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Erfahrungsbericht von Mhkize

Das Dritte Reich - Herausgeber Christoph Studt

Pro:

Das Dritte Reich aus einer anderen Sicht

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Das Dritte Reich

Ein Darstellung der deutsche Geschichte von 1933 bis 1945 in einer ganz anderen Sichtweise. Es kommen auch Zeitzeugen, die nicht zu Establishment gehörten zu Wort. Es wird auch widerlegt, dass es eine unschuldige Unwissenheit der Deutschen gab. Ich zitiere aus dem Vorwort, \"Die Texte dieses Lesebuches lassen erkennen, zu welchen Untaten selbst scheinbar ganz \"normale\" Menschen unter bestimmten Voraussetzungen des öffentlichen Bewusstseins fähig sind, ...\"
In kurzen leicht lesbaren Kapiteln, die alle eine abgeschlossene Handlung haben, wird die Aufbau und Fall des Dritten Reiches aufgezeigt.

Das Buch hat folgende Titel:

I.Entstehung und Aufstieg des Nationalsozialismus

A.Hellmuth Auerbach: Der Trommler

Es wird dargelegt, wie Hitler, der bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr völlig unbekannt war, es verstand für seine Ideen zu werben. Selbst seine Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe hat er für sich genutzt, um sich bekannt zu machen.

B.Gordon A. Craig: Die NSDAP in der \"Kampzeit\"
Es wird aufgezeigt, wie Hitler an sich glaubte und zielstrebig seinen Weg ging. Wie er auf Propaganda baute und diese einsetzte. Dargelegt wird auch aus welchen Bevölkerungsschichten die NSDAP-Mitglieder kamen.

C.Peter Longerich: Vom Saalschutz zur Parteitruppe – Die SA

Aus einer \"Turn- und Sportabteilung\" ging der \"Saalschutz\" hervor, der dann zur \"Sturm-Abteilung\" SA wurde. Es wird die gesamte Entwicklung dieser Truppe, aber die Spannungen zur NSDAP aufgezeigt.

D.Marlis Steinert: \"Mein Kampf\"

Der Inhalt dieses Buches wird nur kurz gesteift. Es wird vielmehr aufgezeigt, welchen Verbreitungsgrad dieses Buch erreichte und dass es wohl nicht überall ungelesen blieb.

E.Peter Longerich: Der rasche Aufstieg der NSDAP 1929/1930

Die vielen Arbeitslosen nach den spektakulären Bankzusammenbrüchen glaubten in der NSDAP die Löäsung ihres Problems zu sehen und verhalfen dieser zu großen Wahlerfolgen. Es wird diese Entwicklung anhand von Wahlergebnissen dokumentiert.

F.Heinrich August Winkler: Weimar – Republik im Schatten von Versailles

Versaille mit seinen Verträgen lag als Schatten über das gesamte Leben in Deutschland. Die vielfältigen auferlegten Beschränkungen führten zu Schattenlösungen, darunter auch die NSDAP und SA. Jedoch auch die Reichsverfassung, unprofessionelle ausgelegt, machten den Weg für Hitler frei. Dies wird in diesem Kapitel dargelegt.

G.Jürgen W. Falter: Wer wählte Hitler?

Untersucht wurde die Wählerschicht hinsichtlich ihrer Religionszugehörigkeit und die soziale Schicht. Katholiken wählten wesentlich wenige Hitler als die anderen Religionsmitglieder. Die Mittelschicht brachte Hitler etwas mehr Sympathie entgegen als die Arbeiterschicht.

H.Robert M. W. Kempner: Der verpasste Nazi-Stop.

Das Verhalten der NSDAP wurde unter der Weimarer-Regierung durchaus als verfassungsfeindlich erkannt. Es wurde jedoch unterlassen diese Gruppe zu verbieten und aufzulösen.

II.\"Machtergreifung\" und \"Gleichstellung\" des öffentlichen Lebens (1933 – 1935)

A.Gordon A. Craig: \"Wir haben ihn uns engagiert!\"

Hitler kam durch ein Fehleinschätzung seiner Gegner zur Macht. Man glaubte er würde innerhalb von zwei Monaten an den wirtschaftlichen Schwierigkeiten scheitern und zurücktreten. Hitler aber in zwei Monaten seine macht gefestigt.

B.Hans Graf von Lehndorff: \"... und dann kannst du wieder gehen\"- Die Unterschätzung des Nationalsozialismus.

Aufgezeigt wird anhand von Göbbels, wie von Reichstagsmitgliedern die NSDAP-Abgeordneten geringgeschätzt wurden.

C.Peter Krüger: Mitmachen?

