Erfahrungsbericht von dreamweb
Abenteuerlicher Fantasy-Spaß - Der Hobbit oder Hin und zurück von John Ronald Reuel Tolk
Pro:
interessant, vielfältig und spannend
Kontra:
anfangs gewöhnungsbedürftig
Empfehlung:
Nein
Der kleine Hobbit ist bestimmt einigen Lesern hier bekannt. Ich selbst habe mir vor kurzem der Hobbit - oder Hin und zurück und auch Der Herr der Ringe in der Neuübersetzung von Wolfgang Krege gekauft. Hier mein Beitrag zu diesem Buch von J.R.R. Tolkien, das im Gegensatz zu \"Der kleine Hobbit\" als Erwachsenenausgabe gilt.
INHALT
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der gemütlich vor sich hinlebt und Abenteuer meidet, so wie das alle guten und angesehenen Hobbits machen. Eines Tages ändert sich für ihn aber alles. Denn plötzlich kommt der berühmte Zauberer Gandalf zu Besuch und überredet Bilbo zu einem gefährlichen Abenteuer. Bilbo soll die Zwerge bei der Suche nach ihrem Schatz unterstützen. Der Schatz wurde vor Jahren von dem gefährlichen Drachen Smaug gestohlen, der auch heute noch über das ehemalige Reich der Zwerge herrscht. Obwohl Bilbo es eigentlich nicht vorhatte, nimmt er doch an dem Abenteuer teil und zieht so gemeinsam mit den Zwergen in die gefährliche Welt hinaus.
Auf der Suche nach dem Schatz erleben Bilbo, die Zwerge und der Zauberer Gandalf, der sie teilweise begleitet, haarsträubende und auch schöne Abenteuer. Und irgendwann, als die Lage für Bilbo sehr bedrohlich ist, da findet der kleine Hobbit einen Ring, den er ohne groß nachzudenken in die Hosentasche steckt. Und dieser Ring und seine Findigkeit wird auch ihm und seinen Begleitern nicht nur einmal das Leben retten....
MEINUNG
Ich muss vorab sagen, dass ich mir zwar auch der kleine Hobbit gekauft, aber zuerst der Hobbit gelesen habe. Somit kann ich hier noch keine großen Vergleiche wagen. Der Hobbit oder Hin- und Zurück stellt den Roman des Hobbits Bilbo dar, es soll sozusagen ein Buch über die Erlebnisse des Hobbits sein.
Für diejenigen, die noch nicht wissen, was Hobbits sind. Es sind Lebewesen, die vor Urzeiten auch mal mit den Menschen verwandt waren. Wann das genau war, das weiß keiner. Der Hobbit und auch Der Herr der Ringe spielen in einer Zeit vor unserer Zeit, also vor vielen Jahren. Und in dieser Zeit damals gab es eben viele verschiedene Völker, das eine sind die Menschen, dann die Elben, daneben sind noch die Zwerge wichtig und noch kleiner als die Zwerge sind wiederum die Hobbits. Sie sehen sehr Menschenähnlich aus, allerdings wie dickliche und zufriedene Menschen mit rundlichen Gesichtern. Hobbits haben meistens dunkle gewellte Haare und sie haben auch eine Art Pelz an den lederartigen Füßen. Sie laufen sehr viel zu Fuß und wegen der Beschaffenheit ihrer Füße auch immer ohne Schuhe. Wegen ihrer Kleinheit reiten sie nie, nur manche \"Abenteurer\" reiten manchmal auf Ponys. Dazu gehört auch Bilbo.
Im Roman beschreibt Tolkien noch viel mehr über die Hobbits und ihre Lebensweise. Daher kann man sich dieses Volk sehr schön vorstellen. Aber auch auf die anderen Völker, denen Bilbo und seine Freunde begegnen, wird genug eingegangen, so dass man hier sich wirklich bildhaft die verschiedenen Wesen vorstellen kann, ohne Zeichnungen von ihnen sehen zu müssen.
An Bildern und Zeichnungen gibt es sehr wenige. Jeweils auf den ersten und auf den letzten Doppelseiten befinden sich Karten, so dass man auch nachvollziehen kann, wo sich die Geschichte gerade abspielt. Mein Einband weicht von dem des Buches, das man bei Amazon erwerben kann, etwas ab, da es sich um die ungekürzte Clubausgabe handelt. Sie sieht hier schön exklusiv aus. Die Farben sind blau, lila und gold und man erkennt rätselhafte Runen und einen Goldring mit nicht lesbarer Schrift oder Verzierung.
