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Erfahrungsbericht von bigmanu

Gefühl und Verstand, dann lieber Gefühl ;o)))

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einer meiner Lieblingsfilme, den ich mir immer ansehe, wenn mein Männe mal unterwegs ist, ist „Sinn und Sinnlichkeit“. Mir hat dieser Film schon im Kino gut gefallen, und sein ein paar Jahren besitze ich auch die Videokassette. Wenn ich diesen Film ansehen, dann lege ich mir meist ein paar Taschentücher zurecht, den einige Szenen beuteln mich doch arg. Aber es gibt auch viel zu lachen, und am Schluss zum Glück ein Happy End.


Die Vorlage zu diesem Film ist das Buch von Jane Austen „Verstand und Gefühl“. Ich habe es gelesen, noch bevor ich den Film gesehen habe, und war von der guten Umsetzung überrascht. Allerdings finde ich den Titel Sinn und Sinnlichkeit etwas verfehlt, er hätte genau so wie das Buch „Verstand und Gefühl“ heißen müssen, weil dies den Sinn des Filmes besser trifft. Regie führt in diesem Film Ang Lee und Emma Thompson, die auch eine Hauptrolle spielt ist die Autorin der Drehbuchadaption und hat dafür sogar einen Oscar gewonnen. Insgesamt wurde dieser Film 1995 für 6 Oscars Nominiert, hat aber leider nur einen gewonnen. So wurde er als Bester Film, Emma Thompson als beste Hauptdarstellerin, Kate Winslet als beste Nebendarstellerin, Michael Coulter für die Kamera und Patrick Doyle für die Musik nominiert.


Doch kommen wir jetzt einmal zur Story des Filmes „Sinn und Sinnlichkeit“. Der Film spielt in England, und zwar am Ende des 18. Jahrhunderts. Hauptpersonen sind die Töchter Dashwood, als da wären Elinor (Emma Thompson), Marianne (Kate Winslet) und die kleine Margaret (Emilie Francois). Unerwarteterweise ist ihr Vater gestorben, und obwohl er seinem Vater auf dem Totenbett verspricht, sich um seine Stiefmutter und deren Töchter zu kümmern, setzt der Sohn John (aus erster Ehe) die vier sozusagen an die Luft. Sie müssen das Herrenhaus Nordland Park verlassen. John (James Fleet) und seine unfreundliche Frau Fanny (Harriet Walter) sind nach dem Gesetz die Erben, und die zweite Mrs. Dashwood (Gemma Jones) muss mit ihren Töchter in ein kleines Cottage auf dem Land ziehen, das ihnen ein entfernter Cousin angeboten hat. Von nun an heißt es sparsam wirtschaften für die vier, und eine Mitgift für die drei Töchter ist bei 500 Pfund im Jahr natürlich auch nicht drin.

Aber bevor sie das Herrenhaus Nordland Park verlassen müssen, lernt Elinor noch den Bruder von Fanny, Edward Ferrars (einfach perfekt besetzt mit Hugh Grand) kennen. Dieser ist sehr schüchtern und wirkt sehr korrekt und etwas verklemmt. Aber Elinor verliebt sich in ihn, und er scheint ihre Gefühle zu erwidern. Doch Fanny weiß eine nähere Bekanntschaft zu verhindern, in dem sie ihn nach London schickt. Er soll eine gute Partie machen und reich heiraten.

Die vier Frauen indessen leben sich auf ihrem Cottage ein und versuchen das Leben auf dem Lande zu meistern. Dort geht alles etwas ungezwungener und derber zu, doch die vier gewöhnen sich notgedrungen daran. Elinor verwaltet die Finanzen und träumt auch weiterhin von Edward, obwohl sie sich nichts anmerken lässt. Marianne lernt den charmanten Willoughby kennen und verliebt sich in ihn. Sie merkt gar nicht, das der ehrenwerte Colonel Brandon (Alan Rickman) ebenfalls in sie verliebt ist. Willoughby ist ebenfalls sehr deutlich in seiner Zuneigung und es scheint beschlossene Sache, das aus den beiden ein Paar wird.

