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Erfahrungsbericht von butterkeks

Für alle, die das Träumen noch nicht verlernt haben

Pro:

spannend, gut ausgearbeitete Charaktere

Kontra:

der Schluß

Empfehlung:

Nein

Das erste Buch, dass ich von Wolfgang und Heike Hohlbein gelesen habe war "Märchenmonds Kinder". Dies brachte mich auf den Geschmack noch weitere Werke dieser Autoren zu lesen und so wurde ich auf "Elfentanz" aufmerksam.
Da ich mich zu den Menschen zähle, die noch viel Phantasie besitzen, machte mich alleine dieser erste Satz (siehe Thema) neugierig.

Der Inhalt kurz umrissen:

Der kleine Timo ist laut einer Prophezeihung dazu auserkoren die Welt der Elfen und anderer wundersamer Wesen vor dem dunklen Herrscher Ahriman zu retten, der aus seinem unterirdischen Reich kommen soll, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.
So macht sich Timo auf die Reise den dunklen Herrscher zu besiegen. Timo durchlebt zahlreiche Abenteuer, in denen er immer wieder auf die Probe gestellt wird und sich mit Phantasiegestalten auseinandersetzen muß. Auch gelangt er endlich in die "Hohe Feste" und lernt dort das Volk der Elben kennen. Aber von ihnen sind nicht mehr viele übrig und das ganze Land wird von Daewas und Gormen heimgesucht, die alles zerstören was sich ihnen in den Weg stellt. Timo reist in den Zauberwald, dem Lebensraum der Elfen und trifft auf Gropp, den Felsentroll.
Zum Schluß gelangt er in Ahriman´s Reich und trifft den dunklen Herrscher persönlich.


Ich möchte nicht zu viel über die Handlung und das Ende verraten, da ich jedem nur empfehlen kann sich selber ein Bild zu machen und die Spannung nicht nehmen möchte.

Wenn man in die Phantasiewelt von Wolfgang und Heike Hohlbein eintaucht, ist man von den Ereignissen gefangen. Man fiebert mit dem Protagonisten (vielleicht auch, weil es sich um einen kleinen Jungen handelt) und es ist leicht sich die Figuren (Elfen, Elben, Gnome, Trolle, Daewas, Gorme und Helder) vorzustellen.
Die Hohlbein´s verstehen es ihre Leser zu fesseln und das bewirkt diese Geschichte wahrhaftig. Einmal angefangen, hatte ich Mühe das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Der einfache Schreibstil macht dieses Werk nicht nur für Fantasy-Fans lesbar.

Es ist im Heyne-Verlag im Taschenbuchformat für DM 16 erhältlich.

Weitere ausgesuchte Werke:

Märchenmonds Kinder
Der Magier - Der Erbe der Nacht
Das Avalon - Projekt
Das Herz des Waldes
Das Druidentor


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 17:20:29 mit dem Titel Hauptmann, Gaby - Ein Liebhaber zuviel ist noch zuwenig

Nachdem ich den letzten Band von Harry Potter zu Ende gelesen hatte, stand ich vor meinem Bücherschrank und sah, dass ich nichts mehr zu lesen hatte. Eine Katastrophe für eine Leseratte wie mich und sofort bestellte ich mir neuen Lesevorrat bei Bol. Da die Lieferung aber mindestens zwei bis drei Tage dauern würde war ich froh, dass mir eine Arbeitskollegin aushelfen konnte.
Obwohl dieses Buch nicht ganz mein Geschmack war, zumindest vom ersten Eindruck, nahm ich es gerne an. Am gleichen Abend noch fing ich an zu lesen.

Inhalt:

Anna ist verheiratet, doch ihr Ehemann ist ihr auf sexueller Basis nicht genug und so hat sie kurzer Hand ein Verhältnis mit Lars angefangen. Auch Lars ist verheiratet und die beiden Ehepaare sind sogar befreundet. Als sich Anna und Lars mal wieder zu einem Schäferstündchen treffen, hören sie im Zimmer über sich laute Geräusche, die unverwechselbar von einem heftigen Geschlechtsverkehr herrühren. Übermütig ruft Anna dort an und der Hörer wird auch abgehoben. Es findet allerdings kein Gespräch statt, weil Anna gleich darauf wieder auflegt. Nun ist Ruhe über ihnen und die beiden genießen ihre gemeinsamen Stunden.

