Erfahrungsbericht von Shamane
Thomas Harris (Schwarzer Sonntag)
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vor Jahren geschrieben und nun wieder Brandaktuell
Durch die vielen unmenschlichen Terroraktionen in den letzten Monaten, ist mir wieder ein Roman von Thomas Harris in den Sinn gekommen, den ich schon vor Jahren gelesen hatte und den ich mir nun nochmals zu Gemüte führte. Seine bekanntesten Werke sind das „Schweigen der Lämmer“ und die Fortsetzung „Hanniball“ Den Roman „Schwarzer Sonntag“ hat er viel früher geschrieben (ende 70er) und ist eigentlich eine typische schwarz / weiß Malerei von Gut gegen Böse.
Der Böse ist Michael Lander, der als Pilot im Vietnamkrieg, bei einem Rettungseinsatz in Gefangenschaft gerät und dort ziemlich durch die Mangel gedreht wird. Als er dann wieder in die USA zurückkehrt findet er sich nur noch schwer im normalen Leben zurecht. Als Ihn dann auch noch seine Frau verlässt, die mit ihm einfach nicht mehr zurecht kommt, findet er recht schnell einen Schuldigen für sein Schicksal --- die Vereinigten Staaten und beschließt sich zu rächen.
Sein Job als Pilot eines Werbe-Zeppelins bringt ihn auf die Idee, diesen während eines Superbowls, bei dem auch der Präsident anwesend sein wird, über dem Stadion zu sprengen und so möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen.
Da er dies nicht alleine verwirklichen kann, nimmt er Verbindung mit der PLO auf, die ihm die schöne palästinische Attentäterin Dahlia schickt, in die er sich sofort verliebt und die es versteht in so zu lenken, wie es für ihre Ziele nützlich ist.
Die guten sind in diesem Fall die CIA, deren Bürokratie immer wieder Erfolgserlebnisse verhindert und sie immer einen kleinen Schritt hinterher hinken lässt. Und da ist auch noch der israelische Mossad-Agent Karbakov, dessen Organisation den Erfolg über alles stellt, auch wenn er sich dazu an den Rand der Legalität begeben muss.
Thomas Harris macht aus diesem Szenario einen Super spannenden Thriller, der einem beim lesen richtig fesselt. Die Geschichte wird immer aus der Sicht der jeweiligen Parteien erzählt, so das man immer hautnah an der Story dran ist. Man ist praktisch immer Live, bei diesem Katz und Mausspiel dabei und kann doch nicht eingreifen, obwohl man das gerne öfters tun würde.
Als ich den Roman „Schwarzer Sonntag“ zum ersten mal gelesen hatte, war die ganze Geschichte weit ab von jeder Realität, ein guter spannender Thriller mehr nicht. Durch die Ereignisse in den letzten Jahren hat das ganze eine ganz andere Tragweite bekommen, denn wir alle wissen nun, zu was solche Fanatiker fähig sind. Dem Autor gelingt es immer wieder dem Zuschauer die Denkweisen der einzelnen Personen nahe zu bringen und beschreibt das Motiv Ihrer Handlungen sehr präzise und bietet dadurch dem Leser gute Einblick in die abgedrehte Psyche dieser Spinner und die Arbeit der Geheimdienste.
Diesen Thriller kann ich wirklich empfehlen auch wenn er schon ein paar „Jährchen“ auf dem Buckel hat, den dies ist eines dieser Bücher die man anfängt zu lesen und dann gar nicht mehr aus der Hand legen möchte bis man das Ende kennt. Das ultra spannende Lesevergnügen (ca. 350 Seiten), mit kleinen Gänsehauteffekten ist im Heyne-Verlag erschienen (ISBN –3 – 453-02917-8) und dürfte sicher noch bei Amazon zu haben sein.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-26 15:27:54 mit dem Titel Barbara Hambley (Gefährten des Lichts)
Stellt Euch mal vor ihr werdet von einer Sekunde zur anderen aus eurer normalen gewohnten Welt gerissen und findet Euch in einem Parallel-Universum wieder, in einer mittelalterlichen Welt ohne Technik, ohne McDonalds, Supermärkten, Computer oder anderen Einrichtungen, von denen Ihr es gewohnt seit das sie Euer Überleben vereinfachen.
