Mehr zum Thema Kinder- & Jugendliteratur Testbericht
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Erfahrungsbericht von *Jayn*
Über Sex, Alkohol und Mädchen!...
Pro:
leicht zu lesen und leicht verständlich, Geschichte die auch real sein könnte, ab und an gefühlvoll, echte Freundschaft
Kontra:
Manchmal wird abfallend über Mädchen gesprochen, zuviele Gedanken um Sex, Drogen und Verbotenes
Empfehlung:
Nein
Ich habe mir vor ca. 2 Wochen das Buch „Crazy“ von Benjamin Lebert durchgelesen und möchte euch heute meine Meinung dazu schildern, doch vorerst eine kurze Inhaltsangabe, damit ihr wisst worum es geht.
Benjamin ist 16 Jahre alt und wechselt nun zum 5ten Mal die Schule. Seine Eltern sind in der Gesellschaft hoch angesehen, daher muss er das Abi machen. Er kommt in ein Internat, und soll dort bessere Noten schreiben und sein Abitur schaffen.
Leider verläuft nicht alles so wie geplant. Es sollte noch erwähnt werden, dass Benjamin Halbseitenspastiker ist, und seine linke Körperhälfte daher nicht wirklich unter Kontrolle hat. Sein Fuß hinkt hinterher, und er kann sich alleine kaum ein Brot schmieren.
Im Internat lernt er eine Gruppe von Jungen kennen mit denen er sich recht schnell gut versteht. Diese Gruppe ist, wie man im Laufe des Buches merkt, mehr eine Außenseitergruppe, trotzdem dicke Freunde. Sie sind alle im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.
In diesem Buch wird das typische Leben eines Jugendlichen beschrieben (nicht auf alle bezogen). Die Gruppe raucht, säuft, reden wirklich manchmal Müll, probieren alles aus was verboten ist und reden über Sex und Mädchen als wären sie nur Objekte. So kommt es einem im ganzen Buch vor. Hier wäre anzumerken dass es hauptsächlich wohl um Sex geht.
Die Jungs schleichen sich heimlich in den Mädchentrakt, saufen und trinken mit ihnen zusammen, hängen im Dorf herum und(©Jayn!) für die Schule wird nicht viel getan. Eines Tages hauen sie aus dem Internat ab. Dies soll es auch schon sein, denn damit endet das Buch auch schon bald. Ob die Jungs zurückkommen, was sie erlebten oder ob Benjamin wohl das Abitur schafft solltet ihr selber lesen.
Was mir an dem Buch besonders aufgefallen ist, dass der Autor wirklich erst ca. 16 Jahre alt war, als er es geschrieben hat! Dies fällt ein wenig auf wie ich finde, denn ab und zu ist es auch in der „Sprache der Jugendlichen“ geschrieben. Dies ist kein negativer Effekt, denn so kommen die Wortwechsel und die Situationen besser rüber, und der Leser kann sich noch besser in die Situation der Jungs versetzen.
Die Sprache ist ansonsten noch etwas ungewöhnlich. Benjamin Lebert schreibt in sehr kurzen Sätzen. Manche „Sätze“ bestehen nur aus 2 Wörtern. Dies unterstreicht noch einmal die Situation, aber ist sehr gewöhnungsbedürftig wenn man sonst andere Autoren und Bücher liest.
Ansonsten finde ich das Buch ziemlich realitätsbezogen, denn diese Gruppe von Außenseitern erleben wohl das was die meisten Jugendlichen in diesem Alter erleben. Sex, Zigaretten, Alkohol. Was mich allerdings ein wenig gestört hat das manchmal in Gesprächen unter den Jungs wirklich ein wenig abfällig über die Mädchen gesprochen wird. Sie reden über ihre Oberweite (natürlich am Allerwichtigsten), über das werte Hinterteil und was man sonst noch gutes am Körper findet. Sex, und für mehr sind die Mädels nicht wirklich gut, so kommt es in vielen Zügen dem Leser rüber.
Was mir an dem Buch allerdings sehr gut gefällt sind die nachdenklichen Gedanken von Benjamin und die Gespräche über den Sinn des Lebens der Jungen. Oft wird hier wirklich Mist erzählt, aber überwiegend regt es wirklich zum nachdenken an.
Im Laufe des Buches wird einem auffallen, dass Benjamin immer wieder an seine Familie denkt (sogar kurz nach dem ersten Mal?!?), was zeigt, dass die Jungs zwar oft sehr hart tun aber im Inneren doch viele Gefühle haben. Seine Gedanken kommen hier immer sehr gut rüber und man kann sich gut in die Situation versetzen, in der er sich befindet. An manchen Stellen kann er einem sogar richtig leid tun.
