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Erfahrungsbericht von butterkeks

Zimmer-Bradley, Marion " Das Amulett von Ruwenda"

Pro:

zum Ende hin recht spannend

Kontra:

keine Beziehung zwischen den Figuren und dem Leser, zu wenig Beschreibung des eigentlich Themas

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich sämtliche Werke von Marion Zimmer Bradley, die die Artus-Sage zum Thema haben, förmlich verschlungen habe, wagte ich mich mit "Das Amulett von Ruwenda" auf ein völlig neues Terrain.

Inhalt:

Die Geschichte spielt im Land Ruwenda und handelt vom ewig währenden Kampf zwischen Gut und Böse. Auf der einen Seite Orogastus, der mit Hilfe einer mächtigen Zauberwaffe die Macht an sich reissen will und auf der anderen Seite die Drillingsschwestern Haramis, Anigel und Kadiya, die zusammen über den Frieden im Lande wachen. Es sind Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Haramis ist eine Zauberin, Anigel zum herrschen geboren und Kadiya mit Leib und Seele eine Kriegerin. Die drei Schwestern tragen Amulette (eine schwarze Drillingslilie in einem Bernsteintropfen eingeschlossen), die sie miteinander verbinden und ihnen magische Fähigkeiten verleihen.

Die Waffe, die Orogastus verwenden will, wurde von einem Volk entwickelt, das schon längst nicht mehr existiert. Die Bewohner von Ruwenda nennen es "Das versunkene Volk". Dieses Volk hat grausame Waffen erfunden; unter anderem das "Zepter der Macht". Doch sie waren sich der Gefahren dieser Waffen bewusst und so teilten sie das Zepter in drei Teile: Den Dreiflügelreif (er ist in Besitz von Haramis); Kadiya trägt das Dreilappige brennende Auge und Anigel das Dreihäuptige Ungeheuer. Die Talismane sind an ihre Besitzer gebunden, so dass niemand diese Waffen missbrauchen kann. Doch eines Tages verliert Kadiyas Talisman seine Zauberkräfte und die Macht der drei Schwestern scheint ins Wanken zu geraten.

Am Ende findet Orogastus einen Weg die Schwestern von ihren Talismanen zu trennen und das Zepter wird zusammengesetzt, um seine ganze Macht zu entfalten....

Die Welt, die Marion Zimmer Bradley hier geschaffen hat, ist sehr eindrucksvoll. Sie beschreibt die verschiedenen Rassen sehr bildlich, so dass es keine Mühe macht sich diese vorzustellen und mit den Prota- und Antagonisten eine Beziehung aufzubauen. Da gibt es die Nyssomu, Rimoriks, Skritek und die Wyvilo (um nur einige zu nennen).

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und es machte mir auch hier Mühe das Buch aus der Hand zu legen.
Wer wünscht sich nicht so einen Zusammenhalt unter Geschwistern? Das ist heutzutage schließlich nicht mehr selbstverständlich. Auch der in Haramis tobende Kampf, da sie Orogastus immer noch liebt, ist gut dargestellt. Man fragt sich bis zum Schluß wie sie sich entscheiden wird.

Die drei Schwestern sind gutmütige Herrscher und so dienen ihnen die Tiere und Völker von Ruwenda gerne. Als Fortbewegungsmittel benutzen sie unter anderem auch Lämmergeier. Große, fliegende Wesen, die stark genug sind einen Menschen zu tragen. Mit ein wenig Phantasie kann man förmlich sehen wie sie sich in die Lüfte erheben; wieder ein Zeichen für den lebendigen Schreibstil der Autorin.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen; vielleicht auch, weil mir das Genre Fantasy liegt. Ich kann es wärmstens weiter empfehlen.
Durch die "Sprünge" zu den parallel verlaufenden Abenteuern der Schwestern, gestaltet es sich aber teilweise recht kompliziert. Ich kam nicht umhin zurück zu blättern, um den Anschluß nicht zu verlieren.