Die Geschichte Der Hobbit oder Hin- und Zurück ist meiner Ansicht nach ein Buch, das man durchaus vor Der Herr der Ringe gelesen haben sollte. Denn hier erfährt man sehr viel, das wichtig für Herr der Ringe ist und das dort nur kurz abgerissen wird.
Der Roman ist gleichzeitig lustig, interessant und spannend. Es macht hier Spaß zu lesen und dabei erscheinen einem vor Auge auch die Geschehnisse, so gut vorstellbar ist alles niedergeschrieben worden. Ich selbst fand es wunderschön von den Troll-Erlebnissen oder von der Begegnung mit Gollum zu lesen. Und auch die Entwicklung von Bilbo selbst vom eher bequem lebenden Hobbit zum abenteuerlichen und diebischen Kameraden der Zwerge ist sehr schön und nachvollziehbar.
An Vergleichen kann ich sagen, dass der Übersetzer hier das Wichtigste auch so belassen hat, wie es vorher war. So ist und bleibt auch hier der Hobbit immer Herr Bilbo. Auch viele schöne Passagen mit altmodisch klingenen Gedichten und Elfengesängen machen das Buch zu etwas Besonderem. Vom Gesamtstil her bin ich aber schon der Meinung, dass Der Hobbit oder Hin und zurück für Erwachsene geschrieben worden ist. Ich lese ja selbst sehr gerne auch Fantasy-Kinder- oder Jugendbücher und vom Stil her kann man doch erkennen, wer jetzt die Hauptzielgruppe ist. Trotzdem möchte ich nicht ausschließen, dass auch diese Version etwas für Jugendliche oder ältere Kinder ist. Denn der Hobbit ist und bleibt auch ein schönes Märchen. Ich selbst gehöre zudem zu den Menschen, die ein schön aussehendes gebundenes Buch einem Taschenbuch vorziehen. Es sei denn, ich will nur schnell irgend etwas lesen. Und hier gefällt mir das gebundene Buch einfach sehr gut.
DATEN
Titel: Der Hobbit oder Hin und zurück
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Übersetzung: Wolfgang Krege
Gebundene Ausgabe - 310 Seiten - Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: 1998
Art: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Genre: Fantasy/Märchen
ISBN: 3608938052
Preis: 16 Euro bei Amazon (13,70 Euro im Club)
FAZIT
Der Hobbit oder Hin und zurück ist ein abenteuerliche und lustiger, dabei immer unterhaltsamer und spannender Roman über Bilbo, den kleinen Hobbit. Als Vorroman zu Herr der Ringe ist er absolut empfehlenswert, aber es macht auch Spaß das Buch nur so zu lesen. Das gebundene Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geeignet für Erwachsene und Jugendliche, die Fantasy mögen oder sich für Herr der Ringe interessieren.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 20:00:42 mit dem Titel Leben und Lieben zu Kaisers Zeiten in Russland (Krieg und Frieden von Leo N. Tolstoi)
Für zwei Euro habe ich mir vor kurzem den Klassiker \"Krieg und Frieden\" von Leo N. Tolstoi gekauft. Es handelt sich dabei um eine ältere Sonderausgabe des Ebner-Verlags in Ulm. Hier meine Meinung zu dem Klassiker.
INHALT
Das Buch beschreibt die Geschichte und die Entwicklung von mehreren Personen, die zur Zeit des Kaisers Alexander in Russland lebten.
Der eine ist ein Pierre/Peter Besuchow, dessen Leben sich ändert nachdem sein Vater verstirbt. Denn er ist nur ein unehelicher Sohn des reichen Fürsten gewesen. Undin seinem Testament hat sein Vater verkündet, dasss er Peter nicht nur als seinen Sohn anerkennt, sondern ihm auch seine Reichtümer vererbt. Das verändert Peters Lebenssituation total, denn vorher gehörte er zu den ärmeren Menschen.
Daneben erfährt man aber auch sehr vieles über seine Freunde und Bekannte. Das sind zum einen Natascha, ein junges Mädchen des Landadels. Daneben wird aber auch die Geschichte ihrer Cousine Sonja, ihres Bruder Nikolai, dem jungeen Fürsten Andree Bokonski und die seiner Schwester Marie beschrieben.
