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Erfahrungsbericht von delphin

Kate Ross: Bis ins Mark - Krimi im historischen England

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie schon im Titel angedeutet, handelt es sich bei
\"Bis ins Mark\" von Kate Ross um einen im historischen England angesiedelten Kriminalroman. Um genau zu sein, spielt er etwa in der der Zeit um 1820.

Hauptperson ist der \"Dandy\" Julian Krestel, der in den feinsten Londoner Kreisen verkehrt, immer top geleidet , unnahbar und arrogant nach außen hin.
Seine Herkunft ist ein Geheimnis, und das in einer Zeit, als adelige Abstammung das einzig wichtige zu sein scheint. Aber Julian versteht es zu verbergen, dass er selbst kaum über Geld verfügt ( In einem späteren Buch der Reihe erfährt der Leser etwas mehr über die Hauptfigur).

In \" Bis ins Mark\" wird er von einem Gentleman , dem er aus der Patsche geholfen hat, aber kaum kennt, gebeten, dessen Brautführer zu sein. Julian reist daher auf das Landgut der Fontclairs. Die Hochzeit steht unter keinem guten Stern. Hugh Fontclair soll mit einer Bürgerlichen verheiratet werden, eingefädlt hat es deren Vater, der die Fontclairs erpresst.
Die Stimmung ist bereits stark angespannt, da geschieht ein Mord:
Julian findet die unbekannte Tote in seinem Zimmer.
Der Hausherr, der zugleich Richter ist, beginnt die Ermittlungen. Als Julians Diener Dipper verdächtigt wird, schließt sich Krestel der Suche nach dem Mörder an. Es wird schnell klar, dass der Mörder im Haus zu suchen ist, vermutlich sogar jemand aus der Familie.
Julian bemüht sich, die Identität der Toten zu klären und dem Geheimnis der Familie Fontclai auf die Spur zu kommen. Dabei offenbart er ganz andere Seiten , als man von einem oberflächlichen Londoner Dandy erwartet..

Das Buch zeichnet sich nicht nur durch sein spannende Handlung aus, sondern auch durch die Charkaterbeschreibungen und die plastischen Atmosphäre. Man bekommt einen Eindruck von der damaligen Zeit, auch wenn die Handlung im Vordergrund steht.

Die Autorin versteht es, falsche Fährten zu legen, im Laufe des Buches dachte ich ein paar Mal: Klar! So muß es weiter gehen! Aber die Lösung des Probleme s war dann doch eine andere...
Ich kannn das Buch nur empfehlen, besonders natürlich für Liebhaber englischer Kriminalromane.

Kate Ross: Bis ins Mark, Goldmann Verlag, € 7,45 ( TB),ca 420 Seiten, erscheinen 1993

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-02-16 21:22:10 mit dem Titel Judith Merkle Riley: Die Stimme - historischer Roman

Auf dieses Buch bin ich zunächst wegen seines günstigen Preises gestoßen: Die TB- Ausgabe des Ullstein Verlages kostet nur 10 DM ( Es ist schon etwas her, dass ich das Buch gekauft habe, jetzt koastet es € 5,95). Die Stimme von Judith Merkle Riley hat immerhin 477 Seiten und versprach so einen längeren Lesespaß. Und das Versprechen wurde gehalten:

Die Geschichte spielt im Mittelalter und beginnt 1355.Ungewöhnlich für diese Zeit ist die Hauptperson eine Frau, den offiziell hatten Frauen in dieser Zeit nicht viel zu sagen, konnten nur selten Lesen oder Schreiben ( und das Ganze sah man noch als Gottes Gebot an).Die Geschicht zeigt aber auch, dass die Frauen dieser Zeit keinesfall unbedeutend waren.

Margaret von Ashbury, verheiratet mit den wesentlich älteren, sehr wohlhabenden Londoner Kaufmann Roger Kendall, hört schon seit ihrer Jugend eine Stimme. Außerdem hat sie außergewöhnliche Heilkräfte.
Diese Stimme befiehlt ihr, ihr Leben aufzuschreiben. In dieser Zeit eine lächerliche Idee, doch ihr Mann erfüllt Margaret jeden Wunsch und sie heuert Bruder Gregory an, um ihr Leben niederzuscheiben. Da bei lehrt sie dieser auch Lesen und Schreiben. Man erfährt nicht nur Margarets Lebensgeschichte, sondern auch eine Teil von Gregorys.

Margaret wuchs in einem kleinen Dorf auf und wurde nach London mit einem Kaufmann namens Lewis Small verheiratet. Dieser aber schikanierte sie beständig und war ziemlich verschlagen und berechnend. Als die Pest in England wütet, versucht er ihr mit Margaret zu entfliehen, als sie erkrankt, läßt er sie am Weges Rand zurück.
Dort wird sie von der Hebamme Mutter Hilde gefunden und gesund gepflegt. Während ihrer Genesung erlebt M. zum ersten Mal die Stimme, die mit einem gleißenden Licht einhergeht.

Margaret bleibt bei Hilde und hilft ihr. Eines tages werden sie zu einer Geburt auf ein Schloß gerufen, wo sie zunächst den winter verbringen und sich dann Gauklern und einem Ablaß-verkaufenden Mönch anschließen. Mit diesem bleiben sie später in London, wo Margaret auf Grund ihrer Hebammentätigkeit und ihrer Ansichten als Hexe angeklagt wird. Sie kann gerettet werden und heiratet den wesentlich älteren Roger Kendall trotz der schlechten Erfahrungen mit Small. Sie lernt ihn bald lieben und er erfüllt ihr jeden Wunsch. Das bringt uns an den Anfang des Buches , aber es ist ncoh nicht das Ende. Vor diesem stehen noch einige dramatische Ereignisse.

Diese Geschichte gibt dem Leser einen Eindruck in das Leben der ( einfachen) Leute im Mittelalter, nicht am Königshof oder unter Rittern, wie bei vielen anderen.
Besonders auch die Stellung der Frau ist dabei Thema. Trotzdem ist \"Die Stimme\" unterhaltsam, spannend und stellenweise amüsant, wozu vorallem Bruder Gregroy beiträgt, der ständig im Kampf mit sich selbst und seiner Religion steht.

Für alle Fans von Geschichtsromanen und nicht nur wegen des günstigen Preises.

Judith Merkle Riley: Die Stimme,
Ullstein TB, € 5,95,

14 Bewertungen, 2 Kommentare

  • _knuddelmonster88_

    23.04.2006, 19:40 Uhr von _knuddelmonster88_
    Bewertung: sehr hilfreich

    >>> sehr hilfreich <<<

  • sascha6525

    20.03.2006, 13:15 Uhr von sascha6525
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, Sascha6525