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Erfahrungsbericht von FrauNeedle

Hohlbein - Enwor 2 / Die brennende Stadt

Pro:

Liest sich trotzdem spannend.

Kontra:

Die Auferstehung von Skar?

Empfehlung:

Nein

Wie so oft wühle ich bei Woolworth auf dem Krabbeltisch der Billig-Bücher und finde doch tatsächlich ein Buch von Wolfgang Hohlbein. Nachdem ich von dem ersten Buch, was ich von ihm gelesen hatte, vollauf begeistert war, war es gar keine Frage, daß Buch kommt mit mir nach Hause.

Es handelt sich um ein Buch aus der Enwor-Saga (Was ich aber bis dahin noch nicht wußte, daß es mehrere Teile davon gibt). Der Titel lautet \"Die brennende Stadt - Enwor 2\".

Die Geschichte:
Skar und Del sind zwei Satai, ausgebildete Kampfmaschinen, die für Geld in eine Arena steigen und kämpfen. Sie befinden sich gerade in einer naßkalten Stadt namens Ikne und morgen soll der Kampf stattfinden, der sie von ihren Schulden bei Cubic befreit und sie endlich wieder als freie Menschen durch die Lande ziehen können.

Am Morgen vor dem Kampf bekommt Skar besuch von Vela, einer Errish, und sie bittet ihn, zur brennenden Stadt Combat zu reiten, um den Stein der Macht für sie zu holen. Skar weigert sich, und so greift Vela zu unfeinen Mitteln. Nach dem Kampf nimmt sie Del als Geisel gefangen und vergiftet Skar. Er hat noch 100 Tage Zeit, um den Stein der Macht zu holen, ansonsten wird Del getötet und er hat keine Mittel mehr, um die Vergiftung aufzuhalten.

Vela hat eine kleine Gruppe zusammengestellt. Es sind die Besten der Besten: Gowenna, ebenfalls eine Errish, drei Sumpfmänner die sich El-tra nennen, die Gowenna nicht von der Seite rücken, Tantor, ein Zwerg, und noch einige andere.

Skar macht sich also mit dieser Truppe auf den Weg nach Combat. Eine brennende Stadt der Götter. Es ist ein sehr beschwerlicher Weg und es lauern viele Gefahren unterwegs. Doch die schwierigste Hürde ist Combat selbst. Sie heißt nicht umsonst \"die brennende Stadt\". Durch das stetige Feuer ist es dort verdammt heiß und die tanzenden Flammen scheinen lebendig zu sein.

Am Ende ihrer Kräfte, schafft es der Rest der Truppe, den Stein der Macht zu bekommen. Keiner weiß, welche Macht dieser Stein ausübt, außer Vela.
Zu Fuß machen sie sich auf den Weg zurück, als plötzlich Vela auf einem Feuer- und Säurespuckenden Drachen dahergeritten kommt......

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*

Das Ende möchte ich euch nicht verraten, doch soviel sei gesagt, es ist spannend und ziemlich überraschend.

Das Buch liest sich schnell und flüssig, ist spannungsgeladen und vollgepackt mit Action. Ein Buch, bei dem es einen schwerfällt, es aus der Hand zu legen. Jede freie Minute habe ich genutzt, um weiterzulesen.

Nicht ganz so gut gefallen, aber auch nicht so übermäßig störend, war, daß in diesem Buch die Kapitel mit Zeitsprüngen geschrieben wurde. Ein Kapitel erzählt von der Gegenwart, der nächste wieder von der Vergangenheit, bei dem so einiges erklärt wird. Die Aufklärung ist zwar wichtig, doch wäre das Buch genauso spannend gewesen, wenn Hohlbein gleich die richtige Reihenfolge verwendet hätte. So gibt es immer einen kurzen Moment des Umdenkens, bevor man wieder von der Geschichte gefesselt wird.

Da ich von Hohlbein noch nicht viel gelesen habe, aber immer wieder hörte, er schreibt abschließende Romane, war ich ziemlich überrascht, daß die Geschichte von Enwor noch weiter geht. Man kann das Buch zwar so als eigene Geschichte stehen lassen, doch immer im Hinterstübchen des Gehirns die Gewissheit zu haben, daß sie weiter geht - damit konnte ich nicht leben. Also habe ich mir ganz schnell den nächsten Teil besorgt, nämlich Enwor 3 - Das tote Land. Diese Geschichte knüpft genau an Enwor 2 an und ich bin schon wieder mittendrin.

Wer Fantasy-Geschichten mag, dem kann ich die sagenhafte Enwor-Welt von Wolfgang Hohlbein nur empfehlen. Mittlerweile gibt es 11 Bände davon, und ich kann euch versichern, ich werde sie alle lesen.

Hier noch einige Daten:
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 2 - Die brennende Stadt
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1983
Seitenzahl: 253
Preis: 7,50 Euro
(Oder als Schnäppchenjäger bei Woolworth auf dem Krabbeltisch für 2,04 Euro)

Ich danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-12 23:41:14 mit dem Titel Enwor 3 - Das tote Land

Da ich den zweiten Teil der Enwor-Saga von Wolfgang Hohlbein so spannend fand, fackelte ich gar nicht lange, surfte mal eben schnell zu amazon.de und bestellte mir Teil 3 und auch Teil 1. Ich habe versucht, ein anderes Buch zur Hand zu nehmen, doch die Gewissheit, das ich bald den nächsten Teil in der Hand halten würde, ließ es nicht zu, ein anderes Buch zu lesen.

Die Geschichte:
Nachdem Skar, der Satai, viele Gefahren auf sich nahm, um für die Errish Vela den Stein der Macht aus der brennenden Stadt zu holen, hatte Vela nichts besseres zu tun, als ihm den zu entreissen und zu fliehen. Ihr Staubdrachen gab den restlichen Überlebenden, nämlich Skar, Gowenna (ebenfalls eine Errish) und den beiden Sumpfmännern El-tra, im letzten Kampf den Rest....

Mehr Tot als lebendig machten sie sich auf den Weg, um Vela zu suchen. Der Weg führte sie durch Tuan, eine tote Stadt, in der alles von den Göttern zu gläsernen Ebenen geschmolzen wurde. Nur wenige Ruinun blieben stehen, die ihnen auf ihrem Weg Unterschlupf für eine kurze Rast gaben.

Gowenna, die 11 Jahre von Vela großgezogen wurde, wußte, wo sie sich aufhält - nämlich in der Nähe der Helgor, eine Schlucht deren Klippen so tief sind, daß man das Ende nicht sehen kann. Nur eine Brücke, die von den Göttern erschaffen sein mußte, führte hinüber und sie stolpern sozusagen direkt in Velas Arme.

Voller Schrecken muß Skar feststellen, daß Del, sein bester Freund, Vela liebt und nun sein Feind zu sein scheint. Nur mit Mühe und Not gelingt dem Trupp die Flucht aus Tuan und weg von Vela, doch sie ist ihnen auf den Fersen und setzt den Stein der Macht dazu ein, sie an der Flucht zu hindern.

In Cosh, dem Land der Sumpfmänner, finden sie unteschlupf und werden so einigermaßen gesund gepflegt, damit sie sich auf den Weg zur wahrscheinlich letzten Schlacht machen können....

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*

Wie schon aus dem zweiten Teil gewohnt, bringt Wolfgang Hohlbein am Ende eine kleine Überraschung zutage, die ich euch aber nicht verraten möchte.

Wieder ein spannender Teil, der sich flüssig liest und es einem schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Ich finde es faszinierend, wie Hohlbein eine karge, gläserne Welt mit spannenden Worten beschreiben kann, so als ob man höchstpersönlich dort anwesend ist und man hinter jeder Düne die Gefahr und Anspannung selber spürt. Nicht nur einmal habe ich mit Skar mitgezittert und war am Ende eines Kapitels fast genauso erschöpft wie er.

Interessant finde ich auch, wie Skar schon zum zweiten Mal lernt, daß Legenden wahr sind. Auch wie er das merkwürdige Verhalten der Sumpfmänner begreifen und verstehen lernt, ist lesenswert.

Mit diesem dritten Teil war mir klar, daß ich von der Enwor-Saga so begeistert bin, daß ich Mittel und Wege in Gang gesetzt habe, um an die anderen Teile heranzukommen. Nur wegen dieser Enwor-Saga feier ich im Mai ausnahmsweise meinen Geburtstag und lasse mir von meiner Familie die restlichen Bücher schenken.

