Erfahrungsbericht von Mathi15
Sachtextanalyse zu Sprechabsichten und Leistungen der Sprache
Pro:
s.o.
Kontra:
s.o.
Empfehlung:
Nein
Dieser Sachtext trägt die Überschrift die Sprechabsichten und Leistungen der Sprache. Er wurde von Jost Trier geschrieben und stützt sich auf den Sachtext die Sprachtheorie, der von dem Sprachwissenschaflter Karl Bühler verfasst wurde, der behauptet, dass jede Äußerung ein Zusammenwirken der drei Funktionen Darstellung, Ausdruck und Appell sei.
Wie zu Beginn schon angedeutet befasst sich Trier in diesem Sachtext mit der genauen Deutung und den Absichten der menschlichen Sprache. Dabei wird jedoch nicht auf die Kommunikation zwischen Tieren oder anderen Lebewesen eingegangen. Somit bleibt offen, ob die Theorie Tries auch hierbei zutreffend ist. So stellt der Autor gleich zu Beginn fest, dass es 3 unterschiedliche Formen oder Absichten gibt, die jeder von uns Menschen beim Sprechen beabsichtigt. Diese seien das Wirken, das Ausdrücken und das Darstellen bestimmter Aussagen oder Ansichten. Die sei auch bei den primitivsten Sätzen wie Ellipsen oder Einwortsätzen so. Hierzu gibt der Autor den Ausspruch FEUER! an. Wird dieser verwendet, so meint Trier, wird vorrangig die Absicht des Wirkens vom Rufenden in Betracht gezogen. Denn dieser will, dass ihm geholfen wird und somit die Mitmenschen zum Helfen aninmiert werden. Das Darstellen sei ein sekundäres Anliegen, da mit diesem Einwortsatz gesagt wird, dass Hilfe benötigt wird. Außerdem will der Rufende signalisieren, dass er Hilfe braucht, dies geschieht durch die Absicht des Ausdrückens.
Trier gibt im weiteren Teil des wissenschaftlichen Aufsatzes noch zwei weitere Beispiele aus dem Alltagsleben, bei denen ebenfalls diese 3 Formen der Kommunikation Einfuss haben. So kommt er auf das Beispiel einer Vorlesung zu sprechen. Hierbei wäre die Absicht des Darstellens als dominierende der 2 anderen Formen zu nenen. Denn in einer Vorlesung soll den Zuhörern ein bestimmtes Thema sachlich nahegebracht und somit auch dargestellt werden. Bei dieser Form der Darstellung scheint die Frage nach dem Wahrheitsgehalt des Vorgetragenem als wichtigste zu nennen laut Meinung des Autors. Im Gegenzug meint er jedoch auch, dass das Moment des Ausdückens auch eine Rolle spiele, da auch der Vortragende überzeugend zum Thema sprechen und die Problematik gekonnt den Zuhörern durch eine geeignete Wortwahl vermitteln soll. Hierauf gibt Trier weiterhin Indizien dafür, dass auch das Moment des Wirkens bei einer Vorlesung Einfluss habe. Denn als Zweck sieht der Autor das hineinversetzen der Zuhörer in den Inhalt der Vorlesung.
Als dritte und letzte Situation wird in diesem Sachtext die Begegung eines Bäuerin mit ihrem Mann dargestellt. Diese ist schnell in das gemeinsame Haus gelaufen und ruft dem Bauern, der gerade in seiner Zeitung liest, folgendes zu: \"Ein Has ist im Garten und frisst am Kohl.\" Auf den ersten Blick, so meint Trier sieht man als Betrachter vorrangig den Darstellenden Moment als Hauptfunktion in dieser Situation an. Denn die Bäuerin versucht durch diesen Ausspruch kurz und zusammenfassend zu sagen, was im Garten vorgefallen sei. Doch der Autor bemerkt weiterhin, dass durch das Auftreten von Emotionen auch die anderen 2 Formen der Sprechabsichten enthalten sind. Nun meint Trier jedoch, dass man bei genauer Überlegung darauf stößt, dass das Ausdrucksmoment doch das dominierende in diesem Fall ist. Denn die Bäuerin möchte natürlich ihre Empörung über das Vorgehen des Hasens ausdrücken und nicht nur vorrangig darstellen, was genau passiert ist. Aber auch das Wirkunsmoment hat in diesem Fall ebenfalls eine wichtige Position. Denn die Bäuerin möchte natürlich auch erreichen, dass sich der Bauer aus seinem Sessel erhebt, und mit der Flinte den Hasen erschießt.
