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Erfahrungsbericht von Universum

Der Duft des Todes

Pro:

Interessant, aufregend und spannend

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

Es gibt Bücher, die faszinieren mich nicht wegen der eigentlichen Geschichte, sondern weil sie meine Neugierde erregen und ich einfach wissen muß, wie es den in dieser Geschichte ausgeht. Wenn es sich dann noch um historische Begebenheiten handelt oder um Sachverhalte aus dem mit kriminalistischen Hintergrund, dann gibt es für mich kaum noch ein Halten.

So ein Buch habe ich vor einiger Zeit, nun gut, es sind schon Jahre, gelesen. Ich möchte es Euch hier einmal vorstellen.


Das Parfum:

Patrick Süsskind beschreibt hier die (fiktive?) Person Jean-Baptiste Grenouille. Jean- Baptiste hat eine aussergewöhnliche Fähigkeit. Er kann Gerüche sehr gut wahrnehmen und diese in seinem Gehirn abspeichern. Er ist das perfekte Archiv für gerüche.

Aufgewachsen als Waisenkind in Paris, Mitte des 17. Jahrhunderts, ist er ein einsamer Mensch. Scheu und introvertiert ist er. Kontakte zu anderen Menschen hat er fast keine. Durch diese fehlenden Kontakte, oder ist es ein fehlendes Bedürfnis, spricht Jean-Baptiste kaum und sehr schlecht. Er hat seine Welt aus Gerüchen um sich und diese reicht ihm. Er braucht und will nicht reden.

Sein Alltag besteht aus dem Herumstreunen durch die Gasses und Strassen von Paris. Er sammelt Gerüche, sortiert sie und speichert sie in seinem Gehirn. Aus seiner Sicht ist er ein reicher Mensch, denn er hat viele Gerüche gesammelt und betrachtet sie als ein Eigentum. Wer sollte sie ihm auch nehmen?

Durch einen glücklichen Umstand erhält er eine Anstellung in einer Parfumerie. Sein Chef erkent schnell die Genialität und Besonderheit seines Angestellten und lässt ihn immer neue Parfums kreieren. Als Gegenleistung wird er in der Destillation von Gerüchen unterwiesen und in deren Herstellung.

Eine besondere Gabe besitzt er aber noch, welche niemand auch nur erahnt. Er kann Schönheit riechen. Seine Gabe macht ihn unfehlbar, was das Aussehen einer Frau angeht. Er sieht die Frauen nicht an, er riecht sie.

Eines Tages riecht er die Frau seiner Träume. Bildhübsch ist sie. Er muß sie besitzen. Nein! Nicht sie. Den Geruch muß er besitzen. Er erwürgt das Mädchen und saugt ihren Duft, der nach Tod, Angst und Unschuld riecht, ein.

Paris wird ihm dan zu gross. Z sehr strömen Gerüche auf ihn ein, die er nicht mehr ertragen kann. Er verlässt die Parfumerie und will nach Grasse. Damals und auch Heute noch die Stadt der Parfums.

Doch menschliche Gerüche werden ihm zuwider und er verbringt einige Jahre in einer Höhle. Nac Jahren der Einsamkeit, der Grübelei, des Wahns, entschliesst er sich, wieder zu den Menschen zurückzukehren.

Er hat aber ein grosses Ziel: Ein Parfum aus den Gerüchen der schönsten Mädchen der Stadt. Kurz nach seiner Rückkehr in die Stadt, häufen sich dort die Frauenmorde. Jean-Baptiste wird zum Frauenmörder und Räuber, indem er Gerüche stiehlt.

Eine Jagd auf ihn beginnt Er wird gefasst, das Urteil ist klar. Der Tod wartet auf ihn. Doch dann geschieht das Unglaubliche..............


Mein Fazit:

Da habe ich doch im letzen Moment die Notbremse gezogen und meine Story beendet. Tztztz. Wie Schade auch. Nun müsst Ihr selbst das Buch lesen.

Ich verspreche Euch, Ihr werdet begeistert sein. Tut Euch aber bitte selbst einen Gefallen. Lasst die letzten Seiten des Buches unangetastet, bevor Ihr nicht lesenderweise dort angelangt seid. Ihr zerstört Euch sonst selbst einen ungeheuren Lesespass.

Dieses Buch hat aber noch einen anderen Effekt. Ihr lernt jede Menge über die Parfumherstellung und die Produktion. Diese hat sich in den letzten 200 Jahren fast nicht geändert. Zumindest was die Gewinnung der Rohstoffe angeht. Einfach faszinierend.

Nun aber mein sprezieller Aspekt. Der kriminalistische und kriminologische Hintergrund dieses Romanes ist einfach brillant. Kriminologisch ( Lehre vom Verbrechen ) wird die Figutr des Jean-Baptiste sehr detailliert dargestellt. Insbesondere seine Gedankenwelt und das Umfeld, in welchen er Gross wird. Seine kriminelle Karriere ist also durchaus nachvolziehbar, wenn nicht sogar absehbar. Genie und Wahnsinn liegen nun einmal dicht beieinander. In diesem Roman eindeutig bewiesen.

Von dem Autoren habe ich noch keine Bücher gelesen gehabt und ganz ehrlich, ich wiess auch gar nicht, ob er noch mehr Romane geschrieben hat. Aber es geht ja auch um diesen Roman.

Das Parfum, spannender, fesselnder Roman. Nicht unbedingt für sensible Leser geeignet. Nicht das das Blut aus dem Roman heraustropft. Es ist eher eine subtile Art von Brutalität, die sich durch diesen Roman zieht. Wie ein süsses Gift den Leser fesselt und ihn süchtig auf die nächsten Seiten macht. Das Beste komt aber erst wirklich am Ende. Das Ende. Der Leser wird erleichtert sein, dass der Roman endlich zu Ende ist, weil der Fall beendet wurde. Natürlich kann ich hier nicht sagen wie, aber es ist ein erstaunliches Ende.

Martin

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