Mittlerweile habe ich auch den ersten Teil gelesen, damit ich die Anfänge von Skar und Del mitbekommen. Ich kann euch versichern, daß auch dieser Teil superspannend ist.

Hier noch einige Daten:
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 3 - Das tote Land
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1984
Seitenzahl: 287
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-13 11:27:07 mit dem Titel Enwor 1 - Der wandernde Wald

Nachdem ich merkte, dass die Enwor-Saga wirklich spannend ist, ich bereits Teil 2 und 3 gelesen habe, blieb mir nichts anderes übrig, als auch noch die anderen Teile zu beschaffen. Damit ich nun den Durchblick habe, musste ich natürlich auch endlich mal Teil 1 - Der wandernde Wald lesen.

Die Story:
Skar und Del sind zwei Satai, Krieger, die ausgebildet sind, um zu Kämpfen und zu töten ohne nachzudenken. Sie befinden sich in Ikne in einer Bar und beraten sich gerade, wie sie am schnellsten nach Elay kommen. Ein Magier rät ihnen davon ab, den kürzesten Weg zu nehmen, denn überall lauern Gefahren, besonders von den Quorrl, die sich auf Raubzug befinden. Skar und Del hören nicht auf ihn und machen sich auf den Weg.

Sie werden tatsächlich von den Quorrl überfallen. Del wird dabei schwer verletzt und ihnen bleibt nichts anderes übrig als in die Wüste Nonakesh zu flüchten. Viele Tage irren sie in der Wüste umher, kein Wasser mehr, die Pferde machen schlapp und sie beginnen zu fantasieren. Mehr tot als lebendig erreichen sie plötzlich einen Wald, eine wunderschöne grüne und künstlich angelegte Oase. Sie sammeln noch mal all ihre Kräfte zusammen und treffen auch auf einen verschmutzten Teich, doch das ist ihnen ziemlich egal.

Nachdem sie sich etwas ausgeruht haben, machen sie sich auf die Suche nach den Menschen, die diesen Wald angelegt haben müssen. Sie müssen nicht lange suchen, denn eine Truppe kleiner Menschen in Rüstung trat ihnen entgegen. Sie nehmen Skar und Del gefangen und bringen sie nach Went, ihrem Heimatdorf. Doch unterwegs werden sie von Hoger angegriffen. Das sind große Vögel, die aussehen wie Flugsaurier. Diese Hoger sind nicht nur lebend gefährlich, denn wenn sie sterben, werden sie zu viel gefährlicheren Wesen, gegen die niemand eine Chance hat.

Bei diesem Angriff kommen zwei Cearner um und nur durch Skars hervorragende Ausbildung konnten sie die Hoger besiegen. Das Volk der Cearner ist so dankbar und sie schließen Freundschaft. Skar und Del hören die Legende der Cearner und verstehen nun auch, wie es zu dem wandernden Wald kam. Als sich eine kleine Gruppe von rebellischen Kriegern auf einen Kampf gegen die gefährlichen Hoger vorbereiten, bieten Skar und Del ihre Hilfe an. Doch als sie sich in die Hogerhöhlen begeben, machen sie eine überraschende Entdeckung...

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*

Ihr habt hoffentlich nicht erwartet, dass ich euch das Ende verrate?
Das war nun das erste Buch der 10 bzw. 11bändigen Enwor-Saga. Ich bin wie immer begeistert von dem Schreibstil von Wolfgang Hohlbein. Er schreibt spannend, so dass es einem wirklich schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Selbst eine große und eintönige Wüste wie die Nonakesh, wird hier mit knisternder Spannung beschrieben.

Man versetzt sich beim Lesen so richtig in die Figur des Skar hinein und hat dieselben \"Aha-Effekte\" wir er. Wie beispielsweise bei der Aufklärung, warum der erste Band nun \"Der wandernde Wald\" heißt. Die Lösung ist ganz einfach - Auf der einen Seite werden neue Bäume gepflanzt und gepflegt, auf der anderen Seite lässt man den Wald verkommen, so dass die Nonakesh kein Zentimeter Land zuviel an die Cearner abgeben muss. So läuft das schon seit hunderten von Jahren und der Wald wandert Richtung Heimat, aus der sie damals vertrieben wurden.

Das Buch liest sich flüssig und ist in guten Abschnitten unterteilt. Falls man mal gezwungen ist, das Buch aus der Hand zu legen, dann hat man bei diesen Abschnitten die beste Gelegenheit. Sehr schön gefällt mit auch, dass es eine einfache Kartenzeichnung der Umgebung gibt, so dass man sich ein Bild machen kann, wo sich die Helden gerade aufhalten. Auch sonst werden ab und an mal fantasievolle Bilder des gelesenen gezeigt, die mir sehr gut gefallen haben.

Mittlerweile habe ich die anderen Bänder auch alle da, lese gerade das fünfte Buch und stecke schon wieder mitten drin im Kampf gegen das Böse. Und genau aus diesem Grund möchte ich euch die Enwor-Saga empfehlen. Es lohnt sich wirklich.

Die Daten:
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 1 - Der wandernde Wald
Verlag: Goldmann
ISBN: 3-442-24947-3
Erscheinungsdatum: 1983
Seitenzahl: 362
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-16 23:05:45 mit dem Titel Enwor 4 - Der steinerne Wolf

Rebellion in Elay

Band 4 der Enwor-Saga bekam ich von meiner Tochter zum Muttertag geschenkt, damit das quälende Warten auf die spannenden Abenteuer von Skar gar nicht erst eintritt. So hatte ich gut zwei Wochen Zeit, bis ich zum Geburtstag dann die restlichen Bände geschenkt bekam.
Auch die Geschichte vom steinernen Wolf ist wieder packend gewesen...

Die Story:
Nachdem der steinerne Wolf das ganze Gefolge von Vela, der verstossenen Errish, getötet hatte, war Skar klar, er würde sich an den Tod seines Freundes Del rächen. Vela war entkommen und hatte noch immer den Stein der Macht bei sich.
Während die Sumpfmänner versuchten, Del wieder ins Leben zurückzuholen, machte sich Skar auf den Weg nach Elay (die verbotene Hauptstadt der Ehrwürdigen Frauen), um Vela ein für alle mal von ihrem Vorhaben \"Die Welt zu verbessern\" abzubringen.

Es war noch tiefster Winter, als er Cosh verließ, ein beschwerlicher Weg, bis er in einem Hafen auf dem Freisegler Shantar eine Mitfahrgelegenheit fand. Die Shantar befand sich auf dem Weg nach Anchor, das unweit von Elay lag. Noch bevor sie in den Hafen einfahren konnten, wurden sie von einem Thbargsegler angehalten und durchsucht. Angeblich suchten die Thbargs nach verräterischen Quorrls, doch Skar war sich ziemlich sicher, dass sie nach einem Satai suchten, nämlich ihn. Seine Verkleidung als einfacher Kaufmann schien gut gewesen zu sein, denn sie erhielten die Erlaubnis, in Anchor anzulegen.

Beinahe zu spät merkte Skar, dass ihnen im Hafen eine Falle gestellt wurde und nur in letzter Sekunde schaffte er es, Andred, den Kapitän der Shantar und sich zu retten. Die Shantar mitsamt der restlichen Besatzung ging in loderndes Feuer auf und versank.
Skar und Andred fanden Zuflucht bei einem Freund des Kapitäns, einen Schmuggler namens Herger. Schon am nächsten Tag wurden sie auch dort von den Thbargs gefunden. Es kam zu einem großen Kampf und es schien für Skar aussichtslos zu sein, ihn zu gewinnen. Plötzlich tauchte der steinerne Wolf wieder auf und Skar und Herger konnten fliehen, während der Wolf seinen vernichtenden Kampf führte.
Es schien Skar fast so, als wolle der Wolf dafür sorgen, dass er noch nicht starb. Er sollte leiden und all seine Freunde verlieren, bevor er selbst dran wäre. Die Rache der Götter, weil er den Stein der Macht aus der brennenden Stadt geholt hatte.