Am nächsten Morgen erfährt Anna aus der Zeitung, dass in dem Zimmer über ihnen ein Mann ermordet wurde. Anna ist geschockt und als ihr Mann Rainer ihr auch noch mitteilt, dass er die Pflichtverteidigung für den Täter übernehmen muß, beschließt sie selber ein wenig zu recherchieren.

Durch eine fehlgeleitete SMS erfährt Anna´s beste Freundin Patricia von ihrem Liebhaber. Patricia ist Psychologin und kommt den beiden sogleich auf die Schliche. Gemeinsam besuchen sie den Beschuldigten und sichern ihm ihre Hilfe zu, da Anna weiß, dass es dieser junge Mann nicht getan haben konnte, da zum angeblichen Todeszeitpunkt der Verstorbene noch recht aktiv gewesen war.

An einem Nachmittag klingelt es an Anna´s Tür und der Bruder von Patricia, Max, steht vor der Türe und lädt sie zu einer Spritztour ein. Max, der immer in Schwierigkeiten steckt, hat sich auch diesmal wieder bis zum Hals hinein geritten, denn der Porsche, mit dem er Anna abholt, ist gestohlen. Max zwingt Anna ihm Geld zu geben und setzt sie viele Kilometer von Hamburg entfernt an einem Bahnhof wieder ab. Er will versuchen das Auto in Italien zu verkaufen und er gelangt auch bis dort hin. Allerdings wird ihm dort der Wagen gestohlen und er kommt dank eines freundlichen Truckers wieder nach Deutschland zurück. Am Schlüsselbund, das er noch besitzt, hängt der Haustürschlüssel der Besitzerin, der Frau des größten Feindes seines Vaters. Max begeht die nächste Dummheit und bricht in das Haus ein. Prompt wird er von der Hausherrin erwischt, die ihn allerdings vorerst laufen läßt.

Derweil hat Rainer ein Problem. Schon seit einiger Zeit besucht er regelmäßig eine Domina, doch bei seinem letzten Besuch hatte er einen Zusammenstoß mit ihrem Zuhälter, der ihn krankenhausreif schlägt. Anna ahnt noch nichts von den geheimen Vorlieben ihres Mannes und recherchiert weiter, regelmäßig unterbrochen von einigen netten Stunden mit Lars. Dessen Frau Bettina ist in der Kulturszene sehr bekannt und das ist Lars ein Dorn im Auge. Er liebt Bettina und kann es nicht vertragen, dass andere Männer sie anblicken.

Max wird zu einem Spielball von Fredericke, die sich bei ihm die sexuelle Befriedigung holt, die ihr Ehemann ihr nicht geben kann. Max geht es gut dabei, denn er wird fürstlich für seine Dienste bezahlt und Anna und Patricia wissen über seine Affäre Bescheid.

Charly, der Zuhälter von Rainer´s Ex-Domina, versucht nach langjähriger Abstinenz wieder am Kiez Fuß zu fassen und legt sich mit einer Bande an. Dies bekommt ihm allerdings nicht, da diese Leute zu mächtig sind und so beschließt er sich einem sogenannten „Hausfrauen-Ring“ anzuschließen. Hier stehen die Frauen im Vordergrund und Charly soll nur aufpassen, dass nichts passiert, wenn ein Freier ausrasten sollte. Dieser Ring scheint sehr lukrativ zu sein und Charly hegt im Stillen den Gedanken selbst mit einzusteigen.

Auch Rainer gerät an diesen Ring, der seine Kontakte nur über das Internet knüpft. Seine Domina hatte ihm diese Adresse gegeben, da sie nicht mehr in diesem Milieu arbeitet, sondern den Mann fürs Leben gefunden hat.

