Erfahrungsbericht von Sedad
Tanz mit dem Teufel - Sat1
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Deutschland 2001, Erstausstrahlung 11/12 November 2001, Sat 1
Zwei-Teiler a`120 Minuten
Die Handlung:
Deutschland, Dezember 1976. Der industriellen-Sohn Richard Oedker (25) wird vor der Tür der Freisinger Uni entführt. Er wird gezwungen in eine Holzkiste einzusteigen, sich Hand,- und Fußschellen anzulegen und eine schwarze Mütze überzuziehen. Die Handschellen sind an einem Stromkreis angeschlossen. Jedes laute Geräusch verursacht einen Stromschlag. Einen Stromschlag mit 220V. Aufgrund der Enge der Kiste bricht sich Richard mehrere Knochen, die Hüftgelenke nehmen sehr großen Schaden. Die Lösegeldforderung: 21 Millionen DM. Die Familie Oedker zahlen das Lösegeld und Richard kommt frei. Mit enormen gesundheitlichen Schäden, an denen er sehr zu knabbern hat. So werden ihm neue Hüftgelenke eingesetzt, die dann wieder den Hüftknochen angreifen. Der Entführer gehr mit sehr großer Inteligenz an die Sache und kann die Polizei erst mal auf eine falsche Verte führen. So wird zuerst schlampig ermittelt. Als der Verdacht auf den eigentlichen Entführer fällt ist es schon fast zu spät. Eine SOKO wird gegründet. Mit dabei: Georg Kaufbach als Ermittler. Dieser freundet sich mit Richard Oedker an. Die SOKO sammelt an die 24 Indizen, keine Spur führt direkt zum Entführer Dieter Cilov. Der Prozess wird zum Medienspektakel das der Angeklagte geschickt ausnutzt. Trotz der vagen Beweise wird Cilov zu 15 Jahren Haft Verurteilt. Nach seiner Entlassung bleibt nur Kaufbach, auch gegen den Willen seiner Vorgesetzten, an Cilov dran, da der nicht gestanden hat und das Lösegeld nicht gefunden wurde. Durch einen Trick wird die Verjährungsfrist (20 Jahre) ausgehebelt und der Täter zum Schluß doch noch überführt. Dieser Gesteht die Tat und Ermittler und der Entführte sind vom psychischen Druck befreit.
Die Hauptfiguren:
Richard Oedker: Sebastian Koch
Georg Kufbach: Tobias Moretti
Dieter Cilov: Christoph Waltz
Die Machart:
Der Tanz mit dem Teufel ist eine typisch deutsche Produktion. Die Handlung orientiert sich sehr stark an der Wirklichkeit. Jedoch meist nur in vager Tiefe. Leider werden auch manche interessante Details nicht mit rüber gebracht. Den Machern war eine Liebesgeschichte des Ermittlers Kufbach lieber. So gestaltet sich dieser Film eher zum Gedächnistraining. Die Ermittlungen werden sehr schnell überflogen, die Indizienreihe kaum, oder zu schnell und oberflächlich erklärt/gezeigt. Der Film stellt die psychische Beziehung zwischen Opfer, Ermittler und Täter sehr stark heraus. Man bekommt einen kleinen Eindruck, wie sich wohl das Opfer geistlich auf den Entführer eingeschossen hat, und warum es ihm so wichtig ist ein Geständnis des Täters zu hören. Auch die Kaltblütigkeit des Täters kommt gut zum Ausdruck.
Meine Meinung:
Wer Unterhaltung und einen vagen Eindruck in die Entführungsgeschichte des Richard Oedkers haben möchte, der sollte sich diesen Film anschauen. Wer sich wirklich über dieses Thema informieren möchte, der sollte sich lieber an Info-Magazine halten oder im Internet nach Informationen suchen. Alles in allem aber ein sehr unterhaltsamer Film, bei dem es einem nicht wirklich langweilig wird. Prädikat: Empfehlenswert.
Ich persönlich war etwas enttäuscht, da ich mir mehr Tiefe erwartet hatte. Ansonsten finde ich Sat1 und die Produktionen als sehr große Bereicherung der Fernsehlandschaft in Deutschland. Gleich im Anschluß an den zweiten Teil kam Stern TV mit einem special über die Entführung. Sehr informativ. finde ich klasse.
