Erfahrungsbericht von JustOliver
Gettysburg - Geschichte atemberaubend inszeniert!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
DER GESCHICHTLICHE HINTERGRUND
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Der Film behandelt die Schlacht bei Gettysburg, die gemeinhin als die entscheidende Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg angesehen wird. Bei dem amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 handelt es sich um den bis heute größten kriegerischen Konflikt in der Geschichte der USA. Ausgangspunkt des Krieges war die Absicht des im Jahre 1860 neu gewählten Präsidenten Abraham Lincoln die Sklaverei abzuschaffen. Dies widersprach den Interessen der Südstaaten der USA, so dass sich der Demokratenführer Jefferson Davis zum Präsident der Südstaaten wählen ließ. Hierdurch wurde die Spaltung des Landes herbeigeführt. Hierdurch kam es zum amerikanischen Bürgerkrieg.
Zur Schlacht bei Gettysburg kam es am 1. - 3. Juli 1863. An dieser Schlacht nahmen 165.000 Soldaten teil, von denen 20.000 Südstaatler und 23.000 Nordstaatler starben. Trotz der Verlustzahlen waren die Nordstaaten unter der Führung von General George Meade siegreich und konnten die Südsaaten-Armee, die unter der Führung eines der legendärsten Generäle der amerikanischen Geschichte Robert E. Lee standen, hierdurch deutlich schwächen. Speziell dem strategischen Geschick Lees war es zu verdanken, dass die Südstaaten lange Zeit gegen den überlegenen Norden bestehen konnten. Die Schlacht bei Gettysburg jedoch war im Grunde der Genickbruch für die Armee des Südens. Dennoch dauerte der Krieg noch weitere 2 Jahre. Bei der Betrachtung der Schlacht werden stets zwei wesentliche Gründe für die Niederlage Lees angeführt. Zum einen konnten die Nordstaaten, obwohl am ersten Tag zahlenmäßig noch unterlegen die Anhöhen um Gettysburg besetzen, so dass sie in den Folgetagen stets die bessere Kampfposition hatten. Zum anderen fehlten aufgrund der Eigensinnigkeit des Führers der Kavallerie der Südstaaten Lee jegliche Informationen über die Stärke des Feindes, was zu der folgenschweren Fehleinschätzung am dritten Tage führte, dass die Mitte der gegnerischen Front geschwächt wäre. Hierdurch erreichten nur knapp 200 von 15.000 am Angriff beteiligten Soldaten die feindlichen Linien.
DER FILM
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Der Film selbst ist ein monumentales Meisterwerk. Er wurde an Originalschauplätzen gedreht und beschreibt eindrucksvoll die entscheidenden Schlachten um die Stadt Gettysburg herum. Glaubt man den geschichtlichen Dokumentationen dieser Schlacht, so sind speziell die Kampfszenen und Schlachten eindrucksvoll in dem Film aufgezeigt worden. Bei sämtlichen Kampfszenen kommen tausende von Darstellern (13000 Statisten) zum Einsatz, um die Szenen so realistisch wir möglich darzustellen.
Aber der Film beschreibt nicht nur die Kampfhandlungen. Es werden vielmehr auch die ganz persönlichen Empfindungen der Generäle und die teilweise vorhandenen privaten Schicksale dargestellt. So wurde der amerikanische Bürgerkrieg stets als Kampf unter Brüdern dargestellt. Und dies wird auch in dem Film sehr eindrucksvoll umgesetzt, indem bspw. auf die gemeinsamen Freundschaften von sich gegenüberstehenden Generälen, die zusammen die Militärakademie Westpoint besucht haben, dargestellt werden.
Zu dem Gelingen des Films tragen auch die hochkarätigen Schauspieler bei. So wird bspw. General Lee von Martin Sheen gespielt. Dieser versteht es brilliant, den charismatischen Lee, der von allen seinen Männern hoch geachtet wurde, dem Zuschauer nahe zu bringen. In einer weiteren Rolle glänzt Tom Berenger als Lt. Gen. James Longstreet, der stets Bedenken gegen die eingeschlagen Strategie Lees hatte.
In seinen 4 Stunden versucht der Film, den geschichtlichen Ereignissen so nahe zu kommen, wie es aufgrund der geschichtlichen Aufzeichnungen geht.
MEIN FAZIT
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Der Film ist sicherlich kein grandioses Meisterwerk. Wer dies erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Dennoch hat der Film mich sehr fasziniert, da er den geschichtlichen Ausführungen, die ich bislang zu diesem Thema gelesen hatte, sehr nahe kommt. Er beeindruckt durch die faszinierend in Szene gesetzten Schlachten und durch die überzeugend gespielten Charaktere.
Zu kritisieren ist, dass er zum Ende hin teilweise ein wenig langatmig wird, weil die Vorbereitungen auf die letzte Schlacht doch ein wenig zu ausführlich dargestellt, teilweise auch ein wenig überdramatisiert werden. Auch hat mich ein wenig gestört, dass die Seite der Nordstaaten bei den Darstellungen teilweise ein wenig kurz kommt. Sehr ausführlich wird der Generalstab Lees und Lee selbst dargestellt. Sicherlich verständlich, da er selbst heute noch in den USA als großer Kriegsherr angesehen wird. Dennoch ist der Film an einigen Stellen zu glorifizierend.
Diese kleinen Nachteile können die Qualität des Films insgesamt jedoch nicht nachhaltig schmälern. Für jemanden, der an Geschichte interessiert ist, ist der Film ein unbedingtes Muss und mir ist auch während der gesamten 4 Stunden (danach kann man über den HERR DER RINGE nur lachen) nie langweilig geworden.
