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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Gering
Männer sind anderes, Frauen aber bestimmt!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Zweierkisten / Winnemuth, Meike; Praschl, Peter
Dass in dem Titel meiner Meinung eine ganz grundlegende Wahrheit versteckt ist, die man vielleicht nicht gerne hört, von der man aber ganz tief in sich drin überzeugt ist, habe ich bisher immer vermutet, nun aber bin ich bestätigt worden.
Jetzt erst verstehe ich die allabendliche Schlacht ums Fernsehprogramm ( in der Regel siegt ROSAMUNDE PILCHER, wobei ich betonen möchte, dass ich das ganz bestimmt nicht vorgeschlagen habe). Oder aber den Kampf bei der Auswahl eines Kinofilmes, ellenlange Diskussionen um Gleichberechtigung und starke Frauen, was mir die Kisten und die Einkäufe am Wocheenden aber auch nicht gerade leichter vorkommen lassen, als sie wirklich sind.
Oder der berühmt-berüchtigte Kulturpessimismus, der sich bei meiner Herzensdame daran zeigt, dass sie den Wecker als die grässlichste der menschlichen Erfindungen sieht, während ich in dem kleinen und nützlichen Helfer durchaus ein adäquates Mittel zur Tagesgestaltung auch am Sonntag sehen.
Na ja, bisher war das alles Theorie, die Gründe dafür meine ich!!
Nun aber ist der Nachweis vollbracht. Frauen unterscheiden sich in ganz, ganz wesentlichen Dingen vom Manne ( und natürlich umgekehrt!).
ZWEIERKISTEN
Den Beweis liefern Meike Winnemuth und Peter Praschl in ihrem (fast schon PHILOSOPHISCH zu nennenden ) Buch: ZWEIERKISTEN
Hier werden im jeweiligen Wechsel von IHR und von Ihm Statements zu bestimmten alltäglichen Dingen vorgenommen, die so in einer Zweierkiste vorkommen.
Da wäre zum Beispiel das GEMEINSAME KONTO, die Einstellungen der beiden Geschlechter zu BLUMEN, die Einstellung zum Das Erste Mal und zu Das Zehnte Mal usw. usf.
Aber natürlich darf auch das Kino- und Fernsehprogramm nicht zu kurz kommen.
Beide stellen jeweils die für das jeweilige Geschlecht elementar wichtigen Dinge an diesen Themen heraus – zum Brüllen. Denn der Leser, ob männlich oder weiblich, wird sich in diesem Buch irgendwie wiederfinden – im Positiven wie im Negativen.
Denn die Sicht des Mannes ist immer eine ganz andere, als die der Frau. Und gegenseitig wird natürlich auch bewertet.
Grundsätzlich: Was die beiden da so über das Zusammenleben schreiben, trifft den Nagel 100% auf den kopf. Gut so, denn so haben beide in der Zweierkiste mal die Möglichkeit, über den genetischen Deckelrand zu schauen und das eigene Verhalten – nicht ganz bierernst, aber zutreffend – ironisch überspitzt dargestellt zu bekommen.
Und: Das Buch hat auch einen Lerneffekt, denn jetzt verstehe ich, warum bei uns immer Rosamunde Pilcher läuft ( ich find´s aber immer noch Sch.....)
FAZIT
Ein ungemein lustiges, spannendes, erheiterndes buch, das durch Ironie und Witz auch den Mann und auch die Frau über das eigene Denken zum Schmunzeln bringt. Einfach topp, das Buch!!!
Michael
19,90 €
111 Seiten
Verlag: ars edition
ISBN 3-7607-1867-1
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 16:26:33 mit dem Titel Ein kleiner Tod ist ein großer Krimi
Ein kleiner Tod / Wilson, Laura
Eine ältere Frau, deren Bruder und die Haushälterin werden 1955 erschossen in ihrem Londoners Stadthaus entdeckt. Von einem Motiv und etwaigen Tätern fehlt jede Spur, das Verbrechen gibt Fragen auf.
Erst die Vorgeschichte macht deutlich, welchen Hintergrund dieser Mord hat / haben könnte.