Hier wird das Verhalten und die Zweifel der Beamten im diplomatischen Dienst aufgezeigt.

D.Gregor Schöllgen: Der außenpolitische Kurs

Er unterschied sich zunächst nicht von den Vorgängerregierungen und gleitet dann allmählich in den Revisionismus über, der von vielen akzeptiert wurde.
E.Hans Graf von Lehndorff: Die \"Quatschbude\" brennt.
Der Autor beschreibt seine persönlichen Erlebnisse bei den Reichstagsbrand von 28.02.1933.

F.Gordon A. Craig: Die \"Verordnung zum Schutz von Volk und Staat\"

Nach dem Reichstagsbrand wurden die ersten kommunistischen Funktionäre, Intellektuelle und Akademiker verhaftet und dem Reichspräsidenten die Notverordnung \"Verordnung zum Schutz von Staat und Volk\" zur Unterzeichnung vorgelegt und er unterzeichnete. Damit wurden die Grundrechte der Bürge aufgehoben.

G.Michael Salewski: Die \"Rührkomödie\" von Potsdam.

Die Kunst der Propaganda von Göbbels wird hier nochmals dargelegt, wie man mit Trick und Glimmer das Volk täuscht.

H.Otto Wels: \"Freiheit und Leben kann man uns nehmen, unsere Ehre nicht\"

Die Rede im Reichstag, mit der er dem Ermächtigungsgesetz entgegentrat.

I.Kurt Tucholsky: Keine Panik!

Ein Brief indem er Hitler kritisiert aber doch verharmlost. Bezeichnend ein Satz: \"man kann aber nicht einem Volk das Gegenteil von dem predigen, was es in seiner Mehrheit will (auch Juden). Viele sind nur gegen die Methoden Hitlers, nicht gegen den Kern seiner \"Lehre\".

J.Martin Broszat: \"Gleichschaltung\"

Aufgezeigt wird die Einverleibung von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Bauernvereine, Handwerkerinnungen usw. in des NS-Regime

K.Norbert Frei: Presselenkung im NS-Staat

Göbbels verstand es hervorragend die Presse zu lenken auch mit der Methode: Zuckerbrot und Peitsche.

L.Reinhard Wittmann: Bücherverbrennung und \"NS-Schrifttumspolitik\"

Aufgelistet werden Feuersprüche bei der Bücherverbrennung.
Das Reichskulturkammer-Gesetz wird erläutert.
Der Erpressung der Juden ihre Verlage an Arier zu verkaufen
Die Steuerung des Bücherverkaufs auch mit Mitteln des Berufsverbotes der Buchhändler.
Die Politik der Preisverleihung für Literaturpreise.

M.Hermann Kurzke: Politikscheuer Ästhet und kämpferischer Publizist – Thomas Mann und das Dritte Reich

Die Vortragsreise, die zur Emigration wurde. Thomas Mann sollte in \"Schutzhaft\" genommen werden. In Bayern war er unbeliebter als in Berlin.

N.Werner Röder: Vom \"Auszug der Geister\"

Eine Emigration, die Thomas Mann nicht schwer fiel.
Durch verschiedene Gesetze wurde es eine großen Anzahl von Wissenschaftlern, Schriftstellern, Publizisten, usw. nicht mehr möglich in Deutschland zu arbeiten. Hiervon wird in diesem Kapitel berichtet.

O.Otto Gritschneder: Der \"Röhm-Putsch\"

Aufgezeigt wird, wie es zu dem Röhm-Putsch kam und welche Stellung hierbei die Hitler-Gehilfen Göbbels. Göhring, Heydrich und Himmler hatte.

P.Bernd Rüthers: \"Der Führer schützt das Recht\" Carl Schmitt und der 30. Juni 1934

Am 30. Juni 1934 wurde verschiedene dem Hitler unliebsame oder gefährliche Personen ermordet. Am Beispiel von Carl Schmitt wird aufgezeigt, wie sich Menschen den Regime folgsam waren, auch wenn sie selbst schwer betroffen sind. Vielsagend der Satz: \"Dabei wirkten die Ministerialbürokratie, die Gerichte und die Universitäten durch ihre jeweils den neuen Ton angegebenen Repräsentanten in einer für die \"nationale Revolution\" der neuen Machthaber erfreulich reibungslos und ergebnisträchtigen Weisen zusammen.

Q.Helmut Krausnick: Von der \"unpolitischen \" Reichswehr zur Armee des \"Führers\"

Der Leser erfährt, dass:
junge Offiziere die Umstellung der Armee begrüßten. Sie konnten jetzt \"zum erstenmal nach 1919 dem Staate auch mit dem Herzen dienen\"
70 nichtarische Offiziere entlassen wurden.
Die Vereidigung der Soldaten auf Adolf Hitler nur auf einer Verordnung beruht nicht auf ein Gesetz.