Ein langer, beschwerlicher Weg lag vor ihnen und obwohl es eigentlich Frühling war, war es verschneit und vereist. Das kann nur das Werk der Hexe Vela sein, die den Stein der Macht immer geschickter gegen ihre Feinde einsetzen kann.
Nach ein paar Tagen treffen sie auf eine Rebellengruppe. Errish und Quorrl haben sich zusammengetan, um gegen Vela anzugehen. Mit Daktylen, die an Flugsaurier erinnern, flogen sie zu dem Stützpunkt der Rebellen. Dort wurde alles besprochen und am nächsten Tag machten sich ein paar Errish und Quorrl zusammen mit Skar und Herger auf den Weg nach Elay.
Sie mußten durch unterirdische Höhlen gehen, um an die gut beschützte Festung der Errish zu gelangen. Auch das war nicht so einfach, denn hier hausten die Drachen, die unter Velas Kontrolle waren. Als es wieder brenzlig wurde, griff der steinerne Wolf abermals ein und tötete bis auf Skar, Legis und Mork alle Rebellen. Wieder einmal hatte Skar einen Freund verloren.

Am Ende erreichten Sie Velas Räumlichkeiten, doch Vela wußte von ihrer Ankunft. Sie setzte Skar unter Druck ihm zu folgen um sich den letzten entscheidenden Kampf anzusehen. Einen Kampf gegen die größte Rebellengruppe, geführt von Del, der von den Sumpfmännern wieder zum Leben erweckt wurde, und Gowenna.
Doch auch hier schritt der steinerne Wolf ein.....

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*

Wie immer, gab es am Ende eine kleine Überraschung für den Leser, aber genau das ist es, was den Leser dazu bringt, die nächste Folge zu lesen.

Meine Meinung zu Band 4 der Enwor-Saga ist folgende:
Obwohl spannungsgeladen geschrieben, waren einige Vorfälle schon im Voraus klar. Der \"Aha\"-Effekt kam bei mir bereits schon vor Skar und zu viele Andeutungen brachten mich schnell auf die Lösung, noch bevor ich sie gelesen hatte.

Trotz allem liest sich das Buch flüssig und auch hier fiel es mir wieder schwer, es aus der Hand zu legen. Wie immer in letzter Zeit (seit ich die Enwor-Saga lese) nutzte ich jede freie Minute, um weiterzulesen. Meiner Meinung nach hat Wolfgang Hohlbein einen sehr einfachen Schreibstil, der das Lesen erleichtert. In anderen Büchern muss man manche Absätze zweimal lesen, bevor man den Sinn richtig erfasst. Das fällt bei Hohlbein-Büchern weg. Mich stört das allerdings keineswegs, denn so komme ich sehr schnell voran und bekomme viel zu lesen an einem Tag.

Wieder sehr schön finde ich, dass ab und zu gezeichnete Bilder vom Gelesenen gezeigt werden, so dass das innere Auge eine noch bessere Vorstellung von all dem hat. Auch am Anfang, bevor die Geschichte von Skar weitergeht, wird wieder ein kleiner Ausschnitt der Karte von Enwor gezeigt, damit man jederzeit nachschauen kann, wo sich Skar gerade befindet. Eine gute Idee, wie ich finde.

Band 4 - Der steinerne Wolf, ist das erste Buch, was mich nicht ganz so erzittern ließ. Sicher gab es sehr spannende Abschnitte, bei denen man automatisch schneller liest. Trotzdem erhält das Buch von mir fünf Sterne, denn in den Abschnitten, wo es mal nicht um Wunder, Rätsel oder schwierige Kämpfe geht, lernen wir Skar von einer anderen, sehr menschlichen Seite kennen. Damit hat Skar nämlich so seine Probleme, ist er doch eigentlich der starke Mann, der keine Gefühle zeigt.

Mittlerweile habe ich Band 5 der Enwor-Saga fast fertig gelesen und ich kann euch versichern, was in Band 4 an Überraschungen und Aufregung fehlte, holt Wolfgang Hohlbein im nächsten Teil doppelt und dreifach nach. Der Bericht dazu erscheint demnächst.

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 4 - Der steinerne Wolf
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1984
Seitenzahl: 315
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-22 21:29:47 mit dem Titel Enwor 5 - Das schwarze Schiff

Nachdem ich schon über die ersten vier Bände der Enwor-Saga von Wolfgang Hohlbein geschrieben habe, möchte ich euch Band 5 - Das schwarze Schiff nicht vorenthalten. Wieder einmal erleben Skar, Del, Gowenna, Vela und noch einige andere spannende Abenteuer...

Die Story:
Nachdem Vela, die Hexe, ihren letzten Kampf verloren hat und das Böse in ihr gebrochen zu sein scheint, bekam Skar von den Errish den Auftrag, sie zum Berg der Götter zu bringen. Sie sollen entscheiden, was mit der Hexe passiert.
Sie heuern den Freisegler Sharkaan an, der Rayan gehört, und machen sich auf den Weg. Doch Rayan hegt andere Pläne. Er begibt sich mit Absicht in gefährliche Gewässer, um sich an den Dronte, das schwarze Schiff zu rächen. Tatsächlich kreuzt der Dronte ihren Weg und greift mit tötlichen Feuergeschoss an. Nur mit Glück kann die Sharkaan fliehen, doch der Dronte verfolgt sie. Laut Legenden hat es bisher noch kein Schiff geschafft, dem schwarzen Schiff zu entkommen. Ein Wettlauf auf hoher See beginnt.

Nach Tagen treffen sie auf eine riesige Eisinsel, hoch im Norden, wo angeblich noch kein Mensch zuvor gewesen sein soll. Skar hat einen listigen Plan, klettert mit Brad, dem Sohn von Rayan, auf die Eisklippen, um den Dronte mit Feuerbomben zu vernichten. Der Plan scheint aufzugehen. Der Dronte brennt lichterloh und Skar konnte beobachten, wie das schwarze Schiff auseinanderbricht und versinkt. Leider kommt auch Brad dabei um. Er stürzt auf das brennende Schiff und stirbt.

Am nächsten Tag beschließt Rayan, sich die Stelle genau anzusehen, wo der Dronte versunken ist. Er möchte ganz sicher sein, dass er endlich besiegt ist. Sie machen sich mit einem kleinen Boot auf dem Weg und machen eine grausige Entdeckung. Das schwarze Schiff war wieder da. Sie steigen auf das Schiff und Skar stellte mit Entsetzen fest, dass der Dronte lebt. Ein großes, böses Schiff - ein Lebewesen!
Dem Dronte gefällt das natürlich gar nicht, dass sich Menschen auf ihm befinden. Er greift an und nur mit Mühe und Not können Skar, Rayan und Helth (der andere Sohn von Rayan) entkommen. Dabei wir Rayan so stark verletzt, dass er kurz darauf stirbt. Jedoch wird Skar vorher von ihm zum Kapitän der Sharkaan ernannt und erhält die Aufgabe, seine Männer sicher nach Hause zu bringen. Für Skar eine schwere Aufgabe und auch Helth ist darüber ziemlich verärgert.

Skar sieht keinen Weg, den Dronte zu besiegen, also veranlasst er, alles Gepäck auf die Eisberge zu bringen und zu hoffen, dass sie auf ihrem Weg irgendwann auf festes Land treffen. Die nächsten Tage sind sehr beschwerlich. Nicht nur, dass es eisig kalt ist und ein Schneesturm den anderen jagt, nein, auch wegen Vela, der verstoßenen Errish, denn sie ist hochschwanger. Nach vielen Tagen finden sie ein Labyrinth aus Eis und Gowenna erinnert sich an eine Legende, die besagt, dass diese Welt vor vielen Jahrtausenden von Göttern erschaffen wurde. Die Legende besagt auch, dass es einen Hafen geben muss und so machen sie sich auf die Suche.

Die Zeit drängt, denn Vela darf das Kind nicht auf dieser Insel bekommen. Grund dafür ist, dass Skar der Vater des Kindes ist, oder besser gesagt, der dunkle Teil in Skar, denn er ist ein Nachfahre der Götter und birgt einen \"dunklen Bruder\" in sich. Dieses Kind würde hier die bösen Götter erwecken und Enwor wäre für immer verloren.
Als die restliche Truppe das Labyrinth verlassen wollen, kommt es zu einem bösen Zwischenfall. Helth kann seinen Hass gegen Skar nun nicht mehr verbergen und es kommt zu einem Kampf, bei dem Helth schwer verletzt wird. Anstatt sich anschließend pflegen zu lassen, flieht er in die Kälte und alle denken, er würde draussen sterben. Doch sie sollten sich irren, denn als sie sich auf der Suche nach dem Hafen begeben, werden sie von Helth überfallen. Eigentlich müsste er tot sein, doch etwas Böses hat Helth\'s Körper für seine Zwecke benutzt. Er fordert, dass Vela herausgegeben wird und es kommt zu einem erbitterten Kampf. Del wäre dabei beinahe umgekommen und auch hier macht Skar eine merkwürdige Entdeckung. Während des Kampfes verschwindet Gowenna mit Vela und es kommt der Verdacht auf, dass Gowenna auch auf der falschen Seite kämpft.