Eine Frage bleibt mir allerdings offen. Ich habe den Film nicht gesehen, und weiß nicht ob sie da beantwortet wird, oder ob der Film so genau mit dem Buch übereinstimmt, aber Benjamin erlebt an dem Abend, als er mit den Jungs zu den Mädchen geht sein erstes Mal, im Waschraum. Die ganze Szene hat mir nicht besonders gut gefallen, aber sehr vernünftig dass das Mädchen ein Kondom benutzt. Nach dem Sex geht sie einfach wieder zurück ins Zimmer und Benjamin bleibt noch im Waschraum. Er wirft das Kondom dann auf den Boden und denkt sich noch, dass die Leute am nächsten Morgen sich damit beschäftigen können. (Er war betrunken). Die Szene ist damit im Waschraum beendet und was aus dem Kondom geworden ist wird nicht mehr erzählt, wobei es mich schon interessieren würde, wie darauf reagiert wurde, und ob man die „Täter“ erwischen würde.
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen, es hat ca. 200 Seiten, und ich denk es spricht dafür, dass ich es in ca. 5 Stunden fertig hatte. Stellenweise ist es ein wenig eintönig doch das legt sich meist recht schnell wieder. Da es sich durch die kurzen Sätze so gut(©Jayn!) lesen lässt, kann ich es auch jedem der nicht gerne viel liest empfehlen, schwer zu verstehen ist es auf keinen Fall!
Dass das Buch allerdings ab 14 ist finde ich richtig. Auch als Schulbuch würde ich es auf gar keinen Fall empfehlen! Es gäbe wenn man es laut in der Klasse lesen würde nur schallendes Gelächter, über die Themen die dort beschrieben werden, und den Sinn würde keiner so wirklich verstehen. Dies ist auch ein Grund für die „Altersbeschränkung“ denke ich.
Hinter diesem Buch steckt meiner Meinung nach aber nicht nur der Sinn über Sex und Drogen zu erzählen. Es dreht sich hier auch um eine wunderbare Freundschaft zwischen den Jungen. Die Jungs helfen Benjamin immer wieder wenn er wegen seiner Behinderung nicht wirklich mitkommt, oder etwas nicht kann. Sie machen immer alles zusammen, auch wenn es mal Meinungsverschiedenheiten gibt, sind sie doch so gute Freunde, und sprechen frei raus was sie denken, was mir sehr gut gefällt.
Wie schon einmal erwähnt gefallen mir auch die Gefühle die in bestimmten Gedanken dem Leser vermittelt werden. Auch dass diese Außenseitergruppe zusammen hält gefällt mir sehr gut, es zeigt, dass jeder Freunde haben kann, egal wie man aussieht oder wie man denkt.
Ich kann das Buch also weiterempfehlen, gebe ihm aber wegen den obengenannten Kriterien „nur“ eine knappe 2 , denn ein paar Sachen haben mich wie gesagt etwas gestört.
Also viel Spaß beim Lesen, doch achtet auf die Altersempfehlung, sie ist nicht umsonst vergeben. (ab 14)
©Jayn!
Fehlt was, habt ihr etwas zu meckern? Ordentliche Kommentare gerne gesehen!
52 Bewertungen, 9 Kommentare
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02.03.2007, 13:58 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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16.01.2007, 22:06 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich(¯`•.¸* SH & LG *¸.•´¯)
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13.01.2007, 12:50 Uhr von sokinai
Bewertung: sehr hilfreichlg sonja
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09.01.2007, 21:32 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah
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09.01.2007, 11:49 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreich(¯`•.¸*sh*¸.•´¯)
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03.08.2002, 12:28 Uhr von wolfi
Bewertung: sehr hilfreichGuter und schön gegliederter Bericht.
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01.07.2002, 17:55 Uhr von mibu86
Bewertung: sehr hilfreichDein Bericht ist gut gegliedert und geht auf alle entscheidenden Aspekte ein. Eine Sache möchte ich nur mal feststellen, ich finde das Buch echt klasse!!! Es erzählt vom wahren Leben und nicht von der wunderschönen Welt. Mach weiter so, C
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02.06.2002, 18:41 Uhr von suesses
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht, ich habe dieses Buch auch. Aber an manchen Stellen ist das wirklich nervend, wenn immer wieder ein Name erklärt wird. z.B.: "Mädchen"!
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27.05.2002, 21:19 Uhr von Mesalina
Bewertung: sehr hilfreichNEIN! An dieser Buchrezension fehlt überhaupt nichts! Klasse! CU Mesalina
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