Erfahrungsbericht von sylvia1983
Nicht nur spannend...
Pro:
siehe oben
Kontra:
siehe oben
Empfehlung:
Nein
ist das Buch "Parfum" von Patrick Süsskind, was ihr im weiteren Verlauf dieses Textes lesen werdet. Ich hatte das "Vergnügen" dieses Buch in der Schule lesen zu müssen und sicherlich ist dies auch einer der Gründe, warum ich solch eine Meinung zu diesem Buch habe.
Wahrlich handelt dieses Buch vom Genie, Grenouille, der Düfte in wunderbarsten Kombinationen erstellen kann, weil er selbst einen übernatürlichen Geruchssinn besitzt. Diesen nutzte er bereits als kleines Kind aus, was dem Pater Angst einjagte. Seit Geburt an ist er ein Außenseiter, wird von allen Verstoßen (von seiner Mutter, den Ammen und dem Pater im ersten Teil). Der Pater entwickelt anfangs väterliche Gefühle zu ihm trotz seines Gelübdes, als die Amme ihn loswerden wollte, weil er sie bis auf die Knochen "leerpumpt" (Seite 11) und er nach nichts rieche. Plötzlich entwickelt er jedoch Ekel, ihm kommt vor, als würde Grenouille seinen Geruch auspumpen und bezeichnet ihn als Teufel. Bei Madame Gaillard wird er wie die anderen Kinder behandelt. Sie bemerkt seinen nicht vorhanden Eigengeruch nicht, da sie bei ihrer Geburt den Geruchssinn verloren hat. Die anderen Kindern, die bei Madame Gaillard sind, versuchen ihn Mehrfachs umzubringen. Als sie kein Geld mehr vom Kloster bekommt, schickt sie ihn zum Gerber Grimal, bei der er die schlechtesten Arbeiten machen muss. Erstaunlicherweise überlebt er die Gerberkrankheit, die normalerweise tödlich endet. Von diesem Zeitpunkt an ist er nicht nur resistent gegen diese Krankheit, sondern auch für Grimal unentbehrlich. Ihm wird bewusst, welche Arbeit Grenouille leistet und schenkt ihm mehr Freiheiten.
Grenouille erkundigt die Umgebung, saugt alle Gerüche in sich auf. Ihm fehlt es an Ausdruckskraft. Er kann nur Worte sagen, deren Geruch er kennt, abstrakte Begriffe, wie Liebe, Gott, Recht, Gewissen, Gott, Freunde, Verantwortung, Demut, Dankbarkeit sagen ihm nichts. Er lebte sehr bescheiden, was Süsskind mit einer Zecke vergleicht. Verkapselt wartet er auf "bessere Zeiten" (Seite 29).
Seine Außenseiterposition und die nicht vorhandene Liebe werden ihn zum Mörder gemacht haben. Er will Liebe haben und am Ende doch wieder nicht. Man kann ihm die Morde noch nicht einmal richtig zuschreiben, da sein Lebenslauf für mildernde Umstände sorgt.
Ich dachte, es wäre endlich mal ein schönes Buch, da der Vorschlag von der Klasse kam, aber dem war nicht so. Inhaltlich ist es in Ordnung, doch missfällt mir die Langatmigkeit der Beschreibung der Gerüche. Sicherlich sollten die Gestänke der damaligen Zeit in Paris verdeutlicht werden, doch muss die über mehre Seiten gehen?
Zitate:
"Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin,...., aus den Gerbereien stanken die ätzenden Laugen,...Die Menschen stanken nach Schweiß ungewaschenen Kleidern,... aus ihren Mägen stanken sie nach Zwiebelsaft,....es stank der gesamte Adel, ja sogar der König stank, wie ein Raubtier stank er,..."
Viele Seiten werden über Gerüche geschrieben, die Grenouille bzw. der Allwissende Erzähler wahrnimmt. Ja, es ist sinnvoll, da das Thema nun mal "Parfum"/Geruch... ist, doch finde ich es übertrieben. Blöderweise konnte ich nicht einiges überlesen, da ich wegen der Klausur doch alles wissen sollte. Es ist nun mal nicht mein Geschmack ausschweifende Berichte zu lesen, doch dies geht nicht jedem so. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.