Somit lässt sich ein genauestens gegliederter Aufbau dieses vorliegenden Schriftstücks erkennen. Denn zu Beginn stellt der Autor eine These auf, dass bei jeder Sprechabsicht 3 Formen zu erkennen sind. Diese erläutert er genau und gibt hierzu 3 selbstgewählte Beispiele, die hier zunächst auch als zutreffend gelten können. Auffallend ist weiterhin, dass Trier 3 völlig unterschiedliche Situationen beschreibt und als Beispiel anführt. Denn ein Hilfeschrei, eine Vorlesung und ein Gespräch zwischen einem Bauernpaar scheinen ja auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam zu haben. Doch dies ist laut Auffassung Tries das Auftreten der 3 Absichten. Doch ich finde, dass man diese 3 Formen nur schwer so direkt voneinander abgrenzen kann, wie es der Autor zu vermitteln versucht. Denn besonders beim letzten Beispiel sind mir einige Widersprüche in der Argumentation aufgefallen. Denn bei den ersten beiden Beispielfällen lassen sich anhand der Erklärung durch Trier die 3 Sprechabsichten relativ klar voneinander Trennen. Doch ich meine, dass das Moment des Ausdrückens beim letzten Fall fast identisch mit dem des Darstellens ist. Denn in beiden Fällen erklärt die Bäuerin, was im Garten vorgefallen ist und verfolgt auch die gleichen Ziele. Trier formuliert es meiner Ansicht jedoch so, dass dies zunächst nicht zu erkennen ist. Sicherlich drücken beide Begriffe nicht haargenau das gleiche aus, jedoch kann man nur bedingt dieses Beispiel als Beweise für die Gültigkeit dieser aufgestellten These ansehen.
Jedoch gibt es auch bestimmte Erklärungen in diesem Text, die ich voll und ganz unterstützen kann. Denn in Wirklichkeit bemerken wir bei einem Gespräch diese 3 Sprechabsichten gar nicht. Wir verwenden sie stattdessen unbewusst. Dies deutet Trier auch in diesem wissenschaftlichen Aufsatz an. Aber wir verfolgen stets einen Zweck wenn wir mit anderen Leuten Gespräche führen. Dieses Ziel kann nun von Gespräch zu Gespräch unterschiedlich sein. So kann es die bloße Unterhaltung, das Erhalten oder Weitergeben von Informationen oder Ratschlägen, eine Belehrung und so weiter sein. Jedoch splitten sich diese Ziele noch einmal unbewusst, wie es der Autor hier anhand der Beispiele aufzeigen will. Denn einerseits möchten wir das zu Sagende so gut wie möglich vermitteln um nicht missverstanden zu werden, somit gilt hier die Absicht des Ausdrückens, aber in manchen Fällen wie zum Beispiel bei der Situation des Bauernpaares, kann man aber auch den Moment des Darstellens diesem Ziel zuordnen. Somit ist diese Trennung nicht eindeutig. Jedoch meine ich, dass wir immer bei einem Gespräch die Absicht des Wirkens indirekt verfolgen, wie es ebenfalls der Autor hier anspricht. Dieses Ziel kann die Integrierung des anderen Gesprächspartners oder das Erhalten von Ratschlägen sein. Jedoch gibt es noch unzählige andere Ziele, die man beim Moment des Wirkens verfolgt. Jedenfalls verfolgen wir Menschen bei jeder Art von Kommunikation ein bestimmtes Ziel. Dies können bewusst oder unbewusst erkennen. Doch meiner Ansicht nach kann man es nur bedingt in solche 3 Absichten gliedern. Denn die Beweise, die Trier anführt überzeugen mich persönlich nicht ganz. Außerdem werden die Thesen durch keinerlei Statistiken verstärkt, sondern der Text lebt nur von persönlichen Beispielen des Autors. Insofern geht auch hierbei Objektivität verloren.
