Mehr zum Thema Testbericht

No-product-image
ab 16,38
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

Erfahrungsbericht von Rinoa22

Servus! (Schuh des Manitu XL oder eher L)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Verfilmung des deutschen Karl-May-Westernklassikers „Der Schatz im Silbersee“ war wohl die größte Überraschung, die das deutsche Kino zu bieten hatte: mit über 11 Millionen Zuschauern zählt „Der Schuh des Manitu“ wohl zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten! Für mich war der Film ebenso eine angenehme Überraschung, da ich eigentlich nicht sehr viel von deutschen Filmen halte und auch nicht viel von dieser Kultkomödie erwartet habe. Doch innerhalb von wenigen Minuten lagen meine Freundin und ich uns irgendwo zwischen Sessel und Boden in den Armen und sind nicht mehr aus dem Lachen herausgekommen.
Nun ist Schuh das Manitu XL herausgekommen und obwohl ich mir den Film schon mehrere Male auf DVD angeschaut habe, bin ich dieses Jahr wieder ins Kino. Trotzdem war ich enttäuscht, da die XL-Version nur ein paar Minuten Vorgeschichte verlängert wurde (vielleicht dachte ich auch, es wäre XXL...). Der Film ist also nicht die Fortsetzung vom Original, sondern das Orginal um einige Anfänge bereichert, damit wir wissen, wie \"alles anfing\". Zum einen in den neuen Anfangsszenen die Berichte, wie Grauer Star stirbt (Großvater Abahatchi´s und Winnetouch´s) und wie de Grieche Dimitri im Alter von 16 Jahren eingefangen wird. Auch Uschi wurde vorgestellt, die später eine wichtige Rolle spielen soll.


****Inhalt****

Um den „Apachen-Pub“ zu eröffnen, nehmen sich Abahachi (Michal Herbig) und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) eine Hypothek bei Schoschonen-Häuptling Listiger Lurch auf. Doch sie werden beim Kauf einer Kneipe vom Gangster Santa Maria (Sky du Mont) übers Ohr gehauen: eine Pappwand vom allerfeinsten! Zudem klaut Santa Maria Abahachi das von den Schoschonen geliehene Gold und bringt auch noch den Sohn des Schoschonenhäuptlings Falscher Hase um. Der Häuptling der Schoschonen glaubt das Ranger und Abahachi die Mörder seines Sohnes sind und lässt sie an den Marterpfahl binden. Die zwei Blutsbrüder können jedoch flüchten und machen sich daran ihre Unschuld zu beweisen. Um den Schoschonen das geliehene (und von Santa Maria gestohlene) Gold wieder zu beschaffen, will Abahachi einen Schatz finden. Das dumme an der Sache ist nur, dass er nur ein Viertel einer Schatzkarte hat und die anderen drei Teile an Winnetouch (Michael Herbig), Abahachis schwulen Zwillingsbruder, der auf der Puder Rosa Farm einen Beautysalon errichtet hat, an das Halbblut Uschi (Marie Bäumler), in die sich Ranger natürlich sofort verknallt, und an den Griechen Dimitri (Rick Kavanian), der als Findelkind von den Indianern aufgezogen wurde, nun eine Bar in Mexiko betreibt und immer noch davon träumt selber zur Rothaut zu werden, verschenkt hat. Das ist jedoch nicht das einzige Problem: Die Schoschonen haben nach der Flucht vom Marterpfahl kurzerhand den Klappstuhl ausgegraben und sind Ranger und Abahachi auf den Fersen und Santa Maria mit seiner Bande hat Interesse am Schatz den die beiden suchen...


****Besetzung****

Michael Bully Herbig in der Doppelrolle als Abahachi und Winnetouch, wie er leibt und lebt. Tolle Mimik, und, vor allem als Winnetouch, tolle Gestik; hat das richtige Feeling für die Rollen. Außerdem noch Regie, Produktion und Drehbuch. Christian Tramitz füllt seine Rolle perfekt aus. Mit ihrem bayerischen Akzent, der so gar nicht in den wilden Westen passen will, gewinnen sie schnell die Herzen der Zuschauer. Dem stets in dezentes rosa gekleideten Winnetouch fliegen die Sympathien auch nur so zu, spätestens als er sich liebvoll um sein Pferd Jaqueline kümmert, dass unter einem leicht nervösen Magen leidet und dazu neigt, sich viele Sachen noch einmal durch den Kopf oder auch durch die Nase gehen zu lassen, kann er sich auch des letzten Lachers gewiss sein. Marie Bäumler gibt dem Film einen romantischen Touch und beweist komödiantisches Talent. Sky Dumont gibt als Santa Maria einen überzeugenden und exzellenten arroganten Erzschurken ab, der seine Bande wie Schulkinder behandelt („Jetzt könnt ihr euch alle noch ein Eis holen und dann reiten wir los“ oder „Jetzt gehen wir alle noch einmal aufs Klo, und dann reiten wir los.“).


****Ausstattung****

Pefekt, man merkt richtig, wieviel Mühe sich Techniker, Kameramann etc. gegeben haben. Die Landschaft ist, glaube ich, auch sehr schön... aber darauf habe ich eigentlich am wenigsten geachtet ;-)


****meine Meinung****
Der Film \"Der Schuh des Manitu\" ist wirklich sehr witzig. Es gibt so viele Stellen, wo ich mich vor Lachen kaum noch halten konnte. Am lustigsten fand ich den schwulen Winnetouch!!! Ich musste fast über jeden Satz lachen, den er gesagt hat. Alles in allem einer meiner deutschen (!) Lieblingsfilme!


****Fazit****

Der Schuh des Manitu sprüht vor Humor und wirklich spritzigem Wortwitz. Der Film stellt eine wahrhaft gelungene Parodie nicht nur auf die guten alten Winnetou-Filme dar. Man kann ihn sich so oft anschauen wie man möchte. Er ist für groß und klein und uninteressant wird er bestimmt nicht

20 Bewertungen