Doch Willoughby verlässt Marianne um zurück nach London zu fahren. Den beiden Schwestern Elinor und Marianne gelingt es, mit einer Bekannten, Mrs. Jennings (Elizabeth Springgs) ebenfalls nach London zu fahren und dort bei dieser zu Gast zu sein. Elinor selber hat so gut wie keine Hoffnung mehr auf Edward. Auf einer Gesellschaft hat sie eine junge Dame kennen gelernt, die ihr anvertraut hat, das sie schon seit langem mit Edward verlobt ist, aber aufgrund ihrer Herkunft von seinem Vater nicht akzeptiert wird. Trotz ihres Schmerzes lässt sich Elinor nichts anmerken und fährt mit Marianne nach London.

Doch das Glück scheint keiner der beiden Schwestern holt zu sein. Marianne bekommt keine Antwort auf ihre zahlreichen Briefe, die sie an Willoughby schickt. Auf einer Gesellschaft wird sie von ihm öffentlich gedemütigt, als er sie nicht beachtet und statt dessen einer reichen jungen Frau den Hof macht. Marianne erfährt, das er beabsichtigt, diese Frau zu heiraten und ist am Boden zerstört. Auf der Heimreise wird sie schwer krank, und wird nur durch die Pflege ihrer Schwester und die Zuneigung die ihr Colonel Brandon erweist, wieder gesund. Sie ist jetzt ruhiger und vernünftiger geworden, und erkennt die Qualitäten des Colonel Brandon an. Es stellt sich auch heraus, das dieser mit Willoughby schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und Marianne nur knapp einem Desaster entgangen ist. So nimmt sie den Heiratsantrag von Colonel Brandon an, der wohlhabend ist, und sie so liebt, das ihm die fehlende Mitgift nichts ausmacht.

Doch auch Elinor winkt das Glück. Zwar ist sie der Meinung, Edward hätte seine Jugendliebe geheiratet, aber das stellt sich als falsch heraus. Dieser entkommt dem Schicksal noch einmal, weil die schlaue Frau sich einen anderen, wohlhabenderen Mann sucht, seinen Bruder. Und so gibt es auch für Elinor und Edward ein Happy End und zum Schluss eine Doppelhochzeit. Ende gut, alles gut ;o)))


Mir hat dieser Film sehr gut gefallen, und ich kann ihn auch immer wieder ansehen. Hier gibt es Humor, schöne Dialoge und auch Dramatik. Die Kostüme sind stilgerecht gestaltet und versetzten einen in eine vergangene Epoche. Wir das Buch von Jane Austen gelesen hat, wird feststellen, das der Film sich sehr eng an die Vorlage hält. Und genau das mag ich gerne, da es mich oft ärgert, wenn der Film nichts mehr mit dem Buch zu tun hat.


Auch die Darsteller sind meiner Meinung nach sehr gut besetzt. Hugh Grand ist die perfekte Besetzung für den schüchternen, wortkargen Engländer, der etwas verklemmt wirkt. Kate Winslet ist meiner Meinung nach eigentlich keine Nebendarstellerin sondern mit Hauptdarstellerin. Sie verkörpert sehr gut den Part „Gefühl“ in diesem Film, da sie ohne Nachzudenken ihren Gefühlen freien Lauf lässt, und dann erkennen muss, das sie getäuscht wurde. Emma Thompson kam mir ja etwas zu alt vor für die rolle der jungen Elinor, aber sie spielt die Rolle der vernünftigen und ruhigen Elinor trotzdem sehr überzeugend.


Sehr gut wird in diesem Film die Rolle der Frau zu dieser Zeit dargestellt. Die einzige Hoffnung für eine Frau der besseren Gesellschaft ist eine gute Partie, da sie sich nicht alleine ernähren können. Und zu dieser Zeit hat meist der Verstand über dem Gefühl (der Liebe) gesiegt und Ehen wurden nach Zweckmäßigkeit geschlossen. Doch unsere beiden Hauptdarstellerinnen lieben ja ihre Männer, wenn Marianne auch erst zur Einsicht kommen musste und eine schwere Enttäuschung erlebt hat.


Mein Fazit:
Wer gerne einen Kostümfilm, mit Liebe, Humor und Dramatik sehen möchte, dem kann ich „Sinn und Sinnlichkeit“ nur ans Herz legen. Er ist sehr unterhaltsam und so richtig was für´s Herz, ohne dabei kitschig zu sein. Und bitte Taschentücher bereit halten, einige Szenen sind für Zuschauer, die nah am Wasser gebaut haben, gefährlich *ggg*. Ich kann diesen Film nur zu hundert Prozent weiter empfehlen und vergebe deshalb auch alle fünf Sterne.


Gruss von Eurer BigManu

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