Nun komme ich auf die Sprachlichen Mittel zu sprechen. Hier fällt auf, dass sich Jost Trier auf die Theorie des Sprachwissenschaftler Karl Bühler stützt. So meint Bühler, dass es ebenfalls 3 unterschiedliche Sprechabsichten sei. Diese seien auch bei Bühler das Ausdrücken, das Darstellen und statt dem Moment des Wirken verwendet Bühler das Wort Appell. Weiterhin ist auch eine genauer Struktur in Bezug auf die Gliederung dises Artikels zu erkennen. Zunächst wird ein kurze Einleitung gegeben. Darauf folgt das erste Beispiel. Hier erklärt Trier, in welcher Form die 3 Sprechabsichten in diesem Fall auftreten. Dabei grenzt er die einzelnen Absichten untereinander ebenfalls durch Absätze ab. Dadurch wird die klare Unterscheidung der 3 Formen noch mehr verdeutlicht.
Ein weiteres Formmerkmal dieses wissenschaftlichen Aufsatzes ist außerdem die Auffälligkeit, dass der Autor hin und wieder vom sachlichen und objektiven beschreiben seiner Theorie und der Situationen ins subjektive Erklären abschweift. Hiermit sind Meinungsäußerungen des Autors gemeint wie: Schön, da ist also ein Hase und der frisst den Kohl. Vortrefflich. Möge es ihm munden. Ein behagliches Winterbild.\" Es ist zwar klar, dass dieser kurze Abschnitt ironisch gemeint sein soll oder um das ganze besser zu verdeutlichen, ich jedoch finde, dass dies nicht so recht ins Gesamtbild dieses Artikels hineinpasst. Ansonsten bedient sich Trier nämlich einer sachlichen Vorgehensweise. Denn anhand solcher Äußerungen geht die Objektivität meiner Meinung nach verloren. Auch leidet darunter arg die Glaubwürdigkeit. Würde ich eine solche Art der Darstellung in einem anderen wissenschaftlichen Bericht oder Aufsatz lesen, würde ich das Ganze sehr skeptisch betrachten. Zwar wird der Text dadurch auch etwas aufgelockert und man kann sich vielleicht besser in die Situation hineinversetzen, doch dies ist nicht immer bei einer wissenschaftlichen Arbeit von großem Vorteil. Denn diese Übertriebene Darstellung hemmt den Wahrheitsgehalt dieses Textes sehr stark. Dieser wird auch noch weiter durch die Verwendung von Ellipsen im Text geschmählert. Im allgemeinen ist der Artikel jedoch gut verständlich, da der Autor kaum Fremdwörter, Fachbegriffe oder langen verschachtelte Sätze verwendete. Außerdem werden hin und wieder Erläuterungen zur Verdeutlichung gegeben oder bestimmte Bemerkungen in Klammern gesetzt. Lediglich am Ende des Textes, bei dem eine Art Resume gezogen wird, werden Fremdwörter wie Adhortativ oder implizierter Imperativ benutzt. Auffallend ist weiterhin, dass in diesem wissenschaftlichen Aufsatz sehr oft direkte Rede benutzt wurde. Außerdem taucht sehr oft das Wort \"wir\" bei der Herangehensweise an die 3 Sprechabsichten durch Trier auf. Hiermit sind Sätze gemeint wie \"Wenn wir einmal so weit gegangen sind, so kann uns nicht entgehen, dass die Gesamtszenerie noch viel mehr sagt\".
Dieser einfache Sprachstil soll meiner Meinung nach bewirken, dass sich jeder, der diesen Artikel liest sehr gut in die Situationen hineinversetzen kann. Aber somit ist es auch für die Allgemeinheit sehr gut verständlich und nicht nur für Wissenschaftler bestimmt. Denn auch der Inhalt spricht meiner Meinung nach jeden an, da jeder Gespräche führt und die Theorie von Trier seiner Ansicht nach auf alle Situationen, in denen Menschen miteinander kommunizieren anwendbar ist.
