Erfahrungsbericht von Nanie
Heinrich Harrer: " Mein Leben" - Eine phantastische Abenteuerreise!
Pro:
spannend, gut und einfach geschrieben, faszinierend
Kontra:
Man ist für nichts anderes mehr zu gebrauchen
Empfehlung:
Nein
Hallo liebe Yopi-User!
Ich möchte euch heute über ein ausgesprochen gutes Buch berichten. Es ist von Heinrich Harrer und ist seine Autobiographie. Wer Harrer kennt, weiß schon von Vornherein, dass es ein sehr spannendes Buch sein muss, da es wenige Menschen gibt, die soviel erlebt haben wie er. Angefangen mit der Erstbesteigung der Eiger-Nordwand, über seine 7 Jahre in Tibet bis zu den meist eher unbekannten Expeditionen nach Südamerika, Afrika und Asien.
Über den Autor - Heinrich Harrer:
Heinrich Harrer wurde am 06. Juli 1912 als Sohn eines Postbeamten in Hüttenberg, Kärnten (Österreich) geboren. Er widmete sein Leben schon früh dem Sport, wo er auch bald erste Erfolge erzielte. Seine Lieblingssportarten waren das Skifahren und das Klettern.
Heinrich Harrer wollte, nach einem erfolgreichen Geographie und Sprotstudium Lehrer werden. Dafür musste er allerdings um Parteimitglied der NSDAP ansuchen.
1938 gehörte er zu der Seilschaft, die als Erste die Eiger-Nordwand durchstieg. Dieser Erfolg verschaffte ihm einen Platz in der deutsch-österreichischen Nanga-Parbat-Expedition. Die Expeditonsteilnehmer wurden in Indien aber vom 2. Weltkrieg überrascht und gefangen genommen. Nach zahlreichen gescheiterten Fluchtversuchen gelang ihm und einigen weiteren Gefangenen die Flucht. Er schlug sich bis Tibet durch, wo er Freund, Lehrer und Fluchtbegleiter des jungen Dalai Lama wurde. 1950 war er durch den Einmarsch der Chinesen gezwungen das Land zu verlassen.
Wieder in Europa, brach Harrer zu zahlreichen schwierigen Forschungsexpeditionen auf, die ihn auf alle 5 Kontinente führten. Respekt und Verständnis für fremde Völker und Kulturen wurden zum Merkmal seiner Reisen, seiner über 30 Fernsehfilme und mehr als 20 Büchern.
Mit seinen Frauen hatte Harrer aber kein großes Glück. Seine erste Ehe ging er 1938, kurz vor der Nanga-Parbat-Expedition ein. Seine Braut hieß Lotte Wegener und war die Tochter Alfred Wegeners, den Harrer sehr bewunderte. Aus dieser Ehe entstand [copyright Nanie 17.07.2002] auch ein Kind, das Harrer aber erst sehen kann, als er aus Tibet zurückkehrt. Sein Sohn Peter ist dort schon 12 Jahre alt. Die Ehe wird noch während Harrers Gefangenschaft in Indien geschieden.
Seine 2. Ehe ging er kurz nach seiner Rückkehr nach Europa ein. Etta Truxa, die schon zu seinen Studienzeiten als die schönste Frau von Graz gehandelt wurde, ließ sich für ihn scheiden und nur wenige Monate nachdem sie sich kennengelernt hatten heirateten die beiden 1952. Aber schon ein Jahr später, nach Harrers erster großen Expediton wurden die beiden geschieden.
Sein Glück fand er schlussendlich mit seiner Frau Carina, die er in einem Golfclub 1957 kennengelernt hat. Harrer über diese Beziehung: \"Es ist eine starke menschliche Gemeinschaft geworden.\" Carina und Heinrich Harrer sind auch heute noch ein Paar.
Über das Buch:
Heinrich Harrer schrieb dieses Buch mit 90 Jahren und blickte auf ein sehr ereignisreiches Leben zurück. Die Abenteuer sind sehr spannend zu lesen und geben einen schönen Einblick in die fremden Kulturen unserer Erde. Das Buch wird auf seinen ganzen 542 Seiten nicht langweilig, da es immer wieder neues gibt. Nichts ist langwierig erzählt.
Man merkt, dass Harrer kein großartiger Schriftsteller ist und sprachliche Glanzleistungen findet man nicht in diesem Buch. Es wird erzählt, wie es erlebt wurde und gerade das macht dieses Buch so interessant und spannend.
Erschienen ist dieses Buch im Ullstein-Verlag unter der ISBN Nummer: 3-550-07524-3.
