Erfahrungsbericht von new_siveritas
Hannas dunkels Geheimnis [ Schlink, Bernhard: Der Vorleser]
Pro:
beeindruckend
Kontra:
kann kaum eins finden
Empfehlung:
Nein
späte 50er Jahre: Der 15-jährige Professorensohn Michael bricht auf seinem Heimweg von der Schule plötzlich zusammen. Er von einer Frau aufgelesen, die ihm hilft und ihn nach Hause schickt. Die dort gestellte Diagnose: Gelbsucht. Er ist für mehrere Monate ans Bett gefesselt.
Genesen wird er von seiner Mutter zu der Frau geschickt, die ihm damals geholfen hat: Hanna Schmitz. Michael verliebt sich in die 21 Jahre ältere Frau, sammelt erste sexuelle Erfahrungen mit ihr. Auch erzählt er von sich, aus seinem Leben. Doch eins fällt ihm auf: Sobald er Hanna nach ihrem Leben, nach ihrer Vergangenheit fragt, beißt er auf Granit, seine Fragen werden abgebogen. So weiß er kaum etwas über sie, was seiner Liebe zu ihr keinen Abbruch tut. Besonders gerne mag es Hanna, wenn Michael ihr vorliest - egal was, sie läßt sich von ihm in seine literarische Welt einführen. Auch verreist sie in den Osterferien mit ihm zusammen - auf der Reise überläßt sie ihm, dem wesentlich jüngeren, sämtliche Entscheidungen, sämtliche Organisation, sämtliche Planung.
Doch einige Monate später, im Sommer, ist plötzlich alles vorbei. Ohne Vorwarnung verschwindet Hanna aus seinem Leben. Sie ist nicht mehr auffindbar. Auch ihr Arbeitgeben - die städtischen Verkehrbetriebe, bei denen sie als Straßenbahnschaffnerin gearbeitet hat, weiß nichts Näheres. \"Fristlos gekündigt\" - das ist das Einzige, was Michael erfährt.
Anfangs tut es ihm sehr weh - später kommt er -anscheinend - darüber hinweg. Er macht Abitur, studert Jura. In dieser Zeit trifft er Hanna wieder - an einem Ort, an dem er ganz bestimmt nicht damit gerechnet hat. Nun offenbart sich ihm ihr dunkles Geheimnis ...
Ein spannendes, packendes Buch, das ich an einem Tag verschlungen habe. Es setzt sich auf beeindrucknde Weise mit dem Thema Nationalsozialismus auseinander. (Ich erwähne bewußt nicht, in welcher, denn das würde potentiellen Leser die Spannung nehmen). Erschienen ist es im Diogenes-Verlag, auffällig, ist, dass es zwar Taschenbuch-Format hat, aber ein Hardcover ist.
Der Autor, Bernhard Schlink, wurde 1944 geboren. Er ist Juraprofessor an der Humboldt-Universität, die siveritas bis vor wenigen Monaten besuchte. Zum ersten Mal schaffte es ein deutscher Autor auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerliste.
Genesen wird er von seiner Mutter zu der Frau geschickt, die ihm damals geholfen hat: Hanna Schmitz. Michael verliebt sich in die 21 Jahre ältere Frau, sammelt erste sexuelle Erfahrungen mit ihr. Auch erzählt er von sich, aus seinem Leben. Doch eins fällt ihm auf: Sobald er Hanna nach ihrem Leben, nach ihrer Vergangenheit fragt, beißt er auf Granit, seine Fragen werden abgebogen. So weiß er kaum etwas über sie, was seiner Liebe zu ihr keinen Abbruch tut. Besonders gerne mag es Hanna, wenn Michael ihr vorliest - egal was, sie läßt sich von ihm in seine literarische Welt einführen. Auch verreist sie in den Osterferien mit ihm zusammen - auf der Reise überläßt sie ihm, dem wesentlich jüngeren, sämtliche Entscheidungen, sämtliche Organisation, sämtliche Planung.
Doch einige Monate später, im Sommer, ist plötzlich alles vorbei. Ohne Vorwarnung verschwindet Hanna aus seinem Leben. Sie ist nicht mehr auffindbar. Auch ihr Arbeitgeben - die städtischen Verkehrbetriebe, bei denen sie als Straßenbahnschaffnerin gearbeitet hat, weiß nichts Näheres. \"Fristlos gekündigt\" - das ist das Einzige, was Michael erfährt.
Anfangs tut es ihm sehr weh - später kommt er -anscheinend - darüber hinweg. Er macht Abitur, studert Jura. In dieser Zeit trifft er Hanna wieder - an einem Ort, an dem er ganz bestimmt nicht damit gerechnet hat. Nun offenbart sich ihm ihr dunkles Geheimnis ...
Ein spannendes, packendes Buch, das ich an einem Tag verschlungen habe. Es setzt sich auf beeindrucknde Weise mit dem Thema Nationalsozialismus auseinander. (Ich erwähne bewußt nicht, in welcher, denn das würde potentiellen Leser die Spannung nehmen). Erschienen ist es im Diogenes-Verlag, auffällig, ist, dass es zwar Taschenbuch-Format hat, aber ein Hardcover ist.
Der Autor, Bernhard Schlink, wurde 1944 geboren. Er ist Juraprofessor an der Humboldt-Universität, die siveritas bis vor wenigen Monaten besuchte. Zum ersten Mal schaffte es ein deutscher Autor auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerliste.
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