Erfahrungsbericht von Potame
Ein kleines Flämmchen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hi Ihr
Heute geht es mal wieder um ein Buch. Letztes Jahr im Religionsunterricht kündigte unsere Lehrerin an, dass wir eine Lektüre zu lesen haben und da hatte eine liebe Mitschülerin einer „tollen“ Idee. Wir waren gerade beim Thema Hexenverfolgung und sie (die Mitschülerin) meinte, dass sie ein ganz tolles Buch kennen würde, das sich ganz zufällig mit diesem Thema befassen würde. Kurzerhand lieh sie unserer Lehrerin das Buch aus, die wiederum beschloss, dass das Buch für unsere Zwecke geeignet sei. Und damit hatten wir eine Lektüre am Hals, die, soweit ich weiß, niemandem aus meinem Kurs gefallen hat, außer derjenigen die es vorschlug. Wir mussten uns fasst ein ganzes Halbjahr mit Isolde Heynes „Hexenfeuer“ herumquälen.
*--- Die Autorin ---*
Zuerst erzähl ich euch mal etwas zu Isolde Heyne. Ich persönlich kannte sie bevor ich das Buch las nicht und mir ist bis heute auch kein weiteres Werk von ihr in die Finger gekommen. Na ja egal…
Isolde Heyne wurde 1931 in Böhmen geboren. Nach dem 2.Weltkrieg zog sie nach Leipzig wo sie bis 1979 lebte. Sie studierte am „Johannes R. Becher“ Literaturinstitut und arbeitet danach als Autorin für diverse Verlage, den Rundfunk und das Fernsehen.
Im Jahre 1979 kam Isolde Heyne nach Deutschland. Einige Kinder- und Jugendbücher von ihr wurden ausgezeichnet und 1985 bekam sie sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis verliehen.
*--- Zur Story ---*
Die Geschichte ist sehr einfach aufgebaut. Die eigentlichen Ereignisse werden als Rückblende erzählt, Anfang und Ende dienen als Rahmen.
Das Buch beginnt in einem mittelalterlichen Verlies. Die eigentlich sehr hilfsbereite Barbara ist der Hexerei bezichtigt worden und nun zum Tode verurteilt. In besagtem erstem Kapitel wird Barbara von ihrer Stiefschwester Armgard besucht. Armgard ist der Auffassung, dass Barbara sie verflucht hätte. Mit der Konservation der beiden Mädchen wird der Leser ganz sanft in die Geschichte hineingeworfen und eingeführt. Nachdem Armgard Barbara wieder verlassen hat, legt sich Barbara zur Ruhe und harrt den Dingen, die sie erwarten, entgegen. Dabei döst sie ein und träumt für den Leser die Vergangenheit, die eigentliche Geschichte.
Jetzt bekommt der Leser die Umstände erklärt, warum Barbara im Kerker sitzt, warum sie Armgards Stiefschwester ist, warum ihre Stiefschwester vermutet, dass Barbara sie verflucht hat usw. Alles im allem eine sehr leichte, wenig anspruchsvolle Geschichte, die mit wenig Überraschungen aufwartet und, abgesehen von der Rahmenhandlung, sehr stringent erzählt wird.
Natürlich will ich euch hier nicht mehr zur Geschichte erzählen, denn sonst würde ich euch ja evtl. die Spannung nehmen, falls ihr das Buch selbst lesen wollt, und das wollen wir natürlich nicht.
*--- Zur Sprache ---*
Im Prinzip handelt es bei „Hexenfeuer“ um ein Jugendbuch und dementsprechend ist die Sprache. Die Sprache ist sehr einfach und unkompliziert. Die Sätze sind meistens nicht allzu lang und daher auch gut verständlich. Auch werden kaum Fremdwörter verwendet, die Verständnisprobleme hervorrufen könnten.
Aus diesen Gründen lässt sich der Roman ganz problemlos und flüssig lesen. Noch dazu ist der Text recht groß gedruckt (zumindest in meiner Ausgabe), so dass auch die Äuglein des Lesers nicht vor allzu große Probleme gestellt werden.
Ich denke, dass man das Buch recht mühelos an einem Tag durchlesen kann, wenn man einigermaßen im Lesen geübt ist und die nötige Motivation mitbringt.
*--- Preis ---*
Meine Ausgabe des Romans ist im Ravensburger Verlag erschienen und umfasst 284 Seiten. Um dieses Werk zu erhalten musste ich 6,50€ auf den Buchladentisch legen, was nicht sonderlich viel ist für ein Taschenbuch diesen Umfangs ist. Aber aus meiner Sicht mehr als dieses Buch wert ist.