Schließlich finden die letzten Überlebenden den Hafen, doch die Schiffe sind unbrauchbar. Hinzu kommt, dass der Dronte draussen am Hafen auf sie wartet.....

*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*°*

Das Ende lasse ich mal wieder offen, doch es gibt auf jeden Fall noch einige Überraschungen.

Band 5 war bisher der spannendste Teil der Enwor-Saga. Obwohl das Buch ein paar Seiten mehr hatte, habe ich es am schnellsten gelesen. Wie immer und gewohnt von Wolfgang Hohlbein, liest es sich flüssig und einfach. Auch hier fiel es mir wieder verdammt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Es gab kaum Erholungspausen. Dachte man \"puh - der Kampf wäre geschafft\", kam auch gleich die nächste Überraschung. Wie Skar tappte auch ich oft im Dunkeln und war großen Grübeleien ausgesetzt. Dachte ich, endlich eine Lösung gefunden zu haben, gab es gleich wieder einen Vorfall, der alle Gedanken umwarf.
Diesmal war es wirklich fesselnd und faszinierend und vor allem undurchsichtig geschrieben. Erst so ziemlich gegen Ende kam endlich die Auflösung.

Was mir diesmal aber so richtig auffiel, waren die vielen Wiederholungen, die Hohlbein schrieb. Mehrmals nutzte er dieselbe Beschreibung für die vereiste Landschaft. Auch für die Eis-Krieger fiel ihm nichts neues ein und brauste ein Sturm um die Ecke, hatte ich das Gefühl, die Beschreibung hierzu schon mehrmals gelesen zu haben.
Jedoch muss ich zugeben, dass die vielen Überraschungen, die ich erleben durfte, dass wieder gut machten.

Auch in Band 5 bekam ich wieder einen Kartenausschnitt von Enwor zu sehen, damit ich nachschlagen konnte, wo sich Skar und Del gerade befinden. Auf einige nett gezeichnete Schwarz-Weiß-Bilder kann man sich auch freuen. Sie zeigen wieder Bilder von dem, was man gerade gelesen hat und so bekommt das innere Auge wieder etwas Futter für die Vorstellungskraft.

Es ist mittlerweile so, dass ich Skar und seine Freunde sehr gut kenne. Ich stecke mittendrin in dem Chaos von Enwor und frage mich stets, wie geht das wohl weiter?
Es ist schon raffiniert von Wolfgang Hohlbein, dass er jedes Mal am Ende eines Buches eine Überraschung aus dem Ärmel zaubert, so dass dem Leser eigentlich gar nichts anderes übrig bleibt als weiter zu lesen. Ich bin auf diese Raffinesse hereingefallen, doch das stört mich überhaupt nicht. Die Enwor-Saga fasziniert mich so sehr, dass ich gar nicht aufhören möchte (und wohl auch nicht mehr kann *g*).

Wer also den einfachen und sehr spannenden Schreibstil von Wolfgang Hohlbein mag, dem kann ich die Enwor-Saga aus vollem Herzen empfehlen.

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 5 - Das schwarze Schiff
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1984
Seitenzahl: 410
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-13 09:32:08 mit dem Titel Enwor 7 - Das schweigende Netz

Selten hat es ein Autor geschafft, mich dermaßen zu fesseln. Die Rede ist von Wolfgang Hohlbein, der meiner Meinung nach zurecht die Nr. 1 der deutschen Fantasy-Autoren ist. Ich lese zur Zeit fasziniert an der Enwor-Saga und da ich bereits über die ersten 6 Teile der 10 bzw. 11bändigen Buchreihe geschrieben habe, sollt ihr nun auch meinen Bericht über das 7. Buch \"Das schweigende Netz\" lesen können ;-)

Die Story:
Funfhundert Satai und vierzigtausen Quorrl hatten ein leichtes Spiel, als sie die Festung von Drask, dem Priester und Zauberer, stürmten. Schwer verletzt wird Drask gefangen genommen und kurz vor seinem Tode erzählte er Skar, dass man sich auch zu Tode siegen könnte, doch Skar konnte bisher noch nicht wissen, was er damit gemeint hatte.

Die Satai und Quorrl belagerten die Festung und warteten auf noch mehr Krieger. Es sollten noch einige tausen Veden und Satai kommen. Mit diesem großen Kriegsheer wollten sie dann die bösen Götter besiegen, doch bis dahin sollte es noch einige Tage dauern.

Eines Tages berichtete ein Bote, dass es weiter draussen im Gelände einen Kampf gab. Eine Errish schien auf der Flucht vor ihrem eigenen Volk zu sein. Skar, Del und noch andere Satai und Quorrl machten sich auf dem Weg, um zu sehen, was dort los war. Niemals zuvor hatten sie solche Drachen gesehen, auf denen die Errish ritten und noch niemals zuvor kam es vor, dass sie sich gegenseitig bekämpften. Irgendetwas konnte nicht stimmen.
Nur mit List und hartem Einsatz konnten sie die flüchtende Errisch retten. Wie sich später heraus stellte, handelte es sich um Kiina, die Tochter von Gowenna.

Bei den besiegten Errish und ihren Drachen stellten Skar und Del merkwürdige Parasiten fest. Ein schwarzes Etwas, das sich um und in ihre Körper verwickelte, wie ein schwarzes, feingesponnenes und lebendes Spinnennetz!

Kiina wollte sie warnen, denn die Festung sollte eine Falle sein. Skar und Titch, der Hauptmann der Quorrl schienen die einzigen zu sein, die das auch glaubten. Sie spürten, dass sie immer agressiver wurden, je länger sie sich in der Festung aufhielten. Selbst zwischen Del und Skar gab es immer größeren Streit.
Als Skar eines Tages ausritt, entdeckte er eine Höhle, in der er ebenfalls eine tote Errish fand. Er fand eine kleine Flasche mit goldenfarbiger Flüssigkeit bei ihr, was sie zuerst für Gift hielten, doch es stellte sich heraus, dass es ein Mittel gegen das schwarze Netz war, was die Errish umschlungen hatte. Doch mit dieser Flüssigkeit hatte es noch eine andere Bewandnis und Skar wurde brutal niedergeschlagen und die kleine Flasche gestohlen.

Als der erwartete Trupp von Veden und Satai endlich eintraf, kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Plötzlich kämpften Satai und Veden gegen die Quorrl. Die ganze Arbeit, aus ihnen starke Verbündete zu machen, scheint vergebens gewesen zu sein...

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Auch Band 7 der Enwor-Saga ist wieder spannend gewesen. Einige Ereignisse konnte man zwar vorausahnen, doch beim Lesen erlebt man dann trotzdem die Überraschungsmomente.
Das Ende habe ich ja wie immer nicht ganz verraten, aber ihr könnt gewiss sein, dass sich Wolfgang Hohlbein für den Schluß wieder etwas tolles hat einfallen lassen. Da es sich hier um Band 7 von vorerst 10 Büchern handelt, kommt man der Lösung immer etwas näher.

Die Enwor-Saga beinhaltet zwar 11 Bücher, doch Band 11 ist eine etwas neuere Geschichte, bei der Skar nach einigen hundert Jahren wieder aufersteht. Also gehe ich mal davon aus, dass man im 10 Buch die Geschichte vorerst abschliessen kann und des Rätsels Lösung endlich erfährt.

Wie immer liest sich das Buch recht flüssig und man erlebt genau wie Skar diese Aha-Effekte, wenn wieder etwas seltsames geschieht oder ein besonderes Erlebnis / Ereignis passiert, was wie ein Teil vom Puzzle das Gesamtbild der Enwor-Saga etwas deutlicher erscheinen läßt.