Anna findet zu Hause einen Zettel mit einer Email-Adresse und fängt mit Patricia an zu forschen. Anna, ehemals in der Computerbranche tätig, hackt sich mühelos in das Netz und zieht sich die Kundenliste auf ihren Rechner. Was die beiden Frauen dort lesen, verschlägt ihnen den Atem. Selbst Patricia´s Vater ist dort Stammkunde und auch viele andere angesehene Herren scheinen ihr Geld in diesen Dienstleister zu investieren. Anna´s Zugriff auf das fremde System fällt auf und sie kommuniziert per Mail mit dem Kopf des Rings, einer Frau, die Anna und Patricia zu kennen scheint. Anna hat schon eine Ahnung wer diese Frau ist und sie sollte sich dabei nicht irren.....

Meine Meinung:

Gaby Hauptmann hat einen lockeren Schreibstil, der einen nicht mehr los läßt. Anfangs hatte ich zwar noch einige Probleme die doch recht komplizierten Zusammenhänge der einzelnen Personen zu verstehen, doch einmal verstanden machte das Lesen nur noch Spaß. Verkompliziert wurde das Lesen von den immer wieder wechselnden Szenen; fast jeder Absatz handelt von einer anderen Person.
Die Autorin versteht es sehr gut Spannung aufzubauen und ihre Protagonisten in die verworrensten Gedankengänge zu stürzen.
Eigentlich gibt es in dieser Geschichte keinen richtigen Bösewicht, sondern einfach nur Menschen wie du und ich. Jeder mit seinen Stärken und seinen Schwächen und besonderes Augenmerk legt sie auf die Schwächen in Sachen Sexualität.
Es ist interessant zu lesen wie sich die einzelnen Geschichten mit der Zeit zu einer einzigen zusammen fügen.

Fazit:

Trotz meiner anfänglichen Skepsis kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es ist ein netter Zeitvertreib; sicherlich auch gut geeignet für den Sommerurlaub, als Lektüre am Strand.


Allgemeine Informationen:

ISBN 3-492-23200-0, 317 Seiten, 16,90 DM, Piper-Verlag


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-04 17:20:56 mit dem Titel Hohlbein, Wolfgang - Enwor, der steinerne Wolf

Durch Zufall entdeckte ich bei meinem Streifzug durch Bol den o.g. Roman von Wolfgang Hohlbein. Es handelt sich hierbei um den dritten Teil der Trilogie um den „Stein der Macht“.

Inhalt:

Die Hexe Vela hat mit Hilfe des Steins der Macht das Land Elay in ihre Gewalt gebracht. Durch den Stein kann sie die Jahreszeiten verändern und sowohl Menschen als auch anderen Lebewesen ihren Willen aufzwängen. Skar, ein Satai-Krieger, ist ihr auf den Fersen, um ihr das Handwerk zu legen, doch Vela hat bereits einen großen Vorsprung. Skar bittet den Freisegler Andred ihn bis nach Anchor mit zu nehmen. Von dort aus würde er mit einem Pferd bis nach Elay weiter reisen. Doch er wird in Anchor bereits von Vela´s Häschern erwartet.
Als Andreds Schiff, die Shantar, im Hafen liegt, wird sie von Vela´s Männern angezündet. Skar kann sich und Andred mit letzter Kraft retten, doch der Rest der Mannschaft erleidet einen qualvollen Tod in den Flammen. Auch Andred hat die Flucht nicht ohne Verletzungen überstanden und sucht den Kontakt zu einem Mann, der ihm noch einen Gefallen schuldet: dem Schmuggler Herger. Herger verarztet Andreds Wunden und sichert den beiden seine Hilfe zu.

Als Vela´s Männer in Hergers Haus kommen, verrät er Skar und seinen Freund an einen alten Feind Skars: den Zwerg Tantor, der Skar schon seit geraumer Zeit nach dem Leben trachtet. Dem Zwerg bereits auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, erhält Skar unerwartete Hilfe. Der ehemalige Wächter des Steins der Macht, ein steinerner Wolf, vernichtet Tantor und seine Gefolgsleute und da Skar befürchtet er wolle auch ihn töten, flieht er mit Herger aus der Stadt. Aus der Ferne muss er zusehen wie das Haus des Schmugglers abbrennt und somit auch Andred den Tod findet.