R.Gordon A.Craig: \"Meine Ehre heißt Treue\" – Die SS

Mit der Machtübernahme 1933 wurde auch die Kindheit Frauen und Familie total vereinnahmt. Berichtet wird über die Auszeichnung der Mütter mit vielen Kindern, aber nicht jede Mutter war würdig hierzu. Die Ausmerze von lebensunwerten Personen derer 70.000 Geisteskranke zum Opfer fielen.
Der Ursprung der SS liegt schon im Jahre 1925, als Hitler eine eigene Leibwache wünschte. Himmler formte eine hieraus eine Elitetruppe und er prägte die Parole \"SS-Mann, Deine Ehre sei Treue\". Die SS war das effektivste Herrschaftsinstrument par ecellence.

S.Adelheid Gräfin von Castell Rüdenhausen: Familienpolitik zwischen \"Auslese\" und Ausmerze\"

T.Ger von Roon: \"Evangelische Kirche und NS-Staat\"

In übergroßer Mehrheit hatten die Kirchenführer den Ereignissen des Januar 1933 zugejubelt. \"Mit der Machtübernahme der Regierung Hitler erhoffte man den Anbruch eines zweiten evangelischen Reiches...\"
Die Bekennende Kirche, ein wichtiges Widerstandspotenzial, hat nie zum widerstand aufgerufen.

U.Fritz Fischer: Katholische Kirche und NS-Staat

Früher als die Protestantanten haben die Katholiken im Nationalsozialismus ein Gefahr gesehen.
Das Konkordat mit der katholischen Kirche brachte Hitler den Vorteil das diese \"moralische Instanz\" als erstes sein Regime anerkannte.
Der neue Papst Pius XII zeigte als erstem ausländischen Staatsmann Hitler seine Thronerhebung an.

V.Gordon A. Craig; \"Schicksalsrausch\" Die Zerrüttung der Sprache

\"Zu der Flut neuer Anhänger der nationalsozialistischen Bewegung... gehörte auch die Mehrzahl der Lehrstuhlinhaber und Intellektuellen....\"
Die Sprache wurde militarisiert und es tönten überall Worte, wie Kampf, Schlacht, Einsatz, Einheit, Front, Durchbruch, Arbeiterschlacht gegen Arbeitslosigkeit, Erzeugungsschlacht, für mehr Kinder, Ernährungsschlacht für bessere Landwirtschaft, uws.
Josef Göbbel sagte, wir brauchen eine mit unserer Staatsphilosophie vereinbarte Terminologie.

W.Lina Haag: Die leiseste Drohung genügt

\"So feierte der Kommandant des Konzentrationslagers Lichtenburg Ostern. Mit drei nackten, auf einem Holzpfahl geschnallten Frauen, die er auspeitschte bis er nicht mehr kann.\"
\"Man drohte uns, und man drohte mit uns, wie man es brauchte. Der kleine Kriminalbeamte drohte und der Führer drohte.\"
\"Zusammengekrümmte, zusammengeschlagene, erstarrte Wesen, die einmal Namen, Männer, Kinder, Heime hatten, liegen da mit unergründlichen starren Blicken. Das ist die Hölle der Dunkelzelle mit ihren verrückten Schrecknissen. Es ist das ende der Welt.\"

X.Fiete Schulze: \"Warum so kleinmütig\"

Ein Brief an die Schwester.

III.Herrschaftsausbau und Kriegsvorbereitung (1935 – 1939)

A.Wolfgang Benz: Ämter- und Kompetenzchaos

Alles wurde der NSDAP untergeordnet. Es gingen dabei auch viele Strukturen verloren und es zeigt sich, dass eine geregelt Staatsführung sehr erschwert wurde.
\"Die genannten Apparate und Instanzen nationalsozialistischer Herrschaft waren den klassischen Institutionen staatlicher Machtausübung zu-, neben- oder untergeordnet und auf vielfältige Weise sowohl mit diesen als auch mit der Partei verflochten.\"

B.Albrecht Lahmann: \"Dann war ich 14, da kam man in die HJ!\"

Die HJ war die Fortführung der Jugendbewegung, die schon um die Jahrhundertwende entstand. Wie die Jugendliche auf dem Krieg \"spielerisch\" vorbereitet wurde, wird aufgezeigt, aber auch, warum diese Generation, dann etwas Schwierigkeit mit der Demokratie hatte.

