Mehr zum Thema Kinder- & Jugendliteratur Testbericht

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Erfahrungsbericht von blackserver

" Vergeßt nie eure Kindheit"

Pro:

" Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch"

Kontra:

kein, im Gegenteil jeder sollte es lesen vielleicht sogar mehrmals

Empfehlung:

Nein

" Vergeßt nie eure Kindheit", ein Zitat von Erich Kästner, das hier sehr gut passt. Das Fliegende Klassenzimmer beziehungsweise auch den Autor, Erich Kästner, kenne ich schon seit frühester Jugend, habe es meinen Kindern vorgelesen und in der Schule durchgenommen. Erich Kästner gehörte schon seit frühester Kindheit zu meinen Lieblingsautoren mit Werken wie "Das fliegende Klassenzimmer" oder "Das doppelte Lottchen".

Das Buch erzählt von Erich Kästner als kleinem Jungen, er sollte eine Weihnachtsgeschichte schreiben. Diese sollte er schon im letzten Jahr verfassen. Aber wie das so ist, es kam immer etwas dazwischen. Bis seine Mutter sagte:“ Wenn du heuer nicht schreibst, kriegst du nichts zu Weihnachten!“
Das war ein Argument, denn wer wollte freiwillig nichts zu Weihnachten geschenkt bekommen. Also packte er alles ein, was er brauchte. Mit dem nächsten Zug ging es in die Alpen nach Kirchberg, da man begreiflicherweise sehr schwierig im Hochsommer eine Weihnachtsgeschichte verfassen kann. Dort angekommen, legte Erich sofort los.

Seine Geschichte handelt von der 7. Klasse, des Johann Sigmund Gymnasiums. Dort lernten und wohnten Matthias, ewig hungrig, Uli, klein, blond und ängstlich, Martin Klassenerster, er wurde immer leicht wütend wenn einer ungerecht behandelt wurde, Sebastian und Johnny. Alle waren dicke Freunde. Justus, eigentlich Doktor Johann Bökh, war ihr Direktor. Er war sehr gerecht. Außerdem gab es noch jemand, sie nannten ihn Nichtraucher, nicht weil er nicht rauchen würde. Er rauchte sogar sehr viel. Der Nichtraucher war ein guter Freund der Jungs, immer wenn es Probleme gab, half er ihnen wo er nur konnte.
Manchmal wenn Uli Matthias etwas Geld gab, rannte er zum Bäcker Scherf und holte sich Kuchenabfälle.
Es schneite, und Weihnachten lag in der Luft. Auf dem Turnplatz lief man Schlittschuh. Dort gab es eine Prügelei. Die Schlittschuhläufer dachten nicht daran die Bahn für die Eishockeymannschaft frei zu machen. Danach wurden ein paar von ihnen zur Theaterprobe gerufen, die durch eine unerwartete Unterbrechung gestört wurde . Es war Fridulin, er blutete im Gesicht und sein Anzug war zerrissen. Er rief:“ Wißt ihr was passiert ist?“ „Nein „ sagten die anderen. „Die Realschüler haben Rudi Kreutzkamm gefangengenommen und die Diktathefte haben sie auch.“
Die Jungs rannten zum Nichtraucher um sich dort Rat zu holen . Es war schon komisch, das er als Haus einen Eisenbahnwaggon besaß. Dieser stand in einem Schrebergarten. Der Überfall hat eine lange Vorgeschichte. Die Realschüler sind schon seit vielen Jahren mit den Gymnasiasten verzankt. Es ist ein Streit zwischen den Schulen, nicht zwischen den Schülern. Mit den Diktatheften wollten sie sich nur rächen für eine Räuberflagge, welche Matthias, Uli und ihre Freunde den Realschülern abgejagt und erst Tage später zerrissen wieder zurückgegeben haben. Aber nur weil ihnen Justus gedroht hat, sie dürften ihn zwei Wochen nicht grüßen.
Sebastian hatte sich bereiterklärt, zu dem Anführer der Realschüler zu gehen und ihm einen Handel vorzuschlagen. In einem Zweikampf sollte über Rudi und die Diktathefte entschieden werden. Gegeneinander angetreten sind Matthias vom Gymnasium und Heinrich von der Realschule. Sie prügelten aufeinander los. Als Sieger aus dem Kampf ging Matthias hervor. Seine Freunde waren begeistert und wollten als nächstes Kreuzkamm befreien. Es kam aber ganz anders. Die Realisten wollten trotz ihrer Niederlage den Gefangenen nicht ausliefern. Daraufhin hatte Martin sich etwa ausgedacht . Einige sollten in den Keller von Egerlands gehen um Rudi zu befreien. Die Anderen lenkten die Realschüler ab. Als Martin in den Keller kam, sah er Rudi mit einer Wäscheleine gefesselt und einen Haufen Asche . Wo man noch ein paar rote Fetzen erkennen konnte. Die Diktathefte waren verbrannt, das gab gewaltigen Ärger mit Justus. Zur Strafe mussten die 7.Klasse ein noch größeres Diktat schreiben.

Ein anderes Highlight des Buches war der Sprung Uli´s mit einem Schirm vom Klettergerüst. Er wollte dadurch seinen Freunden beweisen, daß er nicht der ängstliche, kleine, blonde Junge war. Ständig wurde Uli von allen geärgert und gehänselt, als Feigling beschimpft. Rückblickend kann man sagen, der Beinbruch war weniger schlimm. Schlimmer wäre es gewesen, Uli hätte ein Leben lang Angst gehabt von den Anderen nicht für voll genommen zu werden. Ich glaube wirklich der Fallschirmabsprung war gar nicht so blödsinnig, denn Uli hat sich selbst überwunden, er ist über sich hinaus gewachsen.

Auf der Weihnachtsfeier in der Turnhalle wurde das Stück “Das fliegende Klassenzimmer“ von der Theatergruppe aufgeführt. Es war ein voller Erfolg! Alle waren da zur Aufführung sogar der Nichtraucher, der wie sich herrausstellte, ein alter Freund von Justus war. Überglücklich über das Wiedersehen nach 20 Jahren wurde der Nichtraucher gleich als Schularzt am Gymnasium engagiert. Die Jungs waren alle sehr froh darüber, und überreichten ihrem Freund kleine Geschenke zu Weihnachten. Der Nichtraucher war sehr gerührt darüber, bedankte sich und gab den Jungs noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg.

Das gilt auch für uns, wir sollten unsere Jugend nie vergessen, das Leben in vollen Zügen genießen und uns immer ein Stück Kindheit bewahren! Der Ernst des Lebens beginnt nicht erst mit dem Geldverdienen.
Wir sollen uns nicht unterkriegen lassen, wenn mal etwas nicht gleich gelingt und unseren Weg gehen.

" Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch", so sagte einst Erich Kästner.
Vielen Dank für dieses nachdenkenswerte Buch.

44 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Volker111

    22.04.2002, 01:53 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Erich Kästner ist einer meiner wichtigsten Schriftsteller, auch wenn ich das meiste von ihm schon in jüngeren Jahren gelesen habe.

  • Janet

    19.04.2002, 23:39 Uhr von Janet
    Bewertung: sehr hilfreich

    dein Pro sollten sich mal viele hinter die Ohren schreiben.

  • M.Quincy

    19.04.2002, 20:32 Uhr von M.Quincy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wieder einmal en sehr guter Bericht von Dir, der einen richtig in Erinnerungen schweifen lässt. Also man liest sich, schöne Grüße: Quincy