Auch diesmal gab es keine Bilder im Buch - ein wenig schade, ich fand sie waren immer gut gezeichnet. Die Karte von Enwor, die sonst anfangs gezeigt wurde, fehlt auch, aber da es in Gegenden spielt, die ich schon aus den vorigen Büchern kenne, wo noch eine Karte abgebildet war, brauche ich sie nicht mehr.

Noch immer bin ich begeistert von der Enwor-Saga, auch wenn es mir nun immer wieder auffällt, dass Wolfgang Hohlbein doch recht häufig dieselben Wörter in seinen Beschreibungen verwendet. Es fällt eben nur auf und stört aber nicht wirklich.

Wer Interesse an der Enwor-Saga hat, der sollte mal bei e-bay.de vorbeischauen. Dort werde die Bücher ab 1 Euro angeboten. Ansonsten kann man sie bei amazon.de bestellen.
Nun kann ich nur noch viel Spaß beim Lesen der spannenden Abenteuer von Skar wünschen.

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 7 - Das schweigende Netz
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1988
Seitenzahl: 312
ISBN: 3-442-24953-8
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-26 21:21:13 mit dem Titel Enwor 6 - Ein Werkzeug der Mächte

Kaum hatte ich Band 5 fertig gelesen, machte ich mich sofort an das nächste Buch heran. Mein Glück ist es ja, dass ich bereits alle Bücher der Enwor-Saga zu Hause habe und dadurch keine lange Wartezeiten entstehen. Wie spannend es weiter geht, könnt ihr hier selbst lesen...

Die Story:
Nachdem Skar, Del, Gowenna und ein paar der Seemänner es geschafft hatten, von der Eisinsel wegzukommen, machte sich Skar mit seinem Sohn auf den Weg zum Tempel der Gesichtslosen Prediger. Sie sollten sich seinem Sohn annehmen und Skar helfen, seinen dunklen Bruder (wie er sein böses Ich nannte) zu besiegen. Die Gesichtslossen Prediger gaben ihm einen Trank und er schlief ein - für eine sehr lange Zeit.

Als Skar erwachte, wußte er nicht, wie lange er geschlafen hatte. Er suchte nach dem Prediger, doch der Tempel schien verlassen zu sein. Nachdem er die Hoffnung fast aufgab, hier im Tempel jemanden zu treffen, fand er einen Jungen und seine große Schwester. Sie waren auf der Flucht. Auf Enwor herrschte Krieg und Skar erfuhr von den beiden, dass sich die Satai mit den Kohonern, Veden und sogar den Quorrl zusammentaten, um die Städte zu plündern. Er konnte das gar nicht fassen - er muss sehr lange geschlafen haben...

Um vom Berg der Prediger wegzukommen, schlich sich Skar an die Verfolger der beiden Kinder heran. Es kam zum Kampf und Syrr und ihr kleiner Bruder merkten, dass auch Skar ein Satai war. Schwer verletzt ließen sie ihn aus Angst liegen und Skar kämpfte sich zu einer kleinen Hütte vor. Dort wurde er von Enwass aufgegriffen, der sich mit seiner Familie auf dem Weg zu einer Festung in den Bergen befand. Dort sollte ihnen geholfen werden, doch zuerst mussten sie die Quorrl unterwegs abschütteln, die auf der Lauer waren und ihre Flucht verhindern wollten.

Nach schweren Strapazen schaffte es die kleine Gruppe zur Festung. Enwass kam mit seiner Familie ins Flüchtlingslager. Skar durfte bei Drask in der Festung leben. Drask war ein Zauberer. Er erzählte Skar, dass sein Erwachen nach über 18!! Jahren einen bestimmten Grund haben muss. Mittlerweile waren die Götter zurück gekehrt und wollten Enwor wieder einnehmen. Es gab nur eine Möglichkeit, das zu verhindern:
Skar musste sein Erbe der Götter, das er an seinen Sohn vererbt hatte, töten! So machte er sich auf den Weg in das Lager der Satai. Dieses Lager wurde von vierzigtausend Quorrl und fünfhundert Satai belegt.

Der Himmel war noch dunkel, als er das Zelt seines Sohnes entdeckte und wieder einmal erlebte und erfuhr Skar zum Schluß einige Überraschungen...

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Wie immer verrate ich euch nicht, was Skar zum Schluß erlebt hat und welche Überraschungen für den Leser bereit gehalten wurden.

Wolfgang Hohlbein, der 1955 in Weimar geboren wurde, ist meiner Meinung nach zurecht der beliebteste Fantasy-Autor in Deutschland. Er versteht es, mit einfachen Worten eine hinreißende und spannende Geschichte zu schreiben.
Nachdem ich jetzt nun ein paar seiner Bücher gelesen habe, fällt es schon auf, dass er oft die selben Wörter benutzt, doch das ändert nichts daran, dass ich begeistert von seiner Schreibweise bin.

Mit Band 6 der Enwor-Saga habe ich jetzt über die Hälfte der der Saga gelesen. Nun könnte man meinen, es müsste doch langsam langweilig werden, aber dem ist ganz und gar nicht so. Im Gegenteil - es wird immer spannender und ich mache mich sofort an das nächste Buch heran, sobald ich eins zuende gelesen habe.
Je mehr Bücher man von der Enwor-Saga gelesen hat, desto mehr kann man sich in Skars Denken und Fühlen hineinversetzen. Oft kam es bei mir vor, dass ich das Buch beseite gelegt habe, um selbst darüber zu grübeln, was denn der Lösungs Kern sein könnte.
Wolfgang Hohlbein versteht es hier sehr gut, nicht nur Skar, sondern auch den Leser zu verwirren oder auf eine falsche Fährte zu locken, aber gerade das ist es, was mir an der Enwor-Saga so gut gefällt, denn am Ende ist die Überraschung umso größer.

In diesem Buch gab es einen großen Sprung, denn Skar hatte ja lange Zeit geschlafen. Da er nicht gealtert ist in dieser Zeit, ist sein Freund Del nun genauso alt wie er. Es ist eine neue Situation, an die man sich erst einmal gewöhnen muss.

Auch der 6. Teil liest sich schnell und flüssig. Ich habe hierfür nichtmal eine Woche gebraucht, obwohl ich überwiegend nur abends zum Lesen komme, wenn meine Kinder schlafen und ich die Ruhe habe, um mich voll und ganz auf das Buch konzentrieren zu können.

Diesmal gab es keine Landkarte von Enwor zu sehen. Auch keine gezeichneten Bilder zwischendurch, doch man kann sich ja aus Teil 5 die Karte ansehen, damit man so ungefähr weiß, wo sich Skar gerade aufhält.

\"Die Rückkehr der Götter\" ist ein Muss für jeden, der begonnen hat, die Enwor-Saga zu lesen. Ich bin immernoch hellauf begeistert und stecke schon mittendrin im 7. Buch, das auch wieder einige Überraschungen für mich bereithält.

Wer Interesse an der Enwor-Saga hat, dem kann ich die Seite www.ebay.de nahelegen. Dort werden alle Teile ab 1 Euro angeboten. Es lohnt sich wirklich!

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 6 - Die Rückkehr der Götter
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1987
Seitenzahl: 249
ISBN: 3-442-24952-X
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-14 11:35:53 mit dem Titel Enwor 8 - Der flüsternde Turm

Hier nun die Beschreibung zum 8. Buch der Enwor-Saga, eine packende Fantasy- und Abenteuergeschichte von Wolfgang Hohlbein.

Die Story:
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Skar hat sich von seinem Freund Del verabschiedet und macht sich mit Kiina, Titch (Hauptmann der Quorrl) und seinem Begleittrupp auf den Weg nach Elay, um die Errish um Hilfe zu bitten.
Als er und Kiina in die Festung von Elay eintreffen, müssen sie feststellen, dass alle Errish, die hier lebten, tot sind. Die ganze Festung ist mit einem seltsamen Staub belegt, der anscheinend für den Tod verantwortlich ist.

Um auch sicher zu sein, dass nicht doch irgendwo eine verletzte Errish herumliegt, durchsuchen sie noch die Drachenhöhle und finden tatsächlich die Margoi, das Oberhaupt der ehrwürdigen Frauen. Bevor die Margoi stirbt, kann sie Skar und Kiina noch die tragischen Ereignisse mit dem tödlichen Staub erzählen. Auch sie könnten angesteckt sein, denn sie haben den Staub berührt.