IV.Diskriminierung, Entrechtung, Vertreibung, Vernichtung: Stufen der \"Endlösung der Judenfrage\" (1933 – 1945)

A.Marlis Steinert: Die Rassenidee als Kernstück der Hitlerischen Weltanschauung

\"Das Rassenkonzept, das Hitler seiner Weltanschauung zugrunde legte, ist durch die Werke von Gobineau, Darwin, Houston Stewart Chamberlain, Wilhelm Bölsche und durch eine große Anzahl völkischer und antisemitischer Broschüren beeinflusst worden.\"
Diese tiefe innere Überzeugung, das \"Recht auf Töten\" von Menschne zu haben, die der moralischen und physischen Gesundheit des deutschen Volkes vermeintlich schadetenbildet die atavistische Grundlage der \"Psychologie des Genozids\" und unterscheidet den Nationalsozialismus von allen anderen Formen des Faschismus.\"

B.Edwin Landau: \"Ich begrub 43 Jahre meines Lebens\" – Der Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April 1933

\"Und doch war es bittere Wahrheit, dass da draußen vor der Tür zwei Jungen in braunem Hemd standen, die ausführenden Organe Hitlers.
Und für dieses Volk hatten wir jungen Juden einst im Schützengraben in Kälte und Regen gestanden und haben unser Blut vergossen, um das Land vor dem Feind zu schützen.\"
\"Die Kinder wussten oder begriffen nicht , warum heftig weinte, aber ich wusste: Das war mein abschied vom Deutschtum, meine innere Trennung vom gewesenen Vaterland – ein Begräbnis. Ich begrub 43 Jahre meines Lebens.

C.Else Behrend-Rosenfeld: Die alltägliche Gemeinheit

\"Schone ende Oktober 1933 fiel mir auf, dass die Kinder stiller waren als gewöhnlich und nichts mehr von der Schule erzählten.\"
Der Gemeindebrief folgenden Inhalts: Unser Verbleiben hier sei unerwünscht, und die Gemeinde wäre uns zu Dank verpflichtet, wenn wir sie so schnell wie möglich verließen.\"

D.Alfred Heller: \"Wo liegt eigentlich Trinidad\"

Anhand eines mitgehörten Gespräches wird aufgezeigt, mit welcher Verzweiflung die Juden versucht haben Deutschland verlassen zu dürfen. Einfach weg, egal wohin, einfach weg auch nach \"Trinidad\"

E.Marta Appel: Die reine, unvermischte germanische Rasse?

Dargelegt wird, wie am Beispiel eines jüdischen Schulmädchens alle Vorteile und Kennzeichen der germanischen Rasse erklärt wurde.

F.Konrad Kwiet: Von der Ghettoisierung zur Deportation

Den Juden wurden die Wohnungen genommen oder in einer Wohnung mussten mehrere Familien wohnen, andere kamen in Barackenlager usw. dort warteten sie auf die Deportation.

G.Wolfgang Benz: \"Reichskristallnacht\"

Der Novemberprogrom, als \"Reichskristallnacht\"verniedlicht, bedeutet der Rückfall in die Barbarei.
Beschrieben werden die Hintergründe, die zu dieser Tat führten. Aufgezeigt wird, wie die Presse auch für das Regime eingesetzt wurde. Die Progrom-Nacht dauerte vier Tage.

H.Konrad Kwiet: Der gelbe Stern

Ab dem Herbst 1941 mussten die Juden den Judenstern tragen. Berichtet wird, wie sich die Bevölkerung von den Juden absondert und auch die Kinder in diese Regel einwiesen. \"Die meisten Deutschen nahmen auch keinen anstoß daran, als die Sternträger vor ihren Augen abgeholt und verladen wurden. Es ging sie nichts an; es interessierte sie nicht.\"

I.Else Behrend-Rosenfeld: Der Deportationsbefehl

Augenzeugen berichten darüber, wie Bewohner eines Altenheimes in München ihre Vorahnung hatte, wie sie die Mitteilung aufnahmen, die ihnen die Deportation ankündigt und wie sie dann abtransportiert wurden. Hier geht eindeutig hervor, dass die Bevölkerung über die Vernichtungslager Bescheid wusste.

J.Debòrah Dwork: Überleben im Verborgenen

Die Autorin berichtet über ihr Versteck in einem Arbeiterhaus in Enschede, wie sie Schrank zum Versteck umbauten und welche Schwierigkeiten auftraten als ihren Vater beerdigen mußten.

K. Michael Zimmermann: Zigeuner und andere \"Strolche\"

Hier wird berichtet von der Vernichtung \"aus der Norm einer \"deutschen Volksgemeinschaft\" fallende[r] Menschen: Zigeuner, Sintis Somas.
Der Leser erfährt, dass es eigene Forschungen gab über \"Strolchengeschlechter und \"Zigeunermischlinge\" Die Zigeuner wurden in echte Zigeuner und Zigeunermischlinge aufgeteilt, wobei die letzteren von jeder Fortpflanzug ausgeschlossen waren.