Lustig ist jedoch, dass es mir so vorkommt, als würde ich jetzt mehr riechen als vorher. Man achtet mehr auf die Gerüche der Umgebung.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Riechen! ;-)
Wahrlich handelt dieses Buch vom Genie, Grenouille, der Düfte in wunderbarsten Kombinationen erstellen kann, weil er selbst einen übernatürlichen Geruchssinn besitzt. Diesen nutzte er bereits als kleines Kind aus, was dem Pater Angst einjagte. Seit Geburt an ist er ein Außenseiter, wird von allen Verstoßen (von seiner Mutter, den Ammen und dem Pater im ersten Teil). Der Pater entwickelt anfangs väterliche Gefühle zu ihm trotz seines Gelübdes, als die Amme ihn loswerden wollte, weil er sie bis auf die Knochen "leerpumpt" (Seite 11) und er nach nichts rieche. Plötzlich entwickelt er jedoch Ekel, ihm kommt vor, als würde Grenouille seinen Geruch auspumpen und bezeichnet ihn als Teufel. Bei Madame Gaillard wird er wie die anderen Kinder behandelt. Sie bemerkt seinen nicht vorhanden Eigengeruch nicht, da sie bei ihrer Geburt den Geruchssinn verloren hat. Die anderen Kindern, die bei Madame Gaillard sind, versuchen ihn Mehrfachs umzubringen. Als sie kein Geld mehr vom Kloster bekommt, schickt sie ihn zum Gerber Grimal, bei der er die schlechtesten Arbeiten machen muss. Erstaunlicherweise überlebt er die Gerberkrankheit, die normalerweise tödlich endet. Von diesem Zeitpunkt an ist er nicht nur resistent gegen diese Krankheit, sondern auch für Grimal unentbehrlich. Ihm wird bewusst, welche Arbeit Grenouille leistet und schenkt ihm mehr Freiheiten.
Grenouille erkundigt die Umgebung, saugt alle Gerüche in sich auf. Ihm fehlt es an Ausdruckskraft. Er kann nur Worte sagen, deren Geruch er kennt, abstrakte Begriffe, wie Liebe, Gott, Recht, Gewissen, Gott, Freunde, Verantwortung, Demut, Dankbarkeit sagen ihm nichts. Er lebte sehr bescheiden, was Süsskind mit einer Zecke vergleicht. Verkapselt wartet er auf "bessere Zeiten" (Seite 29).
Seine Außenseiterposition und die nicht vorhandene Liebe werden ihn zum Mörder gemacht haben. Er will Liebe haben und am Ende doch wieder nicht. Man kann ihm die Morde noch nicht einmal richtig zuschreiben, da sein Lebenslauf für mildernde Umstände sorgt.
Ich dachte, es wäre endlich mal ein schönes Buch, da der Vorschlag von der Klasse kam, aber dem war nicht so. Inhaltlich ist es in Ordnung, doch missfällt mir die Langatmigkeit der Beschreibung der Gerüche. Sicherlich sollten die Gestänke der damaligen Zeit in Paris verdeutlicht werden, doch muss die über mehre Seiten gehen?
Zitate:
"Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin,...., aus den Gerbereien stanken die ätzenden Laugen,...Die Menschen stanken nach Schweiß ungewaschenen Kleidern,... aus ihren Mägen stanken sie nach Zwiebelsaft,....es stank der gesamte Adel, ja sogar der König stank, wie ein Raubtier stank er,..."
Viele Seiten werden über Gerüche geschrieben, die Grenouille bzw. der Allwissende Erzähler wahrnimmt. Ja, es ist sinnvoll, da das Thema nun mal "Parfum"/Geruch... ist, doch finde ich es übertrieben. Blöderweise konnte ich nicht einiges überlesen, da ich wegen der Klausur doch alles wissen sollte. Es ist nun mal nicht mein Geschmack ausschweifende Berichte zu lesen, doch dies geht nicht jedem so. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden.
Lustig ist jedoch, dass es mir so vorkommt, als würde ich jetzt mehr riechen als vorher. Man achtet mehr auf die Gerüche der Umgebung.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Riechen! ;-)
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