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Erfahrungsbericht von FreddiePrince

Crime Is King

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einst noch als guter Robin Hood bekannt überzeugt Kevin Costner nun einmal wieder umso mehr als gnadenloser Bösewicht mit seinem Kollegen Kurt Russel, der später sein größter Gegenspieler wird! Christian Slater allerdings kommt in seiner Rolle diesmal reichlich kurz.

Michael Zane (Kurt Russell) ist gerade aus dem Knast entlassen, als er auf den antiautoritär erzogenen, diebischen Jungen Jesse und seine attraktiven Mutter Cybill (Courtney Cox) stößt. Nach einer heißen Liebesnacht trifft Zane auf seinen ehemaligen Knastkumpanen Murphy (Kevin Costner) und dessen Kollegen Hanson (Christian Slater), Gus (David Arquette) und Franklin (Bokeem Woodbine). Zusammen begeben sich die fünf nach Las Vegas, um im Zuge der Elviswoche als Elvisimitatoren verkleidet ein Casino auszurauben. Bei dem Coup kommt es zu einer wilden Schießerei, doch die Gangster können mit Hilfe eines Hubschraubers vom Dach des Casinos fliehen. Der angeschossene Franklin stirbt auf der Flucht und später im Motel kommt es zwischen Hanson und Murphy zu einem Streit um Franklins Anteil an der 3,2 Millionen-Dollarbeute, woraufhin der skrupellose und brutal vorgehende Murphy Hanson erschießt. Bei der Beseitigung der Leiche erschießt Murphy auch Zane und Gus - so glaubt er zumindest -, fährt auf dem Rückweg zum Motel jedoch einen Kojoten an und landet mit seinem Auto im Graben. Zane überlebt Murphys Angriff jedoch dank angelegter Schutzweste und begibt sich seinerseits zurück zum Motel. Dort entdeckt er, dass die Beute verschwunden ist, vermutet dieses jedoch bei dem Jungen Jesse, da er dessen Hut im Zimmer findet. Also begibt er sich zu Cybill und ihrem Jungen, um sich das Geld zu holen, jedoch wird er die beiden von nun an nicht mehr los. Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd, bei der auch noch die beiden Federal Marshalls Damitry (Kevin Pollack) und Quigley (Thomas Haden Church) ein Wörtchen mitzureden haben. Wie alles endet sei hier nicht verraten.....

Daten zum Film:Originaltitel: 3000 Miles To Graceland
Regisseur: Demian LichtensteinBuch: Demian Lichtenstein, Richard ReccoKamera: David Franco
Länge: 125 min

Demian Lichtenstein hat jahrelang als Kameramann gearbeitet, hauptsächlich in der Werbebranche und Musikvideobranche. Crime Is King ist nach \"Lowball\" von 1997, bei dem er ebenfalls das Drehbuch schrieb, sein zweiter Kinofilm.In einer Szene ist Lichtenstein auch als Ladendieb zu sehen!
Ich mag Roadmovies und dies ist wieder einmal einer der guten Kategorie, vielleicht ein bißchen vergleichbar mit U-Turn. Es ist dieses Spiel guter Gangster - böser Gangster, gespickt mit einer Menge witziger Dialoge, jeder Menge Action und einer Spur Erotik. Die Musik ist immer klasse an die gezeigten Szenen angepasst (besonders passend fand ich \"My Way\" beim Showdown gesungen von Elvis). Regisseur Demian Lichtenstein, der sich auch beim Drehbuch verdingte, merkt man an, dass er aus der Werbebranche entstammt.Ich weiß nicht, warum dieser Film fünfmal für die goldene Himbeere (Trophäe für den schlechtesten Film) nominiert wurde, ich wurde von Crime Is King gut unterhalten. Allen Roadmovie- und Tarrantinofans kann ich diesen Film empfehlen. Er ist sicher nicht der beste dieses Genre, aber das Geld für die Kinokarte plus Bier und Popcorn ist er allemal wert.Unter 18 jährigen und zart besaiteten Lesern möchte ich hier lieber von dem Film abraten, da er streckenweise wirklich brutal ist.Abschließend noch etwas zu Kurt Russell: Er hat bereits 1979 einmal in einem Fernsehfilm den King gegeben, was ihm damals eine Emmy-Nominierung einbrachte.

8 Bewertungen