L.Ino Arndt: Die \"Endlösung\" der Judenfrage

\"Nach dem November 1938 begann – verkürzt formuliert – das Ende der legalen Existenz der Juden in Deutschland, Österreich, der Tschechoslowakei und seit September 1939 im übrigen Europa.\" Aufgeführt werden die verschiedenen Repressalien, denen man die Juden aussetzte, wie Radioverbot, Telefonentzug, Mindeslohn bei doppelten Abgaben, Einschränkung der Bewegungsfreiheit usw.
Die Vorbereitung und Durchführung der Vernichtung der Juden.

M.Sigmund Rascher: \"Die Versuchspersonen brüllen\"

\"Hochverehrter Reichsführer!
In der Anlage überreiche ich, in Kurzer Form gebracht, eine Zusammenstellung der Resultate, welche bei den Erwärmungsversuchen an ausgekühlten Menschen durch animalische Wärme gewonnen wurden.................
........... Ausschwitz ist für einen großen Reihenversuch in jeder Beziehung besser geeignet als Dachau, da es dort kälter ist und durch die Größe des Geländes im Lager selbst weniger Aufsehen erregt wird (die Versuchspersonen brüllen, wenn sie sehr frieren)
Ihr, Ihnen stets ergebener S. Rascher\"

N.Debòrab Dwork; Das Vernichtungslager Belzec

\"Es war das erste Lager mit fest installierten Gasanlagen.\" Berichtet wird, wie die Ankömmlinge getäuscht wurden und den Vernichtungskammern zugeführt wurden. Die Kammern wurden so gefüllt, dass die Leichen nicht umfallen konnten. Die Zwangsarbeiter, die die Leichen verbrannten, mussten sich jeden Tag einer Körperkontrolle unterziehen, damit sie sich nicht an den Goldzähnen bereichern.
\"Die jüdischen Zwangsarbeiter, die von den Deutschen benutz wurden, damit sie das fliessband am Laufen hielten und die Besitztümer der toten sortirten, wurden nicht am leben gelassen, wie man es ihnen versprochen hattew. Am ende wurden auch sie umgebracht.

V.Weltmacht oder Untergang: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg (1939 – 1945)

A.Josef Becker: \"Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen\" – Die Entfesselung des zweiten Weltkrieges

\"..... und einige wenige Eingeweihte wussten, dass die angeblichen regulären Soldaten der polnischen Armee SS-Männer waren und die bei ihrer Aktion zurückgelassenen Toten aus deutschen Konzentrationslagern stammten. ...\"
\"Der Sieger wird später nicht danach gefragt, ob er die Wahrheit gesagt hat oder nicht.\"(Worte des Führers)

B.Thomas Urban: Polen unter deutscher Besatzung

\"Nach dem Blitzkrieg gegen Polen stellte sich Hitler auf den Standpunkt, dass das Land rechtlich nicht mehr existiere.\"
\"Den Preis für die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten, die von ihnen brutal durchgeführten Vertreibungen, die Missachtung jeglicher Rechte und die völlige Unterdrückung der Polen, sollten nach dem Krieg vorallem die Ostdeutschen und die Volkdeutschen bezahlen.\"

C.Gordon A. Craig: Der Krieg und die \"Stimmung des Volkes\"

Hieraus nur ein Satz von Adolf Hitler im März 1942, der alles sagt: \"Wenn man die Lage Deutschland nach den Klagen beurteilt, die in den Berichten angeführt waren, sei der Krieg schon lange verloren.\"

D.Peter Steinbach/Johannes Tuchel: Johannes Georg Elser – Der Attentäter aus dem Volk

Er versteckte die Bombe im Münchner Bürgerbräukeller, deren Wirkung Hitler nur durch Zufall am 09. November 1939 entkommen ist. Elser wurde auf Befehl von Heinrich Himmler am 09. April 1945 im KZ Dachau exekutiert.

E.Michael Salewski: Der Blitzkrieg

Die Deutschen waren begeistert über die raschen Erfolge der Armee. Misserfolge wurde dem Volk verheimlicht.
Die \"Luftschlacht über England\" wurde entgegen allen Erwartungen zur ersten, dem Volk verheimlichte, Niederlage des NS-Regimes.