Allerdings bekommt man am Ende des Buches noch eine Zeittafel zum Thema Mittelalter/Inquisition gratis mitgeliefert, die man gar nicht braucht.
*--- Daten ---*
Erstveröffentlichung: 1990 im Loews Verlag
Als Taschenbuch: 1994 in Ravensburger Verlag
ISBN 3-473-58015-5
*--- Fazit ---*
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, bin ich nicht wirklich begeistert von dem Roman „Hexenfeuer“. Die Geschichte ist sehr seicht und ein Wenig öde, die Sprache ziemlich einfach und das Ende der Geschichte unpassend.
Ich bin allerdings der Auffassung, dass ich einfach nicht zu dieser Zielgruppe dieses Buches gehöre. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch und sollte auch als solches betrachtet und behandelt werden, wobei ich es noch mehr als Kinderbuch einstufen würde.
Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Umstände der Inquisition sowie die damit verbunden Probleme der Menschen mehr oder weniger gut dargestellt werden und dem Leser somit ein recht anschaulicher Einblick in die Welt des Mittelalters gegeben wird.
Nichtsdestotrotz sind die Ereignisse bisweilen arg verniedlicht und verzerren die Realität ein Bisschen. So wird der Inquisition etwas von ihrem Schrecken genommnen, was für Kinder gut sein mag, damit sie keine Angst haben, vermittelt aber gleichzeitig einen falschen Eindruck über die Inquisition.
Im Endeffekt kann ich euch allen nur von diesem Buch abraten und empfehlen es nicht zu kaufen. Vielleicht aber hat Eine(r) von euch ein Kind, mit dem er mal über das Thema Hexenverbrennung oder so reden möchte, zu diesem Zweck halte ich das Buch für durchaus geeignet. Ich denke man kann ein Kind mit dem Buch recht sanft an dieses Thema heranführen, sollte aber dabei klarstellen, dass die Ereignisse nicht gänzlich realitätsgetreu dargestellt sind.
Ich bedanke mich fürs Lesen. Bewertet bitte und kommentiert wenn ihr mögt!
Bis dann dann
Heute geht es mal wieder um ein Buch. Letztes Jahr im Religionsunterricht kündigte unsere Lehrerin an, dass wir eine Lektüre zu lesen haben und da hatte eine liebe Mitschülerin einer „tollen“ Idee. Wir waren gerade beim Thema Hexenverfolgung und sie (die Mitschülerin) meinte, dass sie ein ganz tolles Buch kennen würde, das sich ganz zufällig mit diesem Thema befassen würde. Kurzerhand lieh sie unserer Lehrerin das Buch aus, die wiederum beschloss, dass das Buch für unsere Zwecke geeignet sei. Und damit hatten wir eine Lektüre am Hals, die, soweit ich weiß, niemandem aus meinem Kurs gefallen hat, außer derjenigen die es vorschlug. Wir mussten uns fasst ein ganzes Halbjahr mit Isolde Heynes „Hexenfeuer“ herumquälen.
*--- Die Autorin ---*
Zuerst erzähl ich euch mal etwas zu Isolde Heyne. Ich persönlich kannte sie bevor ich das Buch las nicht und mir ist bis heute auch kein weiteres Werk von ihr in die Finger gekommen. Na ja egal…
Isolde Heyne wurde 1931 in Böhmen geboren. Nach dem 2.Weltkrieg zog sie nach Leipzig wo sie bis 1979 lebte. Sie studierte am „Johannes R. Becher“ Literaturinstitut und arbeitet danach als Autorin für diverse Verlage, den Rundfunk und das Fernsehen.
Im Jahre 1979 kam Isolde Heyne nach Deutschland. Einige Kinder- und Jugendbücher von ihr wurden ausgezeichnet und 1985 bekam sie sogar den Deutschen Jugendliteraturpreis verliehen.
*--- Zur Story ---*
Die Geschichte ist sehr einfach aufgebaut. Die eigentlichen Ereignisse werden als Rückblende erzählt, Anfang und Ende dienen als Rahmen.