"Das Amulett von Ruwenda" ist als Taschenbuch im Heyne-Verlag erschienen (ISB N 3-453-13138-X) und kostet 12,90 DM.

Weitere Werke dieser Reihe:

- Die Zauberin von Ruwenda
- Der Fluch der schwarzen Lilie
- Hüter der Träume


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-07 19:19:16 mit dem Titel Zimmer Bradley, Marion - Glenraven

Dieses Buch fiel mir vor allem durch das edel anmutende Cover auf. Ein breiter Balken, in dunklem rot gehalten, erstreckt sich im oberen Teil quer über die Seite. Mit goldenen Lettern stehen dort Titel und Autoren geschrieben. Darunter eine Schlucht, durch die ein reissender Fluß führt. Über diese Schlucht führt eine schmale Brücke. Erst beim zweiten Hinsehen entdeckte ich zwei Personen am Rand. Eine zu Fuß und die andere hoch zu Ross. Originell fand ich auch, dass dasselbe Bild auf dem Buchrücken seitenverkehrt abgebildet ist.

Inhalt:

Jayjay Bennington und ihre Freundin Sophie Cortis planen eine gemeinsame Urlaubsreise, wie in jedem Jahr. Jayjay geht in einen Buchladen, um ein geeignetes Ziel auszusuchen. Dort wird sie von einem Buch über das Land Glenraven magisch angezogen. Beim Berühren des Reiseführers fühlt sie ein Kribbeln, das durch ihren Körper fährt und je länger sie das Buch betrachtet, desto stärker wird der Wunsch die Reise nach Glenraven anzutreten. Jayjay ersteht schließlich das Buch, das eindrucksvoll den kleinen Staat zwischen der italienisch-französischen Grenze mitten in den Alpen beschreibt.

Die beiden Frauen führen kein für sie zufrieden stellendes Leben und brauchen ein wenig Abstand vom Alltag. Sophie hat vor kurzem ihre Tochter verloren, über deren Tod sie nicht hinweg kommt, und Jayjay hat mal wieder Männerprobleme. So brechen die Freundinnen auf, mit Glenraven als Ziel. Um dort hin zu gelangen, müssen sie eine sonderbare Reise duch einen Berg antreten. Sie sind sich bewusst, dass sie ohne ihren Führer nicht wieder zurück finden würden, was sie natürlich beunruhigt.
Als sie aus dem Dunkel des Berges hinaus ins Sonnenlicht treten, erstreckt sich vor ihnen ein wunderschönes Tal mit Seen und Wäldern; die reinste Idylle. Bei diesem Anblick drängt sich ein Gedanke in Sophie's Bewusstsein. Hier würde sie nie wieder weg gehen, hier würde sie Ruhe und Frieden finden.

In Glenraven scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Menschen leben hier noch in Burgen und in ärmlichen Hütten. Sie bewegen sich auf Pferden oder zu Fuß von einem Ort zum anderen. Anfangs haben die Frauen ihre Probleme mit der Lebensweise der Bewohner; alleine die hyhienischen Zustände sind katastrophal.

Jayjay und Sophie beginnen das Land zu erkunden und bringen überrascht und geschockt in Erfahrung, dass man sie für die Erlöser hält, die Glenraven von einem unheimlichen, düsteren Fluch befreien sollen.

Die mysteriösen Vorgänge bringen die Freundinnen schließlich in Lebensgefahr und Jayjay ist bereits dem Tode nahe.

Werden die beiden das Tal lebend wieder verlassen und in ihre Heimat zurück kehren?