F.Gerold Ambrosius/William H. Hubbard: Von der \"europäischen Großraumwirtschaft\" zum \"germanischen Weltreich\"

Aufgezeigt wird, wie alle unterworfenen Ländern in die Kriegswirtschaft einbezogen wurden, obwohl es hierfür keinen Plan gab. Jene Länder die nicht besetzt wurden, haben ihre gesamte Wirtschaft auf das NS-Regime abgestimmt.

G.Gordon A.Craig: Auftakt zum Untergang – Das \"Unternehmen Babarossa\"

Berichtet wird über die Vorbereitungen und den Kriegsausbruch gegen Rusland. Die Kriegsgefangenen wurden schlecht behandelt und es starben ca. 3,7 Millionen.
Durch die Starrsinnigkeit des Führers ging Stalingrad verloren.

H.Harald Henry: Die Wirklichkeit des Krieges – Ein Frontbrief

\"Das soll mein Weihnachtsbrief für Euch sein, aus der tiefsten Bitternis eines entsetzlich gewordenen Lebens............. Ihr müsst das alles nicht vom Schimmer der Weihnachtskerzen her beleuchtet sehen, sondern von der tiefen Störung und Zerstörung, der wir jetzt wie einer schrecklichen Krankheit, Irrung der menschlichen Natur unterworfen sind. Immer zweifelhafter erscheint es mir, ob überhaupt noch Heilung möglich ist.\" Anfang und Ende eines Briefes.

I.Ute Benz: Die Gefährtin des Helden

Ein glückliche Frau und glückliche Kinder zuhause ist die beste moralische Unterstützung für dem Mann an der Front. Aber Tratsch und üble Nachrede können diese Stütze schnell brüchig machen: hiervon ist hier die Rede.

J.Bernd Zymek: Schule im Zweiten Weltkrieg
Terrorisierung, Entrechtung und Verdrängung jüdischer Schulkinder und Lehrer

Verdrängung der Kirchen und des Religionsunterrichts aus den Schulen
Erleichterung der bei Schulabschlüssen für Offiziersanwächter
Kinder werden zu \"Sozialeinsatz\" verpflichtet.

K.Ulrich Herbert: \"Ausländer-Einsatz\" in der deutschen Kriegswirtschaft

\"Der nationalsozialistische Ausländereinsatz zwischen 1939 bis 1945 stellte den größten Fall der massenhaften, zwangsweise Verwendung von ausländischen Arbeitskräften in der Geschichte seit dem Ende der Sklaverei im 19.Jahrhundert dar.\"
Als die Kriegsgefangenen nicht mehr ausreichten für den Arbeitskräftebedarf wurden andere Arbeiter in den besetzten Gebieten angeworben.
Die Arbeiter wurden unterschiedlich behandelt, je nachdem von wo sie kamen. Arbeiter aus den östlichen Gebieten, Polen, Russland, usw. wurden so schlecht behandelt, dass sie nach wenigen Wochen unterernährt und arbeitsunfähig waren.
\"Der Wert eines Menschen war nicht höher, als seine Körperkraft für einige Wochen hergab. Hier waren Arbeit und Vernichtung für Hunderttausende von Menschen zu Synonymen geworden.\"

L.Ute Benz: Rassendiagnose: \"Durchaus nordisch\"

Beschrieben wird nach welchen Kriterien jemand der \"nordischen Rasse\" zuordnet wird.
\"Die Rassendiadnose ergibt:
Die Untersuchte gehört mit dem größten Teil ihrer körperlichen Merkmale zur nordischen Rasse. Sie ist anthropologisch als ein wertvolles Glied des deutschen Volkes zu bezeichnen.\"

M.Till Bastian: \"Probelauf\" einer Vernichtungsmaschinerie – Die Aktion T4\"

Aktion T4 so genannt, weil die Planung in der Berliner Tiergartenstraße Nr.: 4 erfolgte. Berichtet wird über die Ermordung von Geisteskranken und Behinderten, aber auch die Ermordung der 10.000sten gefeiert wurde.

N.Bernhard Lichtenberg: \"Ich fordere Rechenschaft\"

Abgedruckt ist ein Brief an den Reichsärzteführer, indem ein Priester Aufklärung über das Verschwinden eines Geisteskranken fordert. Wahrlich ein mutiger Schritt, der beweist, dass:
es auch mutige Menschen gaben
die Bevölkerung wusste, was mit dienen Personen geschah

O.Sibylle Meyer/Eva Schulze: Klara Steiner, Jahrgang 1906 – ein ganz normales Leben

Berichtet wird über das Leben einer Frau, wie sich mit ihren drei Kindern durchschlägt, aber auch passiven Widerstand leistet gegen das Regime.

