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Erfahrungsbericht von Nanie
Über meinen ersten Versuch ein Buch zu schreiben.....
Pro:
Vielleicht werde ich reich?
Kontra:
Bin ich gut genug?
Empfehlung:
Nein
Gestern Abend hab ich in einem langweiligen Augenblick begonnen einen Mädchenroman zu schreiben. Eigentlich hat es mir auch ziemlich Spaß gemacht. Nun bin ich mir aber nicht ganz sicher, ob ich dem ganzen gewachsen bin oder ich mir zuviel vorgenommen habe. Ich werde euch hier einen Auszug aus dem ersten Kapitel abdrucken und wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir sagen würdet ob ihr es gut genug für ein Buch haltet. Bitte ganz ehrlich sein!
Ach übrigens: Zu diesem Buch hat mich Enid Blyton mit ihren "Dolly"-Büchern inspieriert, die ich in einem anderen Bericht ("Der Grund meiner schlaflosen Nächte...") beschrieben habe.
So jetzt aber zu meinem ganz persönlichen Mädchenroman:
- 1 -
„Sandra!“, rief die Mutter in einem höchst seltsamen Ton, „Wir haben dir was zu sagen, komm doch bitte mal her!“
Schon seit längerem hatte Sandra eine komische Vorahnung gehabt. Ständig redeten die Eltern sehr ernst über etwas, doch jedesmal wenn Sandra hinzukam verstummten sie. Nun sollte also die Stunde der Wahrheit kommen und wenn Sandra den Ton der Mutter richtig gedeutet hatte, war es keine gute Neuigkeit.
„Da dein Vater in den nächsten Jahre wegen seiner neuen Arbeit sehr viel im Ausland sein wird und auch ich wieder arbeiten werde, haben wir uns überlegt ob es für dich nicht das beste wäre, wenn du in ein Internat gehen würdest.“
Das war sie also die heiß ersehnte Neuigkeit und sie traf Sandra wie ein Schlag ins Gesicht. In ein Internat sollte sie gehen und ihr Pferd Blitz allein lassen? Niemals!
„Nein, ich geh nicht in ein Internat, niemals, schlagt euch das aus dem Kopf!“ rief Sandra außer sich.
„Tut mir leid, Sandra.“, versuchte der Vater sie zu beruhigen, „Es ist aber alles schon arrangiert. Es ist ein sehr gutes Internat und du wirst es bestimmt schön haben! Willst du es dir nicht einmal anschauen?“
„Nein, niemals! Ich werde doch Blitz nicht alleine lassen, wer gibt denn auf ihn Acht und füttert ihn?“
„Auf Blitz kann ich doch Acht geben. Er mag mich ja sehr gerne und wenn du dann in den Sommerferien wiederkommst wird er sich umso mehr freuen dich wiederzusehen. Sandra, denk noch einmal darüber nach.“ Die Mutter gab sich wirklich alle Mühe Sandra zu beruhigen, aber es gelang ihr nicht. Sandra war außer sich. Die Tränen stiegen ihr in die Augen und sie verließ wütend das Zimmer. Niemals würde sie auf diese blöde Schule gehen.
Eine Woche später stand Sandra zur Abfahrt bereit. Die Eltern ließen ihr keine Wahl, alles war schon vorbereitet gewesen. Es wurde kein tränenreicher Abschied. Sandra war wütend auf ihre Eltern und wollte niemals wieder ein Wort mit ihnen reden. Die Schule auf die sie nun gehen sollte hieß Schloss Schönfeld. Schloss Schönfeld hatte den Ruf die beste Schule des Landes zu sein und war ein reines Mädcheninternat.
Sandras Eltern brachten sie zum Bahnhof, wo sich Frau Greiner um sie kümmern wollte. Frau Greiner war die Vorsteherin des Westflügels des Schlosses, wo Sandra in Zukunft wohnen sollte.
„Komm Sandra, ich mach dich mit ein paar deiner zukünftigen Klassenkameradinnen bekannt.“, sagte Frau Greiner zur Begrüßung. „Mach nicht so ein finsteres Gesicht. Du wirst sehen, es wird dir Spaß machen bei uns.“ Sie nahm Sandra einfach bei der Hand und führte sie in ein Zugabteil, in dem schon 4 Mädchen saßen, die sich angeregt unterhielten und ständig lachten.
„So meine Lieben, darf ich euch Sandra vorstellen? Sie ist dieses Semester neu zu uns gekommen und wird mit euch die erste Klasse besucht. Irene, nimm sie bitte unter die Fittiche. Sie wird sich in der ersten Zeit vielleicht etwas einsam fühlen.“, sagte Frau Greiner zu einem großen Mädchen mit sehr sportlicher Statur.
Sandra setzte sich auf einen der freien Plätze und wurde sofort von allen Seiten mit Frage überschüttet.