Sämtliche Personen sind völlig unterschiedlich, aber alle stehen immer wieder während der Geschichte im Kontakt. Und jeder von den jungen Leuten wird durch die Geschehnisse in Russland beeinflusst. Denn die Geschichte spielt zur Zeit der Napoleon-Kriege in Russland.
Und während es in Friedenszeiten zu Missverständnissen und Streiten wegen der Liebe, wegen Untreue und Verführungen kommt, erlebt man mit, wie sich alles ändert, nachdem Napoleon Russland angreift.
MEINUNG
Ich selbst war am Anfang des Buches ziemlich enttäuscht. Es ist mir schwer gefallen, mich hier zu vertiefen. Denn es ist nicht sehr einfach, sich auf so viele Personen und deren Schicksal zu konzentrieren, als wenn man nur eine Hauptperson hat. Dann aber wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und schließlich war es so spannend und interessant, dass ich es in gut zwei Tagen ausgelesen habe.
Die Geschichten der Personen sind unwahrscheinlich verflochten, so dass oft die Handlung einer Person das Schicksal oder die Handlungen einer anderen beeinflusst, ganz so wie auch sehr oft in der Realität. Aber was etwas ganz Besonderes ausmacht, dass ist hier die Art, in der man miterlebt wie der reiche oder arme Adel in Russland zur Zeit des Kaisers lebten. Beispielsweise gehört Natascha Ristow zum verarmten aber doch sehr stolzen und traditionell bewußten Landadel. Peter/Pierre dagegen wurde anfangs von den Adligen gemieden, bis sich eben sein Schicksal zu seinen Gunsten änderte und er zu den Reichsten zählte. Danach gehört er zu den begehrtesten Junggesellen und wird auch schnell verheiratet. Im Laufe des Buches entwickelt er sich auch zu den Persönlichkeiten, auf die noch am detailliertesten eingegangen wird. Gleichzeitig aber bekommt man auch sehr viele, teilweise schon fast zu sachliche Informationen über die Feldzüge Napoleons und die Verteidigungs- und Kampfstrategien der russischen Armee mit.
Am Schicksal des Fürsten Andree beispielsweise bekommt man vieles vom Soldatenleben mit. Allerdings meistens von dem eines Mannes in gehobener Position, denn er ist Adjutant. Peter ist da eher Derjenige, der durch Geldmittel die Armee unterstützt, aber mit dem Krieg auf dem Felde erst spät und nur aus Neugierde konfrontiert wird. Mit ihm erlebt man mit, wie Moskau geräumt und erobert mit und wie unschuldige Menschen in Kriegsgefangenschaft kommen können, weil sie sich zufällig an einem ungünstigen Ort aufhalten.
Der Krieg zeigt sich aber nicht nur durch die Kämpfe selbst, nein es ist sehr interessant mitzuerleben, wie er die Menschen und ihre Einstellungen verändert. Und Tolstoi verzichtet hier auch nicht auf schlimmere Verwundungen oder gar den Tod. Auf der einen Seite war ich darüber betrübt, denn derjenige, der hier stirbt, war mir ans Herz gewachsen. Auf der anderen Seite wirkt es aber dadurch auch sehr realistisch.
Im Nachhinein ist das Buch aber auch eine große, wenn auch etwas verworrene Liebesgeschichte. Bei dieser sind sich allerdings die Beteiligten nicht immer so sicher, wen sie nun lieben, heiraten möchten oder müssen. Denn damals galt die Pflicht gegenüber der Familie noch höher als das Herz. Und wer das nicht beachtete, der hatte mit Folgen zu kämpfen. (Enterbung, Ausstossen aus der Familie etc).
Ich möchte jetzt nicht genauer auf die Liebesbeziehungen eingehen. Aber einiges kam mir ziemlich ungerecht vor. Das liegt aber daran dass ich das Buch eben als eine moderne Frau mit den heutigen Freiheiten lese und nicht allem zustimmen kann, was damals bzw. hier in Tolstois Phantasie geschah. Ich gehe aber davon aus, dass er die früheren Ansichten auch hier eingebracht hat.
Faszinierend waren übrigens auch die Szenen, in denen detailliert auf den Kaiser Alexander, auf Napoleon, die Politik und den Krieg eingegangen wurde. Hier wurden, soweit ich informiert bin, die tatsächlichen Geschehnisse verarbeitet. Ich habe noch nie in einem Buch so viel über Kriegsstrategien gelesen und darüber, dass auch die Einstellung zum Krieg und seiner Art vieles ausmacht. Daher fand ich den Part auch so interessant.