Schon ein wenig erschreckend oder ???
Nun genau das passiert Gil Patterson (eine angehende Geschichtsprofessorin )und Rudy Solis (Automechaniker und Motoradfreak),in dem von Barbara Hambley geschriebenen Roman, Gefährten des Lichts.
Sie finden sich in Darwath wieder, einem auf den ersten Blick idyllischem Reich, das nun erneut von den „Dunklen“ bedroht wird, die in der Nacht auftauchen und menschliche Seelen fressen. Diese seltsamen, brutalen Schattenwesen hatten schon vor ein paar tausend Jahren die Menschen fast vernichtet und zogen sich dann plötzlich in ihre unterirdischen Behausungen zurück. Was genau vor 3000 Jahren passiert ist, weis niemand mehr genau zu sagen und so wurden „die Dunklen“ zu einer Sage mit der man im besten fall noch kleine Kinder erschrecken konnte.
Als nun Gil und Rudy in die Parallelwelt verschlagen werden gibt es fast keine Hoffnung mehr für die überlebenden Bewohner von Darwath, den sie mussten inzwischen erkennen das hinter den gruseligen Geschichten, die sie sich Abends am Lagerfeuer erzählten, eine grausame Wahrheit steckte. Trotz dieser, für alle sehr lebensbedrohlichen Situation, gibt es einige Grüppchen, die immer noch versuchen ihr eigenes Süppchen zu kochen und so gibt es mehr Zwietracht als Einheit im Kampf gegen „die Dunklen“.
Ingold Inglorion ein sehr mysteriöser Magier überredet mit „sanftem“ Druck Gil und Rudy ihm bei seiner Aufgabe zu helfen, in dem er ihnen klar macht, das es nur so eine Chance auf die Rückkehr in ihre gewohnte Welt gibt. Nützlich erweisen sich dabei die neu gewonnen Fähigkeiten die Gil und Rudy auf Darwath entwickeln. Währen Gil ihr Talent im Umgang mit Schwertern entdeck und sich zur Kriegerin ausbilden lässt, entdeckt Rudy das magische Fähigkeiten in ihm schlummern.
Mehr oder weniger freiwillig machen sie sich daraufhin, zusammen mit diesem verrückten Magier, daran Darwath vor dem Untergang zu retten.........
Was nun auf den ersten Blick so aussieht als hätte Barbara Hampley hier wieder einen dieser typischen Gut gegen Böse Romane geschrieben, entwickelt sich bald zu einer spannenden Story in deren verlauf man bald erkennen muss, dass auch, die so armen bedauernswerten Bewohner Darwaths, nicht ganz unschuldig an diesem Drama sind und „die Dunklen“ durchaus nicht nur aus Boshaftigkeit hinter den Seelen der Menschen her sind. Dabei beschreibt die Autorin die einzelnen Figuren und das ganze Geschehen sehr Detailliert, schreckt aber auch vor ziemlich deftigen Beschreibungen, wie bei den Überfällen „der Dunklen“ nicht zurück.
Nachdem man sich eingelesen bekommt man auf den ca. 1000 Seiten eine wunderbare Geschichte geboten, die sich sehr spannend entwickelt und der für den Leser immer wieder eine Überraschung bereithält. Am Ende gibt es ein Finale, das ich sehr gut finde und mit dem ich zu Beginn des Buches nie gerechnet hätte.
Obwohl mir eigentlich Geschichten mit diesen Parallel-Universum Wechselspielchen nicht so gut gefallen, muss ich zugeben das die Autorin hier einen wunderschönen Roman abgeliefert hat, den es sich wirklich lohnt zu lesen.
Erschienen ist der Roman bei Bastei-Lübbe (1999, ISBN 3-404-20371-2) und kann bei Amazon bestellt werden.