Was ich persönlich sehr schön an diesem Buch finde, sind die vielen Bilder. Harrer hat bei sämtlichen Expeditonen, sogar in Tibet, wo er als Flüchtling ankam, Photos gemacht oder Bilder gezeichnet. Sie helfen einem das Gelesene visuell nochmal zu festigen und zeigen die verschiedenen Kulturen, mit denen es Harrer zu tun hatte. Auch die vielen Karten sind sehr hilfreich, die die Distanzen, die Harrer zu Fuß zurückgelegt hat, sind schier unglaublich. Außerdem spricht er oft von Orten, die ein Geographie-Laie, wie ich, nicht kennt.
Chronik der wichtigsten Expeditionen und Reisen Harrers:
Wie ihr sehen könnt, hat Heinrich Harrer einiges erlebt, das er aufschreiben kann.
Fazit:
\"Mein Leben\" von Heinrich Harrer ist ein sehr faszinierendes Buch voller Abenteuer, das man nicht so schnell zur Seite legt. Ich habe an diesem Buch ganze Nächte lang gelesen und es hat mich immer wieder gewundert, dass ein Leben ausreicht um so viel zu erleben.
Heinrich Harrer hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen, keine Frage. Es ist ein Buch, das inspiriert und den Leser staunen lässt.
Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Die knapp 600 Seiten werden nicht langweilig und man hat sie in kürzester Zeit verschlungen. Ich war für ca. 1 Woche unbrauchbar, denn in jeder freien Minute habe ich gelesen und habe meine Projektarbeit so etwas vernachlässigt. *schäm* Aber die hat ja noch Zeit.
Das Buch wäre jedem, der in Urlaub geht zu empfehlen. Denn da hat man ja genügend Zeit um am Strand einfach nur zu lesen. Aber Achtung! Eincremen nicht vergessen!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, falls ihr das Buch lesen solltet, wünsche ich euch viel Spaß dabei, ich hatte ihn.
Liebe Grüße,
Nanie
Ich möchte euch heute über ein ausgesprochen gutes Buch berichten. Es ist von Heinrich Harrer und ist seine Autobiographie. Wer Harrer kennt, weiß schon von Vornherein, dass es ein sehr spannendes Buch sein muss, da es wenige Menschen gibt, die soviel erlebt haben wie er. Angefangen mit der Erstbesteigung der Eiger-Nordwand, über seine 7 Jahre in Tibet bis zu den meist eher unbekannten Expeditionen nach Südamerika, Afrika und Asien.
Über den Autor - Heinrich Harrer:
Heinrich Harrer wurde am 06. Juli 1912 als Sohn eines Postbeamten in Hüttenberg, Kärnten (Österreich) geboren. Er widmete sein Leben schon früh dem Sport, wo er auch bald erste Erfolge erzielte. Seine Lieblingssportarten waren das Skifahren und das Klettern.
Heinrich Harrer wollte, nach einem erfolgreichen Geographie und Sprotstudium Lehrer werden. Dafür musste er allerdings um Parteimitglied der NSDAP ansuchen.
1938 gehörte er zu der Seilschaft, die als Erste die Eiger-Nordwand durchstieg. Dieser Erfolg verschaffte ihm einen Platz in der deutsch-österreichischen Nanga-Parbat-Expedition. Die Expeditonsteilnehmer wurden in Indien aber vom 2. Weltkrieg überrascht und gefangen genommen. Nach zahlreichen gescheiterten Fluchtversuchen gelang ihm und einigen weiteren Gefangenen die Flucht. Er schlug sich bis Tibet durch, wo er Freund, Lehrer und Fluchtbegleiter des jungen Dalai Lama wurde. 1950 war er durch den Einmarsch der Chinesen gezwungen das Land zu verlassen.
Wieder in Europa, brach Harrer zu zahlreichen schwierigen Forschungsexpeditionen auf, die ihn auf alle 5 Kontinente führten. Respekt und Verständnis für fremde Völker und Kulturen wurden zum Merkmal seiner Reisen, seiner über 30 Fernsehfilme und mehr als 20 Büchern.
Mit seinen Frauen hatte Harrer aber kein großes Glück. Seine erste Ehe ging er 1938, kurz vor der Nanga-Parbat-Expedition ein. Seine Braut hieß Lotte Wegener und war die Tochter Alfred Wegeners, den Harrer sehr bewunderte. Aus dieser Ehe entstand [copyright Nanie 17.07.2002] auch ein Kind, das Harrer aber erst sehen kann, als er aus Tibet zurückkehrt. Sein Sohn Peter ist dort schon 12 Jahre alt. Die Ehe wird noch während Harrers Gefangenschaft in Indien geschieden.
