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Erfahrungsbericht von cascarlo

Ich bin Sam - Nur Sean Penn ist hier in Bestform

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Anlässlich der Oscar-Verleihung hörte ich zum ersten Mal von „Ich bin Sam“. Der Hauptdarsteller Sean Penn war dort in der Kategorie „bester Hauptdarsteller“ nominiert. Also ließ ich es mir nicht nehmen, mir den Fil, vergangene Woch im Kino anzusehen.

Im Vorfeld überraschte mich, das der Film von der Kritik doch ziemlich niedergemacht wurde. Wenn Hollywood mal einen auf „Problemfilm“ macht, wir das doch meistens von den Kritikern mit Bonuspunkten honoriert.

Trotzdem war ich gespannt auf den Film und auf Sean Penn, leider wurde nur Sean Penn meinen Erwartungen gerecht.

Der Film:
********

"Ich bin Sam" ist die bewegende Lebensgeschichte des geistig behinderten Sam Dawson (Sean Penn): Mit der Unterstützung außergewöhnlicher Freunde zieht er seine Tochter Lucy (Dakota Fanning) selbst auf. Aber als Lucy sieben wird und Sam ihr intellektuell nicht mehr gewachsen ist, gerät die Familienidylle aus dem Lot: Die zuständige Sozialarbeiterin will Sam seine Tochter wegnehmen und Pflegeeltern anvertrauen.

Vor Gericht hat Sam keine Chance. Dennoch will er den Kampf gegen das Rechtssystem aufnehmen. Und er bekommt unerwartete Schützenhilfe: Die energische Anwältin Rita Harrison (Michelle Pfeiffer) hat eigentlich genug mit sich selbst zu tun - zunächst übernimmt sie den Fall nur, weil sie sich von ihren Kollegen herausgefordert fühlt, und sie verzichtet ganz auf ihr Honorar. Sam und Rita trennen Welten, und doch merken sie bald, dass sie sich im Grunde recht ähnlich sind: Sams ungezügeltes Temperament entspricht Ritas Jähzorn; sie ist allerdings in der Lage, ihre Ausbrüche im gesellschaftlich akzeptablen Rahmen zu kanalisieren. Doch ihr manischer Perfektionismus, ihr selbst auferlegter Erfolgszwang machen ihr das Leben sehr schwer: Sie entfremdet sich von ihrem eigenen Sohn und spürt, wie ihr Selbstwertgefühl darunter leidet.

Gemeinsam nehmen die beiden den Kampf gegen die Justiz auf, um zu beweisen, dass Sam seine Vaterpflichten erfüllen kann. Dieses Ziel schweißt sie zusammen - es wird zum Fanal für die Macht bedingungsloser Liebe.
Text : Warner Bros.

So weit die eigene Lobpreisung der Produzenten für den Film.

Für mich scheinen die Produzenten den Erfolg von „Rainman“ nach dem bewährten Strickmuster wiederholen zu wollen. Sam wirkt in jeder Szene rührend. Aber in die Tiefe geht der Film leider nicht.

Die Story hätte dazu eingeladen Vorurteile gegenüber Behinderten abzubauen. Leider geschieht, meiner Meinung nach, genau das Gegenteil. Sam hat die Aufgabe rührend und herzlich zu sein und dann gibt es die Guten die ihm im Kampf gegen die bösen Behörden beistehen.

Was mich auch gestört ist die ständige Werbung für „Starbucks Coffeeshops“. Sam arbeitet in einem solchen und natürlich ist der Filialleiter ein ganz toller netter Mensch. Gerade am Anfang des Films kann einen die ständige Werbung schon nerven.

Das positive an diesem Film ist sicherlich Sean Penn, der sich die Oskar Nominierung mit diesem Film wirklich verdient hat. Er spielt Sam Dawson wirklich sehr realistisch und man nimmt ihm die Rolle wirklich ab. Meiner Meinung nach spielt er Michelle Pfeiffer, die die Anwältin Rita Harrison spielt, an die Wand.


Fazit:
****

Wer Sean Penn in Bestform sehen will, sollte sich diesen Film wirklich ansehen. Auch Fans von tränenreichen Rührstücken, kommen hier gerade am Ende des Film voll auf ihre Kosten. Alle anderen sollten sich vielleicht eher noch mal Rainman in der Videothek ausleihen. Damit ist man im Zweifelsfall besser bedient und kommt auch billiger dabei weg.


USA 2001
Originaltitel: I Am Sam
Regie: Jessie Nelson
Länge: 132 Minuten
Darsteller: Sean Penn, Michelle Pfeiffer, Dianne Wiest und Dakota Fanning

16 Bewertungen, 2 Kommentare

  • myra-belle

    11.06.2002, 17:34 Uhr von myra-belle
    Bewertung: sehr hilfreich

    dann werde ich wohl doch nicht reingehen

  • Avengelina

    12.05.2002, 21:41 Uhr von Avengelina
    Bewertung: sehr hilfreich

    Jetzt weiß ich nicht wie ich dich bewerten soll, eine Kurzübersicht des Filmes ist natürlich Pflicht, aber man sollte sie besser selber schreiben, oder wenigstens ausführlich kommentieren. Cu Avengelina