Mehr zum Thema Kinder- & Jugendliteratur Testbericht

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Erfahrungsbericht von schalkman

Der böse Harry Potter? Nicht wirklich...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

1. Handlung
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Artemis Fowl der zweite, oft als böser Harry Potter bezeichnet, ist schon im jugendlichen Alter von zwölf Jahren ein Meisterdieb, aber kein gewöhnlicher, sondern einer, der nicht nur rational wie ein Erwachsener denkt, sondern gelichzeitig an Magie glaubt wie ein Kind.

Doch zuvor eine kleine Chronologie der Familie Fowl: Irgendwann während der Kreuzzüge machte ein Vorfahr von Artemis Bekanntschaft mit einem gewissen Mister Butler, der ihm dort das Leben rettete und seither dient die Familie Butler der Familie Fowl (übrigens nehmen Sprachwissenschaftler an, dass die Berufsbezeichnung \"Butler\" vom Familiennamen abstammt). Im 15. Jahrhundert wurde auf dem ca. 80 Hektar großen Anwesen der Familie Fowl in Irland das Fowl Manor erbaut, das ständig renoviert und technisiert wird, welches noch heute der Stammsitz der Familie ist. Das letzte wichitge Kapitel in der Fowl\'schen Familiengeschichte betrifft die Ereignisse um Artemis Fowl den ersten, den Vater des Hauptprotargonisten, der nach Jahrhunderten illegaler Fowl\'scher Geschäfte ein ehrlicher, rechtschaffender Geschäftsmann werden wollte und einen beträchtlichen Teil des Familienbesitzes (ca. eine Milliarde irische Pfund) in Schiffsverbindungen zwischen Amerika und dem neuen Russland investierte. Bei einem Transport von einer Viertelmillion Cola-Dosen auf dem Flagschiff \"Fowl Star\" passierte dann das unausweichliche: Die Russenmafia schlug zu und versenkte das Schiff samt Besatzung, seitdem fehlt jede Spur von Artemis Fowl senior.

Von dem Wunsch seinen Vater lebend wiederzusehen geleitet lässt Artemis jr. nichts unversucht, um an die finanziellen Mittel eine Expedition nach Russland zu kommen, daher fasst er den Plan einen Teil des Elfengoldes zu stehlen. Nachdem er sich entsprechende Dokumente aus Ho Chi Minh Stadt besorgt hat macht er sich sogleich auf die Suche nach einer Elfe, die bei Vollmond ihre Magie an der Oberfläche wieder auflädt. Er hat Glück und fängt die Elfe Holly Short. Er verlangt als Lösegeld 15 Million irische Pfund in Feengold, doch er unterschätzt das irdische Volk (so werden alle Fabelwesen wie Gnome, Wichtel, Trolle und Elfen genannt), das Fowl Manor besetzt. In einem Finale, in dem die Feenpolizei, die Alraunen, die Zeit einfach stoppt und jede Gesetzteslücke ausnützt, die sich ihnen bietet, gilt es für Artemis und Butler sich der irdischen Eindringlinge zu erwehren und trotz allem das benötigte Geld zu ergaunern...

2. Personen
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Artemis Fowl: Der Hauptprotargonist, er ist böse bis auf die Knochen, aber getrieben wird er von dem kindlichen Wunsch seinen Vater wiederzusehen. Dabei setzt er moderne Technik und seinen starken Bodyguard Butler geschickt ein.

Butler: Der Diener und Leibwächter von Artemis Fowl, ein wahrer Muskelprotz, aber deswegen nicht dumm, trotzdem hält er sich meist im Hintergrund. Er vertraut seinem Herrn vollkommen, was er wünscht ist ihm ein Befehl.

Holly Short: Sie ist die entführte Elfe, die bei der Elfenpolizei arbeitet. Das dumme ist nur, dass sie von allen beobachtet wird, denn sie ist die erste weibliche Elfe bei den Alraunen.

Julius Root: Immer miesgelaunter Chef von Holly Short. An ihm wird das Klischee aus den amerikanischen Militäfilmen deutlich, immer geht es \"Sir, Yes, Sir!\".

Briar Cudgeon: Bei Hollys Rettungseinsatz wird er zum Gegenspieler von Commander Root, versagt aber auf ganzer Linie, was dann in \"Artemis Fowl - Die Verschwörung\" deutlich wird.

Foaly: Er ist ein Zentaure und der Cheftechniker der Alraunen. Er koordiniert die Einsätze und bringt neustes technisches Material an den Mann.

3. Autor
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Der Autor war mir bisher unbekannt. Eoin Colfer hatte ich noch nie gehört, aber er hat schon einen Haufen Kinderbücher, die hauptsächlich auf dem englischen und amerikanischen Markt Absatz gefunden haben geschrieben. Er wurde 1956 in Irland geboren, wo er heute noch mit Kind und Frau lebt. Colfer hat den Beruf eines Lehrers erlernt und u.a. in Saudi-Arabien unterrichtet. Mit Artemis Fowl schaffte er auch in Deutschland den Durchbruch als anerkannter Autor

4. Fazit
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Artemis Fowl bietet ähnlich wie Harry Potter Unterhaltung für alle Altersstufen, obwohl es in erster Linie als Kinderbuch ausgelegt ist. Außer der umfassenden Lesbarkeit für alle und dem Alter sind aber keine weiteren Paralellen zwischen HP und AF zu finden, denn Artemis ist böse, benutzt modernste Technik und weiß die Magie der Elfen zu umgehen. Das Buch ist schön geschrieben, so dass man es in einem Wochenende locker lesen kann und mit 230 Seiten keineswegs so langatmig wie der letzte Harry Potter. Wer einmal Blut geleckt hat, kann nicht mehr aufhören, inzwischen habe ich mir schon den zweiten Teil der Serie gekauft. Wem also Potter zu gutmütig war, der wird mit Artemis Fowl seine Freude haben.

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