Als sie wieder auf dem Weg zu Titch und seine Quorrl waren, sahen sie schon von weitem die Lichtblitze der Handscanner, die die Errish als Waffe benutzten. Nur mit Mühe konnte Skar das Schlimmste verhindern, doch die meisten Quorrl waren bereits tot. Die Angreifer waren die letzten Errish, die rechtzeitig vor dem tödlichen Staub fliehen konnten. Errish und Quorrl waren seit Urzeiten Feinde, doch mit Skars Überredungskünsten halfen sie nun den verletzten Quorrl, bevor sie mit Skar und Kiina zu ihrem Lager flogen.

Beide wurden merkwürdigerweise immer schwächer, bekamen hohes Fieber und hatten schreckliche Alpträume. In diesen Träumen flüsterte ständig eine böse Stimme und wollte sie dazu überreden zu töten.
In der Nacht wachte Skar auf und beobachtete, wie die Errish mit unheimlichen Wesen eine Art Ritualtanz aufführten. Nichts Gutes ahnend, wollte er mit Kiina fliehen und stießen dabei direkt auf den Dronte, jenes böse, lebende Schiff. Beide wurden von den Errish gefangen genommen. Doch Titch hatte soetwas wohl geahnt und kam zur Hilfe. Auch der Dronte griff nun an und verwandelte das Lager in eine riesige Feuerstelle.

Skar und die letzten Quorrl konnten in eine Höhle bei den Bergen fliehen. Die flüsternde Stimme wurde immer stärker in Skar und Titch war vor ihm nun auch nicht mehr sicher. Am nächsten Morgen lockte Kiina ihn mit einer List aus der Höhle heraus und schlug ihn nieder. Als Skar wieder zu sich kam, sah er merkwürdige grüne Lichter in der Höhle. Er versteckte sich und beobachtete, wie einige Zauberpriester befehle an die Errish erteilte. Sie sollten Titch zu den Priestern bringen und die anderen Quorrl töten, doch Skar vertauschte heimlich die Rüstungen, so dass die Priester nicht Titch, sondern einen anderen mitnahmen.

Am nächsten Morgen machten sich Skar und Titch auf dem Weg zum flüsternden Turm, denn nur dort können sie die schrecklichen Alpträume vernichten. Doch wie immer, erleben sie am Ziel eine große Überraschung....

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Ich finde es herrlich, wie Wolfgang Hohlbein es immer wieder schafft, am Ende es noch mal so richtig spannend werden zu lassen, so dass man gar nicht anders kann, als weiterzulesen.
Je mehr man von der Enwor-Saga liest, um so tiefer steckt man selbst in der Geschichte und dem Abenteuer mit drin.

Hatte ich am Anfang auch eine Abneigung gegen die Quorrl, weil sie in den Büchern immer boshaft \"Fischgesichter\" genannt werden, und als grob und unzivilisiert dargestellt werden, so ist mir mittlerweile gerade Titch auch ein guter Freund geworden :-) Man lernt sie im Laufe der Bücher immer besser kennen und gerade in diesem 8. Teil, wo wir einen Teil der Aufklärung über die Quorrl erhalten, versteht man deren feindselige Haltung auch gleich viel besser.

Wie immer, liest sich das Buch flüssig, denn Hohlbein versteht es, mit einfachen Worten eine spannende Geschichte zu schreiben. Man liest und liest und ist richtig enttäuscht, wenn das Buch plötzlich fertig ist - mir geht es jedenfalls jedesmal so. Darum bin ich auch froh, dass ich alle Bände der Enwor-Saga schon da habe, denn dann kann ich mir sofort das nächste Buch vornehmen, um schnell weiter zu lesen.

Um nochmal Informationen weiterzugeben:
Die Enwor-Saga besteht aus 10 bzw. 11 Büchern.
Die ersten 10 handeln davon, dass Skar, ein Satai, das Siegel der \"Götter\" gebrochen hat und nun das Böse heraufbeschwört hat. Er kämpft mit seinem Freund Del gegen Drachen, Zauberern und andere Mächte, die sich so schwer erklären lassen. Er lernt viele Rassen kennen, die auf Enwor leben und lernt ihre Lebensweise auch verstehen. Viele Freunde sterben, doch Skar schein unsterblich zu sein....
Das 11. Buch handelt von einer anderen Zeit. Nach einigen 100 Jahren wird Skar wohl wieder zum Leben erweckt und stellt fest, dass auf Enwor wieder Krieg herrscht.

Wer Interesse an der Enwor-Saga hat, der sollte auch mal bei ebay vorbeischauen, dort werden die Bücher zum Teil für 1 Euro angeboten.


Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 8 - Der flüsternde Turm
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1988
Seitenzahl: 254
ISBN: 3-442-24954-6
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-17 22:19:03 mit dem Titel Enwor 9 - Das vergessene Heer

8 Bücher habe ich schon hinter mir von der Enwor-Saga. Hier kommt meine Beschreibung zum 9. Band der aufregenden Geschichte von Skar, der verzweifelt versucht, Enwor zu retten.

Die Story:
Als Skar aus seiner Ohnmacht aufwacht, befindet er sich in einem Raum des flüsternden Turmes. Von dem bösen Flüstern war hier drin jedoch nichts zu merken. Titch befand sich ebenfalls im Raum, aber er schien irgendwie verändert zu sein. Seine pupillenlosen Fischaugen blickten voller Ehrfurcht. Seine Götter sind zurück gekehrt. Sie sind wieder da, aber Skar hatte gesehen, dass er einen von ihnen verletzt hatte. Können Götter bluten? Doch Titch wollte all das nicht hören und vertraute auf die alten Legenden.

Ennart war der Anführer der \"Götter\" und konnte Teile der Gedanken sperren, was Skar aber erst viel später bemerkte, denn ein paar Tage später gab es ein Ruckeln im gesamten Turm und plötzlich drehten alle Quorrl durch. Das böse Flüstern war wieder da und sie griffen ihre eigenen \"Götter\" an.

Damit so etwas nicht noch mal passieren konnte, wurden die Quorrl zu den Drachen ins Tal gesperrt. Ennart brachte Skar in geheime Räume, die etwas ganz besonderes bargen. In der Vorhalle sah Skar ein Abbild des Daij Djan. Ein kleines, aber gefährliches gesichtsloses Wesen, das unbesiegbar zu sein schien. Dahinter war ein Raum mit einem Altar, auf dem sich ein Zylinder mit pulsierendem Licht befand. Ennart verlangte, dass Skar dieses Etwas in Gang setzte, doch Skar spürte, dass etwas sehr Böses von diesem Zylinder ausging.

Zurück in Ennarts Gemächer, verlangte Skar erst mal , dass Titch gerufen wurde. Als Titch kam, machte Ennart einen großen Fehler und erzählte die wahre Geschichte der Quorrl, Sie wurden nur geschaffen, um Krieger zu sein - sie waren eine lebendige Waffe, ein vergessenes Heer. Darauf wurde Titch klar, dass sie keine Götter waren und Ennart musste sterben.

Gemeinsam mit den Errish gelang ihnen die Flucht in die Berge. Die Zeit drängte, denn Kiina und Skar waren noch immer krank vom tödlichen Staub. Kiina würde wahrscheinlich noch Monate leben können, doch Skar blieben vielleicht nur noch ein paar Tage. Seine linke Hand starb schon langsam ab und es blieb ihm nichts anderes übrig, als sich die Hand abhacken zu lassen.

Sie müssen weit in den Norden reisen, denn dort war die Quelle des Lebens. Doch um dort hinzugelangen müssen sie durch die Heimat von Titch, nach Cant. Kein Mensch, der je das Land der Quorrl betreten hat, kam lebend zurück. Warum das so ist, möchte ich jetzt mal nicht erzählen. Tatsache ist aber, dass sie natürlich auch in Cant wieder einige Überraschungen erleben werden...

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Auch diesmal hat es Wolfgang Hohlbein wieder geschafft, eine kleine Überraschung am Ende des Buches einzubauen. Band 9 der Enwor-Saga ist wieder vollgestopft mit Action, Spannung, Überraschung, Verwirrung, Schmerz, Traurigkeit und Freude - eben alles, was ein gutes Buch und eine gute Story braucht.