Viele Grüße, sedad
Zwei-Teiler a`120 Minuten
Die Handlung:
Deutschland, Dezember 1976. Der industriellen-Sohn Richard Oedker (25) wird vor der Tür der Freisinger Uni entführt. Er wird gezwungen in eine Holzkiste einzusteigen, sich Hand,- und Fußschellen anzulegen und eine schwarze Mütze überzuziehen. Die Handschellen sind an einem Stromkreis angeschlossen. Jedes laute Geräusch verursacht einen Stromschlag. Einen Stromschlag mit 220V. Aufgrund der Enge der Kiste bricht sich Richard mehrere Knochen, die Hüftgelenke nehmen sehr großen Schaden. Die Lösegeldforderung: 21 Millionen DM. Die Familie Oedker zahlen das Lösegeld und Richard kommt frei. Mit enormen gesundheitlichen Schäden, an denen er sehr zu knabbern hat. So werden ihm neue Hüftgelenke eingesetzt, die dann wieder den Hüftknochen angreifen. Der Entführer gehr mit sehr großer Inteligenz an die Sache und kann die Polizei erst mal auf eine falsche Verte führen. So wird zuerst schlampig ermittelt. Als der Verdacht auf den eigentlichen Entführer fällt ist es schon fast zu spät. Eine SOKO wird gegründet. Mit dabei: Georg Kaufbach als Ermittler. Dieser freundet sich mit Richard Oedker an. Die SOKO sammelt an die 24 Indizen, keine Spur führt direkt zum Entführer Dieter Cilov. Der Prozess wird zum Medienspektakel das der Angeklagte geschickt ausnutzt. Trotz der vagen Beweise wird Cilov zu 15 Jahren Haft Verurteilt. Nach seiner Entlassung bleibt nur Kaufbach, auch gegen den Willen seiner Vorgesetzten, an Cilov dran, da der nicht gestanden hat und das Lösegeld nicht gefunden wurde. Durch einen Trick wird die Verjährungsfrist (20 Jahre) ausgehebelt und der Täter zum Schluß doch noch überführt. Dieser Gesteht die Tat und Ermittler und der Entführte sind vom psychischen Druck befreit.
Die Hauptfiguren:
Richard Oedker: Sebastian Koch
Georg Kufbach: Tobias Moretti
Dieter Cilov: Christoph Waltz
Die Machart:
Der Tanz mit dem Teufel ist eine typisch deutsche Produktion. Die Handlung orientiert sich sehr stark an der Wirklichkeit. Jedoch meist nur in vager Tiefe. Leider werden auch manche interessante Details nicht mit rüber gebracht. Den Machern war eine Liebesgeschichte des Ermittlers Kufbach lieber. So gestaltet sich dieser Film eher zum Gedächnistraining. Die Ermittlungen werden sehr schnell überflogen, die Indizienreihe kaum, oder zu schnell und oberflächlich erklärt/gezeigt. Der Film stellt die psychische Beziehung zwischen Opfer, Ermittler und Täter sehr stark heraus. Man bekommt einen kleinen Eindruck, wie sich wohl das Opfer geistlich auf den Entführer eingeschossen hat, und warum es ihm so wichtig ist ein Geständnis des Täters zu hören. Auch die Kaltblütigkeit des Täters kommt gut zum Ausdruck.
Meine Meinung:
Wer Unterhaltung und einen vagen Eindruck in die Entführungsgeschichte des Richard Oedkers haben möchte, der sollte sich diesen Film anschauen. Wer sich wirklich über dieses Thema informieren möchte, der sollte sich lieber an Info-Magazine halten oder im Internet nach Informationen suchen. Alles in allem aber ein sehr unterhaltsamer Film, bei dem es einem nicht wirklich langweilig wird. Prädikat: Empfehlenswert.
Ich persönlich war etwas enttäuscht, da ich mir mehr Tiefe erwartet hatte. Ansonsten finde ich Sat1 und die Produktionen als sehr große Bereicherung der Fernsehlandschaft in Deutschland. Gleich im Anschluß an den zweiten Teil kam Stern TV mit einem special über die Entführung. Sehr informativ. finde ich klasse.
Viele Grüße, sedad
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