Ich weiß es, ich habe das Buch gelesen ;-)

Auf den ersten Seiten war ich überrascht, weil die Romane, die ich zuvor von Marion Zimmer Bradley gelesen habe, von Anfang an in einer Phantasie-Welt spielen. Hier aber beginnt alles in der "Realität", doch eh man sich versieht, steckt man mitten im feinsten Fantasy-Spektakel. Richtig interessant wird das Buch allerdings erst mit Erreichen von Glenraven.
Der Schritt zurück ins Mittelalter mit all der Magie, dem Aberglauben und den furchteinflössenden Lebewesen ist spannend geschildert.
Je länger die Reise dauert, um so näher kommen sich die beiden Frauen und sie vertiefen ihre langjährige Freundschaft, was von der Autorin einfühlsam dargestellt wird.
Unheimlich wird es, als die Reise durch die Wälder Glenraven's führt und man kann die verschiedenen Emotionen der Akteure gut nachvollziehen. Auch der mysteriöse Reiseführer, dessen Text sich bei jedem Lesen ändert, macht die Geschcihte ein Stückchen interessanter.

Fazit:

Das Buch liest sich einfach und ist, von einem gewissen Zeitpunkt an, spannend. Allerdings bin ich anderes von Marion Zimmer Bradley gewöhnt und bin dementsprechend ein wenig enttäuscht. Trotzdem empfehle ich diesen Roman gerne weiter, doch sollte man dieses Werk nicht mit "Die Nebel von Avalon" und ähnlich grossen Werken der Autorin im Hinterkopf lesen.

Das Taschenbuch ist im Verlag Bastei Lübbe erschienen (ISB N 3-404-13989-5), kostet 16,90 DM und hat 390 Seiten

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-29 18:18:11 mit dem Titel Zimmer Bradley, Marion - Die Engel der Dämmerung

Marion Zimmer Bradley gehört zu meinen Lieblingsautoren und deshalb findet auch von Zeit zu Zeit eins ihrer Werke den Weg zu mir.
Diesen Roman fand ich im Bertelsmannclub.

Inhalt:

Winter Musgrave, eine Frau Mitte dreißig, arbeitet in New York erfolgreich als Börsenmaklerin. Durch ein Ereignis in ihrer Vergangenheit verliert sie das Gedächtnis und findet sich erst in einem Haus nahe Glastonbury wieder. Zuvor hatte sie 16 Monate in einem Sanatorium gelebt, doch dort hatte ihr niemand helfen können. Warum sie in dieses Sanatorium gegangen ist, weiß Winter nicht.

Seltsame Dinge gehen mit Winter und ihrer Umgebung vor...Türen und Fenster öffnen sich des nachts und immer häufiger findet sie gehäutete, ausgesaugte Tiere vor ihrer Türe.
Winter weiß nicht warum sie dieses Haus gemietet hat, doch als sie anfängt ihre Vergangenheit zu ergründen, wird es deutlich: Sie ist hier aufs College gegangen, doch dies erfährt sie nur durch andere Personen, da ihr selbst die Erinnerung an diese Zeit noch fehlt.

Winter beschließt ihren Alltag so ruhig wie möglich anzugehen und fährt erst einmal zum Einkaufen. Da sie aber große Menschenansammlungen nicht mehr gewöhnt ist, gerät sie in Panik und rettet sich mit letzter Kraft in ihr Auto, dass plötzlich anfängt Funken zu sprühen. Die gesamte Elektrik des Wagens schmilzt zu einem Klumpen zusammen. Zu Tode geängstigt sucht Winter Hilfe im Bidney-Institut, wo die beiden Wissenschaftler Truth Jourdemayne und Dylan Palmer sich mit Parapsychologie beschäftigen. Schnell bemerken die beiden, dass in Winter großes Potential steckt und vermuten, dass sie von einem Poltergeist heimgesucht wird.

Winter gräbt weiter in ihrer Vergangenheit und findet mit Entsetzen heraus, dass sie in ihrer Collegezeit einem Arbeitszirkel angehört hat. Sie, Grey, Cassie, Ramsey und Janelle hatten seiner Zeit einen Geist ins Leben gerufen, der an Winter gebunden zu sein scheint. Truth versucht durch ein Ritual den Geist von Winter zu lösen, doch es gelingt ihr nicht. Bei dem Versuch kommt sie beinahe ums Leben.
Truth und Dylan sind mittlerweile überzeugt, dass es sich nicht um einen Poltergeist, sondern um einen Elementargeist, ein sogenanntes Magisches Kind, handelt, das jemand zu Winter geschickt haben muss. Daraufhin beschließt sie die restlichen Mitglieder des Zirkels aufzusuchen, um in Erfahrung zu bringen, warum sie heimgesucht wird.