„Sag mal, treibst du Sport!“ – „Was sind denn deine Lieblingsfächer in der Schule!“ – „Du bist bestimmt auch glücklich auf die beste Schule des Landes gehen zu dürfen! Wir können wirklich von Glück reden!“
„Kinder, jetzt laßt die Neue doch erst einmal zur Ruhe kommen, sie kennt sich ja gar nicht mehr aus!“, sagte das Mädchen, dass Frau Greiner vorhin Irene genannte hatte und lächelte Sandra liebenswürdig an. „Hallo, Sandra! Ich bin Irene. Ich bin die Klassensprecherin der ersten Klasse und freue mich sehr dich bei uns begrüßen zu dürfen. Du wirst bestimmt Spaß bei uns haben. Frau Greiner ist übrigens unsere Klassenlehrerin. Sie ist eigentlich ganz nett, aber du darfst es dir bei ihr nicht verscherzen. Wenn sie wütend auf dich ist, dann Gnade dir Gott. Zum Glück legt sich diese Wut aber immer ziemlich rasch.“ Irene schüttelte Sandra herzhaft die Hand und stellte auch die anderen vor. „Schau das mit den kurzen, roten Haaren, das ist Susanne. Sie ist unser Spaßvogel in der Klasse. Sie heckt immer jede Menge lustiger Streiche aus. Und das neben Susanne ist Caroline. Sie ist die Sportskanone von uns. Im Schwimmen, Tennis und im Volleyball ist sie die Beste!“ Und so ging es weiter. Jedes Mädchen wurde ihr vorgestellt und Sandra kam bald mit den vielen Namen durcheinander. Sandra wurde unmittelbar von der Fröhlichkeit der anderen Mädchen angesteckt, obwohl sie sich vorgenommen hatte, alles schlecht zu finden, war sie ganz überrascht wir freundlich und offen diese Mädchen waren. Vielleicht sollte es doch nicht so schlecht werden?
Dann aber musste sie schon wieder an Blitz denken. Was sollte sie nur so lange ohne ihn machen? Da wurde sie gleich wieder traurig. In diesem Moment aber brachte Frau Greiner ein weiteres Mädchen in das Abteil.
„Das ist unsere 2. Neue. Ihr Name ist Isabella. Ich denke sie wird sich bald hier einleben. Sie macht auf mich einen sehr heiteren Eindruck.“, meinte Frau Greiner. Und in der Tat. Isabella war ein kleines, rundliches Mädchen mit dicken Pausbacken. Sie grinste gleich breit in die Runde und ließ sich auf den letzten leeren Platz im Abteil fallen. Sofort nahm sie eine Tafel Schokolade aus ihrem Handgepäck und bot jeder in der Runde ein Stück an. Isabella machte sich damit sofort bei den anderen beliebt.
Die Mädchen schwatzten gleich weiter von ihren Ferienerlebnissen. Nur Sandra blieb still und dachte wehmütig an ihr Zuhause, als sich der Zug langsam in Bewegung setzte.
So, jetzt bin ich aber gespannt ob es euch gefallen hat!
Liebe Grüße,
Nanie
15 Bewertungen, 9 Kommentare
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24.03.2002, 17:46 Uhr von Lieselotte5
Bewertung: sehr hilfreichIch kenne mich zwar nicht so in Literatur aus, aber ich finde das was du geschrieben hast sehr schön. Falls es wirklich dazu kommt, dass dein Buch auch gedruckt wird, dann werde ich es ganz sicher ganz lesen.
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17.03.2002, 12:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichInteressant geschrieben. Versuche ich doch mal konstruktive Kritik anzubringen: WEnn ich das so richtig verstanden habe, geht es hier um die erste Klasse, stimmt das so? Hat man in dem Alter wirklich eine so ausgefeilte Sprache drauf? Ich meine so SAchen w
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16.03.2002, 01:24 Uhr von McAlex
Bewertung: sehr hilfreichHey, finde Ich toll, dass du schreibst...Ich möchte nichts zu deinem Text sagen, da alle meine Worte sinnlos wären!... Nur soviel, wenn du das Buch weiterschreiben möchtest: Der Text muß dir gefallen... er muß aus deiner Fantasie
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07.03.2002, 17:50 Uhr von sylvia1983
Bewertung: sehr hilfreichtoller Text!
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06.03.2002, 23:28 Uhr von natieflow
Bewertung: sehr hilfreichirgendwie süss geschrieben
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06.03.2002, 23:16 Uhr von DerMolf
Bewertung: sehr hilfreichSchon unterhaltsam, man müßte nur wissen was so alles in dem Buch passieren soll. Reißt sie aus zu ihrem Pferd, hat es während sie weg ist einen Unfall usw. Irgendwas spannendes muß da auf jeden Fall passieren, wenn sie nur so v
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06.03.2002, 23:10 Uhr von Mr.Smith
Bewertung: sehr hilfreichNa, kommt noch nich ganz an Harry Potter ran. *g* Trotzdem drück ich die Daumen. Gruß: Mr.Smith
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06.03.2002, 23:09 Uhr von trampastheo
Bewertung: sehr hilfreichDein Versuch hat mir gefallen! Mir fehlt zwar etwas die Spannung, aber ok! Gruss, Theo
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06.03.2002, 23:09 Uhr von Hellhunter
Bewertung: sehr hilfreichHmmm... also nciht mein Ding...
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