Seine 2. Ehe ging er kurz nach seiner Rückkehr nach Europa ein. Etta Truxa, die schon zu seinen Studienzeiten als die schönste Frau von Graz gehandelt wurde, ließ sich für ihn scheiden und nur wenige Monate nachdem sie sich kennengelernt hatten heirateten die beiden 1952. Aber schon ein Jahr später, nach Harrers erster großen Expediton wurden die beiden geschieden.
Sein Glück fand er schlussendlich mit seiner Frau Carina, die er in einem Golfclub 1957 kennengelernt hat. Harrer über diese Beziehung: \"Es ist eine starke menschliche Gemeinschaft geworden.\" Carina und Heinrich Harrer sind auch heute noch ein Paar.
Über das Buch:
Heinrich Harrer schrieb dieses Buch mit 90 Jahren und blickte auf ein sehr ereignisreiches Leben zurück. Die Abenteuer sind sehr spannend zu lesen und geben einen schönen Einblick in die fremden Kulturen unserer Erde. Das Buch wird auf seinen ganzen 542 Seiten nicht langweilig, da es immer wieder neues gibt. Nichts ist langwierig erzählt.
Man merkt, dass Harrer kein großartiger Schriftsteller ist und sprachliche Glanzleistungen findet man nicht in diesem Buch. Es wird erzählt, wie es erlebt wurde und gerade das macht dieses Buch so interessant und spannend.
Erschienen ist dieses Buch im Ullstein-Verlag unter der ISBN Nummer: 3-550-07524-3.
Was ich persönlich sehr schön an diesem Buch finde, sind die vielen Bilder. Harrer hat bei sämtlichen Expeditonen, sogar in Tibet, wo er als Flüchtling ankam, Photos gemacht oder Bilder gezeichnet. Sie helfen einem das Gelesene visuell nochmal zu festigen und zeigen die verschiedenen Kulturen, mit denen es Harrer zu tun hatte. Auch die vielen Karten sind sehr hilfreich, die die Distanzen, die Harrer zu Fuß zurückgelegt hat, sind schier unglaublich. Außerdem spricht er oft von Orten, die ein Geographie-Laie, wie ich, nicht kennt.
Chronik der wichtigsten Expeditionen und Reisen Harrers:
- 1938 Erstbesteigung der Eiger-Nordwand
- 1939 Nanga Parbat, Erkundung der Diamirflanke
- 1944-1951 Tibet
- 1953 Anden und Amazonas, Erstbesteigung des Ausangate
- 1954/55 Alaska, 3 Erstbesteigungen
- 1957 Kongo, Ruwenzori
- 1962 Neuguinea, 31 Erstbesteigungen, N-S-Durchquerung
- 1964 Nepal
- 1966 Amazonas, bei den Xinguindianern, Surinam
- 1968 Weltreise, Suche nach Schutz- und Abwehrzeichen
- 1969 Französisch-Guyana
- 1970 Grönland
- 1971 Sudan
- 1972 Borneo, Nord-Süd-Durchquerung
- 1973 Nepal
- 1974 Nipur, Indien, Ladakh, Nepal
- 1975 Andamaneninseln
- 1976 Ladakh
- 1977 Zaire, Ruwenzori, Uganda und Kenia
- 1978 Sikkim
- 1979 Sikkim, Ladakh, Indien
- 1980 Sikkim und Bhutan
- 1981 Nepal
- 1982 Tibet, Bhutan
- 1983 Bhutan
- 1985 Bhutan
- 1986 Bhutan
- 1988 Bhutan
- 1991 Ladakh
- 1996 Bhutan
Wie ihr sehen könnt, hat Heinrich Harrer einiges erlebt, das er aufschreiben kann.
Fazit:
\"Mein Leben\" von Heinrich Harrer ist ein sehr faszinierendes Buch voller Abenteuer, das man nicht so schnell zur Seite legt. Ich habe an diesem Buch ganze Nächte lang gelesen und es hat mich immer wieder gewundert, dass ein Leben ausreicht um so viel zu erleben.
Heinrich Harrer hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen, keine Frage. Es ist ein Buch, das inspiriert und den Leser staunen lässt.
Mir hat das Buch wirklich außerordentlich gut gefallen. Die knapp 600 Seiten werden nicht langweilig und man hat sie in kürzester Zeit verschlungen. Ich war für ca. 1 Woche unbrauchbar, denn in jeder freien Minute habe ich gelesen und habe meine Projektarbeit so etwas vernachlässigt. *schäm* Aber die hat ja noch Zeit.
Das Buch wäre jedem, der in Urlaub geht zu empfehlen. Denn da hat man ja genügend Zeit um am Strand einfach nur zu lesen. Aber Achtung! Eincremen nicht vergessen!
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit, falls ihr das Buch lesen solltet, wünsche ich euch viel Spaß dabei, ich hatte ihn.
Liebe Grüße,
Nanie

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