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Erfahrungsbericht von Dialya

Vom Tode einer Königin

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Gerade eben musste ich mit Schrecken feststellen, dass es bei Yopi nicht einmal eine Kategorie zu Schiller (zu Goethe auch nicht) gibt. Das wirkt doch ziemlich erschreckend, waren diese beide doch die bekanntesten deutschen Klassiker überhaupt. Na ja, deshalb kommt jetzt meine Meinung zu Maria Stuart von Schiller halt in diese Kategorie, wie alle anderen Meinungen über Bücher auch. Obwohl ich ja nach wie vor der Meinung bin, dass man mindestens so bekannte Autoren wie Goethe und Schiller ein wenig hervorheben sollte.




Maria Stuart, wieder eine Pflichtlektüre mehr aus dem Deutschunterricht. Dieses Buch las ich sogar zweimal, da ich 4 Wochen, nachdem ich es das erste Mal las, eine Prüfung darüber hatte. Damit will ich aber nicht sagen, dass das Buch so gut ist, sondern ich las es nur, weil unser Lehrer bei Prüfungen immer so unwichtige Details abfragt.



Der Inhalt

1. Aufzug
In diesem Akt wird die Person der Maria vorgestellt. Maria wirkt ein wenig hilflos, ist leidend und zugleich voller Schuldgefühle, da sie ihren zweiten Mann umgebracht hatte. Zugleich konnte sie aber ihren Stolz, ihre Schönheit und ihre Jugend behalten.
Im 1. Aufzug wird auch schon der Tod Marias angetönt. Ein wenig später erfährt sie auch den Urteilsspruch: Tod durchs Schafott. Sie bekommt aber auch unerwartete Hilfe von Mortimer, dem Neffen Lord Paulets, ihres Wächters. Diesem gibt sie einen Brief an Lord Leicester mit, in dem sie einen Verbündeten wähnt.
Gegen Ende des 1. Aufzugs wird ihr durch Lord Burgleigh den Urteilsspruch mitgeteilt. Da Maria das Urteil aber schon kennt, reagiert sie sehr gefasst, wodurch sie Lord Burleigh ein wenig verunsichert.
Im Gespräch mit Paulet wird dann auch noch Burleighs Gesinnung deutlich. Er tönt Paulet gegenüber an, dass Elisabeth es gerne sähe, wenn Maria durch eine Vergiftung oder so sterbe, damit sie nicht das Urteil bekannt geben muss.


2. Aufzug
In diesem Aufzug wird Marias Gegenspielerin Elisabeth vorgestellt. Elisabeth wird umworben von einer französischen Brautwerbung. Elisabeth selber widerstrebt jedoch eine Verbindung mit dem Herzog von Anjou, da sie ihre Jungfräulichkeit bewahren will.
Elisabeth ist jedoch unsicher, wie sie den Fall der Maria behandeln soll. Sie fragt deshalb ihre drei Räte Burleigh, Shrewsbury und Leicester um Rat. Burleigh ratet Elisabeth zur Vollstreckung des Urteils, Shrewsbury ratet das Todesurteil nicht zu unterschreiben und Leicester versucht Maria zu verharmlosen. Er versucht Elisabeth zu einer Begegnung mit Maria zu bringen, da nach enlgischem Recht ein zu Tode Verurteilter nicht mehr hingerichtet werden kann, wenn er einmal das Antlitz des Königs gesehen hat.
Auch taucht Mortimer in diesem Akt auf. Er lässt sich von Elisabeth dazu drängen, Maria zu ermorden. Er übernimmt diese Aufgabe aber nur, weil er hofft, so ein wenig Zeit zu gewinnen, da Elisabeth sonst sicherlich jemand anderem den Mordauftrag gegeben hätte.
Auch trifft Mortimer auf Leicester, dem er den Brief von Maria gibt. Lord Leicester verspricht ihm darauf, eine Begegnung von Maria mit Elisabeth vorzubereiten. Diese Begegnung bespricht er dann auch noch mit Elisabeth am Ende dieses Aufzuges.


3. Aufzug
In diesem Aufzug kommt es zur Begegnung der beiden Königinnen. Die beiden reizen sich gegenseitig bis zum Höhepunkt.
Nach der Begegnung trifft Mortimer auf Maria. Er will ihr seinen Fluchplan klarmachen. Es wird aber klar, dass er in ihr eigentlich keine Königin sieht, sondern nur eine Frau, die er gerne besitzen würde.
In diesem Augenblick wird aber auch ein Mordanschlag auf Elisabeth verübt, so dass alle Pläne Mortimers vereitelt werden.


