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Erfahrungsbericht von 0-8-15

Süßkind, Patrick: Das Parfüm

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Kurze Einleitung:
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Für viele Schüler ist es schon zur Pflichtlektüre geworden, ich allerdings habe mich freiwillig daran gemacht Patrick Süßkind\'s Bestseller \"Das Parfum\" zu lesen und ich war begeistert...

Süßkind erzählt eine Geschichte wie sie, obwohl sie durchaus eine wirkliche Gegebenheit beschreiben könnte, fantastischer nicht sein kann. Wie der Name schon sagt dreht sich alles um unseren schlechtesten unterentwickelsten Sinn, den Geruchssinn. Man wird hineingezogen in eine uns nur beschränkt zugängliche Welt, in eine Welt aus Gerüchen, Düften und nasalen Wahrnehmungen.


Handlung:
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Schauplatz ist Paris im 18. Jahrhundert. Die ganze Stadt und das ganze Land stinkt zum Himmel, es gibt praktisch keine Hygiene in der Bevölkerung, an allen Ecken und Enden riecht es nach Schweiß, Abfall, Kloaken, Fischen, Krankheiten, Menschen, Tieren, usw.
Mittenhinein in diesen Gestank wird Jean-Baptist Grenouille geboren.

Grenouille\'s Mutter wird nur wenige Tage nach dessen Geburt geköpft, und so wird er von einer Amme zur nächsten gestoßen und niemand will ihn behalten, weil er jedem ein wenig merkwürdig erscheint, doch warum er anders ist weiß bislang keiner. Im Laufe seiner trostlosen Kindheit bemerkt Grenouille, dass sein Geruchssinn wesentlich besser entwickelt ist als bei allen anderen und so streift er oft umher und \"sammelt\" Düfte, die er im Kopf neu zusammensetzt, auseinanderdenkt und in alle Bestandteile zerlegt. Obwohl zurückhaltend und unterwürfig so fühlt er sich doch besser als der Rest. Und irgendwann werden sie es alle zu spüren bekommen...

In den folgenden Jahren seines Lebens, eine Zeit in der er bei einem Gerber arbeitet, begeht Grenouille einen Mord. Zwar nicht aus Hass oder anderen niederen Beweggründen, ihm ist auch der Körper der schönen Jungfer völlig egal, nein, er hat ihren Duft gerochen und musste ihn einfach ungestört genießen, den Mord beging er nebenbei, wie in Trance.

Nun beginnt sich sein Leben zum besseren zu wenden, er findet Anstellung bei einem Parfumeur, wo er seine perfekte Nase unter Beweis stellen kann und so seinem Meister eine schöne Stange Geld bringt. Auch hier arbeitet er unterwürfig und zurückhaltend unter schlechten Bedingungen, allerdings bringt ihm die Arbeit seinem Ziel entgegen, den schönsten Duft der Welt zu kreieren. Und erst musste er die Techniken dazu lernen...

Nach einigen Jahren gibt es in Paris nichts mehr zu lernen und er macht sich (seinen Gesellenbrief in der Tasche) auf Richtung Grasse wo er noch mehr zu lernen hofft. Unterwegs jedoch merkt er wie alle Welt stinkt und es widert ihn so an, dass er für sieben Jahre auf einem einsamen Berg in einer Höhle sitzt nur um dem Gestank zu entgehen. Erst jetzt fällt ihm auf, dass er keinerlei Eigengeruch besitzt und das beängstigt ihn so sehr, dass er seine Einöde verlässt und seinen Weg fortsetzt.

In Marseille angekommen wird er von einem \"alternativen\" Arzt aufgenommen und aufgepäppelt, der ihm auch Zugang zu einer Parfümerie ermöglicht, wo er sich sofort an die Arbeit zu einem \"eigenen\" Körpergeruch macht. Der Erfolg ist atemberaubend, die Menschen denen er begegnet weichen nicht mehr ängstlich zurück, man bemerkt seine Anwesenheit, er scheint nicht mehr so hässlich, keiner wendet den Blick erschrocken wieder ab, etc. Dieser Genuss die Menschen beeinflussen zu können steigert natürlich sein Gefühl ihnen haushoch überlegen zu sein und seinen Hass auf ihr armseliges Dasein.

In den nächsten zwei Jahren lernt er in Grasse neue Techniken zur Parfümherstellung und bekommt genügend Gelegenheit diese zu beherrschen und weiter zu verfeinern. Und weil er erneut einen herrlichen Jungfernduft vernommen hat, den er plant irgendwann zu ernten und zu konservieren. Also versucht er sich auch an Lebewesen, erst an Ratten, dann an Hunden und letztendlich auch an Menschen, so lange bis er eine Methode gefunden hat den Duft eines Menschen zu entreißen und in einen Flakon zu stecken.

Natürlich wendet er diese Erkenntnisse auch alsbald an, doch reicht ihm schnell der Duft des einen Mädchens nicht mehr und nach und nach tötet er insgesamt 24 Jungfrauen und versetzt so die ganze Stadt in Angst und Schrecken. Doch da er die \"Duftkunst\" bis zur Perfektion beherrscht, beeinflusst er die Menschen ihn als unscheinbar, unauffällig und keineswegs zu einem Mord fähig, zu betrachten. Die Krönung allerdings soll die Tochter des reichen 2. Konsuls Richis werden, deren Geruch die letzte Beigabe zu seinem Duft, der ihn als gottgleich präsentieren wird, werden soll. Aber Richis hat das bereits geahnt...

Den Rest lest ihr mal lieber selbst, denn euch wird ein ungewohntes und überraschendes Ende erwarten…

Abschließende Worte::
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Süßkind gelingt es hier auf unheimlich glaubhafte Weise uns in eine völlig fremde Welt zu entführen, die Welt der Düfte und Gerüche. Natürlich riecht jeder von uns und man kann auch mit seiner Nase unglaublich viel anfangen, aber uns nur mit der Nase zu orientieren und im Leben zurechtzufinden scheint trotzdem abstrus und „unmenschlich“. Durch unglaubliche Kreativität fesselt Süßkind uns mit ungemein „vorstellbaren“ Beschreibungen, mit denen es ein Leichtes ist, die von ihm erdachten Düfte wirklich zu riechen und zu verstehen.
„Das Parfum“ ist also nicht zu Unrecht zu einem Bestseller unserer Tage geworden und wahrscheinlich bin ich wohl nicht der einzige, den dieses Buch hellauf begeistert und unglaublich fasziniert hat.

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