Erfahrungsbericht von Sprudellady
auch eine Liebelei kann wehtun
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Liebelei von Arthur Schnitzler
wurde am 15.Mai 1862 in Wien als Sohn eines jüdischen Arztes geboren. Nach dem Studium der Medizin war er Assistenzarzt an der Polyklinik und dann praktischer Arzt in Wien.
Er ist Zeit seines Lebens das gewesen, was man heute einen Frauenheld nennt, man bezeichnet ihn sogar als Erotomanen. Arthur Schnitzler eilte von einer Beziehung zur anderen, litt unter Bindungsangst. Erst mit 41 hat der Sohn eines Wiener Arztes Olgy Gussmann geheiratet. Seine Ehe scheiterte; sie wurde 1921 geschieden.
Schnitzler hatte nie finanzielle Probleme, aber im Privatleben war er ein Zerrissener, nervös, oft von Todesgedanken gepeinigt.
Zusammen mit Gerhart Hauptmann zählte er zu den Spitzenreitern des Fischer Verlags.
Arthur Schnitzler wurde 1933 in Deutschland, dann sieben Jahre später in Österreich zur Unperson erklärt. Heute gilt sein Name als Gattungsbegriff. Man spricht von Schnitzlerisch und meint eine Facette des Wienerischen, die Liebelei und das Leid, Moral und Unmoral
Werke: Anatol, Reigen, Liebelei, Paracelsus, Der grüne Kakadu, Fräulein Else,
Das weite Land, Leutnant Gustl, Prof. Bernhardi....
Liebelei
Inhalt: Der junge Mann namens Fritz hat ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau. Seine Geliebte hat Angst und glaubt, dass
Beide beobachtet werden. Fritz jedoch meint, dass sie halluziniert und empfindet ihre Besorgnis als lächerlich. Sein bester Freund Theodor möchte, dass er diese Affäre aufgibt. Um Fritz abzulenken, arrangiert er ein Soirée in Fritz’ Wohnung mit Mizi und Christine. Fritz findet Christine süß und da er sich nach Zärtlichkeit ohne Pathos sehnt und sich von den Aufregungen erholen möchte, lässt er sich mit Christine, Tochter eines Violinspielers ein. Für den jungen Mann ist das Mädchen eine Abwechslung, Erholung, bestenfalls eine Liebelei.
Für sie ist er die große Liebe. Als das junge Mädchen nach der Dame in Schwarz fragt, mit der sie Fritz im Theater gesehen hat, ist Fritz verärgert.
Um die Stimmung nicht zu verderben, wird das Gesprächsthema gewechselt. Plötzlich taucht der betrogene Ehemann auf. ER gibt Fritz die Briefe, die er bei seiner gefunden hat und verlangt die, die Fritz erhalten hat. Der junge Mann will die Briefe nicht hergeben, daraufhin wird der Ehemann wütend und fördert Fritz zum Duell. Nachdem der Herr gegangen ist, bittet Fritz seinen Freund um Rat, denn er weiß nicht, was er tun soll. Der junge Mann zweifelt nicht daran, dass dies sein Todesurteil bedeutet.
Der 2.Akt spielt in der Dachwohnung, die Christine mit ihrem Vater bewohnt. Katharina Binder, Nachbarin und Frau eines Strumpfwirkers, möchte, dass Christine mit dem Cousin ihres Mannes eine Verbindung eingeht. Sie redet auf das Mädchen ein, aber Christine blockt ab, dann sie liebt einzig und allein Fritz.
Katharina Binder versucht Herrn Weiring, Christines Vater zu überzeugen, dass eine Ehe zwischen seiner Tochter und ihrem Cousin ein Glück wäre. Doch Christines’ Vater ist der Meinung, dass so eine Verbindung seine Tochter unglücklich machen könnte.
Mit sarkastischen Bemerkungen zieht Frau Binder sich zurück, als Christine nachhause kommt und über Kopfschmerzen klagt. Fritz ist zum vereinbarten Rendez-vous nicht erschienen. Plötzlich steht er vor Christines’ Haustür.