Hatte ich im 8. Band der Enwor-Saga das Gefühl, der Aufklärung ein Stück näher gekommen zu sein, so hat es Hohlbein hervorragend geschafft, den Leser in diesem Band wieder ein Stück zu verwirren. Unglaublich, wie fesselnd so eine Geschichte sein kann, denn noch immer habe ich das Bedürfnis schnell weiter zu lesen, um ja keine großen Pausen einlegen zu müssen. Jede Busfahrt, jede Wartezeit nutze ich aus und wenn ich in dieser Zeit nur drei oder vier Seiten schaffe.

Je mehr man von Hohlbein liest, umso mehr fällt einem auf, dass er doch recht häufig die selben Beschreibungen nutzt, man also manchmal das Gefühl hat, das hätte man schon gelesen. An Spannung verliert das Buch, oder besser gesagt die Geschichte um Skar und Enwor, dadurch aber kein Stück. Durch die meist einfachen Wörter, die verwendet werden, liest sich das Buch leicht verständlich, leicht und schnell.

Die Gefühle bringt Hohlbein sehr gut rüber. Man leidet förmlich mit Skar mit, gerade jetzt, wo er doch sterbenskrank ist. Auch die Höhen und Tiefen der mittlerweile sehr guten Freundschaft zwischen dem Quorrl Titch und Skar erlebt man so, als wäre es die eigene Freundschaft. Auch Kiina, die Tochter von Gowenna, der einzigen Frau, die Skar wirklich geliebt hatte, spielt eine immer größere Rolle in Skars Leben und nicht nur einmal fragt man sich, ob sie wirklich seine Tochter ist.

Ich komme aus dem Schwärmen über die Enwor-Saga gar nicht mehr heraus und bin gerade dabei, meine Verwandtschaft dazu zu überreden, dass sie sich diese Bücher nicht entgehen lassen sollten. Und das Gleich möchte ich auch euch nahe legen. Wer Fantasy-Geschichten mag, der wird auch die Enwor-Saga mögen, das kann ich eucht versichern.

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 9 - Das vergessene Heer
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1988
Seitenzahl: 255
ISBN: 3-442-24955-4
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 19:16:19 mit dem Titel Enwor 10 - Die verbotenen Inseln

Das bittere Finale
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Hier kommt nun das bittere Finale der Enwor-Saga, denn eigentlich waren zuerst 10 Bände geplant. Erst Jahre später entschied sich Wolfgang Hohlbein wohl dafür, die Geschichte um Enwor weiter gehen zu lassen und schrieb das elfte Buch.

Die Story:
Skar ritt noch mal zurück zu Crons Hof um die Menschen, die dort gefangen gehalten wurden, zu befreien. Doch als er ankam, merkte er sofort, dass hier etwas nicht stimmte. Trotz allem schlich er zum Gefängnis, doch die Gefangenen waren alle tot. Nicht nur sie, auch die Quorrl-Priester waren tot. Der Daij-Djan hatte sie für Skar erledigt und hoffte nun, dass sich Skar mit ihm vereinen würde, doch noch wehrte er sich gegen die Bestie, die in Wirklichkeit sein dunkler Bruder war, der schon seit Geburt an in ihm \"lebte\".

Als Titch und Kiina auch auf dem Hof ankamen, waren sie erschrocken. Zunächst holten sie die Heilerin der Quorrl, damit Skar wieder zu Kräften kam, denn der tödliche Staub aus Elay machte ihm immer mehr zu schaffen.
Cron verhalf ihnen noch einmal zur Flucht, unter der Bedingung, seine Eier zu den Rebellen nach Caran zu bringen. Dort würde seine Brut schlüpfen können und frei sein. Für dieses Versprechen erhielten sie das geheime Wort, womit sie die Berge von Caran überhaupt betreten konnten.

Auf dem Weg zu den Rebellen ging es Skar immer schlechter. Er war dem Tod schon sehr nahe und konnte sich an kaum etwas erinnern. Doch mit Titchs Hilfe schafften sie es zu den Rebellen und ihr Anführer Rowl empfing sie nach einigem Ärger und nahm die Brut von Cron entgegen.
Mittlerweile hatten sich auch Titchs Krieger vor dem Berg versammelt. Tausende von Quorrl, die sich gegen ihre Bestimmung auflehnten und nur noch den Krieg für ihre Freiheit weiterführen wollten.

Während der Besprechungen, wie sie die Tempel der Priester und Götter in Ninga besetzen könnten, tauchte plötzlich Ennart mit seinem Gefolge auf. Skar und Titch konnten es gar nicht fassen. Sie hatten Ennart eigenhändig getötet und plötzlich war er wieder da. Der falsche Gott forderte Skar auf, mit ihm zu gehen, dann würden seine Quorrl-Freunde am leben bleiben, doch Skar weigerte sich und Ennart erklärte den Krieg. Als Titch uns Skar den Rebellenstützpunkt wieder betraten, lagen schon überall Leichen herum. Aus der Brut von Cron waren kleine, schleimige Monster geschlüpft - es war eine Falle.
Nur wenige entkamen dieser Falle und es kam zu einer erbitterten Schlacht, die für die Quorrl aussichtslos schien. Am Ende seiner Kraft und mehr tot als lebendig, konnte Skar nur flüstern, dass der Daij-Djan ihn nun haben könnte und somit kam sein dunkler Bruder zum Vorschein. Diesmal aber nicht in der gewohnten Gestalt, sondern Skar selbst war nun der Daij-Djan. Ein unbesiegbarer, gottähnlicher Mensch, der den Kampf für die Quorrl gewann.

Sieben Tage war es nun her, seid Skar zum Daij-Djan geworden ist. Er war seitdem sehr einsam, denn alle fürchteten sich vor ihm. Trotzdem führte er das Heer an und sie machten sich auf den Weg nach Ninga. Dort war der Tempel der Götter und Priester, dort würde die Entscheidung fallen, ob Enwor weiter existieren darf oder ob es untergeht.
Nachdem sie die Priester besiegt hatten, betraten Titch und Rowl den Tempel der Quelle des Lebens und erlebten dort eine große Überraschung. Skar wusste, dass seine Aufgabe noch nicht erledigt war und stieg weiter die Treppe hinab in die unterirdischen Gänge des Tempels. Dort traf er auf den Sternengeborenen, der sich ebenfalls mit Skar vereinen wollte. So wäre Skar Herrscher über Enwor geworden und hätte später das gesamte Universum regieren können, doch der Gedanke an Kiina, für die Skar eine innige und merkwürdige Liebe empfand, hielt ihn davon ab. Er gab dem Sternengeborenen die Freiheit und wurde somit selbst vom Daij-Djan befreit.

Wieder ein sterblicher Mensch, wollte Skar einfach nur noch schlafen, doch da wurde er von Del, seinem damaligen besten Freund, überrascht und getötet...

Warum Del das tat, müsst ihr dann aber selber lesen. Auch in den letzten Zeilen hält Hohlbein noch eine Überraschung für uns bereit...

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Ein wahrlich bitteres Ende!

Obwohl ich es vorher schon wusste , dass Skar am Ende stirbt, bin ich trotzdem erschüttert darüber. Vor allem, weil ausgerechnet Del ihn getötet hat. Sein Schüler und bester Freund.
Aber es ist auch eine Erleichterung, endlich einige Aufkärungen gelesen zu haben, nachdem Hohlbein den Leser doch immer wieder in die Irre geführt hatte. Manchmal blickte ich überhaupt nicht mehr durch, wer denn nun die Bösen oder die Guten waren. Die Sumpfmänner zum Beispiel, die in einigen der ersten Bücher immer halfen und die Guten waren, sind später wohl zu den Bösen übergegangen, denn nur so war es möglich, dass Ennart immer wieder die selbe Gestalt annehmen konnte.
Nachdem Skar die Sternenbestie freigegeben hat, sollte man annehmen, dass nun alles gut wird und alle Rassen auf Enwor in Frieden leben können, aber das ist ja nun leider nicht so, denn Hohlbein hat Jahre später Skar wieder auferstehen lassen. Doch zum elften Buch erzähle ich euch im nächsten Bericht.

Das Buch liest sich einfach und schnell, da Hohlbein meist einfache Wörter für seine Story verwendet. Trotz der vielen Wiederholungen, die er schreibt, ist auch dieses Buch super spannend von Anfang bis Ende - diesmal sogar sehr traurig am Schluß, denn Kiina hält eine kleine Abschlussrede und verrät ein kleines Geheimnis.

