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Erfahrungsbericht von ralf0816

Der Fänger im Roggen\JD Salinger SUPER! HIP! 50Jahre alt!

Pro:

alles

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

Ziemlich genau vor 50 Jahren erschien „der Fänger im Roggen“ von J.D Salinger,
wenn man das Buch heute in Hand nimmt, ist das kaum zu glauben.

Oder man hat schon kapiert, daß es Bücher gibt, die kein Haltbarkeitsdatum haben.
Leider ist das eher selten. Komisch eigentlich, die Fortschritte der Menschheit sind ja eher oberflächlicher Natur.

Junge (oder welche, die sich dafür halten, jung geht heute bis mindestens 35, glaub ich, was ich gar nicht so schlimm finde, aber wenn Buchverlage ihre neuen Pop Autoren, die voll das
Jugendfeeling haben, anpreisen und die sind dann teils so um die 40, ist das komisch, ein wenig) Menschen, die uns zeitgeistmäßig ihre Befindlichkeiten aufdrängen, nehmen wir doch mal Benjamin von Stuckrad Barre und seine Freunde, naja, das ist einfach nur peinlich und schlecht.

Das sich dann ein völlig verblödeter Kultur und Medienapparat darauf stürzt und da jugendliche Genialität und vor allen Dingen Authentizität zu entdecken glaubt, verwundert auch nicht weiter.

Aber dann doch mal zum Inhalt, die Story ist recht übersichtlich.

Holden Caulfield ist mal wieder von einem Internat geflogen und irrt ein paar Tage durch
New York, da er sich nicht direkt zu seinen sicherlich wenig begeisterten Eltern traut.
Genug Zeit und eine prima Situation, um über Gott und vor allem, die Welt zu monologisieren.

Der 16jährige schaut sich aus einer entfremdet/abgehobenen Perspektive das eben so banale wie entsetzliche Geschehen an, seine Verachtung ist aber noch nicht zu einem arrogantem Zynismus mutiert.

Was seinen Blick keineswegs trübt, eine seltsame Klarheit durchzieht seine Schilderung des wirklich abwechslungsreichen Geschehens.

Interessant (irgendwie manchmal nachvollziehbar) ist, daß ihm in erster Linie seine 10jährige Schwester, aber auch andere Kinder als die einzigen sympathischen und akzeptablen Menschen erscheinen.

Der Hammer ist die Sprache, kann man nicht mit den 50ern in den USA in Verbindung bringen, so ohne weiteres.

Macht Spaß, das alles.

Im allgemeinen schreiben die Fachleute(Germanisten, und solche) daß es sich um ein Buch handelt, daß „Orientierungsschwierigkeiten in der Pubertät“ thematisiert, stimmt in dem Sinne, daß man seinen Verstand und seine Klarsicht am Ende der Pubertät auch am nächsten Kleiderständer abgeben kann.


Unbedingt lesen. Ist cool, hip und hat es, das was man nicht aus dem Hut zaubern kann.

6 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Netti1982

    01.03.2002, 15:41 Uhr von Netti1982
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut zu wissen, MfG Netti