Schlimm war es für mich, wie ich hier miterlebte, wie ein zuerst fairer Krieg, in dem auch noch tapfere verletzte Gefangene versorgt wurden zu einem Krieg wurde, in dem beide Parteien keine Gnade mehr kannten und in dem es hieß, nur derjenige, der hier am härtesten und grausamsten ist, der könne überhaupt gewinnen. Und man erlebt das eben nicht nur durch Aussagen mit, sondern durch menschliche Schicksale, auf die durch Hauptpersonen genauestens eingegangen ist. Ich denke, auf diese Art fühlt man noch mehr mit als wenn man nur die grausamen Zahlen hört. Mich hat es sehr nachdenklich gemacht.
Schön war es, die Bilder im Buch während des Lesens oder Pausen anzusehen. Denn es wurden einige schwarz-weiße Fotos aus dem gleichnamigen Film eingebunden. Leider steht im Buch nicht, von wann es ist. Aber nach dem Aussehen und Zustand schließe ich, dass es aus den 50er oder 60er Jahren stammen muss. Das Buch wurde mit Genehmigung des Verfassers von L.A. Hauff aud dem Russischen übersetzt und dabei gekürzt. Das finde ich ein wenig schade, aber da ich das Original nicht kenne, habe ich es auch nicht gemerkt. Auf keinen Fall sind hier grobe Fehler also Lücken entstanden.
Wie in vielen Büchern werden hier hauptsächlich die Werdegänge der männlichen Hauptpersonen geschildert. Es kann wegen des Kriegsthemas sein, aber Frauen galten früher ja als weniger interessant.
DATEN
Titel: Krieg und Frieden
Autor: Leo N. Tolstoi
Seiten: 510
Art: Historischer Roman, Liebes- und Kriegsroman
Leserschaft: Erwachsene
Preis: Ich habe das Buch auf dem Flohmarkt für 2 Euro gekauft.
FAZIT
Krieg und Frieden ist ein komplexes Buch über die Geschichte verschiedener Menschen zur russischen Keiserzeit. Wegen der Art des Buches, der vielen Schicksalsgeschichten und auch des Liebesthemas ist Krieg und Frieden meiner Ansicht nach nur für Erwachsene geeignet. Diese sollten zudem Interesse haben, sich mit Ernsthaftem und so auch dem Krieg zu beschäftigen.
Liebe Grüße - Miara
INHALT
Bilbo Beutlin ist ein angesehener Hobbit, der gemütlich vor sich hinlebt und Abenteuer meidet, so wie das alle guten und angesehenen Hobbits machen. Eines Tages ändert sich für ihn aber alles. Denn plötzlich kommt der berühmte Zauberer Gandalf zu Besuch und überredet Bilbo zu einem gefährlichen Abenteuer. Bilbo soll die Zwerge bei der Suche nach ihrem Schatz unterstützen. Der Schatz wurde vor Jahren von dem gefährlichen Drachen Smaug gestohlen, der auch heute noch über das ehemalige Reich der Zwerge herrscht. Obwohl Bilbo es eigentlich nicht vorhatte, nimmt er doch an dem Abenteuer teil und zieht so gemeinsam mit den Zwergen in die gefährliche Welt hinaus.
Auf der Suche nach dem Schatz erleben Bilbo, die Zwerge und der Zauberer Gandalf, der sie teilweise begleitet, haarsträubende und auch schöne Abenteuer. Und irgendwann, als die Lage für Bilbo sehr bedrohlich ist, da findet der kleine Hobbit einen Ring, den er ohne groß nachzudenken in die Hosentasche steckt. Und dieser Ring und seine Findigkeit wird auch ihm und seinen Begleitern nicht nur einmal das Leben retten....
MEINUNG
Ich muss vorab sagen, dass ich mir zwar auch der kleine Hobbit gekauft, aber zuerst der Hobbit gelesen habe. Somit kann ich hier noch keine großen Vergleiche wagen. Der Hobbit oder Hin- und Zurück stellt den Roman des Hobbits Bilbo dar, es soll sozusagen ein Buch über die Erlebnisse des Hobbits sein.