Janelle ist schnell gefunden. Sie lebt in einer Ehe, in der sie regelmäßig geschlagen wird und hat ihre Träume eine Malerin zu werden schon vor langer Zeit begraben. Sie hat Winter den Geist nicht geschickt, dessen ist sich Winter sicher und zieht weiter zu Ramsey. Er, der ein berühmter Journalist hatte werden wollen, besitzt einen Gebrauchtwagenhandel und wurde erst vor kurzem von seiner dritten Frau geschieden. Auch er hat sich seine Träume nicht erfüllen können.
Bereits nach kurzer Zeit fährt Winter weiter zu Cassie, doch sie kommt zu spät. Das Magische Kind hat sie vorher gefunden und Cassie getötet. Rhiannon, eine Freundin von Cassie, versucht Winter einen Brief zu übergeben, doch in ihrem Schmerz und ihren Schuldgefühlen weist Winter sie barsch zurück. Statt dessen besucht sie ihre Familie, bevor sie nach Grey sucht, der der Schlüssel der ganzen Geschichte zu sein scheint. Die Geborgenheit und die Ruhe, die sie bei ihren Eltern sucht, findet sie leider nicht. Erst jetzt bemerkt sie die wahren Gefühle ihrer Eltern und Brüder und verlässt diesen Ort enttäuscht, aber entschlossen sich ihrem Schicksal zu stellen. Sie will den Elementargeist besiegen, auch wenn es sie das Leben kosten könnte. Sie fährt nach San Francisco zurück und sucht Rhiannon, die ihr schließlich Cassie´s Brief aushändigt. Nachdem Winter den Brief gelesen hat, ist sie zutiefst erschüttert. Grey liegt schon seit 16 Monaten in einem Sanatorium...im Koma...nach einem schweren Motorradunfall...

Meine Meinung:

Der Roman beginnt sehr schleppend und undurchsichtig. Marion Zimmer Bradley gelingt es leider erst gegen Ende (Winters Besuch bei ihren Eltern) eine Beziehung zwischen dem Leser und ihrer Protagonistin aufzubauen.
Es wäre wünschenswert gewesen, wenn Truth und Dylan mehr in das Geschehen eingegriffen hätten und der Leser somit die Möglichkeit gehabt hätte detailliertere Informationen zum Thema Parapsychologie zu bekommen. Die wenigen ausgeführten Rituale sind jedoch sehr anschaulich dargestellt und hier kann man die Angst und die Unsicherheit der Figuren beinahe körperlich spüren.

Als ich dieses Buch zur Hand genommen habe, rechnete ich nicht mit einer Geschichte über Beschwörungen und Geister, denn der Klappentext weist in keinster Weise darauf hin. Nach den ersten Kapiteln wurde der Roman jedoch recht spannend, noch einmal würde ich ihn allerdings nicht lesen.
Völlig zusammenhanglos erschienen mir auch die Zitate, die am Anfang jedes Kapitels aufgeführt wurden. Das einzige, was sie mit dem Roman gemein haben, ist das Wort Winter...mehr nicht.

Fazit:

Fans von Marion Zimmer Bradley´s Werken wie „Die Nebel von Avalon“ oder „Die Feuer von Troja“ werden von diesem Roman etwas enttäuscht sein. Ich würde ihn höchstens an Freunde des Okkulten weiter empfehlen.

Allgemeine Infos:

Der Roman ist im Heyne-Verlag unter der ISBN 3-453-16137-8 erschienen, kostet 7,95 Euro und hat 411 Seiten.

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