Die Thematik dieses Artikels finde ich eigentlich sehr interessant, doch durch die etwas unsachlichen und subjektiven Äußerungen wirkt der Inhalt unglaubwürdiger. Gegen das Verwenden von persönlichen Erfahrungen oder Äußerungen des Autors ist vom Prinzip her nichts einzuwenden, doch dies muss meiner Ansicht nach bei einer solchen wissenschaftlichen Arbeit in Maßen gehalten werden.
Wie zu Beginn schon angedeutet befasst sich Trier in diesem Sachtext mit der genauen Deutung und den Absichten der menschlichen Sprache. Dabei wird jedoch nicht auf die Kommunikation zwischen Tieren oder anderen Lebewesen eingegangen. Somit bleibt offen, ob die Theorie Tries auch hierbei zutreffend ist. So stellt der Autor gleich zu Beginn fest, dass es 3 unterschiedliche Formen oder Absichten gibt, die jeder von uns Menschen beim Sprechen beabsichtigt. Diese seien das Wirken, das Ausdrücken und das Darstellen bestimmter Aussagen oder Ansichten. Die sei auch bei den primitivsten Sätzen wie Ellipsen oder Einwortsätzen so. Hierzu gibt der Autor den Ausspruch FEUER! an. Wird dieser verwendet, so meint Trier, wird vorrangig die Absicht des Wirkens vom Rufenden in Betracht gezogen. Denn dieser will, dass ihm geholfen wird und somit die Mitmenschen zum Helfen aninmiert werden. Das Darstellen sei ein sekundäres Anliegen, da mit diesem Einwortsatz gesagt wird, dass Hilfe benötigt wird. Außerdem will der Rufende signalisieren, dass er Hilfe braucht, dies geschieht durch die Absicht des Ausdrückens.
Trier gibt im weiteren Teil des wissenschaftlichen Aufsatzes noch zwei weitere Beispiele aus dem Alltagsleben, bei denen ebenfalls diese 3 Formen der Kommunikation Einfuss haben. So kommt er auf das Beispiel einer Vorlesung zu sprechen. Hierbei wäre die Absicht des Darstellens als dominierende der 2 anderen Formen zu nenen. Denn in einer Vorlesung soll den Zuhörern ein bestimmtes Thema sachlich nahegebracht und somit auch dargestellt werden. Bei dieser Form der Darstellung scheint die Frage nach dem Wahrheitsgehalt des Vorgetragenem als wichtigste zu nennen laut Meinung des Autors. Im Gegenzug meint er jedoch auch, dass das Moment des Ausdückens auch eine Rolle spiele, da auch der Vortragende überzeugend zum Thema sprechen und die Problematik gekonnt den Zuhörern durch eine geeignete Wortwahl vermitteln soll. Hierauf gibt Trier weiterhin Indizien dafür, dass auch das Moment des Wirkens bei einer Vorlesung Einfluss habe. Denn als Zweck sieht der Autor das hineinversetzen der Zuhörer in den Inhalt der Vorlesung.
Als dritte und letzte Situation wird in diesem Sachtext die Begegung eines Bäuerin mit ihrem Mann dargestellt. Diese ist schnell in das gemeinsame Haus gelaufen und ruft dem Bauern, der gerade in seiner Zeitung liest, folgendes zu: \"Ein Has ist im Garten und frisst am Kohl.\" Auf den ersten Blick, so meint Trier sieht man als Betrachter vorrangig den Darstellenden Moment als Hauptfunktion in dieser Situation an. Denn die Bäuerin versucht durch diesen Ausspruch kurz und zusammenfassend zu sagen, was im Garten vorgefallen sei. Doch der Autor bemerkt weiterhin, dass durch das Auftreten von Emotionen auch die anderen 2 Formen der Sprechabsichten enthalten sind. Nun meint Trier jedoch, dass man bei genauer Überlegung darauf stößt, dass das Ausdrucksmoment doch das dominierende in diesem Fall ist. Denn die Bäuerin möchte natürlich ihre Empörung über das Vorgehen des Hasens ausdrücken und nicht nur vorrangig darstellen, was genau passiert ist. Aber auch das Wirkunsmoment hat in diesem Fall ebenfalls eine wichtige Position. Denn die Bäuerin möchte natürlich auch erreichen, dass sich der Bauer aus seinem Sessel erhebt, und mit der Flinte den Hasen erschießt.