Fritz hatte Sehnsucht nach Christine und wollte sehen unter welchen Umständen sie lebt. Der junge Mann erklärt dem Mädchen, dass für 2 Tage aufs Gut zu seinen Eltern fährt, aber in Wirklichkeit trifft er sich mit dem Ehemann seiner Geliebten. Fritz wird sentimental und glaubt, dass sein Glück bei Christine sein könnte. Zwei Tage später erfährt sie von Fritz’ Tod. Sie ist verzweifelt, denn er hat sich für eine andere erschießen lassen. Christine, die sich für Liebe, nicht für Liebelei entschlossen hat, sucht freiwillig den Tod.
Meine Interpretation:
Mit Schnitzlers’ ersten großen Erfolg, der Liebelei gelingt ihm 1893 der Sprung ans Burgtheater, seine Ex-Geliebte Adele Sandrock spielte die Hauptrolle. Der Dichter übt in der Tragikomödie eine subtile Art von Zeit; und Gesellschaftskritik. Schnitzler verarbeitet nicht nur Konflikte aus sozialen Ungleichheit der Liebenden, sondern auch aus dem Spannungsfeld von erotischen Wünschen und unmoralischen Verboten.
In diesem Drama schildert Schnitzler, wie die Liebelei eines jungen Mannes zum scheren Schicksal für ein Mädchen wird, das ihn unendlich liebt. Sie ist ein armes Mädel, da ihre Gefühle missbraucht werden.
In Christine, dem süßen Mädchen, hat Arthur Schnitzler einen neuen literarischen Typus erfunden, eine Mischung aus Sentimentalität und Sensualität.
In bürgerlichen Trauerspielen durchschaut die weibliche Hauptfigur die Ausweglosigkeit ihrer Lage und verklärt den eigenen physischen Untergang zur Utopie eines von Zwängen der Gesellschaft befreiten Ratlosigkeit Verzweiflung Individuums. Bei Schnitzler dagegen steht am Ende Ratlosigkeit und Verzweiflung
wurde am 15.Mai 1862 in Wien als Sohn eines jüdischen Arztes geboren. Nach dem Studium der Medizin war er Assistenzarzt an der Polyklinik und dann praktischer Arzt in Wien.
Er ist Zeit seines Lebens das gewesen, was man heute einen Frauenheld nennt, man bezeichnet ihn sogar als Erotomanen. Arthur Schnitzler eilte von einer Beziehung zur anderen, litt unter Bindungsangst. Erst mit 41 hat der Sohn eines Wiener Arztes Olgy Gussmann geheiratet. Seine Ehe scheiterte; sie wurde 1921 geschieden.
Schnitzler hatte nie finanzielle Probleme, aber im Privatleben war er ein Zerrissener, nervös, oft von Todesgedanken gepeinigt.
Zusammen mit Gerhart Hauptmann zählte er zu den Spitzenreitern des Fischer Verlags.
Arthur Schnitzler wurde 1933 in Deutschland, dann sieben Jahre später in Österreich zur Unperson erklärt. Heute gilt sein Name als Gattungsbegriff. Man spricht von Schnitzlerisch und meint eine Facette des Wienerischen, die Liebelei und das Leid, Moral und Unmoral
Werke: Anatol, Reigen, Liebelei, Paracelsus, Der grüne Kakadu, Fräulein Else,
Das weite Land, Leutnant Gustl, Prof. Bernhardi....
Liebelei
Inhalt: Der junge Mann namens Fritz hat ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau. Seine Geliebte hat Angst und glaubt, dass
Beide beobachtet werden. Fritz jedoch meint, dass sie halluziniert und empfindet ihre Besorgnis als lächerlich. Sein bester Freund Theodor möchte, dass er diese Affäre aufgibt. Um Fritz abzulenken, arrangiert er ein Soirée in Fritz’ Wohnung mit Mizi und Christine. Fritz findet Christine süß und da er sich nach Zärtlichkeit ohne Pathos sehnt und sich von den Aufregungen erholen möchte, lässt er sich mit Christine, Tochter eines Violinspielers ein. Für den jungen Mann ist das Mädchen eine Abwechslung, Erholung, bestenfalls eine Liebelei.