*** wie immer unter Shamane oder nethar in verschiedenen Foren gepostet ***
Durch die vielen unmenschlichen Terroraktionen in den letzten Monaten, ist mir wieder ein Roman von Thomas Harris in den Sinn gekommen, den ich schon vor Jahren gelesen hatte und den ich mir nun nochmals zu Gemüte führte. Seine bekanntesten Werke sind das „Schweigen der Lämmer“ und die Fortsetzung „Hanniball“ Den Roman „Schwarzer Sonntag“ hat er viel früher geschrieben (ende 70er) und ist eigentlich eine typische schwarz / weiß Malerei von Gut gegen Böse.
Der Böse ist Michael Lander, der als Pilot im Vietnamkrieg, bei einem Rettungseinsatz in Gefangenschaft gerät und dort ziemlich durch die Mangel gedreht wird. Als er dann wieder in die USA zurückkehrt findet er sich nur noch schwer im normalen Leben zurecht. Als Ihn dann auch noch seine Frau verlässt, die mit ihm einfach nicht mehr zurecht kommt, findet er recht schnell einen Schuldigen für sein Schicksal --- die Vereinigten Staaten und beschließt sich zu rächen.
Sein Job als Pilot eines Werbe-Zeppelins bringt ihn auf die Idee, diesen während eines Superbowls, bei dem auch der Präsident anwesend sein wird, über dem Stadion zu sprengen und so möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen.
Da er dies nicht alleine verwirklichen kann, nimmt er Verbindung mit der PLO auf, die ihm die schöne palästinische Attentäterin Dahlia schickt, in die er sich sofort verliebt und die es versteht in so zu lenken, wie es für ihre Ziele nützlich ist.
Die guten sind in diesem Fall die CIA, deren Bürokratie immer wieder Erfolgserlebnisse verhindert und sie immer einen kleinen Schritt hinterher hinken lässt. Und da ist auch noch der israelische Mossad-Agent Karbakov, dessen Organisation den Erfolg über alles stellt, auch wenn er sich dazu an den Rand der Legalität begeben muss.
Thomas Harris macht aus diesem Szenario einen Super spannenden Thriller, der einem beim lesen richtig fesselt. Die Geschichte wird immer aus der Sicht der jeweiligen Parteien erzählt, so das man immer hautnah an der Story dran ist. Man ist praktisch immer Live, bei diesem Katz und Mausspiel dabei und kann doch nicht eingreifen, obwohl man das gerne öfters tun würde.
Als ich den Roman „Schwarzer Sonntag“ zum ersten mal gelesen hatte, war die ganze Geschichte weit ab von jeder Realität, ein guter spannender Thriller mehr nicht. Durch die Ereignisse in den letzten Jahren hat das ganze eine ganz andere Tragweite bekommen, denn wir alle wissen nun, zu was solche Fanatiker fähig sind. Dem Autor gelingt es immer wieder dem Zuschauer die Denkweisen der einzelnen Personen nahe zu bringen und beschreibt das Motiv Ihrer Handlungen sehr präzise und bietet dadurch dem Leser gute Einblick in die abgedrehte Psyche dieser Spinner und die Arbeit der Geheimdienste.
Diesen Thriller kann ich wirklich empfehlen auch wenn er schon ein paar „Jährchen“ auf dem Buckel hat, den dies ist eines dieser Bücher die man anfängt zu lesen und dann gar nicht mehr aus der Hand legen möchte bis man das Ende kennt. Das ultra spannende Lesevergnügen (ca. 350 Seiten), mit kleinen Gänsehauteffekten ist im Heyne-Verlag erschienen (ISBN –3 – 453-02917-8) und dürfte sicher noch bei Amazon zu haben sein.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-12-26 15:27:54 mit dem Titel Barbara Hambley (Gefährten des Lichts)
Stellt Euch mal vor ihr werdet von einer Sekunde zur anderen aus eurer normalen gewohnten Welt gerissen und findet Euch in einem Parallel-Universum wieder, in einer mittelalterlichen Welt ohne Technik, ohne McDonalds, Supermärkten, Computer oder anderen Einrichtungen, von denen Ihr es gewohnt seit das sie Euer Überleben vereinfachen.
