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Erfahrungsbericht von Chantal3

Thomas Harris - Hannibal

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo alle miteinander,
Auf dieses Buch kam ich durch seinen Vorgänger, das Schweigen der Lämmer. Mir gefiel dieses Buch sehr und ich erhoffte mir auch dieses Mal ein gutes und spannendes Buch.

Die Vorgeschichte (Schweigen der Lämmer):

Lector, ein Psychologe, ist ein hochintelligenter, jedoch auch geistig kranke Mensch, denn der ist ein Kannibale. Er hat schon einige Menschen auf schreckliche Weise umgebracht und danach aufgegessen. Er ist den meisten Psychologen, oder Polizisten , die ihn ausfragen wollen überlegen, oder macht sich über sie lustig. Auch über Clarice Starling, eine junge angehende FBI Agentin, die einem Serienmörder hinter her ist. Doch bald findet er Gefallen an ihr und hilft ihr bei der Spur nach dem Serienmörder, dessen Namen er kennt. Doch bevor dieser gefangen wird, entkommt Lector der Polizei

Bei Hannibal war mir klar, dass es etwas schockender werden würde, als das andere Buch, da auch der Kinofilm ab 18 war. Auf dem Umschlag stand jedoch ein Zitat von Stephen King, der dieses Buch besser fand als seinen Vorgänger...



Die Handlung:

Für Clarice Starling konnte die Karriere nicht besser beginnen. Doch mit ihrem Triumph hat sie sich auch Feinde bei dem Justizministerium gemacht: besonders Krendler hat etwas gegen Starling. Doch ihre Karriere, 7 Jahre nachdem sie den Erfolg hatte, ging nur noch bergabwärts. Doch das größte Unglück passiert bei einer Razzia. Clarice erschießt eine Drogendealerin, die ihr Baby auf dem Arm hat. In den Zeitungen wird die ganze Vorfall hochgespielt und falsch dargestellt. Das Justizministerium und das FBI wolle Starling entlassen, um ihre eigene Haut zu retten.
Doch Starling wird wieder auf den Fall Lector angesetzt. Sie besucht dabei ein Opfer Des Doktors Mason Verger, ein Multimillionär. Lector schnitt Verger das Gesicht in Teile und verfütterte diese an Hunde. Er kann nur noch im Bett liegen, wird von einer Atemmaschine am Leben gehalten und er hat einen furchtbaren Hass auf Lector. Von diesem ist aber wieder in Zeichen aufgetaucht. Verger hat eine Röntgenaufnahme von Lectors Hand (Lector hatte früher 6 Finger an einer Hand) aus dieser hervorgeht, dass er seinen überflüssigen Finger hat entfernen lassen.
Zur gleichen Zeit in Florenz. Lector liebt diese Stadt, das Gefühl von Freiheit und hält unter dem Namen Dr. Fell Vorträge. Doch der italienische Polizist Pazzi ist aber schon auf ihn aufmerksam geworden. Nach einigen Recherchen stößt er auf Veger, der ein Kopfgeld auf den Doktor ausgesetzt hat. Doch Pazzis erste Versuche scheitern kläglich. Er bekommt aber bald durch Berufskiller Verstärkung, die ebenfalls auf Vegers Rechnung gehen, denn dieser möchte seinen Plan unbedingt verwirklichen: er möchte Lector lebendig an Schweine verfüttern! Doch der Doktor macht ihm wieder einen Strich durch die Rechnung, in dem er Pazzi und einen der Killer tötet. Er kann aus Italien fliehen und kehrt zurück nach USA, mit einem sehr abgedrehten Plan: wenn sich das Universum zusammenzieht kehrt die Zeit auch noch mal zurück (so in etwa). Das würde bedeuten, dass er seine geliebte, aber bereits verdaute Schwester Mischa zurückholen könnte und der beste Platz ist der Platz von Starling...
Diese steckt aber in sehr großen Schwierigkeiten: Krendler, der mit Veger unter einer Decke steckt, ist dabei ihr Leben zu ruinieren, indem er ihr anhängt, Lector geholfen zu haben. Sie wird suspendiert, doch sie gibt nicht auf, denn sie kapiert schnell, dass Veger es auf Lector abgesehen hat.


Meine Meinung:


Um den Eindruck, den ich von dem Buch habe, besser beschreiben zu können, vergleiche ich es mit seinem Vorgänger. Das Schweigen der Lämmer war sehr gut durchdacht und auch sehr spannend geschrieben. Es gab zwar einige Stellen, bei denen man sich wünscht, das es sie nicht gibt, aber im Großen und Ganzen ein super Buch, dass aber auch noch intelligent geschrieben ist (das war glaub ich, dass Psychogerede).
Hannibal ist doch sehr anders, was ja auch nicht immer schlimm sein muss. Wie oben beschrieben ist die Handlung und der Aufbau ganz anders. Dieses Buch ist in einige große Kapitel eingeteilt:
I Washington D.C.
II Florenz
III Auf zur neuen Welt
!V Denkwürdige Augenblicke im Kalender des Grauens
V Ein Pfund Fleisch
VI Ein scharfer Löffel

Im Gegensatz zum vorherigen Buch, gibt es drei Hauptfiguren: Veger, Dr. Lector und Clarice. Man wird in das jeweilige Denken und Handeln mit einbezogen, besonders bei Hannibal Lector, der einen netterweise immer mit in seinen Gedächtnispalasts mitnimmt. Davon kann ich nicht viel sagen, denn ich habe diese kurzen Stellen meistens überlesen, da sie sehr langweilig sind. Dr. Lector hat sich auch sehr verändert: um so geniereicher er vorher war, umso verrückter wird er jetzt. Man sieht ihn als ein mordendes Monster, dass unbedingt seine Schwester zurückhaben will. Die Spannung ist auch sehr zurückgekurbelt, dafür ist aber die Brutalität eingesprungen. Es ist nichts besonders ekelhaftes, aber der ein oder andere Schocker kann für manche Leute doch dabei sein.
Auch von dem intelligenten und gut gegliederten Schreibstil ist nichts mehr übriggeblieben, alles kommt etwas unerwartet und ist auch an einigen Stellen schlicht und einfach lächerlich. In dem ganzen Buch kommt kaum etwas neues vor, lediglich die Teile D.C. und Florenz sind lesbar. Doch sonst wiederholt sich die Handlung (innerhalb des Buches). Das Ende ist aber die Krönung des Lächerlichsten. Ich frag mich, ob das nur ein Gag sein soll, oder ob Thomas Harris, der Schriftsteller, noch ganz richtig im Kopf ist. Wenn man das Buch liest, hofft man die ganze Zeit auf eine Steigerung, doch diese kommt leider nicht – es tritt eher das Gegenteil ein! Trotz der Dickes des Buches kommt es einem nicht so vor, dass das Buch so viele Seiten hat, da es einfach inhaltslos ist!
Diesem Buch hat alles gefehlt!


Fazit: 2 Wörter: Nie lesen!

Hier noch ein paar Infos über den Autor: Thomas Harris ist Amerikaner und begann als Gerichtsreporter zu arbeiten und war später auch Redakteur der Associal Press in New York.

Die Ausgabe, die ich habe, erschien im Hoffmann und Campe verlag, ist gebunden und kostet um die 15 Euro. Und 525 Seiten dick.

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