Für sie ist er die große Liebe. Als das junge Mädchen nach der Dame in Schwarz fragt, mit der sie Fritz im Theater gesehen hat, ist Fritz verärgert.
Um die Stimmung nicht zu verderben, wird das Gesprächsthema gewechselt. Plötzlich taucht der betrogene Ehemann auf. ER gibt Fritz die Briefe, die er bei seiner gefunden hat und verlangt die, die Fritz erhalten hat. Der junge Mann will die Briefe nicht hergeben, daraufhin wird der Ehemann wütend und fördert Fritz zum Duell. Nachdem der Herr gegangen ist, bittet Fritz seinen Freund um Rat, denn er weiß nicht, was er tun soll. Der junge Mann zweifelt nicht daran, dass dies sein Todesurteil bedeutet.
Der 2.Akt spielt in der Dachwohnung, die Christine mit ihrem Vater bewohnt. Katharina Binder, Nachbarin und Frau eines Strumpfwirkers, möchte, dass Christine mit dem Cousin ihres Mannes eine Verbindung eingeht. Sie redet auf das Mädchen ein, aber Christine blockt ab, dann sie liebt einzig und allein Fritz.
Katharina Binder versucht Herrn Weiring, Christines Vater zu überzeugen, dass eine Ehe zwischen seiner Tochter und ihrem Cousin ein Glück wäre. Doch Christines’ Vater ist der Meinung, dass so eine Verbindung seine Tochter unglücklich machen könnte.
Mit sarkastischen Bemerkungen zieht Frau Binder sich zurück, als Christine nachhause kommt und über Kopfschmerzen klagt. Fritz ist zum vereinbarten Rendez-vous nicht erschienen. Plötzlich steht er vor Christines’ Haustür.
Fritz hatte Sehnsucht nach Christine und wollte sehen unter welchen Umständen sie lebt. Der junge Mann erklärt dem Mädchen, dass für 2 Tage aufs Gut zu seinen Eltern fährt, aber in Wirklichkeit trifft er sich mit dem Ehemann seiner Geliebten. Fritz wird sentimental und glaubt, dass sein Glück bei Christine sein könnte. Zwei Tage später erfährt sie von Fritz’ Tod. Sie ist verzweifelt, denn er hat sich für eine andere erschießen lassen. Christine, die sich für Liebe, nicht für Liebelei entschlossen hat, sucht freiwillig den Tod.
Meine Interpretation:
Mit Schnitzlers’ ersten großen Erfolg, der Liebelei gelingt ihm 1893 der Sprung ans Burgtheater, seine Ex-Geliebte Adele Sandrock spielte die Hauptrolle. Der Dichter übt in der Tragikomödie eine subtile Art von Zeit; und Gesellschaftskritik. Schnitzler verarbeitet nicht nur Konflikte aus sozialen Ungleichheit der Liebenden, sondern auch aus dem Spannungsfeld von erotischen Wünschen und unmoralischen Verboten.
In diesem Drama schildert Schnitzler, wie die Liebelei eines jungen Mannes zum scheren Schicksal für ein Mädchen wird, das ihn unendlich liebt. Sie ist ein armes Mädel, da ihre Gefühle missbraucht werden.
In Christine, dem süßen Mädchen, hat Arthur Schnitzler einen neuen literarischen Typus erfunden, eine Mischung aus Sentimentalität und Sensualität.
In bürgerlichen Trauerspielen durchschaut die weibliche Hauptfigur die Ausweglosigkeit ihrer Lage und verklärt den eigenen physischen Untergang zur Utopie eines von Zwängen der Gesellschaft befreiten Ratlosigkeit Verzweiflung Individuums. Bei Schnitzler dagegen steht am Ende Ratlosigkeit und Verzweiflung
42 Bewertungen, 1 Kommentar
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22.11.2002, 19:11 Uhr von ET2000
Bewertung: sehr hilfreichIch sehe schon, ich bin sooo unbelesen.
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