Erfahrungsbericht von Schlumpfinchen
Der Gärtner war es nicht
Pro:
Sehr facettenreich, spannend, einfach zu lesen, geheimnisvolle Atmosphäre
Kontra:
Die Hauptfigur war mir etwas zu klischeehaft
Empfehlung:
Nein
Kriminalromane sind ja normalerweise nicht so mein Fall, dachte ich bisher zumindest immer. Grundsätzlich wird einer ermordet, es gibt viele Verdächtige, und meistens ist der Mörder dann ein unscheinbares Persönchen auf den man nie kommen würde. Deswegen war ich nicht gerade begeistert als mir meine Oma zum Geburtstag schon wieder ein Buch aus ihrer bevorzugten Sparte schenkte. Deswegen stand das Buch \"Das Schloß im Moor\" von Victoria Holt, wahrscheinlich Jahre lang in meinem Regal ohne das ich es jemals zur Hand nahm. Warum auch, hatte ich doch so viele andere Bücher die mehr in meinem Interessenbereich lagen? Doch irgendwann sind die eben alle gelesen und das Limit für Bücher im Monat war auch schon mehr wie überschritten, so nahm ich es doch mal, machte es mir auf der Couch bequem und begann zu lesen.
DIE STORY
Catherine kehrt nach einem 4-jährigen Schulaufenthalt zurück in ihr Elternhaus. Doch schon nach wenigen Minuten in Haus Glen holten sie die Bedrückung und die Sehnsucht diesem Haus zu entfliehen wieder ein. Die junge Frau wünschte ihr Onkel Richard wäre hier dann gäbe es keine geschlossenen Fenster, die mit schweren Vorhängen versehen waren so das kein Lichtstrahl sie durchdringen konnten. Ebenso hätte dieser sie ganz anders empfangen wie ihr Vater, der zwar bemüht war sie mit Wärme zu begrüßen, bei dem aber sehr gut spürbar war das sie nicht von Herzen kam. Selbst nach Jahren trauerte ihr Vater noch um seine verstorbene Frau und ist aus seinen Depressionen nicht herauszuholen. Nur einmal im Monat verlässt er das Haus und kehrt am darauf folgenden Abend noch trauriger zurück.
Kein Wunder also, dass die 19 jährige Catherine schon nach sehr kurzer Zeit den Heiratsantrag von Gabriel Rockwall annimmt, der ihr bei einem Ausritt im Moor geholfen hatte einen kleinen Hund zu retten. Gabriel und der Hund \"Freitag\" wecken einen starken Beschützerinstinkt in Catherine, und gerade bei Gabriel macht sie sich große Sorgen da dieser nur vom Tod spricht und immer wieder in seine Melancholie zurückfällt. Nach ihrer Heirat, bei der keiner von Gabriels Verwandten teilnahm, fuhren die beide nach Kirkland Revels dem Familiensitz der Rockwalls, ein historischen Edelhof von wo an auch sie jetzt leben würde.
Nach und nach lernt Catherine alle Hausbewohner und somit Gabriels Familie kennen. Da wäre die kühle Ruth und ihr lebenslustiger Sohn Luke, Sir Matthew der freundliche Vater von Gabriel und seine Tante Sarah die am liebsten in der Vergangenheit lebte. Ebenso Simon Redvers, Gabriels Vetter und seine Tante Hagar, die jedoch auf Kelly Grange zu Hause waren. Auch lernt sie bei einem ihrer Spaziergänge mit Freitag durch die Ruinen einer früheren Abtei Dr. Deverel Smith kennen, den Hausarzt und Freund der Familie wie seine Tochter Damaris.
Catherine spürt das Geheimnisse dieses Haus umgeben, ebenso um deren Bewohner. Auch Gabriel scheint Angst zu haben und geht auch immer wieder davon aus das er nicht mehr lange leben würde. Jede Nacht treibt es ihn auf den Balkon des Südflügels als würde ihn dieser magisch anziehen, doch warum will er seiner Frau nicht sagen. Catherine schwört sich ihren Mann zu beschützen, sie nimmt sich vor die Geheimnisse zu lüften und ihm so seine Angst und Melancholie zu nehmen, doch schon eine Woche später nach ihrer Ankunft in diesem Haus ist Gabriel tot ? vom Balkon des Südflügels gestürzt. War es Selbstmord, ein Unfall oder wurde er ermordet?
Catherine verlässt nach der Testamentseröffnung Kirkland Revels und kehrt in ihr Elterhaus zurück, doch immer wieder fragt sie sich was passiert sein könnte. Und was ist mit Freitag geschehen, der einen Tag vor Gabriels Tod spurlos verschwand?