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Der Film behandelt die Schlacht bei Gettysburg, die gemeinhin als die entscheidende Schlacht im amerikanischen Bürgerkrieg angesehen wird. Bei dem amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 handelt es sich um den bis heute größten kriegerischen Konflikt in der Geschichte der USA. Ausgangspunkt des Krieges war die Absicht des im Jahre 1860 neu gewählten Präsidenten Abraham Lincoln die Sklaverei abzuschaffen. Dies widersprach den Interessen der Südstaaten der USA, so dass sich der Demokratenführer Jefferson Davis zum Präsident der Südstaaten wählen ließ. Hierdurch wurde die Spaltung des Landes herbeigeführt. Hierdurch kam es zum amerikanischen Bürgerkrieg.
Zur Schlacht bei Gettysburg kam es am 1. - 3. Juli 1863. An dieser Schlacht nahmen 165.000 Soldaten teil, von denen 20.000 Südstaatler und 23.000 Nordstaatler starben. Trotz der Verlustzahlen waren die Nordstaaten unter der Führung von General George Meade siegreich und konnten die Südsaaten-Armee, die unter der Führung eines der legendärsten Generäle der amerikanischen Geschichte Robert E. Lee standen, hierdurch deutlich schwächen. Speziell dem strategischen Geschick Lees war es zu verdanken, dass die Südstaaten lange Zeit gegen den überlegenen Norden bestehen konnten. Die Schlacht bei Gettysburg jedoch war im Grunde der Genickbruch für die Armee des Südens. Dennoch dauerte der Krieg noch weitere 2 Jahre. Bei der Betrachtung der Schlacht werden stets zwei wesentliche Gründe für die Niederlage Lees angeführt. Zum einen konnten die Nordstaaten, obwohl am ersten Tag zahlenmäßig noch unterlegen die Anhöhen um Gettysburg besetzen, so dass sie in den Folgetagen stets die bessere Kampfposition hatten. Zum anderen fehlten aufgrund der Eigensinnigkeit des Führers der Kavallerie der Südstaaten Lee jegliche Informationen über die Stärke des Feindes, was zu der folgenschweren Fehleinschätzung am dritten Tage führte, dass die Mitte der gegnerischen Front geschwächt wäre. Hierdurch erreichten nur knapp 200 von 15.000 am Angriff beteiligten Soldaten die feindlichen Linien.
DER FILM
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Der Film selbst ist ein monumentales Meisterwerk. Er wurde an Originalschauplätzen gedreht und beschreibt eindrucksvoll die entscheidenden Schlachten um die Stadt Gettysburg herum. Glaubt man den geschichtlichen Dokumentationen dieser Schlacht, so sind speziell die Kampfszenen und Schlachten eindrucksvoll in dem Film aufgezeigt worden. Bei sämtlichen Kampfszenen kommen tausende von Darstellern (13000 Statisten) zum Einsatz, um die Szenen so realistisch wir möglich darzustellen.
Aber der Film beschreibt nicht nur die Kampfhandlungen. Es werden vielmehr auch die ganz persönlichen Empfindungen der Generäle und die teilweise vorhandenen privaten Schicksale dargestellt. So wurde der amerikanische Bürgerkrieg stets als Kampf unter Brüdern dargestellt. Und dies wird auch in dem Film sehr eindrucksvoll umgesetzt, indem bspw. auf die gemeinsamen Freundschaften von sich gegenüberstehenden Generälen, die zusammen die Militärakademie Westpoint besucht haben, dargestellt werden.
Zu dem Gelingen des Films tragen auch die hochkarätigen Schauspieler bei. So wird bspw. General Lee von Martin Sheen gespielt. Dieser versteht es brilliant, den charismatischen Lee, der von allen seinen Männern hoch geachtet wurde, dem Zuschauer nahe zu bringen. In einer weiteren Rolle glänzt Tom Berenger als Lt. Gen. James Longstreet, der stets Bedenken gegen die eingeschlagen Strategie Lees hatte.
In seinen 4 Stunden versucht der Film, den geschichtlichen Ereignissen so nahe zu kommen, wie es aufgrund der geschichtlichen Aufzeichnungen geht.
MEIN FAZIT
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Der Film ist sicherlich kein grandioses Meisterwerk. Wer dies erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Dennoch hat der Film mich sehr fasziniert, da er den geschichtlichen Ausführungen, die ich bislang zu diesem Thema gelesen hatte, sehr nahe kommt. Er beeindruckt durch die faszinierend in Szene gesetzten Schlachten und durch die überzeugend gespielten Charaktere.
Zu kritisieren ist, dass er zum Ende hin teilweise ein wenig langatmig wird, weil die Vorbereitungen auf die letzte Schlacht doch ein wenig zu ausführlich dargestellt, teilweise auch ein wenig überdramatisiert werden. Auch hat mich ein wenig gestört, dass die Seite der Nordstaaten bei den Darstellungen teilweise ein wenig kurz kommt. Sehr ausführlich wird der Generalstab Lees und Lee selbst dargestellt. Sicherlich verständlich, da er selbst heute noch in den USA als großer Kriegsherr angesehen wird. Dennoch ist der Film an einigen Stellen zu glorifizierend.
Diese kleinen Nachteile können die Qualität des Films insgesamt jedoch nicht nachhaltig schmälern. Für jemanden, der an Geschichte interessiert ist, ist der Film ein unbedingtes Muss und mir ist auch während der gesamten 4 Stunden (danach kann man über den HERR DER RINGE nur lachen) nie langweilig geworden.
25 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.05.2007, 19:02 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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