Das Buch beginnt in einem mittelalterlichen Verlies. Die eigentlich sehr hilfsbereite Barbara ist der Hexerei bezichtigt worden und nun zum Tode verurteilt. In besagtem erstem Kapitel wird Barbara von ihrer Stiefschwester Armgard besucht. Armgard ist der Auffassung, dass Barbara sie verflucht hätte. Mit der Konservation der beiden Mädchen wird der Leser ganz sanft in die Geschichte hineingeworfen und eingeführt. Nachdem Armgard Barbara wieder verlassen hat, legt sich Barbara zur Ruhe und harrt den Dingen, die sie erwarten, entgegen. Dabei döst sie ein und träumt für den Leser die Vergangenheit, die eigentliche Geschichte.
Jetzt bekommt der Leser die Umstände erklärt, warum Barbara im Kerker sitzt, warum sie Armgards Stiefschwester ist, warum ihre Stiefschwester vermutet, dass Barbara sie verflucht hat usw. Alles im allem eine sehr leichte, wenig anspruchsvolle Geschichte, die mit wenig Überraschungen aufwartet und, abgesehen von der Rahmenhandlung, sehr stringent erzählt wird.
Natürlich will ich euch hier nicht mehr zur Geschichte erzählen, denn sonst würde ich euch ja evtl. die Spannung nehmen, falls ihr das Buch selbst lesen wollt, und das wollen wir natürlich nicht.
*--- Zur Sprache ---*
Im Prinzip handelt es bei „Hexenfeuer“ um ein Jugendbuch und dementsprechend ist die Sprache. Die Sprache ist sehr einfach und unkompliziert. Die Sätze sind meistens nicht allzu lang und daher auch gut verständlich. Auch werden kaum Fremdwörter verwendet, die Verständnisprobleme hervorrufen könnten.
Aus diesen Gründen lässt sich der Roman ganz problemlos und flüssig lesen. Noch dazu ist der Text recht groß gedruckt (zumindest in meiner Ausgabe), so dass auch die Äuglein des Lesers nicht vor allzu große Probleme gestellt werden.
Ich denke, dass man das Buch recht mühelos an einem Tag durchlesen kann, wenn man einigermaßen im Lesen geübt ist und die nötige Motivation mitbringt.
*--- Preis ---*
Meine Ausgabe des Romans ist im Ravensburger Verlag erschienen und umfasst 284 Seiten. Um dieses Werk zu erhalten musste ich 6,50€ auf den Buchladentisch legen, was nicht sonderlich viel ist für ein Taschenbuch diesen Umfangs ist. Aber aus meiner Sicht mehr als dieses Buch wert ist.
Allerdings bekommt man am Ende des Buches noch eine Zeittafel zum Thema Mittelalter/Inquisition gratis mitgeliefert, die man gar nicht braucht.
*--- Daten ---*
Erstveröffentlichung: 1990 im Loews Verlag
Als Taschenbuch: 1994 in Ravensburger Verlag
ISBN 3-473-58015-5
*--- Fazit ---*
Wie ihr vielleicht gemerkt habt, bin ich nicht wirklich begeistert von dem Roman „Hexenfeuer“. Die Geschichte ist sehr seicht und ein Wenig öde, die Sprache ziemlich einfach und das Ende der Geschichte unpassend.
Ich bin allerdings der Auffassung, dass ich einfach nicht zu dieser Zielgruppe dieses Buches gehöre. Es ist ein Kinder- und Jugendbuch und sollte auch als solches betrachtet und behandelt werden, wobei ich es noch mehr als Kinderbuch einstufen würde.
Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Umstände der Inquisition sowie die damit verbunden Probleme der Menschen mehr oder weniger gut dargestellt werden und dem Leser somit ein recht anschaulicher Einblick in die Welt des Mittelalters gegeben wird.
Nichtsdestotrotz sind die Ereignisse bisweilen arg verniedlicht und verzerren die Realität ein Bisschen. So wird der Inquisition etwas von ihrem Schrecken genommnen, was für Kinder gut sein mag, damit sie keine Angst haben, vermittelt aber gleichzeitig einen falschen Eindruck über die Inquisition.
Im Endeffekt kann ich euch allen nur von diesem Buch abraten und empfehlen es nicht zu kaufen. Vielleicht aber hat Eine(r) von euch ein Kind, mit dem er mal über das Thema Hexenverbrennung oder so reden möchte, zu diesem Zweck halte ich das Buch für durchaus geeignet. Ich denke man kann ein Kind mit dem Buch recht sanft an dieses Thema heranführen, sollte aber dabei klarstellen, dass die Ereignisse nicht gänzlich realitätsgetreu dargestellt sind.
Ich bedanke mich fürs Lesen. Bewertet bitte und kommentiert wenn ihr mögt!
Bis dann dann

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