Für diejenigen, die noch nicht wissen, was Hobbits sind. Es sind Lebewesen, die vor Urzeiten auch mal mit den Menschen verwandt waren. Wann das genau war, das weiß keiner. Der Hobbit und auch Der Herr der Ringe spielen in einer Zeit vor unserer Zeit, also vor vielen Jahren. Und in dieser Zeit damals gab es eben viele verschiedene Völker, das eine sind die Menschen, dann die Elben, daneben sind noch die Zwerge wichtig und noch kleiner als die Zwerge sind wiederum die Hobbits. Sie sehen sehr Menschenähnlich aus, allerdings wie dickliche und zufriedene Menschen mit rundlichen Gesichtern. Hobbits haben meistens dunkle gewellte Haare und sie haben auch eine Art Pelz an den lederartigen Füßen. Sie laufen sehr viel zu Fuß und wegen der Beschaffenheit ihrer Füße auch immer ohne Schuhe. Wegen ihrer Kleinheit reiten sie nie, nur manche \"Abenteurer\" reiten manchmal auf Ponys. Dazu gehört auch Bilbo.
Im Roman beschreibt Tolkien noch viel mehr über die Hobbits und ihre Lebensweise. Daher kann man sich dieses Volk sehr schön vorstellen. Aber auch auf die anderen Völker, denen Bilbo und seine Freunde begegnen, wird genug eingegangen, so dass man hier sich wirklich bildhaft die verschiedenen Wesen vorstellen kann, ohne Zeichnungen von ihnen sehen zu müssen.
An Bildern und Zeichnungen gibt es sehr wenige. Jeweils auf den ersten und auf den letzten Doppelseiten befinden sich Karten, so dass man auch nachvollziehen kann, wo sich die Geschichte gerade abspielt. Mein Einband weicht von dem des Buches, das man bei Amazon erwerben kann, etwas ab, da es sich um die ungekürzte Clubausgabe handelt. Sie sieht hier schön exklusiv aus. Die Farben sind blau, lila und gold und man erkennt rätselhafte Runen und einen Goldring mit nicht lesbarer Schrift oder Verzierung.
Die Geschichte Der Hobbit oder Hin- und Zurück ist meiner Ansicht nach ein Buch, das man durchaus vor Der Herr der Ringe gelesen haben sollte. Denn hier erfährt man sehr viel, das wichtig für Herr der Ringe ist und das dort nur kurz abgerissen wird.
Der Roman ist gleichzeitig lustig, interessant und spannend. Es macht hier Spaß zu lesen und dabei erscheinen einem vor Auge auch die Geschehnisse, so gut vorstellbar ist alles niedergeschrieben worden. Ich selbst fand es wunderschön von den Troll-Erlebnissen oder von der Begegnung mit Gollum zu lesen. Und auch die Entwicklung von Bilbo selbst vom eher bequem lebenden Hobbit zum abenteuerlichen und diebischen Kameraden der Zwerge ist sehr schön und nachvollziehbar.
An Vergleichen kann ich sagen, dass der Übersetzer hier das Wichtigste auch so belassen hat, wie es vorher war. So ist und bleibt auch hier der Hobbit immer Herr Bilbo. Auch viele schöne Passagen mit altmodisch klingenen Gedichten und Elfengesängen machen das Buch zu etwas Besonderem. Vom Gesamtstil her bin ich aber schon der Meinung, dass Der Hobbit oder Hin und zurück für Erwachsene geschrieben worden ist. Ich lese ja selbst sehr gerne auch Fantasy-Kinder- oder Jugendbücher und vom Stil her kann man doch erkennen, wer jetzt die Hauptzielgruppe ist. Trotzdem möchte ich nicht ausschließen, dass auch diese Version etwas für Jugendliche oder ältere Kinder ist. Denn der Hobbit ist und bleibt auch ein schönes Märchen. Ich selbst gehöre zudem zu den Menschen, die ein schön aussehendes gebundenes Buch einem Taschenbuch vorziehen. Es sei denn, ich will nur schnell irgend etwas lesen. Und hier gefällt mir das gebundene Buch einfach sehr gut.
DATEN
Titel: Der Hobbit oder Hin und zurück
Autor: John Ronald Reuel Tolkien
Übersetzung: Wolfgang Krege
Gebundene Ausgabe - 310 Seiten - Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: 1998
Art: Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
Genre: Fantasy/Märchen
ISBN: 3608938052
Preis: 16 Euro bei Amazon (13,70 Euro im Club)
FAZIT
Der Hobbit oder Hin und zurück ist ein abenteuerliche und lustiger, dabei immer unterhaltsamer und spannender Roman über Bilbo, den kleinen Hobbit. Als Vorroman zu Herr der Ringe ist er absolut empfehlenswert, aber es macht auch Spaß das Buch nur so zu lesen. Das gebundene Buch ist meiner Meinung nach sehr gut geeignet für Erwachsene und Jugendliche, die Fantasy mögen oder sich für Herr der Ringe interessieren.
