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Erfahrungsbericht von Dialya

Der Fluch Mose

Pro:

alles

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Nein

So, und schon wieder gibt es einen Bericht über ein Buch, dass ich gestern mit Müh’ und Not zu Ende gelesen habe, da mir meine Augen die ganze Zeit schmerzten. Aber es war halt so spannend. So, nun aber zum Buch:


Die Story:
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Die Story hört sich im Grunde genommen simpel an. Dr. Weatherby, ein Archäologe, findet in Israel Schriftrollen und schickt Fotos davon an den Schriftkundler Benjamin Messer, der diese übersetzen soll.

Bei den Rollen handelt es sich um einen sensationellen Fund, da sie die ersten Rollen sind, die nicht einen religiösen Inhalt haben, sonder das Leben eines Zivilisten beschreiben.

Allerdings beginnen die Rollen mit dem Fluch Mose, worüber Benjamin zuerst lachen kann, doch mit der Zeit ereignen sich dann immer mehr seltsame Dinge.


Die Personen:
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Benjamin Messer:
Er ist die Hauptperson in diesem Buch. Bis er die Rollen bekommt, würde ich ihn als sehr pflichtbewusst beschreiben. Er fehlt selten an der Uni, wo er Professor ist, und kümmert sich auch um seine Verlobte Angie, die er in den nächsten Semesterferien heiraten will.

Neben seiner Arbeit an der Uni übersetzt er noch verschiedene alte Texte, die gefunden werden, so bekommt er auch die Schriftrollen, deren Verfasser David Ben Jona ist. Ben ist schnell von den Rollen wie gefangen und kann nicht mehr davon loslassen. Auch stellt er fest, dass es in seinem und Davids Leben viele Parallelen gibt.

Mit der Zeit verändert sich Ben jedoch sehr stark. Er wirkt wie besessen von den Rollen, verpasst seine Vorlesungen und vernachlässigt Angie...


Angie:
Angie ist, wie ich oben schon erwähnt habe, Bens Verlobte. Sie ist ein Model von Beruf und hat somit keine Ahnung von Bens Beruf. Kennzeichnend für sie ist ihre Abgebrühtheit. So nimmt sie selbst die wunderlichsten Ereignissen ganz beiläufig auf. So sagte sie zum Beispiel eine Stunde nach der Ermordung Kennedys: „Tja, das Leben ist gemein.“

Angie ist also eine Frau, die selten ihre Gefühle zeigt. Viel mehr wirkt sie immer perfekt, wie das typische Model auf einer Titelseite.


Judy Golden:
Judy ist eine Studentin von Benjamin. Ihr verspricht er eigentlich nur, einen Text zu geben, der etwas mit dem Thema ihrer Semesterarbeit zu tun hat. Da Ben aber in letzter Zeit eher vergesslich ist, bittet er sie, die Rollen bei sich daheim abzuholen, wo sie dann die Rollen von David Ben Jona entdeckt und ebenfalls sofort davon gefesselt ist, als sie auch noch die Übersetzung lesen darf.

Judy ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von Angie. Angie lässt sich von den Rollen überhaupt nicht beeindrucken und nimmt sie eher gleichgültig auf. Judy jedoch ist fast genau so beeindruckt wie Ben...


David Ben Jona:
Er ist der Verfasser dieser Rollen. Er schreibt sie eigentlich für seinen Sohn, da er ein schreckliches Verbrechen begann. Er vermutet, dass er seinen Sohn vor seinem Tod nicht mehr sehen wird, weshalb er ihm diese Rollen schreibt, wo er genau beschreibt, was er genau so schreckliches getan hat und wie es überhaupt dazu kam. Dabei erzählt David Ben Jona mehr oder weniger seine ganze, sehr interessante, Lebensgeschichte.


Der Schreibstil:
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Na ja, zum Schreibstil selber kann ich nicht allzu viel sagen, da ich „nur“ die deutsche Übersetzung las.

Erwähnenswert ist allerdings, dass man zu Beginn sehr gut in die Materie eingeführt wird, wobei die Figur von Angie eine grosse Hilfe ist. Da Angie ja ein Model ist, hat sie keine Ahnung von Schriftkunde, Geschichte etc. Ben versucht ihr dann zu Beginn der Wert der Schriftrollen zu erklären, wobei Angie so einige Fragen stellt, die mir selber auch zum Teil durch den Kopf gingen. Dadurch gelingt es Barbara Wood, den Leser in die Geschichte einzuführen, ohne dafür ein „langweiliges“ Vorwort schreiben zu müssen.

Auch werden die ganzen Rollen durch das Buch hindurch übersetzt. Immer wenn Ben wieder eine Rolle übersetzt, kann man lesen, was er gerade übersetzt, so dass man wirklich das ganze Leben von David Ben Jona mitbekommt und die Schriftrollen auch nicht nur zu einer Nebensächlichkeit verkommen.


Die Autorin:
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Barbara Wood wurde 1947 in England geboren und wuchs dann in Kalifornien auf. Nach ihrem Studium arbeitete sie 2 Jahre als OP-Schwester, bis sie ihr Hobby zum Beruf machte.

Inzwischen hat sie schon viele Romane geschrieben, darunter auch so bekannte wie „Seelenfeuer“, „Traumzeit“, „Sturmjahre“ und „Das Paradies“.

Barbara Wood lebt heute in Kalifornien und bereist alle Länder, in denen ihre Bücher spielen, weshalb sie wohl auch immer so gut recherchiert sind.


Meine Meinung:
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Ich halte das Buch für absolut lesenswert. Zu Beginn hört sich die Story vielleicht etwas langweilig an, weshalb ich zuerst auch Zweifel hatte. Aber sobald man mal mit dem Lesen begonnen hat, ist man von dem Buch genauso gefesselt, wie Ben von den Schriftrollen...


Das Buch:
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Titel: Der Fluch der Schriftrollen
Autorin: Barbara Wood
Originaltitel: The Magdalene Scrolls
Seiten: 301
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main
ISBN: 036749

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