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Erfahrungsbericht von Anonym114

Der kleine Prinz - einfach zauberhaft!

Pro:

tolle Weisheiten Geschichte für kleine und große Leute

Kontra:

keine

Empfehlung:

Nein

Er ist zauberhaft, der komische kleine Kerl mit den weizenblonden Haaren, mit der Rose, die er so sehr liebt, der Prinz, der auf der Suche ist, auf der Suche nach Freunden.

\"Ach was!\" mag jetzt mancher sagen: Was soll ich mit dem kleinen Prinzen! Das ist doch ein Kinderbuch! Nein, das ist es nicht oder nicht nur. Gerade auch Erwachsene können hier immer und immer wieder neue Wahrheiten erkennen.

Antoine De Saint-Exupery hat die Geschichte des Prinzen 1946 geschrieben. Doch sie ist keineswegs ein \"alter Hut von gestern\".
Wenn man sie liest, merkt man, dass viele Dinge auch heute noch aktuell sind. Doch alles von Anfang an:

Die Geschichte beginnt nämlich nicht mit dem kleinen Prinzen. Sie fängt an mit dem Autor als Sechsjährgem und seinem Versuch, zu zeichnen. Doch die großen Leute haben keine Phantasie. Sie erkennen in seiner \"Riesenschlange, die einen Elefanten verschlungen hat\" nur einen Hut. Erst Jahre später, als der Autor, der nach einer Motorpanne an seinem Flugzeug mitten in der Wüste ist, trifft er auf jemanden, der genug Phantasie hat, um seine Zeichnung zu durchschauen. Der große Mann
wird von einem kleinen, höchst ungewöhnlichen Männchen geweckt, der den verunglückten Piloten vehement bittet, ihm ein Schaf zu zeichnen und eine Riesenschlange mit Elefantem im Leib nicht akzeptieren will.

Nach und nach lernt der erzähler den kleinen Kerl näher kennen, erfährt, dass dieser von einem winzigen Planeten kommt, auf dem sich eine eitle Rose befindet, dass der kleine Prinz nach einem Streit mit der Rose aufgebrochen ist, um Freunde zu gewinnen und dabei auf viele merkwürdige Gestalten trifft. Sie sind beispielhaft für all die Macken und Eitelkeiten, die es so gibt.

Bei seiner Station begegnet der kleine Prinz einem König, der in ihm einen gehorsamen Untertan sucht, bei der zweiten redet er mit einem Eitlen, der bewundert werden möchte, bei der dritten läuft ihm ein Säufer über den Weg, der sich betrinkt, um zu vergessen, dann sieht er einen Geschäftsmann, der nur Zahlen im Kopf hat. Auf Planet Nr. 5 wirkt ein Laternenanzünder. Er führt seine Weisung durch, die Laternen anzuzünden und wieder auszulöschen. Auch bei der sechsten Begnung stößt der kleine Kerl wieder auf einen merkwürdigen Menschen, der nur seinen Job als Geograph im Kopf hat.

Schließlich gelangt dieser Prinz vom fernen Stern auf die Erde. Ein Fuchs öffnet ihm die Augen und das kleine Männlein erkennt, dass er seine Rose liebt. Dieses Kapitel (Nr. XXI) ist besonders lesenswert. Man kennt nur die Dinge, die man zähmt, sagte der Fuchs. Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn Du einen Freund willst,
musst Du mich zähmen. Fuchs und Prinz, dieses ungleiche Paar, machen sich vertraut und werden Freunde. Zum Abschied verrät er dem kleinen Prinzen sein Geheimnis, einen Spruch, den vielleicht mancher kennt. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.

Es ist irgendwie ein klein wenig traurig, wenn man von dem kleinen Prinzen Abschied nehmen muss. Doch man kann - wie der Fuchs - auch froh sein, dass man ihm begegnet ist und Einblick gewonnen hat in all seine besonderen Begegnungen und Erkenntnisse ...

Den kleinen Prinzen gibt es in zig verschiedenen Sprachen. Er ist inzwischen sogar in Dialekten erschienen, z.B. \"Up Kölsch\". Es gibt ihn als handliches Taschenbuch für 5 Euro oder gebundene Ausgabe und natürlich auch als Hörbuch. Egal in welcher Form.
Für mich ist der kleine Prinz eine zauberhafte Lektüre - für kleine UND große Leute.

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