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Erfahrungsbericht von KimberleyAuris

HEAVEN - wird schnell langweilig

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Während Sen to chihiro No Kamikakushi und Bloody Sunday jeweils einen goldenen Bären als bester Film einheimsten und unter anderen Halle Berry einen silbernen für ihre roll e in Monsters Ball bekam, ging der Eröffnungsfilm der diesjährigen Berlinale leer aus -

Warum wird man fragen, verfilmte Wunderkind Tom Tykwer doch einen Plot aus der Feder des verstorbenen polnischen Ausnahmeregisseurs Kieslowski.

Nun denn

Um den Drogentod ihres Mannes zu rächen, deponiert die 29jährige Englisch-Lehrerin Philipa ( Cate Blanchett) ihren bombengefüllten Rucksack in einem Turiner Bürogebäude.
Treffen soll es nur den verhassten Dealer, der für das Leid unzähliger Familien verantwortlich ist.

Die Explosion reisst jedoch vier unschulde Menschen in den Tod, während der Dealer ungeschoren davonkommt.
Die Auswirkungen ihrer Tat erfährt Philippa erst auf dem Polizeirevier.

Dort zeigt man wenig Einsicht für ihre Beweggründe, stattdessen bekommt sie die ganze Härte der aufgebrachten Gesetzeshüter zu spüren, pflegt der als integrer Geschäftsmann getarnte Drogendealer doch überaus freundliche Beziehungen zur Polizei.

Einzig Philippo ( Giovanni Ribisi ) ein junger Beamter, der mit der Übersetzung des Verhörs beauftragt wurde, lässt das Schicksal der verunsicherten Frau nicht kalt.

Seit er während eines Ohnmachtsanfalls ihre Hand berührte, regen sich zarte Gefühle in seinem Herzen. Er inszeniert einen Stromausfall und lässt in der Dunkelheit in Diktiergerät in Philippas Jackentasche gleiten.
Über den Austausch von Cassetten planen sie ihre Flucht, wobei sich Philippo als fintenreicher Stratege erweist.

Philippa täuscht eine Übelkeit vor, verwirrt den durch einen Telefonanruf abgelenkten Wärter mittels eines zweiten Satzes Schuhe und Hosen und rettet sich schließlich auf den Dachboden des Polizeigebäudes, während die Carabinieri in der Stadt ausschwärmen, da sie die geheime Kommunikation der beiden verfolgten, Philippo aber im letzten Moment die Planung änderte.

In ihrem Versteck versichern die Beiden sich nun Ihrer ewigen Liebe und locken daraufhin den Drogendealer ins Büro des Polizeichefs, erschiessen ihn dort und treten die gemeinsame Flucht an.

So! Bis hierhin erweist sich tom Tykwer als virtuoser Arrangeur der Blicke und weiss, durchaus fesselnd eine Geschichte zu erzählen, die von ihrer interessanten Personenkonstellation lebt.
Doch genau ab diesem Punkt an passiert eigentlich rein gar nichts mehr. Alles läuft glatt, man hat sich längst gefunden, ist eins und steigt am Ende mit einem Hubschrauber in den babyblauen Himmel auf.

Tragisch nur, dass dieses einfallslose Geplätscher zwei Drittel des gesamten Films einnimmt.

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Maeuschen21

    26.02.2002, 14:36 Uhr von Maeuschen21
    Bewertung: sehr hilfreich

    klein aber fein ;o) VLG Mandy