Somit lässt sich ein genauestens gegliederter Aufbau dieses vorliegenden Schriftstücks erkennen. Denn zu Beginn stellt der Autor eine These auf, dass bei jeder Sprechabsicht 3 Formen zu erkennen sind. Diese erläutert er genau und gibt hierzu 3 selbstgewählte Beispiele, die hier zunächst auch als zutreffend gelten können. Auffallend ist weiterhin, dass Trier 3 völlig unterschiedliche Situationen beschreibt und als Beispiel anführt. Denn ein Hilfeschrei, eine Vorlesung und ein Gespräch zwischen einem Bauernpaar scheinen ja auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam zu haben. Doch dies ist laut Auffassung Tries das Auftreten der 3 Absichten. Doch ich finde, dass man diese 3 Formen nur schwer so direkt voneinander abgrenzen kann, wie es der Autor zu vermitteln versucht. Denn besonders beim letzten Beispiel sind mir einige Widersprüche in der Argumentation aufgefallen. Denn bei den ersten beiden Beispielfällen lassen sich anhand der Erklärung durch Trier die 3 Sprechabsichten relativ klar voneinander Trennen. Doch ich meine, dass das Moment des Ausdrückens beim letzten Fall fast identisch mit dem des Darstellens ist. Denn in beiden Fällen erklärt die Bäuerin, was im Garten vorgefallen ist und verfolgt auch die gleichen Ziele. Trier formuliert es meiner Ansicht jedoch so, dass dies zunächst nicht zu erkennen ist. Sicherlich drücken beide Begriffe nicht haargenau das gleiche aus, jedoch kann man nur bedingt dieses Beispiel als Beweise für die Gültigkeit dieser aufgestellten These ansehen.
Jedoch gibt es auch bestimmte Erklärungen in diesem Text, die ich voll und ganz unterstützen kann. Denn in Wirklichkeit bemerken wir bei einem Gespräch diese 3 Sprechabsichten gar nicht. Wir verwenden sie stattdessen unbewusst. Dies deutet Trier auch in diesem wissenschaftlichen Aufsatz an. Aber wir verfolgen stets einen Zweck wenn wir mit anderen Leuten Gespräche führen. Dieses Ziel kann nun von Gespräch zu Gespräch unterschiedlich sein. So kann es die bloße Unterhaltung, das Erhalten oder Weitergeben von Informationen oder Ratschlägen, eine Belehrung und so weiter sein. Jedoch splitten sich diese Ziele noch einmal unbewusst, wie es der Autor hier anhand der Beispiele aufzeigen will. Denn einerseits möchten wir das zu Sagende so gut wie möglich vermitteln um nicht missverstanden zu werden, somit gilt hier die Absicht des Ausdrückens, aber in manchen Fällen wie zum Beispiel bei der Situation des Bauernpaares, kann man aber auch den Moment des Darstellens diesem Ziel zuordnen. Somit ist diese Trennung nicht eindeutig. Jedoch meine ich, dass wir immer bei einem Gespräch die Absicht des Wirkens indirekt verfolgen, wie es ebenfalls der Autor hier anspricht. Dieses Ziel kann die Integrierung des anderen Gesprächspartners oder das Erhalten von Ratschlägen sein. Jedoch gibt es noch unzählige andere Ziele, die man beim Moment des Wirkens verfolgt. Jedenfalls verfolgen wir Menschen bei jeder Art von Kommunikation ein bestimmtes Ziel. Dies können bewusst oder unbewusst erkennen. Doch meiner Ansicht nach kann man es nur bedingt in solche 3 Absichten gliedern. Denn die Beweise, die Trier anführt überzeugen mich persönlich nicht ganz. Außerdem werden die Thesen durch keinerlei Statistiken verstärkt, sondern der Text lebt nur von persönlichen Beispielen des Autors. Insofern geht auch hierbei Objektivität verloren.