P.Otfrid Ehrismann: Der neue Dietrich von Bern

\"Hans Naumann gehörte zu den schillersten Figuren des germanischen Faschismus...\" anhand dieser Person wird dargelegt, wie sich Intellektuelle dem NS-Regime gedankenlos verschrieben haben.
\"Der neue Held [Hitler] sollte, in der Tradition der deutschen Epik, den Namen Dietrich erhalten.\"

Q.Jürgen Moeller: Zwei letzte Briefe aus Stalingrad

Abgedruckt sind zwei ganz unterschiedliche Briefe, die damit aber ein abgerundetes Bild geben über die Situation in Stalingrad.

R.Ursula von Kardorff: \"Wollt ihr den totalen Krieg\"

Der letzte Satz dieses kurzen Artikels sagt alles: \"... wenn Goebbels weitergefragt hätte: \"Wollt ihr alle in den Tod gehen?\" so hätten sie alle genauso \"ja\" gebrüllt.\"\"

S.Anneliese Knopp-Graf: Gegen die Diktatur des Bösen – Der Widerstand der \"Weiße Rose\"

In einer kurzen Darlegung wird der widerstand besprochen den Hans und Sophia Scholl an der Universitäten in München organisierten und es wird aufgezeigt, dass sich ich dieser Widerstand nicht nur auf München beschränkte, sondern auch in Hamburg vorhanden waren und dort acht Menschen deshalb sterben mussten.

T.Carl-Friedrich Goerdeler: Der \"psychologisch richtig\" Zeitpunkt zum Staatsstreich

Nach den verheerenden Niederlagen in Tunis und Stalingrad begann sich der Widerstand zu formieren. Anhand eines Brief wird aufgezeigt, wie die Generäle die Lage sehen und dass der Wunsch bestand dies zu ändern.

U.Fabian von Schlabrendorff: Das Attentat vom 20. Juli 1944

Anhand von Gesprächsnotizen wird aufgezeigt, welcher Zweifel es einerseits über den Sinn auf das Attentat Hitlers vorhanden waren, andererseits wird auch der feste Wille dokumentiert Hitler zu beseitigen. Es wird auch dargelegt, warum es so schwierig war Hitler zu beseitigen und warum der Sprengstoffanschlag seine Wirkung verfehlte.

V.Ger van Roon: Die \"Operation Walküre\"

Dargelegt wird wie der Personenkreis verfolgt wurde, der bei der Vorbereitung und Durchführung des Attentates beteiligt war. \"In den Gestapokellern fanden die Verhöre statt, wobei die Opfer mehrfach dem schlimmsten Folterungen unterzogen wurden. Unter Vorsitz Freislers folgte vor dem Volkgerichtshof eine Flut inszenierter Prozesse, wobei Gefängnisstrafen zur Ausnahme gehörten.\"

W.Helmuth James Graf von Moltke: \"Wir haben nur gedacht\"

Berichtet wird über eine Verhandlung vor dem Volkgerichtshof, die unter Leitung Feislers stattfand. Ein bezeichnender Satz hieraus: \"... dann zeigt das eben, dass Sie anders denken und damit sich selbst aus der kämpfenden Volksgemeinschaft ausgeschlossen haben.\"

X.Dietrich Bonhoeffer: \"Von guten Mächten treu und Still umgeben\"

Wiedergeben ist ein Brief aus dem Gefängnis geschrieben zur Weihnachtszeit 1944.

Y.Micheal Salewski: Finis Germaniae

Nach dem fehlgeschlagenen Attentat glaubte Hitler noch mehr, dass ihn die Vorsehung gerufen hat. Er verlor den Sinn für das Wirkliche und gab \"Nerobefehle\" heraus. Beschrieben wird das Ende Hitlers und die Kapitulation Deutschlands.

Z.Ursula von Kardorff: Wieder einmal im Keller

Ein Tagebucheintrag nach einem Aufenthalt im Luftschutzkeller am 27. Februar 1945.

AA.Hans Graf von Lehndorff: \"Wohin wollen Sie denn?\" Das Ende im Osten

In einem Lazarett an des Ostfront sind die Verwundeten im Januar 1945 noch vom Hitler begeistert und glaubten den Feind aufzuhalten.
Im April drangen die Russen in das Lazarett ein. Sie verwüsteten alles, betranken sich, vergriffen sich an die Frauen.

AB.Christabel Bielenberg: Rohrbach im Mai 1945 – Das Ende im Süden

\"Skat war an der Tagesordnung. Nero geigte, während Rom brannte, Hitlers Legionen spielten Skat, während um sie herum das \"Tausendjährige Reich\" zusammenbrach.\"
Ein Bauer und sein Sohn werden ermordet, weil sie sich weigerte an einem Sonntag beim Verlegen der Telefonleitungen zu helfen. Über den Haß der sich durch diese Tat auf die Soldaten legte wird anschaulich berichtet.

