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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Volker111
Ungeschminkt und doch verständnisvoll
Pro:
Sehr lehrreiche und emtionale Unterhaltung
Kontra:
manchmal nicht leicht zu lesen
Empfehlung:
Nein
Die Geisha Arthur Golden btb Goldmann Verlag
Ich verzichte diesmal fast völlig, eine Inhaltsangabe zu liefern, man könnte sie mit einem Satz als die erfundenene Lebensgeschichte einer Geisha bezeichnen, die aber trotzdem wie eine Biographie wirkt.
Stattdessen bevorzuge ich meinen persönlichen Eindruck des Romans wiederzugeben.
Der Hintergrund dieses frei erfundenen und doch unglaublich authentisch wirkenden Romans ist recht verwirrend.
Geschrieben hat ihn Arthur Golden, 1957 in Tennessee geboren, der japanische Geschichte studierte und sich mehrere Jahre in Japan aufhielt.
Inspiriert wurde er zu dem Roman von einer guten Freundin seiner Großmutter, einer alten Geisha.
Doch fließen in den Roman weitere Erfahrungen bekannter und berühmter Geishas ein, die der japanisch sprechende Autor während seiner mehrjährigen Recherchen in Japan kennenlernte.
Dementsprechend brauchte er viele Jahre, bis er sein Erstlingswerk fertig stellte, so ca. 5 bis 7 Jahre.
In seinem Roman erfindet er einen Schriftsteller, 1922 geboren, der nur dazu dient, die Heldin ihre Lebensgeschichte auf Tonband sprechen zu lassen, um dann diese Memoiren nach deren und dem Tod der wichtigsten Männer in ihrem Leben zu veröffentlichen. Daher passt der amerikanische Titel, "Memoirs of a Geisha" auch viel besser zum Buch.
Der Roman stellt also die mehrfach verfremdete und doch unglaublich direkt persönlich wirkende Autobiographie einer berühmten Geisha dar.
Durch diesen spannenden Schicksalsroman gewinnt man einen ungeschminkten Einblick in die uns oft grausam anmutende japanische Kultur der Geisha-Erziehung und deren Lebensabläufe.
Trotzdem schafft es der Roman, nicht zu einer moralischen Anklage aus der Position der Tugendsamen oder gar der Nichtjapaner zu werden, sondern man lernt wenigstens ansatzweise Denk-, Gefühls- und Herrschaftsstrukturen der japanischen Gesellschaft zu verstehen.
Die Personen selbst haben überwiegend seelische Tiefe, wodurch sie zuweilen erschreckend lebendig wirken. Mich jedenfalls hat dieser Schicksalsroman der gegen ihren anfänglichen Willen zur berühmten Geisha aufgestiegenen Chiyo-chan fasziniert, auch wenn im Laufe des Romans meine Sympathien eher zu der tragischen Figur des Herrn Nobu wechselten.
Wer an fremdartiger Kultur oder einfach nur an den Sitten, Gebräuchen der japanischen Geishas interessiert ist, erhält hier einen respektvollen und doch schonungslosen, zuweilen desillusionierenden Einblick.
Dieser Roman ist jedem zu empfehlen, der nicht nur emotional unterhalten werden , sondern auch neue Einblicke in fremde Kulturen gewinnen will.
Für mich eine klare Leseempfehlung für alle erwachsenen Lesergruppen.
Momentan für 10 €uro als Taschenbuchg bei amazon.de bestellbar, die englisch/amerikanische Originalausgabe gibt es schon für 7,10 €.
Viel Spaß beim Lesen
Ich verzichte diesmal fast völlig, eine Inhaltsangabe zu liefern, man könnte sie mit einem Satz als die erfundenene Lebensgeschichte einer Geisha bezeichnen, die aber trotzdem wie eine Biographie wirkt.
Stattdessen bevorzuge ich meinen persönlichen Eindruck des Romans wiederzugeben.
Der Hintergrund dieses frei erfundenen und doch unglaublich authentisch wirkenden Romans ist recht verwirrend.
Geschrieben hat ihn Arthur Golden, 1957 in Tennessee geboren, der japanische Geschichte studierte und sich mehrere Jahre in Japan aufhielt.
Inspiriert wurde er zu dem Roman von einer guten Freundin seiner Großmutter, einer alten Geisha.
Doch fließen in den Roman weitere Erfahrungen bekannter und berühmter Geishas ein, die der japanisch sprechende Autor während seiner mehrjährigen Recherchen in Japan kennenlernte.
Dementsprechend brauchte er viele Jahre, bis er sein Erstlingswerk fertig stellte, so ca. 5 bis 7 Jahre.
In seinem Roman erfindet er einen Schriftsteller, 1922 geboren, der nur dazu dient, die Heldin ihre Lebensgeschichte auf Tonband sprechen zu lassen, um dann diese Memoiren nach deren und dem Tod der wichtigsten Männer in ihrem Leben zu veröffentlichen. Daher passt der amerikanische Titel, "Memoirs of a Geisha" auch viel besser zum Buch.
Der Roman stellt also die mehrfach verfremdete und doch unglaublich direkt persönlich wirkende Autobiographie einer berühmten Geisha dar.
Durch diesen spannenden Schicksalsroman gewinnt man einen ungeschminkten Einblick in die uns oft grausam anmutende japanische Kultur der Geisha-Erziehung und deren Lebensabläufe.
Trotzdem schafft es der Roman, nicht zu einer moralischen Anklage aus der Position der Tugendsamen oder gar der Nichtjapaner zu werden, sondern man lernt wenigstens ansatzweise Denk-, Gefühls- und Herrschaftsstrukturen der japanischen Gesellschaft zu verstehen.
Die Personen selbst haben überwiegend seelische Tiefe, wodurch sie zuweilen erschreckend lebendig wirken. Mich jedenfalls hat dieser Schicksalsroman der gegen ihren anfänglichen Willen zur berühmten Geisha aufgestiegenen Chiyo-chan fasziniert, auch wenn im Laufe des Romans meine Sympathien eher zu der tragischen Figur des Herrn Nobu wechselten.
Wer an fremdartiger Kultur oder einfach nur an den Sitten, Gebräuchen der japanischen Geishas interessiert ist, erhält hier einen respektvollen und doch schonungslosen, zuweilen desillusionierenden Einblick.
Dieser Roman ist jedem zu empfehlen, der nicht nur emotional unterhalten werden , sondern auch neue Einblicke in fremde Kulturen gewinnen will.
Für mich eine klare Leseempfehlung für alle erwachsenen Lesergruppen.
Momentan für 10 €uro als Taschenbuchg bei amazon.de bestellbar, die englisch/amerikanische Originalausgabe gibt es schon für 7,10 €.
Viel Spaß beim Lesen
27 Bewertungen, 5 Kommentare
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08.08.2008, 15:24 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreichLiEbE gRüße.......AnJa
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28.04.2007, 15:52 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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05.10.2006, 11:41 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreichIch würde mir für mein Erstlingswerk auch viel Zeit nehmen, damit es wirklich perfekt wird. ;o)
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06.04.2002, 23:32 Uhr von Janet
Bewertung: sehr hilfreichaha hier spricht mal wieder der Literaturfreund Volker. Augenblicjklich lese ich nicht aber das kommt ganz schnell wieder.
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06.04.2002, 23:19 Uhr von dani___
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht .... ;)
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