Nun komme ich auf die Sprachlichen Mittel zu sprechen. Hier fällt auf, dass sich Jost Trier auf die Theorie des Sprachwissenschaftler Karl Bühler stützt. So meint Bühler, dass es ebenfalls 3 unterschiedliche Sprechabsichten sei. Diese seien auch bei Bühler das Ausdrücken, das Darstellen und statt dem Moment des Wirken verwendet Bühler das Wort Appell. Weiterhin ist auch eine genauer Struktur in Bezug auf die Gliederung dises Artikels zu erkennen. Zunächst wird ein kurze Einleitung gegeben. Darauf folgt das erste Beispiel. Hier erklärt Trier, in welcher Form die 3 Sprechabsichten in diesem Fall auftreten. Dabei grenzt er die einzelnen Absichten untereinander ebenfalls durch Absätze ab. Dadurch wird die klare Unterscheidung der 3 Formen noch mehr verdeutlicht.
Ein weiteres Formmerkmal dieses wissenschaftlichen Aufsatzes ist außerdem die Auffälligkeit, dass der Autor hin und wieder vom sachlichen und objektiven beschreiben seiner Theorie und der Situationen ins subjektive Erklären abschweift. Hiermit sind Meinungsäußerungen des Autors gemeint wie: Schön, da ist also ein Hase und der frisst den Kohl. Vortrefflich. Möge es ihm munden. Ein behagliches Winterbild.\" Es ist zwar klar, dass dieser kurze Abschnitt ironisch gemeint sein soll oder um das ganze besser zu verdeutlichen, ich jedoch finde, dass dies nicht so recht ins Gesamtbild dieses Artikels hineinpasst. Ansonsten bedient sich Trier nämlich einer sachlichen Vorgehensweise. Denn anhand solcher Äußerungen geht die Objektivität meiner Meinung nach verloren. Auch leidet darunter arg die Glaubwürdigkeit. Würde ich eine solche Art der Darstellung in einem anderen wissenschaftlichen Bericht oder Aufsatz lesen, würde ich das Ganze sehr skeptisch betrachten. Zwar wird der Text dadurch auch etwas aufgelockert und man kann sich vielleicht besser in die Situation hineinversetzen, doch dies ist nicht immer bei einer wissenschaftlichen Arbeit von großem Vorteil. Denn diese Übertriebene Darstellung hemmt den Wahrheitsgehalt dieses Textes sehr stark. Dieser wird auch noch weiter durch die Verwendung von Ellipsen im Text geschmählert. Im allgemeinen ist der Artikel jedoch gut verständlich, da der Autor kaum Fremdwörter, Fachbegriffe oder langen verschachtelte Sätze verwendete. Außerdem werden hin und wieder Erläuterungen zur Verdeutlichung gegeben oder bestimmte Bemerkungen in Klammern gesetzt. Lediglich am Ende des Textes, bei dem eine Art Resume gezogen wird, werden Fremdwörter wie Adhortativ oder implizierter Imperativ benutzt. Auffallend ist weiterhin, dass in diesem wissenschaftlichen Aufsatz sehr oft direkte Rede benutzt wurde. Außerdem taucht sehr oft das Wort \"wir\" bei der Herangehensweise an die 3 Sprechabsichten durch Trier auf. Hiermit sind Sätze gemeint wie \"Wenn wir einmal so weit gegangen sind, so kann uns nicht entgehen, dass die Gesamtszenerie noch viel mehr sagt\".
Dieser einfache Sprachstil soll meiner Meinung nach bewirken, dass sich jeder, der diesen Artikel liest sehr gut in die Situationen hineinversetzen kann. Aber somit ist es auch für die Allgemeinheit sehr gut verständlich und nicht nur für Wissenschaftler bestimmt. Denn auch der Inhalt spricht meiner Meinung nach jeden an, da jeder Gespräche führt und die Theorie von Trier seiner Ansicht nach auf alle Situationen, in denen Menschen miteinander kommunizieren anwendbar ist.
Die Thematik dieses Artikels finde ich eigentlich sehr interessant, doch durch die etwas unsachlichen und subjektiven Äußerungen wirkt der Inhalt unglaubwürdiger. Gegen das Verwenden von persönlichen Erfahrungen oder Äußerungen des Autors ist vom Prinzip her nichts einzuwenden, doch dies muss meiner Ansicht nach bei einer solchen wissenschaftlichen Arbeit in Maßen gehalten werden.
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