Da die Enwor-Saga bisher über 10 Bände anhielt, hat man im Prinzip genau die selben Freundschaften geschlossen oder verloren wie Skar. Fand man eine Rasse anfangs noch widerlich und gemein, so verstand man am Ende ihr Verhalten und fand sie plötzlich ganz nett.
Hohlbein hat es mit seiner Schreibkunst wirklich geschafft, dass man mittendrin in der Saga steckt. Es ist nicht einfach nur lesen und fertig - nein! Man erlebt es fast wie am eigenen Leib und das Geschriebene beschäftigt einen noch weiter, auch wenn man das Buch schon längst aus der Hand gelegt hat. Manchmal hat es mich bis in den Schlaf hinein verfolgt und im Traum versuchte ich ernsthaft zu helfen.

Zum Schluß bleibt mir nur noch zu sagen, dass die Enwor-Saga wirklich empfehlenswert ist, denn sie ist spannend von Anfang bis Ende.
Mich hat die Geschichte um Skar und Enwor sehr berührt.


Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 10 - Die verbotenen Inseln
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1989
Seitenzahl: 318
ISBN: 3-442-24956-2
Preis: 7,50 Euro

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-12 10:24:31 mit dem Titel Enwor 11 - Das elfte Buch

Nach einigen Überlegungen hatte ich mich dann doch entschlossen, das elfte Buch der Enwor-Saga zu lesen. Was ich von der Idee von Wolfgang Hohlbein halte, Skar wieder zum Leben zu erwecken, erzähle ich euch am Ende meines Berichtes. Zunächst erstmal etwas zum Inhalt...

Die Story:
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Tobendes Wasser, ein ohrenbetäubender Lärm und ein Mann, der darin hin und her geschaukelt wurde. Er wußte nicht wer oder was er war, geschweige denn, warum und wie er in den See Ninga gekommen war. Mit letzter Kraft schaffte er es, der Brandung zu entkommen.
Er lauschte in sich hinein, betrachtete sich und nach und nach kamen so kleine Erinnerungsfetzen in sein Gedächtnis zurück. Er war ein Krieger gewesen und er hatte eine bestimmte Aufgabe gehabt. Doch wie kam er jetzt in das Wasser?

Nachdem die Erschöpfung etwas nachließ, kam ganz langsam und nur in Bruchstücken die Erinnerung zurück und als er den Turm hinter dem Sturz von Ninga erreichte, hatte er eine Vision: Zwei Satai kämpften gegeneinander, der eine war Del, der andere war er, Skar. Skar wurde getötet, oder besser gesagt, er wollte getötet werden...
Wie lange war das her? Warum ist er jetzt wieder am Leben? Welche Macht hat ihn wieder erweckt und welche Aufgabe würde er haben?

Am nächsten Tag traf er auf ein Volk, das sich Digger nannte. Sie jagten und töteten eine kleine Gruppe Quorl, aber auf so bestialische Weise, dass Skar eingriff. Zu den Diggern gesellte sich ein Satai mit einer goldenen Wolfsmaske, der Skar den Auftrag gab, zuerst bei den Diggern zu bleiben und sie vor den Angriffen der Quorrl zu beschützen, und später dann dem \"Ruf\" zu folgen...

Als Skar merkte, dass die Quorrl im Anmarsch waren, wollte er die Digger warnen, doch sie hielten ihn für einen Verräter und bekämpften ihn. Den Angriff der Quorrl überlebten dadurch nur Skar und ein junges Mädchen namens Esanna. Sie flohen in eine Höhle und Skar erfuhr, dass mittlerweile 300 Jahre vergangen waren nach seinem Tod. Aus ihm wurde eine große Heldenfigur gemacht und seine Vergangenheit sowie seine Aufgabe in der Zukunft wurden im \"elften Buch\" niedergeschrieben.
Die Höhle jedoch stellte sich bald als fürchterliche Falle heraus, denn sie war besiedelt mit den grausamen, bösen und wabbeligen Gestalten der Kthaám, die schon in den ersten Bücher von der Enwor-Saga eine Rolle spielten.

Nur mit Hilfe von Kama, einem ehemaligen Bewohner des wandernen Waldes, und einem riesigen, feuerspeienden Drachen konnten sie fliehen, doch sie kamen nicht weit, denn Marna, der Satai mit der goldenen Wolfsmaske nahm sie gefangen. Als Marna versuchte, den Drachen in seine Gewalt zu bringen, setzte dieser die Häuser und Tempel der Satai in Brand und Skar konnte nur mit Glück das \"elfte Buch\" retten. Als er dieses nun las, wurde ihm mit Schrecken klar, was seine Aufgabe war....

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Wolfgang Hohlbein ist 1955 in Weimar geboren und meiner Meinung nach zurecht der beliebteste deutsche Fantasy-Autor. 1982 begann er mit der Enwor-Saga, die eigentlich zuerst über 10 Bücher geplant waren. Doch Jahre später entschied sich Hohlbein dafür, Skar von der Satai-Kaste wieder auferleben zu lassen um Enwor entgültig zu retten.

Zunächst meine Meinung zu Enwor - Das elfte Buch:
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Wie gewohnt liest sich das Buch leicht und flüssig, da Wolfgang Hohlbein es auch mit einfachen Worten schafft, eine wirklich spannende Fantasy-Geschichte zu schreiben. Es fiel mir auch hier wieder unwahrscheinlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen und ich nutzte jede freie Minute, um schnell weiter zu lesen.
Obwohl man als Leser sofort wußte, dass es Skar war, der da vom wilden Wasser wieder \"ausgespuckt\" wurde, war es doch interessant mitzuerleben, wie er nach und nach mit seinen Erinnerungen und Visionen zu kämpfen hatte.

Ich hatte ja nun das Glück, alle 11 Bände hintereinander weg lesen zu können, doch für die Leser, die 10 Jahre auf \"Das elfte Buch\" warten mussten, war es sicher auch sehr hilfreich, gemeinsam mit Skar die Erinnerungen aufzufrischen.
Die Kthaám, die man schon aus anderen Enwor-Romanen kennt, scheinen jetzt nach 300 Jahren noch böser zu sein. Der große Kampf gegen dieses schwarze Etwas nimmt auch den größten Teil vom elften Buch ein und erst gegen Ende erfahren wir, warum Skar wieder zum Leben erweckt wurde.

Die Enwor-Saga ist noch nicht zu Ende und ich warte nun gespannt darauf, wann Hohlbein Band 12 fertig geschrieben hat.

Meine Meinung allgemein:
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Trotz der großen Spannung, trotz der hervorragenden Auferstehung von Skar und trotz des wohl nie endenden Kampfes zwischen Mensch und Quorrl, hätte es Wolfgang Hohlbein (meiner Meinung nach) bleiben lassen sollen. Mit dem 10. Band der Enwor-Saga war es ein guter Abschluß für Skar.
Der Sternengeborene war frei, die Quorrl waren frei und alle hätten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende auf Enwor leben können. Skar hatte seine Aufgabe als Wächter erfüllt und fand sein \"wohlverdientes\" Ende.

Von mir aus kann Hohlbein noch hunderte Bände der Enwor-Saga schreiben, denn spannend ist es auf jeden Fall. Doch er hätte nicht Skar wieder zum Leben erwecken sollen. Ich glaube, es wäre besser gewesen, wenn er mit Kiina, seiner Tochter weiter gemacht hätte, oder noch besser mit einem Ur-ur-ur-ur-ur.....Enkel :-)
Auch wenn es in der Genre Fantasy geschrieben ist, so hätte mir persönlich diese Variante viel besser gefallen, obwohl ich zugeben muss, dass mir Skar schon richtig ans Herz gewachsen ist.

\"Das elfte Buch\" bekommt von mir trotzdem die beste Bewertung, denn es liest sich wirklich gut, ist voller Action und Spannung und läßt einen mal wieder so richtig mitfiebern und das ist es, was ein Buch ausmacht. Sehnsüchtig werde ich nun auf Band 12 warten müssen...

Hier noch einige Daten:
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Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Enwor 11 - Das elfte Buch
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 1999
Seitenzahl: 478
ISBN: 3-442-24957-0
Preis: 8,50 Euro

Auch hier wieder mein Tipp:
Auf www.ebay.de bekommt man das Buch schon ab 1€.

Danke für´s Lesen - FrauNeedle

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