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Erfahrungsbericht von suwesmile

Verrat und Tapferkeit hervorragend beschrieben

Pro:

schön, dass erzählte Geschichten aufgeschrieben werden

Kontra:

gar nichts

Empfehlung:

Nein

Ich liebe Bücher, das vorweg. Für mich haben sie alle eine Seele. Aber es gibt Bücher, die liebe ich besonders und es gibt welche, die liebe ich ganz besonders.

Eines meiner ganz besonders lieb gewonnenen Bücher ist \"Zwei alte Frauen\" von Velma Wallis. Zwar ist das Buch recht dünn, 132 Seiten ohne Nachwort, aber das ist in diesem Fall für mich okay. Normalerweise liebe ich \"dicke Schinken\", die tolle Geschichten beinhalten und nicht so schnell \"zu Ende\" gehen.

Doch zu \"Zwei alte Frauen\": Vor ungefähr 2 oder 3 Jahren erzählte mir eine Freundin von dem Buch. Und ich ging sofort los und kaufte es mir. Ich habe es inzwischen auch schon ein paar mal verliehen. Und bislang keine negative Meinung erfahren.



Worum geht es?

Zwei alte Frauen, die einem alten Nomadenstamm in Alaska angehören. Es herrscht Winter und das Essen wird knapp. Der Stamm zieht weiter und weiter, doch sie finden nichts zu essen. Der Brauch hält es so, dass, um die anderen zu retten und nicht zu verhungern, man die ältesten des Stammes zurück lässt. Die zwei alten Frauen bleiben zurück, das Volk zieht weiter. Weiter auf der Suche nach etwas zu essen.

Die beiden Frauen resignieren nicht, sondern versuchen zu überleben. Das, was keiner den beiden je zugetraut hätte, passiert. Sie überwinden Hürden wie Krankheit und Leiden und bauen sich eine \"Hütte\", gehen auf Jagd.

Es ist total faszinierend geschrieben und man fiebert und \"lebt\" mit den beiden. Sie schaffen das, was das übrige Volk nicht schafft und mehr noch: denn letztendlich retten sie den Stamm vor dem endgültigen Hungertod. Durch Besonnenheit und langjährige Erfahrung.



Was für mich das Buch so faszinierend macht?

Nun, nicht nur, dass es sich total gut lesen lässt, sondern auch das Nachwort der Autorin. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Autorin wurde die Geschichte von ihrer Großmutter erzählt. Was mich fasziniert hat, ist die Begebenheit, dass die Autorin Velma Wallis nicht mit Kommas umzugehen wusste. Sie \"streute\" sie einfach im Nachhinein über das Manuskript. Willkürlich und \"es wird schon passen\". Ich liebe solche Kleinigkeiten und sie machen ein Buch für mich dadurch noch wertvoller und näher, wenn man ein kleines bisschen an Hintergrund erfährt.

Mein Tipp: unbedingt lesen! Genießen und weiter empfehlen!

Übrigens habe ich 14,90 DM dafür bezahlt (Best.-Nr. 01/10504, Heyne) und das müssten inzwischen knapp 8 Euro sein. Lohnt sich, die Investition!!!!

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