Schon kurz darauf stellt Catherine fest das sie schwanger ist und unterrichtet auch die Familie Rockwall über ihren Zustand. Woraufhin diese sie bitten doch zurückzukommen, schließlich ist ihr ungeborenes Kind der Erbe von Kirkland Revels.
Catherine kehrt mit dem Vorhaben Gabriels Tod aufzuklären zurück, doch muss sie schon bald feststellen das man auch ihr und ihrem Kind nach dem Leben trachtet. Oder wird sie einfach verrückt, wie damals ihre Mutter...
DAS COVER
Der Schutzumschlag, des gebunden Buches, wurde sehr dezent gestaltet. Abgebildet sind wild wachsende Pflanzen, ein abgestorbener Baum und im Hintergrund einige Ruinen. Allein eine in weiß gekleidete Frau sticht deutlich hervor, ebenso der in weiß gehaltene Schriftzug der die Autorin und den Buchtitel preisgeben. Für mich macht es einen etwas düsteren Eindruck, passt aber sehr gut zum Inhalt.
ZUR AUTORIN
Eleanor Alice Burford Hibbert wurde am 1.9.06 geboren und fing schon in frühen Jahren zu schreiben an doch ihr erster Roman wurde erst 1946 veröffentlicht, wobei dieser kein großer Erfolg wurde. Die Autorin schrieb unter mehreren Pseudonymen. Unter Jean Plaidy schrieb sie über historische Erfindungen und die englische Königsfamilie. Victoria Holt war ihr Pseudonym für Bücher über historische Spannung und Geschichte, diese Werke beeinflussten zu einem späteren Zeitpunkt viele andere Autoren des gleichen Genre. 1972 schrieb sie unter dem Pseudonym Philippa Carr die 17 -teilige St. Bruno Serie, eine Familiensaga. Aber auch unter den Pseudonymen Elbur Ford, Kathleen Kellow und Ellalice Tate und ihrem Mädchennamen Eleanor Burford kann man ihre Romane lesen. Bis zu ihrem Tod am 18.1.1993 schrieb die Autorin mehr als 200 Bücher.
MEINE MEINUNG
Das Kriminalromane normalerweise nicht sehr gerne von mir gelesen werden habe ich ja bereits erwähnt, und doch muss ich sagen das mich dieses Buch wirklich gefesselt hat. Es war einfach und mühelos zu lesen und auch die vielen verschiedenen Personen waren keineswegs verwirrend. Der Autorin ist es hervorragend gelungen einem die einzelnen Personen nahe zu bringen, sie ist bei jeder Person auf deren Stärken und Schwächen eingegangen, so das man meinen könnte einen Mensch aus Fleisch und Blut vor sich zu haben.
Am meisten faszinierte mich Sarah, die am liebsten in der Vergangenheit schwelgte. Obwohl sie eine Frau um die 80 ist, kommen gerade bei ihr viele kindliche Züge zum Vorschein, besonders wenn sie sich über etwas freut oder sie etwas weiss, was anderen verborgen geblieben ist. Manchmal hatte ich den Eindruck als wäre sie geistig verwirrt, und im nächsten Atemzug musste ich dann wieder feststellen das sie klüger ist wie alle anderen zusammen. Doch gibt sie ihr Wissen nie wirklich preis, sie wirft Catherine öfters einzelne Brocken zu und freut sich dann auf eine kindlich naive Art über deren Neugier mehr zu erfahren, auf die Sarah allerdings nicht eingeht. Stattdessen entwirft sie Gobelins (gestickte Bilder) in denen sie ihr Wissen preisgibt.
Auch das Schloß und die Umgebung, zu der einige Katakomben und Ruinen gehören, wurden von der Autorin sehr facettenreich mit eingewoben. Was meiner Meinung nach für die düsterne Atmosphäre die das Haus umgibt mit verantwortlich ist, doch aber auch hin und wieder für eine romantische Stimmung sorgt.
Die Figur der Catherine hat mir weniger zugesagt, auch wenn das Buch aus ihrer Sicht geschrieben wurde und sie somit auch die Hauptperson darstellt. Das war mir einfach zu klischeehaft - unscheinbares Mädchen, gerät in Gefahr und wird von einem Märchenprinzen gerettet. Doch kann ich darüber hinwegsehen, wenn ich bedenke wie viele Ereignisse noch eintreten, auf die ich in der Buchbeschreibung nicht eingegangen bin, und die mich richtig mitfiebern ließen.
