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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von audicla
Zamora, Martha: Frida Kahlo-Aufschrei der Seele - Künstlerbiographie
Pro:
sehr interessante Lebensgeschichte und faszinierende Bilder
Kontra:
etwas zu teuer
Empfehlung:
Nein
„Ich malte niemals Träume ...“
Die Bilder der mexikanischen Malerin Frida Kahlo haben mich sofort fasziniert und in ihren Bann gezogen, als ich sie zum ersten Mal betrachtet habe. Ein Großteil davon sind Selbstporträts, die die Malerin selbst in zum Teil erschreckender Weise darstellen und viel Einblick in das Innenleben dieser Frau geben.
Vielleicht beeindruckten sie mich auch deshalb so stark, weil das Aussehen der Malerin bereits zum Betrachten einlädt. Dies ergeht mir ebenso beim Betrachten der Fotos, die von Frida Kahlo gemacht wurden. Sie ist eine Schönheit und dann doch keine. Ihr Äußeres erscheint mir widersprüchlich. Ein große schlanke Frau mit langen dunklen Haaren und ebensolchen dunklen faszinierenden Augen. Grazil wirkt sie und dann auch wieder kräftig, fast maskulin. Über den Augen hat sie buschige, fast zusammengewachsene dunkle Brauen, der Mund ist eine Spur zu breit, die Nase ebenfalls. Je länger man hinsieht, desto deutlicher wird, dass sie ein sehr androgynes Wesen zu sein scheint. Es steckt eine wunderschöne Frau in ihr, aber ein Teil ist auch männlich. So zumindest empfinde ich es.
In der Biographie von Martha Zamora mit dem Titel „Aufschrei der Seele“, welches bei Heyne als Taschenbuch (Reihe Sachbuch) erschienen ist, finden sich neben der Biographie zahlreiche Fotos der Künstlerin und ihres Umkreises, vor allem jedoch eine Menge Abbildungen ihrer Werke, teils schwarz-weiss, teils farbig. Frida Kahlo selbst soll einmal gesagt haben: „Ich malte niemals Träume, sondern meine eigene Realität“, und davon kann sich auch jeder überzeugen, der ihre Bilder betrachtet. Hier geht es nicht um aus der Phantasie entsprungene Bilder. Sofort sieht man, dass hier ein Mensch am Werk war, der viel inneres Leid und innere Zerrissenheit empfunden haben muss. Doch vielleicht ist gerade das der Schlüssel zu ihrem Erfolg gewesen. Die Bilder sind dadurch so unmittelbar und direkt, dass man sich ihrer Tragik gar nicht entziehen kann.
Frida Kahlo hat von 1907 bis 1954 in Mexiko gelebt. Als junges Mädchen erkrankte sie an Kinderlähmung, welches einen dauernden Schaden an ihrem rechten Bein nach sich zog. Mit 18 Jahren wird sie bei einem Straßenbahnunfall schwer verletzt. Während der Genesungszeit beginnt sie mit dem Malen. Ihre Verletzungen sind sehr schwer und Frida Kahlo selbst behauptet später, dass sie wegen des Unfalls keine Kinder bekommen könnte, worunter sie sehr leidet. Viele ihrer Selbstporträts deuten ihr Empfinden über ihren zerschundenen Körper an. Ihr ganzes Leben lang wird sie immer wieder gesundheitliche Probleme haben, die sie auf den Unfall zurückführt. Sehr früh lernt sie den um einiges älteren Künstler Diego Rivera kennen, den sie später heiratet. Beide haben eine intensive, oft durch Trennungen gefährdete Beziehung, werden aber immer wieder zueinander geführt.
Mehr möchte ich hier noch nicht zu ihrem Leben schreiben, um der Biographie nicht allzu viel vorwegzunehmen.
Das Buch hat ca. 140 Seiten und enthält, wie gesagt viele Fotografien und Abbildungen ihrer Werke. Im Anschluss an die mit den Abbildungen bereicherte Biographie, in der wir einiges über das Innenleben der Künstlerin erfahren, was hilfreich beim Interpretieren ihrer Werke ist, findet sich ein chronologischer Lebenslauf, ein Bild- und Fotonachweis über die insgesamt 77 Abbildungen sowie ein Biographie-Nachweis und ein Stichwortverzeichnis.
Das Buch liest sich sehr gut. Die Autorin, Martha Zamora, ist eine der besten Kennerinnen von Leben und Werk Frida Kahlos, welche sie auch persönlich gekannt hat.
Das Buch gibt es als Taschenbuch von Heyne, ISBN-Nr. 3-453-07905-1. Es kostete ehemals 19,90 DM, was ich als einzigen Nachteil empfinde, weil dies für ein Taschenbuch doch recht teuer ist.
Mit diesem Bericht habe ich den Lesern nicht nur die Biographie näher bringen wollen sondern auch und vor allem die Künstlerin Frida Kahlo bzw. deren Werke. Wer sie nicht kennt und noch nichts von ihr gesehen hat, sollte das meiner Meinung nach dringend nachholen. Grund-Interesse ist natürlich vorausgesetzt.
