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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von butterkeks
Vlugt van den, Simone - Das Amulett in den Flammen
Pro:
...
Kontra:
wenig Details und Infos über die Zeit, schleppend erzählt, wenig ausgearbeitete Beziehung zwischen den beiden Protagonisten
Empfehlung:
Nein
Auf der Suche nach neuem Lesestoff stöberte ich vor einigen Wochen durch den Club Bertelsmann. Da mein bevorzugtes Genre im Fantasybereich liegt, machte mich „Das Amulett aus den Flammen“ neugierig.
Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1630 und befinden uns mitten im schönen Deutschland; genauer gesagt in Würzburg und Umgebung. Nina, die Nichte des Bäcker-Ehepaares Thomas und Hanna Bauer, wächst in rauhen Zeiten heran. Tag für Tag werden unschuldige Frauen und Kinder der Hexerei beschuldigt, grausam gefoltert und schließlich auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Nina hat die Gabe manche Dinge, wie z.B. ein bevorstehendes Unwetter, vorauszusagen und gerät dadurch in der Verdacht ebenfalls eine Hexe zu sein. Ihre Nachbarin Katrin ist ihr gegenüber sehr misstrauisch und Nina´s Onkel rät ihr vorsichtiger mit dieser Gabe umzugehen.
Als die Gerüchte und Verdächtigungen um Nina lauter werden, erzählt ihr Onkel endlich von der Geschichte ihrer Mutter. Nina´s Mutter hatte die Gabe allein durch Handauflegen die Schmerzen der Menschen zu lindern und manche Krankheiten konnte sie sogar heilen. Diese Gabe wurde aber von den Menschen der Stadt als Hexerei angesehen und so musste Nina´s Mutter qualvoll auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Nina wurde von ihrem Onkel aus der Stadt geschmuggelt, da nicht nur die Hexen sondern auch deren „Brut“ verbrannt werden musste, um den Teufel auszumerzen. Das einzige was Nina an ihre Mutter erinnert ist ein Amulett, dass Nina nun nicht mehr ablegt.
Katrin beschuldigt Nina nun bereits fast öffentlich der Hexerei und um sie zu retten wird Nina aus Würzburg weggeschickt. Sie soll nach Hollberg und dort einen Witwer mit fünf Kindern heiraten. Man hatte schon öfter über diese Hochzeit gesprochen und nun fand sich Nina in einer rumpelnden Kutsche auf dem Weg nach Bamberg wieder. Von dort aus sollte sie nach Hollberg weiterreisen.
Doch so hatte Nina sich ihre Zukunft nicht vorgestellt und so nimmt sie die nächste Kutsche nach Hollberg nicht, sondern findet in einer Gaststätte Unterschlupf wo ein gutmütiger alter Mann sie anstellt. Für ihre Hilfe in der Wirtschaft kann sie dort leben und essen. Die Arbeit macht Nina keine Mühe und sie fühlt sich sicher. Doch eines Tages kehrt ein Mann in den Gasthof an, der sie direkt mit ihrem Namen anspricht. Nina leugnet die betreffende Person zu sein und findet heraus, dass sie ihrem zukünftigen Ehemann gegenüber steht. Er war gekommen, um sie zu suchen.
Nina ist gezwungen Bamberg zu verlassen, wenn sie nicht in diese Ehe gezwungen werden will. Knapp einer Vergewaltigung entgangen entschließt sie sich von nun ab als Junge durch die Lande zu ziehen. Sie schneidet ihr langes Haar ab und stiehlt von einer Wäscheleine Männerkleider. So zieht sie durch die Lande ohne zu wissen wohin ihr Weg sie führen wird. Unterwegs freundet sie sich mit einem Landstreicher, einem seltsamen alten Kauz, an, der ihr beibringt in der freien Natur zu überleben. Begierig lernt Nina von ihm und es entwickelt sich eine innige Freundschaft, die jedoch ein jähes Ende findet, als ihr Weggefährte, Maximillian, den Winter nicht überlebt.
Trauernd beschließt Nina wieder in eine Stadt zu gehen und sich eine Arbeit zu suchen, denn alleine wollte sie nicht durch die Lande ziehen.