FAZIT
Meiner Meinung nach handelt es sich bei \"Das Schloß im Moor\" um eine wirklich spannende Leselektüre, die sehr ausführlich und detailreich ausgeschmückt ist. Durch die düstere und doch romantische Stimmung denke ich das sich aber eher Frauen von so einem Buch angesprochen fühlen werden.
Da das Buch ein Geschenk war kann ich nicht sagen was es gekostet hat, auch ist es im Moment vergriffen und es besteht keine Neuauflage. Doch kann man es bei amazon.de über einen Händler für 9.90 Euro erhalten oder aber bei Ebay ersteigern.
Das Buch hat 255 Seiten
DIE STORY
Catherine kehrt nach einem 4-jährigen Schulaufenthalt zurück in ihr Elternhaus. Doch schon nach wenigen Minuten in Haus Glen holten sie die Bedrückung und die Sehnsucht diesem Haus zu entfliehen wieder ein. Die junge Frau wünschte ihr Onkel Richard wäre hier dann gäbe es keine geschlossenen Fenster, die mit schweren Vorhängen versehen waren so das kein Lichtstrahl sie durchdringen konnten. Ebenso hätte dieser sie ganz anders empfangen wie ihr Vater, der zwar bemüht war sie mit Wärme zu begrüßen, bei dem aber sehr gut spürbar war das sie nicht von Herzen kam. Selbst nach Jahren trauerte ihr Vater noch um seine verstorbene Frau und ist aus seinen Depressionen nicht herauszuholen. Nur einmal im Monat verlässt er das Haus und kehrt am darauf folgenden Abend noch trauriger zurück.
Kein Wunder also, dass die 19 jährige Catherine schon nach sehr kurzer Zeit den Heiratsantrag von Gabriel Rockwall annimmt, der ihr bei einem Ausritt im Moor geholfen hatte einen kleinen Hund zu retten. Gabriel und der Hund \"Freitag\" wecken einen starken Beschützerinstinkt in Catherine, und gerade bei Gabriel macht sie sich große Sorgen da dieser nur vom Tod spricht und immer wieder in seine Melancholie zurückfällt. Nach ihrer Heirat, bei der keiner von Gabriels Verwandten teilnahm, fuhren die beide nach Kirkland Revels dem Familiensitz der Rockwalls, ein historischen Edelhof von wo an auch sie jetzt leben würde.
Nach und nach lernt Catherine alle Hausbewohner und somit Gabriels Familie kennen. Da wäre die kühle Ruth und ihr lebenslustiger Sohn Luke, Sir Matthew der freundliche Vater von Gabriel und seine Tante Sarah die am liebsten in der Vergangenheit lebte. Ebenso Simon Redvers, Gabriels Vetter und seine Tante Hagar, die jedoch auf Kelly Grange zu Hause waren. Auch lernt sie bei einem ihrer Spaziergänge mit Freitag durch die Ruinen einer früheren Abtei Dr. Deverel Smith kennen, den Hausarzt und Freund der Familie wie seine Tochter Damaris.
Catherine spürt das Geheimnisse dieses Haus umgeben, ebenso um deren Bewohner. Auch Gabriel scheint Angst zu haben und geht auch immer wieder davon aus das er nicht mehr lange leben würde. Jede Nacht treibt es ihn auf den Balkon des Südflügels als würde ihn dieser magisch anziehen, doch warum will er seiner Frau nicht sagen. Catherine schwört sich ihren Mann zu beschützen, sie nimmt sich vor die Geheimnisse zu lüften und ihm so seine Angst und Melancholie zu nehmen, doch schon eine Woche später nach ihrer Ankunft in diesem Haus ist Gabriel tot ? vom Balkon des Südflügels gestürzt. War es Selbstmord, ein Unfall oder wurde er ermordet?
Catherine verlässt nach der Testamentseröffnung Kirkland Revels und kehrt in ihr Elterhaus zurück, doch immer wieder fragt sie sich was passiert sein könnte. Und was ist mit Freitag geschehen, der einen Tag vor Gabriels Tod spurlos verschwand?
Schon kurz darauf stellt Catherine fest das sie schwanger ist und unterrichtet auch die Familie Rockwall über ihren Zustand. Woraufhin diese sie bitten doch zurückzukommen, schließlich ist ihr ungeborenes Kind der Erbe von Kirkland Revels.
Catherine kehrt mit dem Vorhaben Gabriels Tod aufzuklären zurück, doch muss sie schon bald feststellen das man auch ihr und ihrem Kind nach dem Leben trachtet. Oder wird sie einfach verrückt, wie damals ihre Mutter...
