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Erfahrungsbericht von Ladida

"Remarque - Im Westen nichts neues" - Die Grausame Realität

Pro:

sehr real geschrieben, auch einblick in Gefühle

Kontra:

Cover :)

Empfehlung:

Nein

"Dieses Buch soll weder eine Anklage
noch ein Bekenntnis sein.
Es soll nur den Versuch machen,
über eine Generation zu berichten,
die vom Krieg zerstört wurde -
auch wenn sie seinen Granaten entkam."

Und wieder ein neues Schuljahr, und wieder eine neue Lektüre. Diesmal mussten wir in Deutsch das Buch „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque für c.a. 15 DM kaufen.
Im Vorhinein hatten wir nur erfahren, dass es um den 1. Weltkrieg ging.

„Na toll!“ dachte ich mir, schon wieder irgendsoein historischer Roman, der keinen interessiert und nur dazu da ist um die armen Schüler zu quälen, aber weit gefehlt...
Wir haben uns die Taschenbuchausgabe des Buches zugelegt, dessen Cover mich ja nicht gerade vom Hocker gerissen hatte:Ein „Gemälde“ mit einem Offizir, oder einem Soldaten vorne und im Hintergrund eine nackte Frau. Nicht gerade sehr ansprechend gestaltet und schon wieder wollte ich dieses Buch einfach zur Seite legen und meine Zeit mit nützlicherem verbringen, doch dann las ich die ersten paar Seiten und war einfach nur noch gefesselt...

*~*INHALT:*~*
~~~~~~~~~~
Paul Bäumer ist im Krieg. Er und seine ganze Klasse wurden an die Front gebracht und kämpfen nun erbittert für ihr Vaterland. Andauernd müssen sie dem Tode beinahe ins Auge blicken, doch einzig und allein der Zufall hält sie am Leben. In den Jahren, die er und seine Freunde an der Front sind werden sie immer mehr zusammengeschweißt. Sie machen alles zusammen durch: Kämpfen zusammen, machen ihre Scherze mit den Offizieren und nützen jede „Vergnügungsmöglichkeit“. Mittlerweile ist der Krieg schon "normal" für sie und sie versuchen nur an das Positive zu denken. Den einen Tag liegen sie Angstvoll im Graben und warten darauf, dass die Gegnerische Seite angreift, den nächsten machen sie schon wieder Witze und haben den Tag davor wie es scheint schon vergessen, aber dennoch brennt sich jeder tief in ihre Seele ein. Sie bilden Rekruten aus, sie sehen ihre eigenen Freunde neben sich sterben und können doch nichts dagegen machen.... Doch das einzige, dass sie nicht vollends wahnsinnig macht, ist der Wunsch zu überleben. Anstatt auf das Abenteuer und die Kampflust, die sie vorher verpürt hatten treffen sie nur auf die Brutalität und Sinnlosigkeit - die grausame Realität - des Krieges...

*~*INFOS:*~*
~~~~~~~~~
Das Buch ist in über 50 Sprachen erschienen und ist nach der Bibel das meistverkaufte Buch
Es hat c.a. 200 Seiten mit einem Nachwort und Meinungen zu dem Buch von verschiedenen Persönlichkeiten.
Es erschien in der Hitler-Zeit und spiegelt die eigenen Gefühle und viele Erlebnisse von Erich Maria Remarque zu seiner Zeit im Krieg wieder.
Zwei Filme dazu sind schon erschienen.


*~*CONCLUSIO*~*
~~~~~~~~~~~
Das Buch ist wirklich ein Muss in jedem Schrank. Jeder sollte es gelesen haben, und sich die Grausamkeit des Krieges damit vor Augen führen. Andauernd spricht man über den Krieg schon fast als Selbstverständlichkeit, wenn man Außenseiter ist. Fast immer ist irgendwo auf der Welt Krieg, doch kaum einmal denkt man darüber nach, was die denken,die IM Krieg sind. Die jeden Tag um ihr Leben bangen müssen, Menschen mit ihren eigenen Händen töten müssen, ihre Familie, ihre Freunde verlieren. Das Buch zeigt die Grausamen Erfahrungen eines einfachen Soldatens im 1. Weltkrieg. Ich finde es gut, dass das ganze Buch in "Ich-Form" geschrieben ist. So kann der Autor besser auf die ganzen Gefühle und Sehnsüchte des Soldaten eingehen. In dem Film vermisse ich dies. Der Film enthält nur wenige Teile des Buches, und diese sind meiner Meinung nach auch schlecht umgesetzt. Denn das Buch besteht wie gesagt zu einem Dreiviertel aus den Gefühlen des Pauls, was hier aber im Film nur noch als grobe Handlungen zu erkennen ist. Es ist kein Buch, dass man einfach nicht zur Seite legen kann, weil es so Spannend ist, denn es wird kaum Spannung aufgebaut. Es ist einfach das Unverständnis und das Interesse, dass einen dazu bringt das Buch zu lesen. Nicht nur für die Erwachsenen ist es gut zu lesen, auch Jugendliche (meiner Meinung nach ab 12, weil es auch sehr brutal ist) sind nicht schlecht daran es zu lesen. Es ist weder langweilig geschrieben, noch enthält es zu viele historische Hintergründe. Kein Wunder, dass "Im Westen nichts Neues" den Friedensnobelpreis bekommen hat.

Eines der Besten Bücher, die ich je gelesen habe.

18 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Andreas68

    06.05.2002, 18:29 Uhr von Andreas68
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na gut, aber um das kennen- u verstehen zu lernen, worum es im Buch geht, ohne einseitiger Darstellung ausgesetzt zu sein u. um sich ein wirklich eigenes Bilkd der Zeit, der Generation u. des Krieges zu machen, ist es hilfreich, auch Walter FLEX o. "I

  • tepungaatewaka

    28.04.2002, 03:23 Uhr von tepungaatewaka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe den Film gesehen, der seehr beeindruckend war. das Buch solte ich mir auch mal kaufen! Gruß von tepu

  • Dialya

    21.04.2002, 12:40 Uhr von Dialya
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe das Buch schon zwei mal gelesen, und kann Dir nur beipflichten. Gruss Dialya

  • phun23

    21.04.2002, 12:36 Uhr von phun23
    Bewertung: sehr hilfreich

    das Buch sollte wirklich jeder gelesen haben