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Erfahrungsbericht von 0-8-15

Was nicht passt wird passend gemacht (DVD)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

0-8-15, der ja nun auch endlich in die Welten des digitalen Heimkino vorgedrungen ist, hat es neulich doch mal übers Herz gebracht 20€ für eine DVD auszugeben. Meine Wahl fiel auf einen der wenigen Filme, die das Geld auch wirklich wert sind. Aber schauen wir mal, mit was uns Peter Thorwarth da zu unterhalten versucht:

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Der Film
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STORY:

Philip studiert Architektur. Und da sein Vater im Stadtrat sitzt, kann er ihm ein Praktikum auf einer Baustelle von Werner Wiesenkamp besorgen. Die Baustelle ist, wie auch der Bauleiter ein wenig dubios, gearbeitet wird eigentlich kaum, die drei Arbeiter blödeln nur herum und trinken den ganzen Tag Bier. Aber weil es echte Männer sind und Philip nur ein Student, halten sie ihn natürlich für ein Weichei, und dementsprechend mies wird er dort behandelt. Und weil er sich auch noch in die Tochter des Poliers Horst (Willi Thomczyk) verliebt, hat er gleich ganz schlechte Karten.
Das alles ist aber noch ein relativ kleines Übel, denn richtig schwierig wird es erst, als Werner W. einen illegalen polnischen Schwarzarbeiter anschleppt, der blöderweise 20 Minuten später gleich tot vom Gerüst fällt. Die Polizei darf auf keinen Fall eingeschalten werden, da sonst am Ende noch einer in Wiesenkamps Bücher schauen würde. Also wird der Pole kurzerhand im Fundament \'begraben\'. Und weil er nicht reinpasst, wird er erstmal \"passend gemacht\" (http://www.wasnichtpasst-derfilm.de/fotos/15.jpg).

Soviel erstmal dazu, denn es soll ja auch spannend bleiben....

Alles in allem ist die Story witzig aufgebaut, interessant dargestellt und sie ist es auf jeden Fall wert, das man aufpasst, dass einem nichts entgeht.

ACTION:

Gibt es eigentlich kaum, lediglich eine kleine Explosion, die man sich auch hätte sparen können. Der Film hat aber definitiv besseres zu bieten, als ein wenig langweiligen Stunt-Szenen, nämlich:

HUMOR:

Ganz klar, hier gibt es die Höchstwertung, und das ist eigentlich noch zu wenig. Da hat uns Senator Film mal wieder ein richtiges Lachfestival beschert. Erstmal ist die ganze Geschichte schon witzig, ohne aber ins Alberne abzudriften. Man kann sich stellenweise so richtig vorstellen, was auf deutschen Baustellen tag-täglich abgeht. Andererseits sind aber auch die Charaktere so mitreissend komisch, das man einfach nicht anders kann als sich zu amüsieren. Wer schon mal gesehen hat, wie Ralf Richter in voller Fahrt aufbraust, der weiß was ich meine. Wenn er uns, bedingt durch sein übertriebenes Hohlkreuz, seinen beunterhemden Bierbauch entgegenreckt und dazu noch unverständliche Sachen schreit, da fällt es mir sehr schwer nicht lauthals loszuprusten.

SPANNUNG:

Naja, der Film ist zwar kein Psychothriller, aber für eine komische Story ist doch genügend Spannung vorhanden. Es ist schon alleine spannend genug zu verfolgend, was im Laufe des Films so alles \"passend gemacht\" wird. Aber auch die Geschichte hält die ein oder andere Überraschung bereit.

Dann gibt es auch noch ein wenig ROMANTIK, ohne die man anscheinend einfach nicht auskommt. Ob und wie Philip und Astrid zusammenkommen ist zwar für den Film nicht wirklich entscheident, aber immerhin ein wenig romantische Nebenhandlung.

SCHAUSPIELERISCHE LEISTUNG:

Sehr gut! Es fällt mir zwar schwer so etwas zu beurteilen, aber schon der Jupiter 2002 für den gesamten Film, sowie der Jupiter 2002 für Alexandra Maria Lara, sprechen doch für sich. Und natürlich überzeugen auch alle anderen Charaktere:

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Die Schauspieler
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**Willi Thomczyk alias Horst** Der aufbrausende und um seine Tochter besorgte Polier, immer für einen Anschiss gut
**Ralf Richter alias Kalle** Zum Brüllen komisch, wenn er seinen Bierbauch über die Baustelle schleppt
**Hilmi Sözer alias Kümel** Der Quotenausländer auf der Baustelle?
**Alexandra Maria Lara alias Astrid** Hübsch und revolutionär gegen ihren Vater (hat für diese Rolle den Jupiter 2002 bekommen)
**Peter Thorwarth alias Philip** Der Regisseur himself, ich mag ihn als Schauspieler zwar nicht, aber er war trotzdem gut
**Dietmar Bär alias Werner Wiesenkamp** Durch Erbschaft kam er an die Firma, leider wird er aber von seinem Bruder in allen Bereichnen in den Schatten gestellt
**Armin Dillenberger alias Marek** Zu komisch dieser Typ


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Die DVD
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Die Vorzüge einer DVD kommen bei diesem Film nur begrenzt zu Geltung. Die Bildqualität ist natürlich relativ hoch, was aber aufgrund der fehlenden Spezialeffekt nicht wirklich zur Geltung kommt. Der Dolby Digital Sound ist auch ein wenig misslungen, wenn nicht sogar ablenkend. Wir haben gestern im Laufe des Films sogar auf normalen Stereoton umgeschalten, sonst hätte man den Film nicht entspannt anschauen können. Zu Beginn des Films gibt es eine kleine Gartenparty, bei der die Umgebungsgeräusche einfach zu laut sind, als dass man die Charaktere einwandfrei hätte verstehen können.
Hier ziehe ich die Punkte wieder ab, die ich bei Humor nicht mehr vergeben konnte, weil die Höchstpunktzahl schon erreicht war ;-).
Die Sprache der DVD (RC2) ist deutsch, englische Untertitel sind aber auch verfügbar.

Das Bonusmaterial ist ja bei DVDs auch schon Standard, bei \"Was nicht passt wird passend gemacht\" ist es aber sogar überaus üppig. Angefangen bei Trailern, über Interviews und Teamvorstellungen reicht es bis hin zu geschnittenen Szenen und natürlich (leider nur mäßig witzigen) Outtakes. Alles in allem auch hier volle Punktzahl, schon alleine wegen dem zusätzlichen Kurzfilm (mit Dieter Krebs).

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Fazit
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Ich persönlich bin von diesem Film begeistert, aber auch wenn ihr nicht gleich 20€ für die DVD ausgeben wollt, so sollte doch zumindest ein Gang in die Videothek Pflicht sein!
Mein persönlicher Preis: BESTER FILM DES LETZTEN JAHRES!

Gruß 0-8-15

20 Bewertungen