DAS COVER
Der Schutzumschlag, des gebunden Buches, wurde sehr dezent gestaltet. Abgebildet sind wild wachsende Pflanzen, ein abgestorbener Baum und im Hintergrund einige Ruinen. Allein eine in weiß gekleidete Frau sticht deutlich hervor, ebenso der in weiß gehaltene Schriftzug der die Autorin und den Buchtitel preisgeben. Für mich macht es einen etwas düsteren Eindruck, passt aber sehr gut zum Inhalt.
ZUR AUTORIN
Eleanor Alice Burford Hibbert wurde am 1.9.06 geboren und fing schon in frühen Jahren zu schreiben an doch ihr erster Roman wurde erst 1946 veröffentlicht, wobei dieser kein großer Erfolg wurde. Die Autorin schrieb unter mehreren Pseudonymen. Unter Jean Plaidy schrieb sie über historische Erfindungen und die englische Königsfamilie. Victoria Holt war ihr Pseudonym für Bücher über historische Spannung und Geschichte, diese Werke beeinflussten zu einem späteren Zeitpunkt viele andere Autoren des gleichen Genre. 1972 schrieb sie unter dem Pseudonym Philippa Carr die 17 -teilige St. Bruno Serie, eine Familiensaga. Aber auch unter den Pseudonymen Elbur Ford, Kathleen Kellow und Ellalice Tate und ihrem Mädchennamen Eleanor Burford kann man ihre Romane lesen. Bis zu ihrem Tod am 18.1.1993 schrieb die Autorin mehr als 200 Bücher.
MEINE MEINUNG
Das Kriminalromane normalerweise nicht sehr gerne von mir gelesen werden habe ich ja bereits erwähnt, und doch muss ich sagen das mich dieses Buch wirklich gefesselt hat. Es war einfach und mühelos zu lesen und auch die vielen verschiedenen Personen waren keineswegs verwirrend. Der Autorin ist es hervorragend gelungen einem die einzelnen Personen nahe zu bringen, sie ist bei jeder Person auf deren Stärken und Schwächen eingegangen, so das man meinen könnte einen Mensch aus Fleisch und Blut vor sich zu haben.
Am meisten faszinierte mich Sarah, die am liebsten in der Vergangenheit schwelgte. Obwohl sie eine Frau um die 80 ist, kommen gerade bei ihr viele kindliche Züge zum Vorschein, besonders wenn sie sich über etwas freut oder sie etwas weiss, was anderen verborgen geblieben ist. Manchmal hatte ich den Eindruck als wäre sie geistig verwirrt, und im nächsten Atemzug musste ich dann wieder feststellen das sie klüger ist wie alle anderen zusammen. Doch gibt sie ihr Wissen nie wirklich preis, sie wirft Catherine öfters einzelne Brocken zu und freut sich dann auf eine kindlich naive Art über deren Neugier mehr zu erfahren, auf die Sarah allerdings nicht eingeht. Stattdessen entwirft sie Gobelins (gestickte Bilder) in denen sie ihr Wissen preisgibt.
Auch das Schloß und die Umgebung, zu der einige Katakomben und Ruinen gehören, wurden von der Autorin sehr facettenreich mit eingewoben. Was meiner Meinung nach für die düsterne Atmosphäre die das Haus umgibt mit verantwortlich ist, doch aber auch hin und wieder für eine romantische Stimmung sorgt.
Die Figur der Catherine hat mir weniger zugesagt, auch wenn das Buch aus ihrer Sicht geschrieben wurde und sie somit auch die Hauptperson darstellt. Das war mir einfach zu klischeehaft - unscheinbares Mädchen, gerät in Gefahr und wird von einem Märchenprinzen gerettet. Doch kann ich darüber hinwegsehen, wenn ich bedenke wie viele Ereignisse noch eintreten, auf die ich in der Buchbeschreibung nicht eingegangen bin, und die mich richtig mitfiebern ließen.
FAZIT
Meiner Meinung nach handelt es sich bei \"Das Schloß im Moor\" um eine wirklich spannende Leselektüre, die sehr ausführlich und detailreich ausgeschmückt ist. Durch die düstere und doch romantische Stimmung denke ich das sich aber eher Frauen von so einem Buch angesprochen fühlen werden.
Da das Buch ein Geschenk war kann ich nicht sagen was es gekostet hat, auch ist es im Moment vergriffen und es besteht keine Neuauflage. Doch kann man es bei amazon.de über einen Händler für 9.90 Euro erhalten oder aber bei Ebay ersteigern.
Das Buch hat 255 Seiten

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