Geschwächt vom Hunger und angelockt vom würzigen Duft des Fleisches, gerät sie an einen Trupp Zigeuner. Tante Hanna hatte sie immer vor den Zigeunern gewarnt; hatte ihr gesagt, dass sie Christenkinder in ihren Töpfen kochten.
Die Zigeuner nehmen Nina freundlich auf und sie reist eine Weile mit ihnen. Längst hat man dort bemerkt, dass sie keine Junge ist (wie auch Maximillian zuvor nicht zu täuschen war). Lachend und singend zieht Nina mit den fremdartigen Menschen und stellt fest, dass sie zwar ein wundersames, aber auch ein sehr freundliches Volk sind.
Als sie ihr Weg an Würzburg vorbeiführt fasst Nina den Entschluß sich von den neu gewonnenen Freunden zu trennen, um wieder bei ihren Verwandten zu wohnen.....
Meine Meinung:
Dieses Buch war für mich eine Enttäuschung, ich hatte mir mehr davon versprochen. Die Hexenverfolgung wird nur grob umrissen und die Hintergründe hierfür bleiben dem Leser verborgen.
Ich habe eine rege Fantasie und hatte bisher keinerlei Probleme mir die Protagonisten, Antagonisten und die dazu gehörige Umgebung vorzustellen, doch bei „Das Amulett der Flammen“ war mir das schier unmöglich. Zu wenig wurde die Landschaft beschrieben und an Details wurde gespart.
Die Entwicklung der Freundschaft zwischen Nina und Maximillian wird nur ansatzweise deutlich, doch hätte die Autorin mehr Wert auf dieses Thema legen sollen, da diese Freundschaft für Nina sehr wichtig ist; er hilft ihr schließlich in der Wildnis zu überleben.
Ein weiteres wichtiges Thema dieses Romans ist der zu dieser Zeit in Deutschland tobende Krieg, doch kaum werden Nina´s Ängste und das Entsetzen deutlich.
Fazit
Das Geld hätte ich mir sparen können und ich kann leider keinem empfehlen dieses Buch zur Hand zu nehmen.
ISBN 3-570-12232-8, 222 Seiten, ein Produkt des Club Bertelsmann.
Leider weiß ich den Preis nicht mehr und auch auf www.derclub.de war er nicht mehr nachvollziehbar.
Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 1630 und befinden uns mitten im schönen Deutschland; genauer gesagt in Würzburg und Umgebung. Nina, die Nichte des Bäcker-Ehepaares Thomas und Hanna Bauer, wächst in rauhen Zeiten heran. Tag für Tag werden unschuldige Frauen und Kinder der Hexerei beschuldigt, grausam gefoltert und schließlich auf dem Scheiterhaufen hingerichtet.
Nina hat die Gabe manche Dinge, wie z.B. ein bevorstehendes Unwetter, vorauszusagen und gerät dadurch in der Verdacht ebenfalls eine Hexe zu sein. Ihre Nachbarin Katrin ist ihr gegenüber sehr misstrauisch und Nina´s Onkel rät ihr vorsichtiger mit dieser Gabe umzugehen.
Als die Gerüchte und Verdächtigungen um Nina lauter werden, erzählt ihr Onkel endlich von der Geschichte ihrer Mutter. Nina´s Mutter hatte die Gabe allein durch Handauflegen die Schmerzen der Menschen zu lindern und manche Krankheiten konnte sie sogar heilen. Diese Gabe wurde aber von den Menschen der Stadt als Hexerei angesehen und so musste Nina´s Mutter qualvoll auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Nina wurde von ihrem Onkel aus der Stadt geschmuggelt, da nicht nur die Hexen sondern auch deren „Brut“ verbrannt werden musste, um den Teufel auszumerzen. Das einzige was Nina an ihre Mutter erinnert ist ein Amulett, dass Nina nun nicht mehr ablegt.
Katrin beschuldigt Nina nun bereits fast öffentlich der Hexerei und um sie zu retten wird Nina aus Würzburg weggeschickt. Sie soll nach Hollberg und dort einen Witwer mit fünf Kindern heiraten. Man hatte schon öfter über diese Hochzeit gesprochen und nun fand sich Nina in einer rumpelnden Kutsche auf dem Weg nach Bamberg wieder. Von dort aus sollte sie nach Hollberg weiterreisen.