4. Aufzug
In diesem Aufzug ist Elisabeth im Clinch mit sich selber. Sie muss das Todesurteil unterschreiben. Zum Einen ist sie nun von Maria tödlich beleidigt worden, hegt also einen grossen Hass gegen sie. Auch wurde ein Mordanschlag auf sie verübt. Zum anderen ist sie aber trotzdem nicht fähig das Urteil zu unterschreiben.
Sie unterschreibt es dann doch und gibt es einem Diener und diesem lässt sie die Entscheidung, was er damit machen soll. Der trifft jedoch auf Lord Burgleigh, der ihm das Urteil aus der Hand reisst.


5. Aufzug
Die Hinrichtung Marias ist nun besiegelt. Maria wirkt während dem ganzen letzten Aufzug sehr gefasst. Sie verteilt ihr Besitztümer an ihre Diener und Freunde. Auch konnten die anderen noch einen katholischen Priester (ein alter Freund von Maria, der schnell zum Priester gesalbt wurde), einschmuggeln, so dass sie noch mit ihm beten und Busse tun konnte.



Fazit
Das Buch ist eigentlich von der Sprache her sehr einfach zu verstehen. Jedoch ist eine grosse Kenntnis der Geschichte der Maria Stuart und von Elisabeth erforderlich, da man sonst einen grossen Teil der Handlung überhaupt nicht versteht.

Als wir begannen das Stück zu lesen, hatten wir noch keine Vorkenntnisse, so dass wir alle ziemlich Mühe hatten, es zu verstehen. Mit der Zeit lernten wir dann jedoch im Deutschunterricht immer mehr über die Geschichte, so dass wir begannen das Stück zu verstehen.

Auf jeden Fall kann ich jedem, der das Stück lesen will, nur empfehlen, vorher vielleicht ein Lexikon zur Hand zu nehmen, und etwas über Maria und Elisabeth zu lesen.

Das Buch selber hat mir aber nicht so sehr gefallen. Ziemlich viel darin ist erfunden (z.B. Mortimer existierte in Wirklichkeit nicht) und es ist auch sehr schwülstig geschrieben. Allerdings ist der 3. Aufzug wiederum sehr spannend, wenn die beiden Königinnen aufeinandertreffen. Vor allem, wie sich diese Begegnung dann entwickelt.




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-27 15:01:45 mit dem Titel Roman mit kitschigem Happy-Ende (leider)

Vor etwa zwei Wochen las ich einen Bericht über das Buch „Wer Unrecht tut“ von Danielle Steel und nahm mir vor, dieses auch mal zu lesen. Und siehe da, was sah ich vor einer Woche bei uns im Wohnzimmer liegen. Genau dieses Buch, das meine Mutter zufällig gerade am Lesen war.

Kaum war sie durch damit (Samstag Mittag) hab’ ich mir auch schon das Buch gepackt und mit dem Lesen begonnen. Am Abend war ich dann durch damit....


Die Handlung:
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Grace Adams bringt im Alter von etwa 18 Jahren ihren Vater um. Doch wie kam es dazu. Graces Mutter hatte Gebärmutterkrebs und konnte somit ihren ehelichen Pflichten nicht mehr nachkommen. Graces Vater war schon immer gewalttätig gegenüber seiner Familie und machte auch vor seiner krebskranken Frau nicht halt. Dieses schütze ich aus Liebe aber immer nach aussen, so dass er in der Stadt ein angesehener Anwalt war.

Weil die Mutter eben ihren ehelichen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, verlangt er von ihr, dass sie ihm „Ersatz“ besorgen soll. Und genau dieser „Ersatz“ soll Grace sein. So Grace dann im Alter von 13 Jahren das erste Mal von ihrem Vater vergewaltigt. Und die Mutter hilft ihm auch noch dabei, da sie Grace festhält.

Grace wird nun klargemacht, dass sie ihrer Mutter zu Liebe mit ihrem Vater regelmässig schlafen soll, da er sonst die kranke Mutter schlägt. Grace tut dies dann auch ihrer Mutter zu Liebe, doch nach vier Jahren stirbt sie und Graces Vater will nun, dass Grace den Platz ihrer Mutter einnimmt. Am Abend der Beerdigung vergewaltigt er sie brutal, doch dieses Mal ist es anders, denn da die Mutter nun tot ist, hat Grace endlich den Mut, sich zu wehren und erschiesst ihren Vater.

Grace wird nun des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Da er ein solch beliebter Mann in der Stadt war, glauben die meisten nicht, dass ihr Vater Grace vergewaltigt hat. Denn ein ach so guter Mann kann doch niemals zu so was fähig sein. Es kommt also zu einer Gerichtsverhandlung und Grace wird zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt...