Schon ein wenig erschreckend oder ???
Nun genau das passiert Gil Patterson (eine angehende Geschichtsprofessorin )und Rudy Solis (Automechaniker und Motoradfreak),in dem von Barbara Hambley geschriebenen Roman, Gefährten des Lichts.
Sie finden sich in Darwath wieder, einem auf den ersten Blick idyllischem Reich, das nun erneut von den „Dunklen“ bedroht wird, die in der Nacht auftauchen und menschliche Seelen fressen. Diese seltsamen, brutalen Schattenwesen hatten schon vor ein paar tausend Jahren die Menschen fast vernichtet und zogen sich dann plötzlich in ihre unterirdischen Behausungen zurück. Was genau vor 3000 Jahren passiert ist, weis niemand mehr genau zu sagen und so wurden „die Dunklen“ zu einer Sage mit der man im besten fall noch kleine Kinder erschrecken konnte.
Als nun Gil und Rudy in die Parallelwelt verschlagen werden gibt es fast keine Hoffnung mehr für die überlebenden Bewohner von Darwath, den sie mussten inzwischen erkennen das hinter den gruseligen Geschichten, die sie sich Abends am Lagerfeuer erzählten, eine grausame Wahrheit steckte. Trotz dieser, für alle sehr lebensbedrohlichen Situation, gibt es einige Grüppchen, die immer noch versuchen ihr eigenes Süppchen zu kochen und so gibt es mehr Zwietracht als Einheit im Kampf gegen „die Dunklen“.
Ingold Inglorion ein sehr mysteriöser Magier überredet mit „sanftem“ Druck Gil und Rudy ihm bei seiner Aufgabe zu helfen, in dem er ihnen klar macht, das es nur so eine Chance auf die Rückkehr in ihre gewohnte Welt gibt. Nützlich erweisen sich dabei die neu gewonnen Fähigkeiten die Gil und Rudy auf Darwath entwickeln. Währen Gil ihr Talent im Umgang mit Schwertern entdeck und sich zur Kriegerin ausbilden lässt, entdeckt Rudy das magische Fähigkeiten in ihm schlummern.
Mehr oder weniger freiwillig machen sie sich daraufhin, zusammen mit diesem verrückten Magier, daran Darwath vor dem Untergang zu retten.........
Was nun auf den ersten Blick so aussieht als hätte Barbara Hampley hier wieder einen dieser typischen Gut gegen Böse Romane geschrieben, entwickelt sich bald zu einer spannenden Story in deren verlauf man bald erkennen muss, dass auch, die so armen bedauernswerten Bewohner Darwaths, nicht ganz unschuldig an diesem Drama sind und „die Dunklen“ durchaus nicht nur aus Boshaftigkeit hinter den Seelen der Menschen her sind. Dabei beschreibt die Autorin die einzelnen Figuren und das ganze Geschehen sehr Detailliert, schreckt aber auch vor ziemlich deftigen Beschreibungen, wie bei den Überfällen „der Dunklen“ nicht zurück.
Nachdem man sich eingelesen bekommt man auf den ca. 1000 Seiten eine wunderbare Geschichte geboten, die sich sehr spannend entwickelt und der für den Leser immer wieder eine Überraschung bereithält. Am Ende gibt es ein Finale, das ich sehr gut finde und mit dem ich zu Beginn des Buches nie gerechnet hätte.
Obwohl mir eigentlich Geschichten mit diesen Parallel-Universum Wechselspielchen nicht so gut gefallen, muss ich zugeben das die Autorin hier einen wunderschönen Roman abgeliefert hat, den es sich wirklich lohnt zu lesen.
Erschienen ist der Roman bei Bastei-Lübbe (1999, ISBN 3-404-20371-2) und kann bei Amazon bestellt werden.
*** wie immer unter Shamane oder nethar in verschiedenen Foren gepostet ***

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