Georgina Gresham, vor etlichen Jahren wegen des Mordes an ihrem Mann angeklagt, aber (fälschlicherweise?) freigesprochen, ist die einen Tote. Ihr Bruder Edmund der zweite, die Haushälterin Ada die dritte tote Person.
Georgina Gresham lebt seit der Tod ihres Mannes und dem aufsehenregenden Prozess in dem im Vergleich zu ihrer vorherigen Bleibe ärmlichen Londoner Domizil, da das Vermögen ihres Mannes an einen entfernten Verwandten, nicht aber an sie fiel.
Neben diesem Skandal verbirgt sich aber hinter der Fassade der Georgina eine grausame Kindheit.
Aufgewachsen in dem ländlichen Dennys, starb die Mutter, zu der keines der Kinder eine zärtliche Beziehung aufzubauen vermochte. Die einzige Bezugsperson war ihr Bruder Edmund.
Der jüngere Bruder Freddie kommt scheinbar bei einem Unfall ums Leben, doch gibt der Vater, der nach diesem Todesfall immer mehr dem Alkohol zuspricht und sein Verhalten sich immer mehr zum Negativen verändert, der kleinen Tochter Georgina die Schuld daran. Er meidet sie fortan und nimmt sie nicht mehr zu Kenntnis, obwohl Vater und Tochter auch weiterhin unter einem Dach leben.
Erst die Heirat mit einem langweiligen Geschäftsmann lässt sie aus dem Gefängnis ihrer Kindheit entfliehen.
Auch wenn das Buch in einem engen Handlungsrahmen geschrieben ist, wird dadurch die Betrachtung der eigentlichen Hauptpersonen in den Vordergrund gerückt.
Vor allem die Tatsache ist faszinierend, dass das Buch quasi in drei parallelen Handlungssträngen geschrieben ist. Ähnliche Situationen werden aus der Sicht Georginas, Edmunds und der Haushälterin Ada erzählt, was immer wieder Sichtweisen der Personen für den Leser relativiert.
"Ein kleiner Tod" ist ein ungemein lesenswertes Buch.
Dass in dem Titel meiner Meinung eine ganz grundlegende Wahrheit versteckt ist, die man vielleicht nicht gerne hört, von der man aber ganz tief in sich drin überzeugt ist, habe ich bisher immer vermutet, nun aber bin ich bestätigt worden.
Jetzt erst verstehe ich die allabendliche Schlacht ums Fernsehprogramm ( in der Regel siegt ROSAMUNDE PILCHER, wobei ich betonen möchte, dass ich das ganz bestimmt nicht vorgeschlagen habe). Oder aber den Kampf bei der Auswahl eines Kinofilmes, ellenlange Diskussionen um Gleichberechtigung und starke Frauen, was mir die Kisten und die Einkäufe am Wocheenden aber auch nicht gerade leichter vorkommen lassen, als sie wirklich sind.
Oder der berühmt-berüchtigte Kulturpessimismus, der sich bei meiner Herzensdame daran zeigt, dass sie den Wecker als die grässlichste der menschlichen Erfindungen sieht, während ich in dem kleinen und nützlichen Helfer durchaus ein adäquates Mittel zur Tagesgestaltung auch am Sonntag sehen.
Na ja, bisher war das alles Theorie, die Gründe dafür meine ich!!
Nun aber ist der Nachweis vollbracht. Frauen unterscheiden sich in ganz, ganz wesentlichen Dingen vom Manne ( und natürlich umgekehrt!).
ZWEIERKISTEN
Den Beweis liefern Meike Winnemuth und Peter Praschl in ihrem (fast schon PHILOSOPHISCH zu nennenden ) Buch: ZWEIERKISTEN
Hier werden im jeweiligen Wechsel von IHR und von Ihm Statements zu bestimmten alltäglichen Dingen vorgenommen, die so in einer Zweierkiste vorkommen.
Da wäre zum Beispiel das GEMEINSAME KONTO, die Einstellungen der beiden Geschlechter zu BLUMEN, die Einstellung zum Das Erste Mal und zu Das Zehnte Mal usw. usf.
