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Erfahrungsbericht von Dialya

Feuer und Stein (Gabaldon, Diana)

Pro:

spannend, historisch gut recherchiert

Kontra:

Titel passt nicht zum Buch

Empfehlung:

Nein

Der Empfehlung einiger Ciao-Miglieder folgend, lieh ich mir das Buch „Feuer und Stein“ mal aus der Bibliothek aus. Aufgefallen war es mir eigentlich schon vorher (liegt wohl daran, dass es ziemlich dick ist), aber bis jetzt wurde es von mir wegen dem Titel immer als eine kitschige Liebesschnulze à la Rosamunde Pilchner abgetan. Nachdem ich aber einige Erfahrungsberichte über dieses Buch aufmerksam gelesen habe, stellte ich fest, dass es doch nicht eine Liebesschnulze zu sein scheint und so brachte ich es dann mal mit nach Hause. So, jetzt aber mal etwas zu dem Buch selber.


Der Inhalt:
*********
Im Jahre 1945 geniessen Claire Beauchamp Randall und ihr Mann Frank Randall ihre zweiten Flitterwochen in Schottland. Geheiratet haben die beiden kurz vor dem Krieg, doch sahen sie sich während dem Krieg kaum. Claire arbeitete nämlich als Krankenschwester an der Front. Doch nun ist der Krieg vorbei und die beiden holen ihre Flitterwochen nochmals nach.

Frank ist begeisterter Ahnenforscher und in Schottland stosst er auf seinen Urururgrossvater Jack Randall. Dieser war im Schottisch-Englischen-Krieg ein berühmt berüchtigter Hauptmann. Während Frank nun etwas über seinen Vorfahren versucht in Erfahrung zu bringen, verbringt Claire ihre Zeit mit Spaziergängen. Dabei stösst sie auf einen magischen Steinkreis. Sie berührt einen Stein, verliert das Bewusstsein und findet sich im Schottland von 1743 wieder, mitten im Krieg...


Die Personen:
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Claire Beauchamp:
Claire ist eigentlich eine ganz normale Frau von 1945, die nun versucht, das Leben nach dem Krieg zu geniessen. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als ein ruhiges Leben an der Seite ihres Mannes und natürlich Kinder.
Ihre Kindheit hingegen war sehr unkonventionell. Sie wurde früh Vollwaise und von da an von ihrem Onkel, einem Archäologen, grossgezogen, der sie an all’ seine Ausgrabungen mitschleppte.
Als Claire sich im Jahre 1743 wiederfindet, wünscht sie sich nichts sehnlicher, als so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückzukehren. In der Zwischenzeit kommen ihr allerdings ihre Kenntnisse als Krankenschwester zu Nutze, so dass sie schnell von den anderen Schotten akzeptiert wird. Auch lernt sie den Schotten James Fraser kennen und lieben und muss sich dann auch bald mal zwischen ihrem Mann Frank oder James entscheiden...

Frank Randall:
Er scheint eher eine etwas langweilige Person zu sein. Von Beruf Historiker und sein grösstes Hobby ist die Ahnenforschung, für die sich Claire überhaupt nicht interessiert. Allerdings scheint er seine Frau über alles zu lieben, würde ihr allerdings auch verzeihen, wenn sie ihn in der langen Zeit des Krieges einmal betrogen hätte, da er sie verstehen könnte.
Auch er scheint sich sehnlich ein ruhiges Leben und Kinder zu wünschen und passt in dieser Hinsicht natürlich perfekt zu Claire.

Jack Randall:
Äusserlich weist er eine grosse Ähnlichkeit mit Frank auf, was bei Claire oft für Verwirrungen sorgt. Denn schnell sieht sie Frank in ihm, um dann nur wieder feststellen zu müssen, dass Jack ganz anders ist.
Jack hat sich seinen Ruf und den Namen Black Jack voll und ganz verdient. Denn er ist genauso grausam, wie er immer wieder beschrieben wird. Und dazu auch noch hinterhältig. So klagt er andere Leute für Morde an, die er vorher selber begangen hatte, nur um eine andere Person anklagen zu können.

James Fraser:
Er verkörpert den typischen Schotten. Zuerst wirkt er barbarisch und kämpferisch und ist durch nichts unterzukriegen. Doch bald lernt er, dass es noch etwas anderes als den Kampf, nämlich die Liebe, gibt...


Der Titel:
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Ja ja, und wieder einmal schreibe ich über den Titel. Dieser ergibt für mich nämlich kaum einen Sinn. Das einzige was er für mich aussagt, ist, dass sich dahinter ein kitschiger Liebesroman verbirgt, was dann aber doch ziemlich irreführend wirkt. Stein könnte ja vielleicht noch einen Hinweis auf den magischen Steinkreis sein. Aber mehr kann ich hinter diesem Titel eindeutig nicht ausmachen. Meiner Meinung nach also kein gelungener Titel.


Die Autorin:
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Diana Gabaldon arbeitet als Professorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Northern Arizona University. Zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in Arizona. Wie man sieht also eine ziemlich vielseitige Frau.
Dieses Buch ist übrigens nur das erste Buch aus einer mehrteiligen Reihe. Es gibt also noch Fortsetzungen...


Meine Meinung:
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Also, vorab wieder mal zum Titel. Den bewerte ich eindeutig als grottenschlecht. Das war aber eigentlich auch schon das einzige Negative, dass ich an dem Buch finden konnte.

Die Geschichte ist vom Anfang bis zum Ende spannend. Man kann sich immer sehr gut in Claire hineinversetzen, was wohl auch an der Erzählperspektive (Ich-Erzählung) liegt.

Wie es mit den historischen Fakten steht, kann ich nicht allzu gut beurteilen. Was ich allerdings in diesem Buch lesen konnte, entsprach dem, was wir auch in der Schule hörten. Allerdings war das ziemlich wenig. Ich kann also nur gerade behaupten, dass die groben Fakten stimmen. Wie es allerdings mit dem Rest steht, kann ich nicht beurteilen. Allerdings wirken diese historischen Fakten ebenfalls sehr gut recherchiert und ich konnte auch schon mehrmals lesen, dass die Autorin ihre Bücher gut recherchiert. Somit kann man also auch noch etwas über die Schottische Geschichte lernen, was für mich, da ich mich sehr für Geschichte interessiere, ein positiver Nebenaspekt war.


Fazit:
****
Meiner Meinung nach für jeden ein lesenswertes Buch. Ich werde mich jetzt auf jeden Fall mal an die Fortsetzung (Die geliehene Zeit) machen.


Das Buch:
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Titel: Feuer und Stein
Autorin: Diana Gabaldon
Originaltitel: Outlander
Seiten: 798
Verlag: Blanvalet Verlag, München
ISBN: 3-7645-0697-0

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