Liebe Grüße - Miara
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-26 20:00:42 mit dem Titel Leben und Lieben zu Kaisers Zeiten in Russland (Krieg und Frieden von Leo N. Tolstoi)
Für zwei Euro habe ich mir vor kurzem den Klassiker \"Krieg und Frieden\" von Leo N. Tolstoi gekauft. Es handelt sich dabei um eine ältere Sonderausgabe des Ebner-Verlags in Ulm. Hier meine Meinung zu dem Klassiker.
INHALT
Das Buch beschreibt die Geschichte und die Entwicklung von mehreren Personen, die zur Zeit des Kaisers Alexander in Russland lebten.
Der eine ist ein Pierre/Peter Besuchow, dessen Leben sich ändert nachdem sein Vater verstirbt. Denn er ist nur ein unehelicher Sohn des reichen Fürsten gewesen. Undin seinem Testament hat sein Vater verkündet, dasss er Peter nicht nur als seinen Sohn anerkennt, sondern ihm auch seine Reichtümer vererbt. Das verändert Peters Lebenssituation total, denn vorher gehörte er zu den ärmeren Menschen.
Daneben erfährt man aber auch sehr vieles über seine Freunde und Bekannte. Das sind zum einen Natascha, ein junges Mädchen des Landadels. Daneben wird aber auch die Geschichte ihrer Cousine Sonja, ihres Bruder Nikolai, dem jungeen Fürsten Andree Bokonski und die seiner Schwester Marie beschrieben.
Sämtliche Personen sind völlig unterschiedlich, aber alle stehen immer wieder während der Geschichte im Kontakt. Und jeder von den jungen Leuten wird durch die Geschehnisse in Russland beeinflusst. Denn die Geschichte spielt zur Zeit der Napoleon-Kriege in Russland.
Und während es in Friedenszeiten zu Missverständnissen und Streiten wegen der Liebe, wegen Untreue und Verführungen kommt, erlebt man mit, wie sich alles ändert, nachdem Napoleon Russland angreift.
MEINUNG
Ich selbst war am Anfang des Buches ziemlich enttäuscht. Es ist mir schwer gefallen, mich hier zu vertiefen. Denn es ist nicht sehr einfach, sich auf so viele Personen und deren Schicksal zu konzentrieren, als wenn man nur eine Hauptperson hat. Dann aber wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und schließlich war es so spannend und interessant, dass ich es in gut zwei Tagen ausgelesen habe.
Die Geschichten der Personen sind unwahrscheinlich verflochten, so dass oft die Handlung einer Person das Schicksal oder die Handlungen einer anderen beeinflusst, ganz so wie auch sehr oft in der Realität. Aber was etwas ganz Besonderes ausmacht, dass ist hier die Art, in der man miterlebt wie der reiche oder arme Adel in Russland zur Zeit des Kaisers lebten. Beispielsweise gehört Natascha Ristow zum verarmten aber doch sehr stolzen und traditionell bewußten Landadel. Peter/Pierre dagegen wurde anfangs von den Adligen gemieden, bis sich eben sein Schicksal zu seinen Gunsten änderte und er zu den Reichsten zählte. Danach gehört er zu den begehrtesten Junggesellen und wird auch schnell verheiratet. Im Laufe des Buches entwickelt er sich auch zu den Persönlichkeiten, auf die noch am detailliertesten eingegangen wird. Gleichzeitig aber bekommt man auch sehr viele, teilweise schon fast zu sachliche Informationen über die Feldzüge Napoleons und die Verteidigungs- und Kampfstrategien der russischen Armee mit.
Am Schicksal des Fürsten Andree beispielsweise bekommt man vieles vom Soldatenleben mit. Allerdings meistens von dem eines Mannes in gehobener Position, denn er ist Adjutant. Peter ist da eher Derjenige, der durch Geldmittel die Armee unterstützt, aber mit dem Krieg auf dem Felde erst spät und nur aus Neugierde konfrontiert wird. Mit ihm erlebt man mit, wie Moskau geräumt und erobert mit und wie unschuldige Menschen in Kriegsgefangenschaft kommen können, weil sie sich zufällig an einem ungünstigen Ort aufhalten.