VI.Deutschland 1945: \"Erlöst und vernichtet in einem\"

A.Ursula Kardorff: Befreiung

\"Deutschland, dein Lebensraum ist nun ein Sterberaum\", rief eine Stimme.
Berichtet wir in der Art von Tagebucheintragungen über die letzten Tage des Krieges vom 12. April bis zum 7. Mai 1945.
\"so also ist die Niederlage. Hatten wir uns unbedachterweise anders vorgestellt, das heißt, eigentlich gar nicht vorgestellt. Alles, alles musste besser sein als Hitler. Aber Befreihung? Seltsames Wort.\"

B.Helen Epstein: Befreiung

Berichtet wird über die Befreiung der Konzentrationslagers Bergen-Belsen am 15. April 1945.

C.Wolfgang Jacobmeyer: Strandgut des Krieges – \"Displaced Person\"
Die Alliierten nannten die Zwangsarbeiter: \"Displaced Persons\". Die große Anzahl der Zwangsarbeiter haben auch die Planung der Alliierten überfordert, sodass die Rückführung in die Heimat nicht so reibungslos abging. Viele Zwangsarbeiter, insbesondere aus den Ostländern wollten, wegen der politischen Situation in ihrer Heimat nicht mehr zurückkehren.

D.Albrecht Lehmann: Verlust und neue Begegnung

Circa zwölf Millionen Deutsche wurden vertrieben und die meisten in Westdeutschland angesiedelt. Beschrieben wird der Anfangsschmerz, dann die schnelle Integration und das Vergessen an das Schreckliche. Die ersten Besuche in der verlorenen Heimat und wie der wirtschaftlich Unterschied aufgenommen wurde. Aber auch, wie in den Erzählungen der Vertriebenen sehr vieles nur von der Glanzseite gesehen wird, die Realität aber vollkommen verkannt wird.

E.Hermann Broch: Deutschland braucht Reue

In eine Brief wird beschrieben, wie mancher der durch das NS-Regime vertrieben wurde, dies empfunden hat und welche Bitternis zurückgeblieben ist. Ich möchte nur aus zwei Sätze zitieren: \"Ich persönlich will außerdem nicht zurückkehren, weil ich nicht wieder in die Zwangslage geraten will, verachten zu müssen.\"
\"Was ich persönlich so an Niedrigkeit erlebt habe, möchte ich nicht wiedererleben; man mag es Wehleidigkeit nennen, aber ich möchte diese Menschen nicht wiedersehen müssen. Hier war ich wenigstens noch nicht zu solcher Verachtung gezwungen.\"

F.Hans Graf von Lehndorff: Der Fall des Baumes oder Wie es um Deutschland bestellt war.

Berichtet wird, wie ein Eiche gefällt werden sollte, die aber nicht fallen wollte in die Beziehung zu Deutschland wird hergestellt: \" An dem Verhalten des Baumes wurde offenkundig, wie es um Deutschland bestellt war. Von allen Bindungen gelöst, die einmal die Voraussetzungen seiner Existenz gewesen waren, blieb es doch stehen und ließ erkennen, daß es dem Untergang Schon preisgegeben war.\"

G.Albrecht Lehmann: Die Kriegsheimkehrer

Beschrieben werden die Schwierigkeiten der Gefangenen bei ihrer Heimkehr mit den veränderten Bedingungen in der Gesellschaft und der Familie zurecht zu kommen. Plötzlich stand die Männer, die an der Front kämpften und ihr Leben aufs Spiel setzten Frauen gegenüber, die sich einen anderen Mann suchten, die außereheliche Kinder hatten, auch von Besatzungssoldaten. Oder wenn die Frau feststellen musste, dass sie plötzlich mit zwei Männern verheiratet ist, weil der Mann an der Front oder Gefangenschaft für tot erklärt wurde.

H.Jörg Fisch: Von der Teilung der Reparationszonen zur Teilung der Welt

Aufgezeigt werden die Schwierigkeiten und unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Ländern für die Reparationsleistungen und die daraus entstehende Teilung Deutschlands.

I.Günther Anders: Kollektivschuld?

Steht im Titel noch ein Fragezeichen, so kommt der Autor schnell zu Schluss, dass es ein Kollektivschuld gibt und stellt fest: \"Wer behauptet, nichts gewusst zu haben, gibt damit im besten Falle seine damalige Idiotie zu.

Das Dritte Reich
ein Lesebuch zur deutschen Geschichte 1933 – 1945
Beck\'sche Reihe
ISBN 3 406 4123 6X

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