Doch so hatte Nina sich ihre Zukunft nicht vorgestellt und so nimmt sie die nächste Kutsche nach Hollberg nicht, sondern findet in einer Gaststätte Unterschlupf wo ein gutmütiger alter Mann sie anstellt. Für ihre Hilfe in der Wirtschaft kann sie dort leben und essen. Die Arbeit macht Nina keine Mühe und sie fühlt sich sicher. Doch eines Tages kehrt ein Mann in den Gasthof an, der sie direkt mit ihrem Namen anspricht. Nina leugnet die betreffende Person zu sein und findet heraus, dass sie ihrem zukünftigen Ehemann gegenüber steht. Er war gekommen, um sie zu suchen.
Nina ist gezwungen Bamberg zu verlassen, wenn sie nicht in diese Ehe gezwungen werden will. Knapp einer Vergewaltigung entgangen entschließt sie sich von nun ab als Junge durch die Lande zu ziehen. Sie schneidet ihr langes Haar ab und stiehlt von einer Wäscheleine Männerkleider. So zieht sie durch die Lande ohne zu wissen wohin ihr Weg sie führen wird. Unterwegs freundet sie sich mit einem Landstreicher, einem seltsamen alten Kauz, an, der ihr beibringt in der freien Natur zu überleben. Begierig lernt Nina von ihm und es entwickelt sich eine innige Freundschaft, die jedoch ein jähes Ende findet, als ihr Weggefährte, Maximillian, den Winter nicht überlebt.
Trauernd beschließt Nina wieder in eine Stadt zu gehen und sich eine Arbeit zu suchen, denn alleine wollte sie nicht durch die Lande ziehen.
Geschwächt vom Hunger und angelockt vom würzigen Duft des Fleisches, gerät sie an einen Trupp Zigeuner. Tante Hanna hatte sie immer vor den Zigeunern gewarnt; hatte ihr gesagt, dass sie Christenkinder in ihren Töpfen kochten.
Die Zigeuner nehmen Nina freundlich auf und sie reist eine Weile mit ihnen. Längst hat man dort bemerkt, dass sie keine Junge ist (wie auch Maximillian zuvor nicht zu täuschen war). Lachend und singend zieht Nina mit den fremdartigen Menschen und stellt fest, dass sie zwar ein wundersames, aber auch ein sehr freundliches Volk sind.
Als sie ihr Weg an Würzburg vorbeiführt fasst Nina den Entschluß sich von den neu gewonnenen Freunden zu trennen, um wieder bei ihren Verwandten zu wohnen.....
Meine Meinung:
Dieses Buch war für mich eine Enttäuschung, ich hatte mir mehr davon versprochen. Die Hexenverfolgung wird nur grob umrissen und die Hintergründe hierfür bleiben dem Leser verborgen.
Ich habe eine rege Fantasie und hatte bisher keinerlei Probleme mir die Protagonisten, Antagonisten und die dazu gehörige Umgebung vorzustellen, doch bei „Das Amulett der Flammen“ war mir das schier unmöglich. Zu wenig wurde die Landschaft beschrieben und an Details wurde gespart.
Die Entwicklung der Freundschaft zwischen Nina und Maximillian wird nur ansatzweise deutlich, doch hätte die Autorin mehr Wert auf dieses Thema legen sollen, da diese Freundschaft für Nina sehr wichtig ist; er hilft ihr schließlich in der Wildnis zu überleben.
Ein weiteres wichtiges Thema dieses Romans ist der zu dieser Zeit in Deutschland tobende Krieg, doch kaum werden Nina´s Ängste und das Entsetzen deutlich.
Fazit
Das Geld hätte ich mir sparen können und ich kann leider keinem empfehlen dieses Buch zur Hand zu nehmen.
ISBN 3-570-12232-8, 222 Seiten, ein Produkt des Club Bertelsmann.
Leider weiß ich den Preis nicht mehr und auch auf www.derclub.de war er nicht mehr nachvollziehbar.
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