Aber natürlich darf auch das Kino- und Fernsehprogramm nicht zu kurz kommen.
Beide stellen jeweils die für das jeweilige Geschlecht elementar wichtigen Dinge an diesen Themen heraus – zum Brüllen. Denn der Leser, ob männlich oder weiblich, wird sich in diesem Buch irgendwie wiederfinden – im Positiven wie im Negativen.
Denn die Sicht des Mannes ist immer eine ganz andere, als die der Frau. Und gegenseitig wird natürlich auch bewertet.
Grundsätzlich: Was die beiden da so über das Zusammenleben schreiben, trifft den Nagel 100% auf den kopf. Gut so, denn so haben beide in der Zweierkiste mal die Möglichkeit, über den genetischen Deckelrand zu schauen und das eigene Verhalten – nicht ganz bierernst, aber zutreffend – ironisch überspitzt dargestellt zu bekommen.
Und: Das Buch hat auch einen Lerneffekt, denn jetzt verstehe ich, warum bei uns immer Rosamunde Pilcher läuft ( ich find´s aber immer noch Sch.....)
FAZIT
Ein ungemein lustiges, spannendes, erheiterndes buch, das durch Ironie und Witz auch den Mann und auch die Frau über das eigene Denken zum Schmunzeln bringt. Einfach topp, das Buch!!!
Michael
19,90 €
111 Seiten
Verlag: ars edition
ISBN 3-7607-1867-1
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-27 16:26:33 mit dem Titel Ein kleiner Tod ist ein großer Krimi
Ein kleiner Tod / Wilson, Laura
Eine ältere Frau, deren Bruder und die Haushälterin werden 1955 erschossen in ihrem Londoners Stadthaus entdeckt. Von einem Motiv und etwaigen Tätern fehlt jede Spur, das Verbrechen gibt Fragen auf.
Erst die Vorgeschichte macht deutlich, welchen Hintergrund dieser Mord hat / haben könnte.
Georgina Gresham, vor etlichen Jahren wegen des Mordes an ihrem Mann angeklagt, aber (fälschlicherweise?) freigesprochen, ist die einen Tote. Ihr Bruder Edmund der zweite, die Haushälterin Ada die dritte tote Person.
Georgina Gresham lebt seit der Tod ihres Mannes und dem aufsehenregenden Prozess in dem im Vergleich zu ihrer vorherigen Bleibe ärmlichen Londoner Domizil, da das Vermögen ihres Mannes an einen entfernten Verwandten, nicht aber an sie fiel.
Neben diesem Skandal verbirgt sich aber hinter der Fassade der Georgina eine grausame Kindheit.
Aufgewachsen in dem ländlichen Dennys, starb die Mutter, zu der keines der Kinder eine zärtliche Beziehung aufzubauen vermochte. Die einzige Bezugsperson war ihr Bruder Edmund.
Der jüngere Bruder Freddie kommt scheinbar bei einem Unfall ums Leben, doch gibt der Vater, der nach diesem Todesfall immer mehr dem Alkohol zuspricht und sein Verhalten sich immer mehr zum Negativen verändert, der kleinen Tochter Georgina die Schuld daran. Er meidet sie fortan und nimmt sie nicht mehr zu Kenntnis, obwohl Vater und Tochter auch weiterhin unter einem Dach leben.
Erst die Heirat mit einem langweiligen Geschäftsmann lässt sie aus dem Gefängnis ihrer Kindheit entfliehen.
Auch wenn das Buch in einem engen Handlungsrahmen geschrieben ist, wird dadurch die Betrachtung der eigentlichen Hauptpersonen in den Vordergrund gerückt.
Vor allem die Tatsache ist faszinierend, dass das Buch quasi in drei parallelen Handlungssträngen geschrieben ist. Ähnliche Situationen werden aus der Sicht Georginas, Edmunds und der Haushälterin Ada erzählt, was immer wieder Sichtweisen der Personen für den Leser relativiert.
"Ein kleiner Tod" ist ein ungemein lesenswertes Buch.
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