Grace Adams:
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Grace hing wahrscheinlich sehr stark an ihrer Mutter und wollte ihr die Krankheit so einfach wie möglich machen. Denn anders hätte sie die Vergewaltigungen wohl kaum vier Jahre ertragen können und sich dann plötzlich nach dem Tod der Mutter dagegen wehren.

Allerdings nimmt sie auch trotz allem ihren Vater immer wieder in Schutz. Ihre Mutter machte ihr immer klar, dass die Familie nie ihren guten Ruf verlieren darf, dass also niemand etwas von den Schlägen und den Vergewaltigungen erfahren darf. Und daran hält Grace auch immer noch nach dem Tod ihrer Eltern fest. Es dauert lange, bis sie endlich jemandem die Wahrheit sagt.

Da Grace wegen ihrer Familie keine Freunde mehr hat (sie hatte Angst, etwas zu verraten), wird sie von den anderen Bewohnern der Stadt als ein wenig verrückt angesehen, so dass die Geschichte, dass sie ihren Vater nur wegen dem Erbe umgebracht hat, natürlich noch mehr Sinn macht.

Grace ist aber auch ein sehr hübsches Mädchen. Sie hat eine schlanke Figur, schöne lange Haare und grosse Augen. Doch scheint sie das selber nicht wahrzunehmen. Ihre Figur z.B. versteckt sie lange Zeit unter möglichst grossen Kleidern, die sie von der Heilsarmee hat.


Der Klappentext:
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Normalerweise beziehe ich mich ja selten auf den Klappentext eines Buches, doch hier mache ich eine Ausnahme. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich den Klappentext grottenschlecht finde.

Der Klappentext erzählt zwar nichts falsches, d.h. alles was dort erwähnt wird, geschieht dann auch wirklich im Buch. Aber er hat einen sehr grossen Fehler, er verrät nämlich das Ende des Buches. Genaugenommen reisst der Klappentext also die Geschichte nicht nur kurz an, wie das sonst üblich ist, sondern stellt eine kurze Zusammenfassung des Buches (vom Anfang bis zum Ende) dar.

Wer also die Spannung beibehalten will, soll den Klappentext auf keinen Fall lesen.


Die Autorin:
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Danielle Steel wurde in New York geboren und kam als junges Mädchen nach Frankreich und besuchte verschiedene europäische Schulen. In New York studierte sie Französisch, Italienisch und Literatur. Seit 1977 schreibt sie erfolgreich Romane.

Dies war mein erstes Buch dieser Autorin. Meine Mutter hingegen hat schon fast alle Bücher von ihr gelesen und schwärmt richtig von ihren Bücher. Ich tat die Autorin bis jetzt aber immer als eine Autorin von kitschigen Liebesromanen ab. Und damit habe ich zum Teil wohl auch recht. Die meisten ihrer Romane (oder sogar alle) sind nämlich Liebesromane und scheinbar besitzen auch fast alle, ein Happy-End. Und ein Happy-End ist manchmal ein wenig übertrieben, und gerade bei dem mir vorliegenden Buch, ist dies wieder so ein übertriebenes, typisch amerikanisches, kitschiges Happy-End. Nichts gegen Happy-Ende, aber manchmal sind sie halt wirklich fehl am Platz.


Meine Meinung:
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Mir gefiel das Buch eigentlich recht gut, so dass ich es dann auch an einem Nachmittag durch hatte. Es ist echt spannend zu lesen, was Grace alles noch so erlebt, bis sie ihre Jugend fast vollends überwinden kann. Auch wird es wirklich bis zum Ende fast nie langweilig. Grace erlebt immer wieder etwas Neues, und oft etwas total Unerwartetes. Grace erlebt sowohl Rückschläge als auch Fortschritte. Sie findet neue Freunde und sogenannte „Freunde“.

Allerdings wird das Buch gegen Ende hin einfach langweilig. Es scheint irgendwie alles zu perfekt zu sein. Da bringt auch der erneute Rückschlag keine neue Spannung rein, da ja inzwischen wirklich alles perfekt ist. Erst als die Situation dann fast ausartet, wird es wieder spannender, aber da ist das Happy-End schon in greifbarer Nähe. Und genau dieses Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End ging mir total auf die Nerven. Dieses verkörpert wieder einmal die typische, amerikanische Familienidylle, wie man sie sonst nur noch in Hollywood-Produktionen zu sehen kriegt (sogar der Hund fehlt nicht). Also wirklich total übertrieben.


Fazit:
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Allen, die Liebesromane mit Happy-End mögen, kann ich dieses Buch nur empfehlen. Die anderen sollten aber besser mal die Finger davon lassen.



Das Buch:
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Titel: Wer Unrecht tut
Autorin: Danielle Steel
Originaltitel: Malice
Seiten: 382
Verlag: Blanvalet Verlag, München
ISBN:3-7645-0068-9

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