Die beiden Männer machen sich nun auf die Reise nach Elay. Nach vielen Tagen ohne Wasser und Nahrung gelangen sie an einen Fluss, an dem sie eine grausige Entdeckung machen. Ein ganzes Heer von Quorrel, einer echsenartigen Lebensform die den Menschen nicht wohlgesonnen ist, wurde hier niedergemetzelt. Herger findet einen Überlebenden, den Skar verarztet und mit sich nimmt, obwohl Herger dagegen ist. Der schwerverletzte Quorrel-Krieger stammelt in seinem Fieberwahn von einer Rebellenarmee im Norden des Landes. Skar schlägt diese Richtung ein und sie werden von den Rebellen schon nach kurzer Zeit gefunden. Hier haben sich zwei Erzfeinde, Menschen und Quorrel, zusammen getan, um gemeinsam gegen Vela zu kämpfen. Selbst die ehrwürdigen Frauen, die Errish, zu denen auch Vela gehört, haben sich zum Kampf gegen ihre „Schwester“ gerüstet. Nur sie kennen einen geheimen Weg in die Stadt und führen Skar, Herger und einige Kriger durch die unterirdischen Gänge. Als Mork, der Anführer der Quorrel, Skar und die Errish Legis die Gruppe hinter sich lassen, um die Gegend auszukundschaften, wird jeder Mann und jeder Quorrel der Zurückgebliebenen getötet. Die Leichen sind grausam zugerichtet und Skar weiß, dass es der steinerne Wolf war, der dieses Blutbad angerichtet hat. Mork verliert nun den letzen Rest seiner Selbstbeherrschung und Skar ist gezwungen ihn in einem Zweikampf zu töten.

Legis und er schleichen weiter durch den Palast und erreichen schließlich Vela´s Gemächer, doch sie werden dort bereits erwartet...

Meine Meinung:
Wolfgang Hohlbein zählt zu meinen Lieblingsautoren und auch hier war ich von seinem Schreibstil begeistert. Anfangs hatte ich zwar noch einige Schwierigkeiten mich mit den verschiedenen Lebensformen und Prota- sowie Antagonisten zurecht zu finden, doch ließ das die Geschichte nicht weniger interessant werden. Gut wiedergegeben finde ich die Gedanken und Gefühle des Satai-Kriegers, der in seinem Inneren durch Verlust und Verrat eine Wandlung durchmacht. Sein Misstrauen, seine Ängste, alles ist sehr eindrucksvoll in Worte gefasst.
Die überraschende Wendung zum Ende der Geschichte, als er endlich auf Vela trifft, ist sehr gut umgesetzt, doch verliert die Geschichte zum Finale hin an Dichte. Nur noch grob wird die letzte Schlacht beschrieben und das Ende an sich hat mich auch ein wenig enttäuscht. Es hätte ruhig etwas spektakulärer sein können.

In dem Buch gibt es auch einige Zeichnungen, die ich allerdings sehr verwirrend fand. Diese hätten für meinen Geschmack nicht dabei sein brauchen.

Fazit:

Alles in allem halte ich das Buch aber doch für solche Leser empfehlenswert, die dem Genre Fantasy zugetan sind. Allerdings würde ich jedem raten erst die ersten zwei Teile zu lesen, dann wird die Geschichte einfacher nachvollziehbar, nehme ich an. Ich selber wusste beim Kauf nicht, dass es sich um eine Trilogie handelt und als ich den letzten Satz las, in dem dies erwähnt wurde, war mir klar warum ich anfangs Schwierigkeiten hatte das Geschehen einzuordnen. Mir fehlte einfach die Vorgeschichte.

Allgemeine Angaben:

Der Roman ist im Blanvalet-Verlag unter der ISBN 3-442-24950-3 erschienen, hat 315 Seiten und kostet 7,50 Euro.

25 Bewertungen, 1 Kommentar

  • biker

    12.05.2002, 23:14 Uhr von biker
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin mittlerweile auch ein Hohlbein Leser