Der Krieg zeigt sich aber nicht nur durch die Kämpfe selbst, nein es ist sehr interessant mitzuerleben, wie er die Menschen und ihre Einstellungen verändert. Und Tolstoi verzichtet hier auch nicht auf schlimmere Verwundungen oder gar den Tod. Auf der einen Seite war ich darüber betrübt, denn derjenige, der hier stirbt, war mir ans Herz gewachsen. Auf der anderen Seite wirkt es aber dadurch auch sehr realistisch.
Im Nachhinein ist das Buch aber auch eine große, wenn auch etwas verworrene Liebesgeschichte. Bei dieser sind sich allerdings die Beteiligten nicht immer so sicher, wen sie nun lieben, heiraten möchten oder müssen. Denn damals galt die Pflicht gegenüber der Familie noch höher als das Herz. Und wer das nicht beachtete, der hatte mit Folgen zu kämpfen. (Enterbung, Ausstossen aus der Familie etc).
Ich möchte jetzt nicht genauer auf die Liebesbeziehungen eingehen. Aber einiges kam mir ziemlich ungerecht vor. Das liegt aber daran dass ich das Buch eben als eine moderne Frau mit den heutigen Freiheiten lese und nicht allem zustimmen kann, was damals bzw. hier in Tolstois Phantasie geschah. Ich gehe aber davon aus, dass er die früheren Ansichten auch hier eingebracht hat.
Faszinierend waren übrigens auch die Szenen, in denen detailliert auf den Kaiser Alexander, auf Napoleon, die Politik und den Krieg eingegangen wurde. Hier wurden, soweit ich informiert bin, die tatsächlichen Geschehnisse verarbeitet. Ich habe noch nie in einem Buch so viel über Kriegsstrategien gelesen und darüber, dass auch die Einstellung zum Krieg und seiner Art vieles ausmacht. Daher fand ich den Part auch so interessant.
Schlimm war es für mich, wie ich hier miterlebte, wie ein zuerst fairer Krieg, in dem auch noch tapfere verletzte Gefangene versorgt wurden zu einem Krieg wurde, in dem beide Parteien keine Gnade mehr kannten und in dem es hieß, nur derjenige, der hier am härtesten und grausamsten ist, der könne überhaupt gewinnen. Und man erlebt das eben nicht nur durch Aussagen mit, sondern durch menschliche Schicksale, auf die durch Hauptpersonen genauestens eingegangen ist. Ich denke, auf diese Art fühlt man noch mehr mit als wenn man nur die grausamen Zahlen hört. Mich hat es sehr nachdenklich gemacht.
Schön war es, die Bilder im Buch während des Lesens oder Pausen anzusehen. Denn es wurden einige schwarz-weiße Fotos aus dem gleichnamigen Film eingebunden. Leider steht im Buch nicht, von wann es ist. Aber nach dem Aussehen und Zustand schließe ich, dass es aus den 50er oder 60er Jahren stammen muss. Das Buch wurde mit Genehmigung des Verfassers von L.A. Hauff aud dem Russischen übersetzt und dabei gekürzt. Das finde ich ein wenig schade, aber da ich das Original nicht kenne, habe ich es auch nicht gemerkt. Auf keinen Fall sind hier grobe Fehler also Lücken entstanden.
Wie in vielen Büchern werden hier hauptsächlich die Werdegänge der männlichen Hauptpersonen geschildert. Es kann wegen des Kriegsthemas sein, aber Frauen galten früher ja als weniger interessant.
DATEN
Titel: Krieg und Frieden
Autor: Leo N. Tolstoi
Seiten: 510
Art: Historischer Roman, Liebes- und Kriegsroman
Leserschaft: Erwachsene
Preis: Ich habe das Buch auf dem Flohmarkt für 2 Euro gekauft.
FAZIT
Krieg und Frieden ist ein komplexes Buch über die Geschichte verschiedener Menschen zur russischen Keiserzeit. Wegen der Art des Buches, der vielen Schicksalsgeschichten und auch des Liebesthemas ist Krieg und Frieden meiner Ansicht nach nur für Erwachsene geeignet. Diese sollten zudem Interesse haben, sich mit Ernsthaftem und so auch dem Krieg zu beschäftigen.
Liebe Grüße - Miara
Bewerten / Kommentar schreiben