Die Bilder der mexikanischen Malerin Frida Kahlo haben mich sofort fasziniert und in ihren Bann gezogen, als ich sie zum ersten Mal betrachtet habe. Ein Großteil davon sind Selbstporträts, die die Malerin selbst in zum Teil erschreckender Weise darstellen und viel Einblick in das Innenleben dieser Frau geben.
Vielleicht beeindruckten sie mich auch deshalb so stark, weil das Aussehen der Malerin bereits zum Betrachten einlädt. Dies ergeht mir ebenso beim Betrachten der Fotos, die von Frida Kahlo gemacht wurden. Sie ist eine Schönheit und dann doch keine. Ihr Äußeres erscheint mir widersprüchlich. Ein große schlanke Frau mit langen dunklen Haaren und ebensolchen dunklen faszinierenden Augen. Grazil wirkt sie und dann auch wieder kräftig, fast maskulin. Über den Augen hat sie buschige, fast zusammengewachsene dunkle Brauen, der Mund ist eine Spur zu breit, die Nase ebenfalls. Je länger man hinsieht, desto deutlicher wird, dass sie ein sehr androgynes Wesen zu sein scheint. Es steckt eine wunderschöne Frau in ihr, aber ein Teil ist auch männlich. So zumindest empfinde ich es.
In der Biographie von Martha Zamora mit dem Titel „Aufschrei der Seele“, welches bei Heyne als Taschenbuch (Reihe Sachbuch) erschienen ist, finden sich neben der Biographie zahlreiche Fotos der Künstlerin und ihres Umkreises, vor allem jedoch eine Menge Abbildungen ihrer Werke, teils schwarz-weiss, teils farbig. Frida Kahlo selbst soll einmal gesagt haben: „Ich malte niemals Träume, sondern meine eigene Realität“, und davon kann sich auch jeder überzeugen, der ihre Bilder betrachtet. Hier geht es nicht um aus der Phantasie entsprungene Bilder. Sofort sieht man, dass hier ein Mensch am Werk war, der viel inneres Leid und innere Zerrissenheit empfunden haben muss. Doch vielleicht ist gerade das der Schlüssel zu ihrem Erfolg gewesen. Die Bilder sind dadurch so unmittelbar und direkt, dass man sich ihrer Tragik gar nicht entziehen kann.
Frida Kahlo hat von 1907 bis 1954 in Mexiko gelebt. Als junges Mädchen erkrankte sie an Kinderlähmung, welches einen dauernden Schaden an ihrem rechten Bein nach sich zog. Mit 18 Jahren wird sie bei einem Straßenbahnunfall schwer verletzt. Während der Genesungszeit beginnt sie mit dem Malen. Ihre Verletzungen sind sehr schwer und Frida Kahlo selbst behauptet später, dass sie wegen des Unfalls keine Kinder bekommen könnte, worunter sie sehr leidet. Viele ihrer Selbstporträts deuten ihr Empfinden über ihren zerschundenen Körper an. Ihr ganzes Leben lang wird sie immer wieder gesundheitliche Probleme haben, die sie auf den Unfall zurückführt. Sehr früh lernt sie den um einiges älteren Künstler Diego Rivera kennen, den sie später heiratet. Beide haben eine intensive, oft durch Trennungen gefährdete Beziehung, werden aber immer wieder zueinander geführt.
Mehr möchte ich hier noch nicht zu ihrem Leben schreiben, um der Biographie nicht allzu viel vorwegzunehmen.
Das Buch hat ca. 140 Seiten und enthält, wie gesagt viele Fotografien und Abbildungen ihrer Werke. Im Anschluss an die mit den Abbildungen bereicherte Biographie, in der wir einiges über das Innenleben der Künstlerin erfahren, was hilfreich beim Interpretieren ihrer Werke ist, findet sich ein chronologischer Lebenslauf, ein Bild- und Fotonachweis über die insgesamt 77 Abbildungen sowie ein Biographie-Nachweis und ein Stichwortverzeichnis.
Das Buch liest sich sehr gut. Die Autorin, Martha Zamora, ist eine der besten Kennerinnen von Leben und Werk Frida Kahlos, welche sie auch persönlich gekannt hat.
Das Buch gibt es als Taschenbuch von Heyne, ISBN-Nr. 3-453-07905-1. Es kostete ehemals 19,90 DM, was ich als einzigen Nachteil empfinde, weil dies für ein Taschenbuch doch recht teuer ist.
Mit diesem Bericht habe ich den Lesern nicht nur die Biographie näher bringen wollen sondern auch und vor allem die Künstlerin Frida Kahlo bzw. deren Werke. Wer sie nicht kennt und noch nichts von ihr gesehen hat, sollte das meiner Meinung nach dringend nachholen. Grund-Interesse ist natürlich vorausgesetzt.
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