ereignisse des Tages wieder in sein Bewußtsein.
Jemand hatte versucht, ihn zu töten! Die Kugel hatte ihn nur um Zentimeter verfehlt. Wieder spürte er die Gewalt des Geschosses, dessen schiere Kraft er hatte fühlen können, obwohl es nur an ihm vorbeigezischt war. Wieder hatte er einen Knoten im Bauch, und seine Hände begannen zu zittern. Gefangen in der Nebelwelt zwischen Traum und Wirklichkeit, fühlte er noch einmal die Hitze der Explosionen, die trotz seines Schutzanzugs auf Rücken und Schultern gebrannt hatte. Und er sah die Leichen seiner Freunde wie gefallene Baumstämme auf der alten Zufahrtsstraße liegen. Selbst in seiner Erinnerung sahen sie unwirklich aus, nicht wirklich tot. Er konnte nur vermuten, daß der Mann auf dem Hügel sie erschossen hatte, genauso, wie er versucht hatte, Carolyn und ihn zu erschießen. Aber der Schrecken war irgendwie gedämpft, weil kein Blut sichtbar gewesen war und weil die Toten keine Gesichter hatten.
»Ich muß telefonieren«, flüsterte er. »Ich muß herausfinden, was passiert ist.«
Fazit
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Das Buch beginnt sehr spannend ohne lange Einleitungen. Der Leser stürzt direkt in die Handlung und wird mitgerissen im Strudel der Spannung. Allerdings schafft es Gilstrap nicht, diese Spannung über 500 Seiten lang so aufrecht zu erhalten. Zwar beginnt eine nervenaufreibende Verfolgunsjagd zwischen den Donovans und dem FBI - aber so manches Mal fragt sich der Leser doch, was das jetzt soll. Die Handlung selbst ist so neu nun auch nicht: Ein Ehepaar wird unschuldig verdächtigt, und versucht Jahre später den Fall richtig zu stellen. Warum dies die Donovans nicht schon vor 13 Jahren getan haben, bleibt deren ewiges Geheimnis. Auch der Auftritt von Travis bei einer der wilden Verfolgungen ist ein wirren Phantasie entsprungen - ich denke nicht, daß ein 13jähriger Junge so reagieren würde.
Wenn man die paar unlogischen Passagen außer acht läßt - so ist Gilstrap durchaus ein gutes Buch gelungen - aber trotzdem hat mich das Buch nicht sonderlich überzeugt. Zu abgedroschen ist die Story - das Ende ist weder überraschend noch das Happy End sonderlich überzeugend geschweige denn dramatisch.
Ein guter Standardkrimi, den man lesen kann, den man aber nicht lesen muß. In der Masse der Bücher die es gibt geht dieser Roman eher unter - und ist höchstens für Fans von Gilstraps Schreibstil (der aber auch nichts außergewöhnliches ist) eine Pflichtlektüre.
Das Buch
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Dreht euch nicht um.
von John Gilstrap
Preis: EUR 8,90
Broschiert - 540 Seiten - Vlggr. Droemer Weltbild
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3426619180
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